'Iron Man 2': Chinesischer TV Spot


Es ist ein chinesischer TV Spot zu Iron Man 2 aufgetaucht (480p/720p/1080p), der neues Bildmaterial parat hält und unter anderem auch Samuel L. Jackson als Nick Fury zeigt. Ich muss ja sagen, dass mich das alles noch immer relativ kalt lässt. Klar, der erste war feines Comickino, aber weder Scarlett, noch Don Cheadle können mich überzeugen, im Gegenteil. Ich mochte Terrence Howard sehr, was ich von Cheadle nicht gerade behaupten kann. Sei's drum, Kinostart ist am 06. Mai.


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'Iron Man' in Deutschland nur gekürzt zu sehen

Da erwähnt man gerade noch, dass man nach dem Abspann von Iron Man unbedingt sitzen bleiben sollte, da man sonst etwas Erfreuliches verpasst, da kommt auch schon eine weitere Nachricht zum Film – dieses Mal aber eine alles andere als erfreuliche. Iron Man ist laut ersten Kinogängern und der OFDb nämlich an fünf Stellen gekürzt:

* Beim Überfall auf den Konvoi gleich zu Beginn fehlte die Erschießung des jungen Soldaten, der neben Stark auf der Rückbank sitzt. Dabei wurden die Einschüsse durch die Autotür entfernt (in manchen Trailern enthalten).
* Als Stark im Iron Man-Prototyp eine Rakete auf Raza abfeuert, stürzt über diesem ein Stück Höhle ein und begräbt ihn.
* Bei der Zerstörung des Terroristencamps gehen eigentlich mehr Mensch und Material in Flammen auf.
* Die Erschießung gleich mehrerer Terroristen auf einen Streich, die sich hinter menschlichen Schutzschildern verstecken wurde beschnitten.
* Nachdem Iron Man Abu in bester RoboCop-Manier durch die Wand im überfallenen Dorf gezogen hat, wirft er ihn der geschundenen Bevölkerung vor und verkündet, sie sollen mit ihm machen, was sie wollen.

Da der Film selbst in den USA PG-13 ist, fragt man sich zu Recht, was das eigentlich soll. Ich kann jedenfalls bestätigen, dass genannte Szenen in den Pressevorführungen definitiv enthalten waren (dafür ja aber nicht das Cameo Samuel L. Jacksons – so was nennt man wohl Gerechtigkeit… ;-)). Mal schauen, ob in Kürze ein offizielles Statment des Verleihers oder der FSK zu erwarten ist.


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»Yeah. I can fly.«

Iron Man
(Jon Favreau, USA 2008)
Kino

Irgendwann im Film ist Tony Stark (Robert Downey Jr.) so weit, er hat seinen bewaffneten Metallpanzer fertig, durchbricht erst die Eisentür, schlägt ein Paar Taliban an die Höhlenwand und findet schließlich den Weg hinaus aus der Höhle. Vor ihm: zwei Dutzend Taliban, bis an die Zähne bewaffnet, aber dennoch sichtlich nervös. Kein Wunder, denn es ist ein schräges, kaum vorstellbares Etwas, das ihnen da gegenübersteht und sie in Kürze mit Flammenwerfern grillen wird. Es ist eine der Szenen, die klarmacht, um was es sich bei Iron Man handelt, nämlich um eine Comicverfilmung, die zu nichts weiter als eine Comicverfilmung sein will. Jon Favreaus Film heuchelt keinerlei Tiefe, versucht die Klischees gar nicht erst zu umgehen, sondern das Beste aus ihnen zu machen. Egal ob love interest Gwyneth Paltrow, Superplayboy Tony Stark oder der undurchsichtige, kaum wieder zu erkennende Jeff Bridges – Iron Man weiß, dass das alles nötig ist, um einem Comic gerecht zu werden. So ist das Geschehen dann auch stets mit einem zwinkernden Auge zu sehen oder anders gesagt: es geht gar nicht ohne dieses, denn wie sind Stark respektive die Taliban bitteschön an all das Material zum Bau des Panzers gekommen?

Keinesfalls soll das jedoch nun implizieren, dass hier nichts funktioniert und ein Klischee nach dem anderen 0815-mäßig abgehandelt wird. Vielmehr ist das Ganze einfach eine der wenigen wirklichen Comics in bewegten Bildern: bunt, schnell, laut. Iron Man legt dabei auch keinesfalls nur Wert auf Action, sondern auch auf den Mythos seiner Figur selbst. Beginnt der Film ziemlich unvermittelt mit einigen Actioneinlagen, so besinnt er sich im Mittelteil zunehmend auf die Figur und den Charakter Tony Starks. Ein Mann wird vom scheinbar gewissenlosen Waffenhändler – man nennt ihn "Merchant of Death", was ihm auch gut gefällt – zum wahrhaftigen Superhelden, der einmal mehr gegen das Böse kämpft. Dabei ist Iron Man weitaus weniger pathetisch als beispielsweise ein Spider-Man, verzichtet zudem auch weitestgehend auf den moralischen Zeigefinger (selbst die Taliban gleichen hier mehr dem 0815 Schurken als fundamentalen Terroristen). Und selbst wenn er ihn einmal erhebt, so sind die Fronten dennoch stets klar gezeichnet: Unsere Jungs in Afghanistan/Irak brauchen moderne Waffen (und sei es eben das Iron-Man-Skelett, das schließlich auch bewaffnet ist), dementsprechend 'stylish' und laut wird das Militär dann auch inszeniert.

Sowieso beweist Favreau ein ordentliches Geschick für die Inszenierung seines Superhelden. Selbst als Stark sein 'Kostüm' perfektioniert hat – wofür sich der Film rund ein Drittel der Laufzeit Zeit nimmt -, bricht nicht etwa gleich die Action los, sondern die Zeit wird sinnvoll investiert, um es am Ende dann richtig krachen zu lassen. Die Besetzung des Oberbösewichts fällt, zugegeben, recht öde aus, und auch der eigentliche Kampf wirkt artifizieller als in nahezu jeder anderen Comicverfilmung. Doch genau hier hat Iron Man den Kollegen auch einen großen Vorteil: er besitzt nämlich eine große Portion Humor. Das ist zum größten Teil Robert Downey Jr. zu verdanken, der für die Rolle des Tony Stark wie gemacht zu sein scheint – nicht vergessen: Heroes aren't born. They're built. – und der Figur mit seinem charmanten Spiel ein unglaubliches Charisma verleiht. So ist Iron Man einer der wenigen Comichelden, der keinerlei Bedenken wegen seines Handelns hat, keine inneren Konflikte auszutragen hat. Und genau das macht ihn auch so sympathisch, denn während viele genau hier in die Pathos-Moral-Epik-Kiste greifen, bleibt Iron Man stets ein Unterhaltungsvehikel.

Auch wenn Iron Man sicherlich nicht der bekannteste Held aus dem Universum Marvels ist, so ist er dennoch eine der besten Verfilmungen – nicht nur aus dem Hause Marvel, sondern überhaupt. Auch wenn die Trailer fast schon alle Highlights vorwegnehmen (gut, wann trifft das bei einem Film mal nicht zu?), so dürften Fans des Genres definitiv auf ihre Kosten kommen. Natürlich wird der Kampf an den Kinokassen entschieden, aber ich bin mir sicher, dass von der diesjährigen Konkurrenz nur noch The Dark Knight zur Konkurrenz aufsteigen dürfte. Bei The Incredible Hulk frage ich mich nämlich noch immer, was eine erneute Verfilmung überhaupt soll, trotz Cameos von Tony Stark alias Iron Man. Der Film Iron Man ist jedenfalls ein unglaublich charmantes, buntes und lautes Knallbonbon von Comicfilm, das von seinem Hauptdarsteller getragen, eine der schönsten Formen des Popcornkinos darstellt. (8/10)


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