Tony Scott Retro: 'The Last Boy Scout'


Das ist vor allem viel Shane Black und wenig Tony Scott. Nur selten scheinen Scotts Trademarks durch, am ehesten noch in den Actionszenen. The Last Boy Scout ist keinesfalls ein schlechter Film, im Gegenteil. Nur ist er eben nicht unbedingt als ein Film von Tony Scott wahrnehmbar; zudem steht Scott das 'Ernste' doch deutlich besser zu Gesicht als eine Buddy-Actioncomedy (was ja schon in Beverly Hills Cop II deutlich zu sehen war). Der Film fußt zu 75% auf Shane Blacks Drehbuch, für die restlichen 25% brauchte man dann noch einen Regisseur, der sein Handwerk versteht und der vor allem auch Ahnung von Action hat. Und da wundert es nicht, dass Scott der go-to-guy war. Neben Blacks Einfluss trägt das Ganze natürlich auch Joel Silvers Handschrift, mit dem Scott hier das erste Mal zusammenarbeitete. Ansonsten muss man sagen, dass The Last Boy Scout ziemlich gut gealtert ist, denn auch wenn er von Filmnerds bis heute zu Tode zitiert wurde, stimmen die action set pieces, sowie das Timing noch immer.


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Die mit dem Hai tanzt: 'Dark Tide' Blu-ray Review


An einen Hai-Thriller geht man für gewöhnlich mit einer ganz bestimmten Erwartungshaltung heran. Dass man spannende Unterwasseraufnahmen und das eine oder andere Opfer erwartet liegt wohl auch damit zusammen, dass Steven Spielberg 1975 das Horror-Kino ein klein wenig revolutionierte. Es ist die pure Angst, die einem solch ein Hai-Film machen soll – so, dass man sich für lange Zeit nicht mehr ins Wasser traut. Die Filmgeschichte hat gezeigt, dass es nach Jaws nicht mehr vielen Filmen gelungen ist, den Hai als Bestie und absolute Tötungsmaschine effektiv zu inszenieren. Dabei sind aber viele Filme genau darauf aus. John Stockwells Dark Tide kann sich nicht ganz entscheiden, ob er nun dieser klassische Hai-Thriller mit Horrorelementen sein will oder doch lieber eine harmlose Naturdoku, die einige nette Aufnahmen des vermeintlichen Killers parat hält. Eine Geschichte weiß er schon gar nicht zu erzählen. Das wäre an und für sich auch nicht sehr schlimm, denn wieso soll Film immer zu eine Geschichte erzählen, statt dies auf visueller Ebene zu tun?

Das größte Problem von Stockwell ist es aber, dass auch der Rest nicht für etwas Interessantes oder gar Spannendes reicht. Dark Tide will nie so richtig in Schwung kommen, geschweige denn erzählen. Da ist Halle Berrys Figur, eine abenteuerlustige Meeresbiologin, die gerne mal mit Haien Seite an Seite schwimmt. Oder ihr Mann Olivier Martinez, der einen Franzosen gibt, dessen wahre Motive stets im Dunkel bleiben und bei dem man nicht weiß, ob Arschloch oder nicht. Der restliche Cast ist nicht der Rede wert, denn er bleibt so flach wie der Spannungsbogen des Ganzen. Es dauert geschlagene 85 Minuten, bis mal etwas passiert. Und das, was dann passiert, kann dann auch keinen mehr hinter dem Ofen vorlocken. Vielmehr hat man schon längst mit dem Film und seinen Charakteren abgeschlossen, so dass nur noch Gleichgültigkeit herrscht. Erst recht, wenn einem auch noch so etwas serviert wird wie die Angestellte von Halle Berrys Biologin, die es spürt (!), dass etwas nicht in Ordnung ist und daraufhin die Küstenwache verständigt.

Wer nach dem eigentlichen Plot fragt, wird ebenfalls enttäuscht, denn das, was Dark Tide versucht zu erzählen, ist nicht nur reichlich unspannend, sondern auch absolut generisch. Am Anfang ist alles heile Welt, dann passiert etwas Schreckliches und alle sind erstmal down. Da kommt ein reicher Geschäftsmann, der die finanzielle Notsituation ausnutzen will und schließlich geht man darauf ein. Klar, am Ende kommt dann, was kommen muss: Alles geht einmal mehr schief und jeder bekommt das, was er verdient. Das versteht sogar der 12-Jährige, der sich den Film schon anschauen darf, denn außer ein klein wenig rotes Wasser gibt es auch weiter nichts – wer also blutige Hai-Attacken erwartet hat, der wird bitter enttäuscht werden. Wenn es allerdings Haie zu sehen gibt, dann sind dies ziemlich schöne Bilder, was man Dark Tide als großen Pluspunkt anrechnen muss. Nur selten sieht man, dass es sich um FX handelt, die meiste Zeit über wird man aber Zeuge hervorragender Hai-Aufnahmen. Leider reicht das unterm Strich aber noch lange nicht für einen guten Film, denn das bekomme ich auch in jeder guten Tier-Doku. Und spannender ist die in den meisten Fällen auch noch. (3.5/10)

Die Blu-ray von Universum Film erscheint heute (Amazon-Partnerlink) und ist deutlich besser als der Film, ist das Bild doch schön scharf und detailreich – wenn man nicht gerade unter Wasser ist, wo natürlich viele Details ob der Dunkelheit verloren gehen. Der Ton ist gut, aber kein Highlight. An den entsprechenden Stellen könnte es noch etwas mehr rummsen, dafür sind die Dialoge aber hervorragend gemastert. Extras finden sich auf der Scheibe außer dem Trailer und einer Trailershow für andere Universum-Titel leider keine.


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New York, New York: 'New Year's Eve'


Was ergeben zahlreiche Hollywood- Schauspieler gepaart mit einer Prise Liebe, Humor und Stadtleben? Genau – New Year's Eve (der hierzulande den tollen Titel Happy New Year bekommen hat). Der Film passend zum Jahresende, handelt von der ganz großen Liebe in der genau so großen Silvesternacht.

Neben Hillary Swank, Michelle Pfeiffer und Robert de Niro (und unzähligen weiteren Stars), verzaubert auch Teenie-Schwarm Zac Efron das jüngere und vor allem weibliche Publikum. Und auch der deutsche Schauspieler Til Schweiger ist als werdender Vater mit von der Partie und gibt sich mit der Hochschwangeren Jessica Biel ein Entbindungsrennen zum Totlachen.

Die Story ist dabei eigentlich ganz einfach: Ein Mann, eine Frau und die ganz große Liebe am Silvesterabend. Doch wie gesagt, eigentlich. Denn auch beim 'Nachfolger' des Kinoerfolgs Valentine's Day, spielt der Film in mehreren Episoden. Also sind es viele Frauen und viele Männer, die versuchen ihr Jahr Revue passieren zu lassen und am Jahreswechsel nochmal alles zu geben, um happy ins neue Jahr zu starten.

Dieser Film hat neben vielen Emotionen auch jede Menge Humor in petto. Dazu die wunderschöne Silvester-Metropole New York und fertig ist das Rezept für einen Kinoabend, in der so manche Frau ins Schwärmen kommt und sogar mancher Mann etwas zum schmunzeln hat. (7.5/10)

- Kritik von Julia Rybkowski


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Neuer Trailer zum Starvehikel 'New Year's Eve'


Silvester rückt näher, zumindest ist es näher als noch im Juli, als der erste Trailer zu New Year's Eve erschienen ist. Auch der zweite Trailer sieht nach einem Feel-Good-Movie pünktlich zum Jahresende aus. Und dieses Mal sehen wir auch Til Schweiger, der die gleiche Fresse wie immer zieht Mimik wie immer zeigt.


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Silvester mit Til Schweiger: 'New Year's Eve' Trailer


Eines muss ich New Year's Eve, dem neuen Film von RomCom-Altmeister Garry Marshall, ja lassen: Er hat eine enorme Starpower! Von Jessica Biel, über Ashton Kutcher, bis hin zu robert De Niro sind sie alle dabei – ja, sogar Til Schweiger gibt sich die Ehre! Der Trailer (480p/720p/1080p) selbst hingegen sieht nach klassischem Winterkino aus, das Platz für das Zwischenmenschliche und Besinnliche schafft. Mehr gibt's eigentlich nicht zu sagen. US-Start ist pünktlich zur Festzeit, nämlich am 09. Dezember.


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