Niki Lauda vs. James Hunt: Trailer zu Ron Howards 'Rush'

Nach einer gefühlten Ewigkeit der Ankündigung ist nun der erste Trailer zu Ron Howards Rush da. Der Film mit dem äußerst einfallslosen Titel folgt den beiden Formel 1-Rivalen Niki Lauda (Daniel Brühl) und James Hunt (Chris Hemsworth) in den 70ern und rekapituliert Niki Laudas Horror-Unfall … Formel 1 gehört für mich ja ohnehin zu den langweiligsten Sportarten überhaupt, weshalb mich auch der Trailer alles andere als umhaut. Das Schlimmste am Trailer ist aber definitiv Alexandra Maria Lara, die mit ihrem einen Gesichtsausdruck gefühlte hundert Mal im Trailer vorkommt. Einziger Lichtblick: Hans Zimmer steuert den Score bei, und der dürfte bei solch einem 'Adrenalin-Film' wieder mal gut werden. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.


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Tony Scott Retro: 'Crimson Tide'


Tony Scotts dritte Produktion mit Bruckheimer/Simpson und seine erste von insgesamt vier mit Denzel Washington ist auf den ersten Blick eigentlich kein typisches Scott-Gelände. Ein U-Boot-Thriller, das heißt enge Räume und kaum Bewegung – sowohl in den engen Gängen des Bootes als auch im Wasser selbst. Scott ist aber der Regisseur der schnellen Bewegungen, des Geschwindigkeitsrausches. Kampfjet, Rennwagen, um ihr Leben rennende Football-Spieler, sie alle eignen sich perfekt für Scotts schnelle Schnitte und rasante Kamerafahrten. Doch auch bei Crimson Tide gelingt es Scott – fast sogar noch besser als bei seinen anderen 'Bewegungs-Filmen' – ein Gefühl für die Gefahr des Ganzen zu vermitteln. Die U-Boot-Gänge sind äußerst eng, die U.S.S. Alabama gleitet in 900 Fuß Tiefe durch den Pazifik, und dennoch ist nicht nur die Gefahr, sondern auch die Angst immanent.

Scott beweist hier wie bei keinem seiner vorherigen Filme, welch ein inszenatorischer Meister er doch ist. Ein einfaches Stilmittel wie sein geliebter Dutch Angle wird hier zu einem Vermittler von Hektik, Hitze und schließlich Angespanntheit und Angst. Egal ob auf der Brücke oder im Maschinenraum, jedes Deck, jede Luke und jeder Raum wird zum 'War Room'. Scott schürt jedoch nicht erst im Boot die Gefahr und Angst, sondern bereits in der Exposition, wenn er ein erschreckend reales Szenario vermittelt, das nicht nur die Existenz seiner Protagonisten aufs Spiel stellt, sondern die der gesamten Menschheit. Zimmers Musik (eine seiner besten Arbeiten überhaupt) ist dabei so omnipräsent bedrohlich, dass es einem bisweilen kalt den Rücken hinunterläuft. Das Pathos des Filmes verkommt hier keinesfalls zum Kitsch wie in einigen seiner anderen Filme.

Crimson Tide ist auf jeglicher Ebene perfekt. Das Drehbuch, das von Tarantino und Sorkin aufgebessert wurde (was in vielen Szenen überdeutlich wird), funktioniert hervorragend und ist so viel mehr als das Männerduell zwischen Washington und Hackman, die sich beide den Arsch abspielen! Technisch holt Scott alles raus, was möglich ist und ist noch weit weg von seinen späteren visuellen Spielereien (die ich nichtsdestotrotz mag). Scotts bester Film. Ohne jeglichen Zweifel.


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Tony Scott Retro: 'True Romance'


Es dauert ziemlich lange bis man ansatzweise erkennt, dass es sich bei True Romance um einen Film von Tony Scott handelt. Nur im Ansatz, weil zirka 80% des Filmes Tarantinos Sprache sprechen. Die restlichen 20% gehen auf Scotts Kappe (haha!), was man vor allem gegen Ende bemerkt. Erst hier gibt es schnelle hektische Schnitte (Shootout) und den einen oder anderen Dutch Angle (die lauschenden Cops, der angeschossene Clarence). Und die letzte Einstellung ist dann auch eine untergehende Sonne – da bedarf es dann auch keinen End Credits, die sagen, dass es sich um 'A Film by Tony Scott' handelt. Dass es weniger Scotts und vielmehr Tarantinos Film ist, ist gar nicht weiter schlimm, denn bereits The Last Boy Scout war mehr Black als Scott. Und auch für sein nächstes Werk, Crimson Tide, nahm Tarantino wieder die Feder in die Hand.

Es sind vor allem kleinere Details, die Scotts Handschrift tragen: Dennis Hopper hat einen Hund (Scott liebt Haustiere!) und während er sich sein legendäres Wortgefecht mit Christopher Walken liefert, läuft im Hintergrund 'Sous le dôme épais'. Scott führt mit True Romance quasi weiter, was er mit The Last Boy Scout angefangen hat, nämlich den harten Actionthriller mit viel comic relief, der nicht unbedingt seinen Stempel trägt, dessen Einfluss aber durchaus wahrnehmbar ist (Scott hat einige Änderungen an Tarantinos Drehbuch vorgenommen). True Romance hat keinerlei Alterserscheinungen und funktioniert auch fast 20 Jahre später noch perfekt – auch, weil ich mich bei Tom Sizemore immer noch regelmäßig wegschmeiße! Er ist und bleibt für mich (zusammen mit Chris Penn) das heimliche Highlight des Films.


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Tony Scott Retro: 'Days of Thunder'


Es hat den Anschein, als käme Maverick auf seiner Harley (?) direkt von seiner (ehrenhaften) Entlassung aus der Navy. Er hat den Tod von Goose noch immer nicht verkraftet und sucht sich nun ein neues Adrenalin-haltiges Hobby. Er landet schließlich bei Robert Duvall und Randy Quaids Team, bei dem er fortan als NASCAR-Fahrer den Kick sucht und findet. Es ist genau dieser Shot mit Cruise auf dem Motorrad vor der untergehenden Sonne, die das Scope-Bild orangener nicht färben könnte, das zu dieser Annahme verleitet und uns so bekannt vorkommt.

Und natürlich die Tatsache, dass Days of Thunder ein Quasi-Remake von Top Gun ist – nur mit Rennautos statt Kampffliegern. Der Werdegang Cruises vom Hotshot zum Gewinner ist dabei fast noch etwas platter als in Top Gun, die Konflikte nicht wirklich interessant oder von Bedeutung. Das Mädchen in Form seiner späteren Frau Nicole Kidman bekommt er ja ohnehin – egal, wie oft er den Karren (buchstäblich) gegen die Wand fährt. Es liegt vielleicht auch zu einem nicht unerheblichen Teil daran, dass mich Autorennen nicht das Geringste interessieren, aber bei meiner Erstsichtung von Days of Thunder wollte der Funke einfach nicht überspringen.


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Understatement steht Nolan nicht: 'The Dark Knight Rises'


Leichte Spoilergefahr!

Christopher Nolans The Dark Knight Rises hat mich sehr enttäuscht, das schicke ich gleich voraus, denn eigentlich konnte Nolans letzter Batman-Film den Erwartungen auch gar nicht gerecht werden, die er sich da teilweise auch selbst auferlegt hat. Wenn ich an den Trailer zurückdenke, jener, der einen kleinen Jungen ’The Star-Spangled Banner’ singen lies und Bilder darüber legte, die die Erwartungen ins Unermessliche stiegen ließen: das einstürzende Footballfeld, die gesprengte Brücke, die Gefängnisinsassen, die sich plötzlich in Freiheit währen – Bilder, die sich einbrennen und noch lange nachhallen. Nicht so im tatsächlichen Film, denn der ist nicht nur unglaublich geschwätzig – schließlich müssen ja noch einige Fäden zusammengeführt werden und Bruce Wayne muss sich auch erst einmal aufraffen, Gotham erneut vor dem Untergang zu bewahren –, sondern lässt den Zuschauer einfach nur unfassbar underwhelmed zurück. Die großen action set pieces kannte man ja schon aus dem Trailer, viel Neues oder gar Atemberaubendes gesellt sich nicht mehr dazu, im Gegenteil.

Ich will Nolan keinesfalls bashen (warum führt Kollege Ben schön aus), dass er durchaus etwas kann, hat er oft genug gezeigt, auch wenn er natürlich – und das bringt der Erfolg mit sich – vielerorts gehyped wird. The Dark Knight war ein bombastischer Film, der zudem perfekt mit den Post-9/11-Ängsten der Amerikaner spielte. Man sieht auch Nolans neuem Film all das an: den Versuch einer politischen Allegorie (die dank stereotyper und doofer Wall-Street-Banker nicht wirklich funktioniert), den Bombast, den er leider nie wirklich lange aufrechterhalten kann (die Hymne sorgt für absolute Gänsehaut, aber das Footballfeld-Gimmick kann bekanntermaßen ja nicht mehr seine volle Wirkung entfalten) oder der Soundtrack von Zimmer, den ich hier zum ersten Mal als nur wenig prägnant wahrnahm – und wenn er mal donnert, dann sind es die Motive, die man schon aus den beiden Vorgängern kennt. Nein, Nolan hat sich vor allem mit dem Trailer absolut keinen Gefallen getan.

Doch Trailer hin oder her, fast nichts in The Dark Knight Rises kann den Zuschauer wirklich umhauen. Und das ist doch das, was einen Blockbuster ausmacht, oder? Gigantische Schauwerte, die einem die Kinnlade runterklappen lassen. Ich habe erst vor einigen Tagen wieder Camerons Aliens gesehen, der wohl auch heute noch die Blaupause für einen Blockbuster markiert. Da stimmt einfach alles, allen voran die gigantischen set pieces, die dem Ganzen sukzessive eines drauflegen. Das ist in Nolans Film ganz anders. Wenn ich allein daran denke wie man Banes Tod gestaltet hat – das ist eine Frechheit, die ihresgleichen sucht, denn da baut man die Figur, die in der deutschen Synchro leider zur Semi-Witzfigur gerät, so toll auf (die Flugzeug-Szene), nur um sie dann so unspektakulär wie plötzlich aus dem Film scheiden zu lassen. Und das für einen Twist, der mich, je länger ich darüber nachdenke, an die Decke gehen lässt. Spätestens hier fragte ich mich, ob das wirklich Nolans ernst sein kann. Da hat er dieses Franchise so gekonnt rebootet, nur um es dann so zu Ende gehen zu lassen?

Das gilt leider für so vieles im Film, allen voran das Ende, über das ich beim besten Willen keine guten Worte finden kann – entweder hat sich Nolan hier gigantisch vom Studio auf die Finger schauen lassen oder er hat den Widerstand gleich ganz aufgegeben, denn ohne groß spoilern zu wollen: Es wäre nicht Hollywood, wenn man nicht alles tun würde, um sich jedes Hintertürchen für etwaige Sequels, Spin-Offs, etc. offen zu lassen … Ja, das geht sogar so weit, dass man ganze Figuren nur deshalb einführt, um sie für dieses Hintertürchen zu haben (so erweckt es zumindest den Eindruck). Andere, die es verdient hätten, dass man näher auf sie eingeht und sie quasi zu einem Abschluss führt – Alfred zum Beispiel –, werden gar nicht weiter beachtet. Doch es gibt auch Positives zu vermelden, denn Anne Hathaway, von der ich für gewöhnlich kein allzu großer Fan bin, schlägt sich erstaunlich gut als charmante Catwoman, weil sie weniger Bitch als vielmehr weibliches Pendant von Gentleman Bruce Wayne ist.

Nun ist The Dark Knight Rises natürlich kein wirklich schlechter Film. Gemessen an dem, was er sich selbst allerdings auferlegt hat, enttäuscht er auf so vielen Ebenen, sogar auf so einfachen wie der Plotebene. Nolan hat von Beginn an nur wenig wirklich gute Ideen, und spätestens ab der Hälfte des Filmes gehen ihm diese ohnehin aus und sein Film gerät in Bahnen, die man einem Nolan normalerweise nicht zuschreiben würde. Das letzte Drittel ist dann so generisch und spannungsreich, dass man auch einen Rob Cohen auf den Regiestuhl hätte setzen können. Ich weiß nicht, woran es letztlich gelegen hat, dass Nolans Film zumindest meinen Erwartungen nur sehr bedingt gerecht werden konnte. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass eine Zweitsichtung nur Schlimmeres und nicht Besseres zu Tage fördern würde. Ich finde es aber auch nicht so schlimm, dass The Dark Knight Rises jetzt nicht der ganz große Wurf ist. Oder es ist mir egal. Jedenfalls schwirrt seit der Pressevorführung nur ein Wort in meinem Kopf herum. Ein englisches, da ich nochmal wiederholen möchte, das es meinen Gesamteindruck einfach so schön und präzise zum Ausdruck bringt: Ich bin gigantisch underwhelmed von diesem Abschluss. (6.5/10)


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'The Dark Knight Rises' Soundtrack von Zimmer kostenlos hören


Es sind nur nnoch zwei Wochen bis zum Start von Christopher Nolans Abschluss der Batman-Trilogie The Dark Knight Rises, da kommt Empire mit einem ganz besonderen Schmankerl um die Ecke: Das Magazin hat den kompletten Soundtrack von Hans Zimmer online gestellt. Alle 15 Tracks können online angehört werden – und das schon zehn Tage vor dem offiziellen Release des Albums. Bis zum 26. Juli können sich die Fans mit dem Score also schon mal in Stimmung für das Finale bringen.


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Finaler 'The Dark Knight Rises' Trailer mit vielen neuen Szenen

Ein neuer und wohl auch finaler Trailer zu Christopher Nolans epischer Comicverfilmung The Dark Knight Rises ist da und gibt einen tiefen Einblick in viele neue Szenen. Und auch der Humor kommt im neuen Trailer nicht zu kurz. Noch fünf Wochen, dann startet der wohl größte Sommerblockbuster des Jahres in den deutschen Kinos.

(Via /Film)


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Neuer Trailer zu Christopher Nolans 'The Dark Knight Rises'

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass der offizielle Trailer zu Christopher Nolans The Dark Knight Rises erschienen ist. Umso mehr freut man sich also über den neuen Trailer, der mit gewaltigem Zimmer-Score im Hintergrund mindestens so atmosphärisch daherkommt wie der erste. Für den einen oder anderen mag er vielleicht zu spoilery sein, für alle anderen, die den 26. Juli aber nicht erwarten können, dürfte er ein erneutes Fest sein!

(Via Film Junk)


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Offizieller 'The Dark Knight Rises' Trailer in HD


Und da ist er dann auch schon – zwar nicht der sechsminütige Prolog, dafür aber der erste brauchbare Trailer zu Christopher Nolans The Dark Knight Rises in HD (480p/720p/1080p). Und ich konnte die vielen enhusiastischen Stimmen bisher nicht ganz nachvollziehen, aber das hier sieht wirklich großartig aus: diese Bilder unterlegt mit dem Star-Spangled Banner – Gänsehaut! Deutscher Start ist noch etwas hin, nämlich am 26. Juli 2012.


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'The Dark Knight Rises': Sechs Minuten IMAX Prolog

In den Staaten wurde vor Mission: Impossible – Ghost Protocol in IMAX der sechsminütige Prolog zu The Dark Knight Rises gezeigt – und wie immer, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser seinen Weg auf YouTube finden sollte. Ich habe ihn mir noch nicht angesehen, da ich auf die HD-/offizielle Version warten möchte, weshalb ich zum Inhalt noch nichts sagen kann. Die, die ihn gesehen haben, scheinen aus dem Schwärmen jedoch nicht mehr heraus zu kommen.

(Via Fünf Filmfreunde)


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