Warum das 'Beverly Hills Cop' Theme in jedem Film sein sollte

Gerade bei Peter entdeckt und zumindest beim Einsatz mit The Hurt Locker doch ziemlich lachen müssen! Harold Faltermeyers Beverly Hills Cop-Theme a.k.a. 'Axel F' sollte ganz klar in jedem Film sein, der je gedreht wurde. Wie sagt er treffend? "Ist Axel F-ing das neue Rickrolling?" Warten wir's ab!


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Tony Scott Retro: 'Beverly Hills Cop II'


So richtig will man nicht glauben, dass es sich um einen Tony-Scott-Film handelt. Sicher, es gibt einige Anzeichen dafür, dass es doch so ist, am offensichtlichsten ist da der Wechsel vom 1.85:1-Bild zum 2.35:1-Bild (es ist der einzige in der Reihe, der das Scope-Format nutzt) oder die Rückkehr der Tauben im Lagerhaus, aber irgendetwas fehlt. Man merkt Beverly Hills Cop II jedenfalls deutlich an, dass Scott Simpson/Bruckheimer wohl nur einen Gefallen tat, die ihn nach Top Gun unbedingt als Regisseur für das Sequel haben wollten. Natürlich schlägt sich das vor allem im Look des Filmes nieder, der einmal mehr in knallige Orangetöne getaucht ist und jeden Sonnenuntergang voll ausreizt, aber vor allem auf Plotebene ist das einfach nur eine äußerst mediokre Fortführung der Geschichte und vor allem Figuren.

Taggart hat auf einmal Eheprobleme? Rosewood hat einen Pflanzen- und Waffen-Fetisch? Hinzu kommt, dass die Bösewichte, äußerst blass bleiben, obwohl oder gerade weil es so viele sind. Auch die Anspielungen auf First Blood, Cobra und Co. wirken etwas zu forciert und deplatziert. In den Actionszenen am Ende dringen sie dann wieder ein klein wenig durch, die Tony-Scott-ismen. Bis zum Finale muss man aber viel zu lange warten – und sich viel zu viele Dialoge anhören (die so heute teils nicht mehr möglich wären). Gott sei Dank ist Scott nie wieder zu diesem jobber geworden.


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Tony Scott Retro: 'Top Gun'


Es ist schon erstaunlich, welchen Richtungswechsel Scott mit seinem zweiten Spielfilm vollzieht. Vom Vampir-Horror-Thriller im avantgardistischen '80s-Look zum Action- beziehungsweise Sportabenteuer. Top Gun ist ein Kind des 80er-Jahre-Kinos, und das nicht nur wegen der Frisuren und der Musik, die in The Hunger noch deutlich weniger nach 80ern aussahen als vier Jahre später bei seinem 100-minütigen Musikvideo. Wenn Top Gun mit seiner slicken Optik überhaupt etwas ist, dann dieses überlange Musikvideo, das – und würde ich es nicht so lieben, wäre es fast schon ein Vorwurf – Harold Faltermeyers 'Memories' bis zum Erbrechen wiederholt (aber meine Güte, wenn Maverick den toten Goose in den Armen hält und Faltermeyers Pathos erklingt, dann habe ich Pipi in den Augen!) und bisweilen sogar an gänzlich unpassenden Stellen gespielt wird. Das so oft zitierte Werbevideo für die US Navy erkenne ich darin aber keinesfalls. Die Gefahren, die das alles mit sich bringt – die im Tod von Goose ihren Höhepunkt finden – werden oft genug drastisch veranschaulicht. Und selbst Draufgänger Maverick ist kein unbesiegbarer Mann ohne Gefühle.

Der homoerotische Subtext ist hingegen kaum zu verleugnen: Von den vielen Dialogfetzen, die aneinander gereiht ziemlich eindeutig sind, mal ganz abgesehen, verliert Maverick zwar das Mädchen, bekommt am Ende aber Iceman, mit dem ihn von Beginn an eine Hassliebe verbunden hat. Und ein guter Kamerad ist immer noch mehr wert als jede Frau, wie Top Gun ebenfalls deutlich macht (deswegen aber noch lange nicht als Werbespot durchgeht). Die enge Kooperation mit dem Pentagon geht Scott wohl vielmehr deshalb ein, weil es ihm atemberaubende Aufnahmen beschert, die ohne diese Kooperation definitiv nicht möglich gewesen wären. 10.000 Dollar kostete allein der Sprit für eine Stunde Flug mit der F-14 … Weniger bei den Flugszenen (die temporeich genug sind) als vielmehr bei den Helikopter- oder Motorrad-Szenen ist es auffällig, dass Scott in Top Gun keine seiner beliebten und bei The Hunger eingeführten Spielereien nutzt: keine Freeze Frames, kein Speed Ramping und vor allem keinen einzigen Dutch Angle. Dafür taucht er seinen Film in knallige Orangetöne und nutzt jeden Sonnenuntergang, den er kriegen kann. Michael Bay ist ihm dafür wohl bis heute dankbar.


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