Toast au fromage
Hotel Chevalier
(Wes Anderson, USA 2007)
Kino
So, bevor ich gleich ins Bett gehe, erstmal noch eine kleine Kritik zum kleinen Vorfilm zu THE DARJEELING LIMITED. Natürlich macht HOTEL CHEVALIER erst mit dem Hauptfilm so richtig Sinn, was aber nicht heißen soll, dass er nicht auf eigenen Beinen stehen kann. Wir werden mitten ins Geschehen geworfen, sehen einen Mann (Jason Schwartzman), der auf einem Bett liegt, Musik hört und sich offensichtlich langweilt. Er ist allein, einsam, das wird recht schnell deutlich. Dann kommt Nat Portman, die – ja, es scheint ja keinem entgangen zu sein – uns ihren Allerwertesten zeigt. Das jedoch nicht selbstzweckhaft, denn sie bereitet dem einsamen Mann eine Freude, reißt ihn aus seiner Lethargie und haucht ihm irgendwie neues Leben ein. HOTEL CHEVALIER ist ob seiner Situationskomik und einem tollen Protagonisten äußerst amüsant, nachdenklich und richtig schön verliebt, und das nicht nur ins Detail (wobei der iPod dann doch etwas stört). Er gleicht einem WKW, allen voran in der Bildsprache und Optik – und das soll was heißen. Ein feiner Kurzfilm, der keine Minute verschwendet und seine Prämisse präzise auf den Punkt bringt. (8/10)
Tags hotel chevalier, jason schwartzman, natalie portman, the darjeeling limited, wes anderson
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