81. Academy Awards: Die Nominierungen sind da


In genau einem Monat findet sie wieder statt, die Oscarverleihung. Und just in diesem Moment wurden die Nominierten für den (zumindest für Hollywood) wichtigsten Filmpreis der Welt bekannt gegeben. Viele Überraschungen gibt es nicht, im Gegenteil – business as usual. Heath Ledger bekommt seine Nominierung für The Dark Knight, Mickey Rourke eine Nominierung für die beste männliche Hauptrolle – alles andere wäre auch ein Unding gewesen – und Der Baader Meinhof Komplex leider eine für den besten fremdsprachigen Film. Der Rest der Liste, die bisher noch nicht ganz vollständig ist, schaut ebenfalls nicht besonders aus.

Gut, die Nominierung für In Bruges für das beste Originaldrehbuch freut mich sehr, aber den Rest teilen sich die großen fünf: Slumdog Millionaire, Milk, Frost/Nixon, The Curious Case of Benjamin Button mit 13 (!) Nominierungen und The Reader. Letztere beiden zumindest meiner Einschätzung nach zu Unrecht. Zugegeben, Finchers Film wurde ja auf diese Nominierungen hin konzipiert, ebenso Daldrys unsägliche Romanverfilmung. So richtig gönnen würde ich es ja sowieso keinem der Filme (wobei ich Frost/Nixon noch nicht gesehen habe), denn verdient hat es keiner, zu deutlich steht ihnen das Buhlen um ebenjene Trophähe ins Gesicht geschrieben. Interessanter wird es da schon in der Dokumentationskategorie, wo ich Werner Herzog den Preis wirklich gönnen würde, auch wenn er gegen Man on Wire leider den Kürzeren ziehen dürfte.

In Sachen Filmmusik fällt es mir eher schwer, einen Favoriten zu finden. Sowohl Defiance als auch Slumdog Millionaire hatten einen sehr guten Score (Letzterer dürfte sowieso beim Originalsong abräumen), wobei man beide natürlich überhaupt nicht miteinander vergleichen kann – nun ja, hauptsache nicht das Dahingeplätschere von Desplat (sowieso fehlt da ganz eindeutig Zimmer mit The Dark Knight, auch wenn mir einige massiv widersprechen würden).  Und wenn ich mich schon ärgere: Wanted hat gleich zwei Nominierungen bekommen, zwar unbedeutende, aber schon das ist schlimm genug.

Ich bin ja wirklich gespannt, was für eine Show da in vier Wochen auf uns zukommt …


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Golden Globe Awards 2009: Gewinner & Verlierer


Das Wichtigste vielleicht gleich zu Beginn: Nein, leider habe ich die Verleihung gestern Nacht nicht gesehen, da ich heute Morgen recht früh raus musste und es ja auch immer ewig dauert, bis es mal an die interessanteren Kategorien geht (die Oscars werden aber wieder mal komplett geschaut, das ist Pflicht). Und dennoch: die Liste der Gewinner erfreut mich größtenteils. Der Baader Meinhof Komplex hat nicht gewonnen, Mickey Rourke gewinnt absolut zu Recht für seine Rolle in The Wrestler, dem wohl besten Film diesen Jahres (Review folgt bald, ich weiß), dito Colin Farrell. Doch es gibt auch Aufreger, allen voran der Preis für Kate Winslet für ihre gar nicht mal so gute Rolle in dem gar nicht mal so guten, sondern grottenschlechten The Reader.

Ebenfalls sehr enttäuscht bin ich, dass Neil Patrick Harris den Award für seine Rolle in How I Met Your Mother nicht einsacken konnte – ein Skandal ist das, true story! Der Rest ist eigentlich das, was zu erwarten war, würde ich mal ganz dreist behaupten. Und da ich Danny Boyles Überfilm Slumdog Millionaire erst morgen sehe, gehe ich auf sein Abräumen auch gar nicht weiter ein, denn wer weiß, vielleicht bereue ich es morgen ja schon wieder, wenn ich es ihm heute gönne (was ich aber selber auch nicht wirklich glaube).


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Brügge die Hölle und Tottenham das Fegefeuer?

In Bruges
(Martin McDonagh, UK/Belgien 2008)
Kino

‘In Bruges’Ich selbst war noch nie in Belgien, leider. Ein Freund von mir macht gerade ein Praktikum in der belgischen und europäischen Hauptstadt bei der EU und ist vom Land durchaus angetan. Nun spielt In Bruges ja nicht in Brüssel, sondern in Brügge, der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadt Belgiens – und das sieht man auch. Es ist fast schon gefährlich, wie mich die wunderschönen Aufnahmen dieser wunderschönen Stadt begeistert haben, sodass es fast schon an ein Wunder grenzt, dass ich nicht sofort einen Flug dorthin gebucht habe (ohne auf das Finanzielle zu achten). Ja, Colin Farrells Figur hasst diese reinrassige Kulturstadt, doch da habe ich es wohl eher wie dessen Kollege, Brendan Gleeson, der weise feststellt, dass man so etwas nicht alle Tage zu sehen bekommt. Kein Wunder also, dass es zwischen den beiden bald schon raucht, da der eine kein Museum auslassen will, der andere aber keinen Pub. Doch sie sollen noch mehr Zeit miteinander verbringen, mehr, als beiden vielleicht lieb ist.

Was in den ersten 45 Minuten als Komödie mit dramatischem Tiefgang daherkommt, entwickelt sich in der zweiten Hälfte zu einem intelligenten Gangsterkrimi, der auch nicht davor zurückscheut, die Gewalt richtig ausbrechen zu lassen – Tarantino und Ritchie lassen grüßen. In Bruges ist primär aber sowieso ein Drama mit knochentrockenem Humor, perfekt getimt und niemals überzogen oder in Klamauk abdriftend. Das macht dann auch sichtlich Spaß, wenn Ray (Farrell) in reinrassigem Irisch Sprüche von sich gibt, die pointierter und auf die Situation passender nicht sein könnten: "If I'd grown up on a farm and was retarded, Bruges might impress me, but I didn't, so it doesn't." Sowieso ist der Humor eine der größten Stärken, auf die der Film baut. Er dient nicht nur als unterhaltsames Element, des Humor wegen, sondern wird auch geschickt als comic relief genutzt. Diesen hat der Film bisweilen auch bitter nötig, denn die eine oder andere Szene setzt einem emotional dann doch ziemlich zu, jedoch ohne auch nur ansatzweise pathetisch zu sein. Und das ist nicht zu letzt auch einem grandiosen Colin Farrell zu verdanken ist.

McDonaghs Film lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken, das habe ich nach dem Film gemerkt. Vermutete ich nach dem Trailer eine neue Gangsterkomödie im Stile von Snatch. oder Layer Cake, so musste ich danach jedoch feststellen, dass die genannten Filme mit In Bruges bis auf einige gemeinsame Schnittpunkte nicht viel gemeinsam haben. Die Art von Humor, ja, die schrägen Charaktere, ja, aber das war es dann auch schon. In Bruges stellt zu keiner Zeit den Anspruch, cool zu sein, denn das ist er ganz bestimmt nicht. Der Film ist vielmehr eine Symbiose, die perfekt zusammenarbeitet und eine positive Stimmung schafft, obwohl sie selbst meist alles andere als positiv ist. Ja, ich war doch ziemlich angetan, erst recht von einigen Szenen, die wirklich ganz groß sind und am Ende des Jahres wohl definitiv auf der Liste der schönsten magic moments landen dürften. Wirklich erstaunlich, dass solch ein depressiver Film dennoch solch einen großen Spaß macht, auch wenn ich diesen Spaß nicht mit dem geläufigen Unterhaltungsspaß gleichsetzen würde, nein. In Bruges ist etwas besonderes, ein Film, den es in dieser Form nicht oft gibt.

War es in There Will Be Blood die Musik, die sich primär nicht im Hintergrund abspielte, sondern meist in den Vordergrund drängte, so ist es auch hier einmal mehr die Musik, die einen bedeutsamen Teil zum Gesamten beiträgt. Bewegt sich das Ganze zwischen melancholischen Tönen und alteingesessenem Pop, so trifft sie stets den Nagel auf den Kopf und hilft der traurig-schönen Atmosphäre des Filmes. In Bruges ist all das, was das Kino sein sollte: Emotional – mal lustig, mal traurig; inspirierend, atmosphärisch, narrativ und mit einer ziemlich langen Halbwertszeit versehen. Aber eines gilt es zu beachten, will man in diesen Genuss kommen: Unbedingt, und dieses Mal meine ich es wirklich so ernst, wie noch nie zuvor, im Original schauen. (8-9/10)


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»Bruges? Where's that?«

Nach dem charmanten Trailer zu IN BRUGES (in dem ich behauptete, dass Bruges ein englisches Kaff sei, es in Wirklichkeit aber in Belgien liegt), nun zwei TV Spots – Tourism & Uzi -, die zwar nicht allzu viel Neues ans Tageslicht fördern, aber einmal mehr die Richtung des Filmes zeigen dürften. Ich habe jedenfalls gelacht und freue mich riesig auf den Film.

In Bruges

[Quelle: Blade Runners Universum]


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Colin Farrell in Bruges

Was kommt heraus, wenn man LOCK, STOCK AND TWO SMOKING BARRELS, LAYER CAKE und SNATCH. in einen Topf wirft? Richtig, allem Anschein nach Colin Farrells neues Vehikel IN BRUGES, dessen Trailer nun auch in HD (480p/720p/1080p) zum Download bereitsteht und der nach einem recht großen Wurf aussieht. Ich meine, was kann denn hier schon schief gehen? Ein englisches Kaff, ein hochkarätiger Cast und ein Thrillerplot mit mächtig viel Humor – ich denke, nicht viel. Kinostart ist am 24.04.08.

In Bruges


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Nutshell 24.11.07

Neues Material (Onlinezeitung) zu THE DARK KNIGHT The Dark Knight

Neue Trailer zu BE KIND REWIND & die offizielle Homepage steht

Trailer zu Colin Farrells neuem Film IN BRUGES

Miikes SUKIYAKI WESTERN: DJANGO kann man jetzt auch bei YesAsia.com ordern

Poster zu SOLOMON KANE

Die ersten Bilder zu Disneys BOLT und MADAGASCAR 2

Erste Details zur DVD und Blu-ray von SAW IV


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