Die Gewinner der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin


Und schon ist wieder alles vorbei. Nacht fast zwei Wochen Berlinale wurden gestern abend die Gewinner der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin gekürt. Der Goldene Bär geht in diesem Jahr somit an Semih Kaplanoglus Bal, womit sich viele doch recht gut arrangieren können. Die Silbernen Bären gehen in Form des großen Preis der Jury an If I Want to Whistle, I Whistle (Eu cand vreau sa fluier, fluier), für die beste Regie an The Ghost Writer (for real!? Ich kann ja verstehen, dass Kollegen hier zueinander halten, aber nach all dem Getöse um Polanskis Figur wirkt dieser Preis dann doch reichlich platt), für die herausragende künstlerische Leistung an How I Ended This Summer (Kak ya provyol etim letom) und Apart Together (Tuan yuan) für das beste Drehbuch. Des Weiteren wurde Shinobu Terajima für ihre Rolle in Caterpillar (Kyatapirâ) – einer der Filme, die ich nun sehnlich erwarte – mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Das männliche Pendant konnten Grigori Dobybrin und Sergej Puskepalis für How I Ended This Summer gewinnen.  Alle weiteren Preisträger finden kann man hier nachlesen.

Was kann ich also von der diesjährigen Berlinale beziehungsweise der Berichterstattung selbiger mitnehmen? Nach wie vor ganz scharf bin ich auf Red Hill, den Kollege Patrick gestern sehen durfte und mich gleich im Anschluss bestätigte, dass es sich um einen wunderbaren kleinen dreckigen Film handelt. Der bereits  genannte Caterpillar dürfte vor allem einen schönen Kontrast zum sonst so pathetisch-nationalen Japankino der letzten Jahre darstellen, von den ganzen 'physischen Darstellungen' mal abgesehen. Der bei vielen als Schlaftablette gehandelte The Hunter (Shekarchi) macht ebenfalls einen recht interessanten Eindruck, auch wenn dieser natürlich auch aus anderen Gründen für Gesprächsstoff sorgte. Der bereits im Vorfeld viel diskutierte The Killer Inside Me soll zwar letzten Endes dann doch nicht der große Tabubrecher sein, für den einige ihn gehalten haben, aber es ist allein schon dieser 'Ruf', der ihn zumindest für mich doch interessant macht.

Zu guter Letzt wären da dann noch der neue Thomas Vinterberg, Submarino, und auch Oskar Roehlers filmischem Œuvre, der mit Jud Süss – Film ohne Gewissen für zahlreiche Buhrufe in den Pressevorführungen sorgte,  sollte ich mich endlich mal nähern – und sei es nur aus dem Grund, mich in meiner Annahme zu bestätigen, dass die deutschen Förderfonds endlich abgeschafft werden sollten. Hoffen wir, dass ich es vielleicht im kommenden Jahr endlich einrichten kann, die Berlinale zu besuchen.

Foto: Blogging Dagger


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60. Internationale Filmfestspiele Berlin


Es ist mal wieder so weit, die Berlinale, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, steht vor der Tür. Heute abend um 20.00 Uhr wird sie dann offiziell von Dieter Kosslick und Jurypräsident Werner Herzog eröffnet. Ganze 11 Tage stehen wieder Filme, Filme und nochmals Filme auf dem Programm – gut, und das ganze Drumherum eben. Wer wie ich nicht dabei sein kann, der kann dem Geschehen rund ums Festival aber auch außerhalb Berlins folgen. 3sat überträgt heute die komplette Eröffnungsgala, die von Anke Engelke moderiert wird (ich will die Bauerfeind zurück!). Auch wird es wieder ein nahezu tägliches Berlinale Journal geben, das ich in den letzten Jahren neben dem Internet eigentlich immer als beste Quelle für alles rund um die Berlinale empfand. Apropos Internet: auch hier gibt es in diesem Jahr wieder eine Berichterstattung, die eigentlich nichts zu wünschen übrig lassen dürfte. An erster Stelle möchte ich hier das Blog von Kollege Thomas Groh nennen, der in den letzten Jahren immer wieder auch (neben kompetenten Filmeindrücken) mit schönen bis kuriosen Geschichten abseits des Roten Teppichs erfreute.

In diesem Jahr ist er aber hauptsächlich für den Perlentaucher tätig, zusammen mit seinen Kollegen Lukas Foerster und Ekkehard Knörer – von den letzten beiden gibt es übrigens auch im Blog von Cargo Lesenswertes. Ebenfalls einen Blick wert ist das Berlinale-Blog des epd, bei dem es unter anderem von Dr. Stefan Höltgen und Jörg Buttgereit tägliche Updates geben wird. Und auch die taz hat natürlich tägliche Updates aus der Hauptstadt. Eine schöne Auflsitung aller Onlinemedien, die berichten, findet sich übrigens auch bei Movies & Sports. Um noch einmal aufs Fernsehen zurück zu kommen: ebenfalls nicht uninteressant ist das Einsweiter Berlinale Tagebuch auf Einsfestival, das vom 11. bis 20. Februar täglich ab 20.00 Uhr zu sehen ist und sich offensichtlich an ein jüngeres Publikum richtet, nichtsdestotrotz aber oftmals 'quirlige' Berichte hat. Natürlich darf auch das 'alte' Medium Radio nichr fehlen, hier sei Deutschlandradio Kultur genannt, das ebenfalls mit täglichen Berichten und Specials aufwartet. Hoffen wir so gerüstet also auf eine spannende 60. Berlinale mit vielen tollen Filmen.

Foto: Blogging Dagger


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