Soldaten der Finanzkrise: 'Soldiers of Fortune' Blu-ray Review


Und wieder mal die Finanzkrise. Sie ist in aller Munde. Und nun auch im Actionfilm angekommen. In Maxim Korostyshevskys Soldiers of Fortune machen die Top-Manager und CEOs dieser Welt nämlich einen ganz besonderen Ausflug – in die Realitäten dieser Welt, in der es nicht nur um Armut, sondern in diesem Fall ums nackte Überleben geht. Da ist der Waffenhändler (Ving Rhames), der ohne seine Gerätschaften nicht schlafen geht. Dann gibt es den Aluminium-Magnaten (Sean Bean), der stets eine hübsche Frau an seiner Seite hat. Das Computerspiel-Genie (Dominic Monaghan) lebt sowieso doppelt in seiner eignen Welt – wie auch der junge Investment-Banker (Charlie Bewley), der yuppiger kaum sein könnte. Und dann ist da schließlich noch der Vater der Gruppe (James Cromwell), ein Telekommunikations-Unternehmer, der bereits zum fünften Mal verheiratet ist und dessen aktuelle Frau ihm das Leben zur Hölle macht. Sie alle haben von irgendetwas genug, sonst würden sie nicht am 'Soldiers of Fortune'-Programm teilnehmen, das etwas ganz anderes von ihnen abverlangt …

Sie alle wollen einmal in ihrem Leben Soldat spielen und mit großen Wummen dem Bösen den Garaus machen. Dafür vorbereiten soll sie der etwas abgehalfterte Veteran Craig McCenzie (Christian Slater), der unehrenhaft entlassen wurde, da er einen Kameraden im Alleingang aus den Händen der Taliban gerettet hat. Den Rest kennt man: Er und sein Freund haben nun Geldprobleme und frönen dem Alkohol. Da kommt das Programm ganz gelegen, denn für alle Beteiligten scheint es eine Win-Win-Situation zu sein. McCenzie verdient Geld, die reichen Schnösel bekommen ihren Spaß und ganz nebenbei soll ein kleiner Inselstaat am Schwarzen Meer noch von einer diktatorischen Terrorherrschaft befreit werden. Natürlich kommt es nicht so, wie es soll, denn die Finanzkrise macht ihnen einmal mehr einen Strich durch die Rechnung. Da die Geschäfte schlecht laufen, werden eben die Kameraden in spe verraten und an den Höchstbietenden verkauft. Und wer jetzt immer noch denkt, dass man mit genügend Geld keine Probleme hat, der wird durch die schrecklichen Dinge, die vor Ort geschehen, eines Besseren belehrt.

Mord und Totschlag, das ist die bittere Wahrheit, von der die Superreichen natürlich nur am Rande etwas mitbekommen. Das ist eine simple Botschaft, die der Film hier transportiert, aber sie ist besonders in Verbindung mit der Finanzindustrie und deren Krise effektiv. Bürgerkriege toben überall, und während die Massen alles verlieren oder gar sterben, werden die Manager der Welt immer reicher. In Soldiers of Fortune machen sie aber selbst ihre Hände schmutzig und packen zwar nicht für den Weltfrieden mit an, aber sie setzen ein Zeichen. Ein Zeichen, das mit seinem Budget von gerade mal acht Millionen US-Dollar mehr als nur gut aussieht, was vor allem auch am tollen Schwarzmeer-Setting liegt. Korostyshevsky lässt buchstäblich ein Feuerwerk steigen, dass sich keinesfalls vor dem wohl mehr als doppelt so teuren The Expendables verstecken lassen muss – und auch beim Cast nicht. Klar gibt es hier keine großen Actionstars von gestern, dafür aber B-Lister, die in den letzten Jahren vor allem fürs Fernsehen gearbeitet haben. Slater, Bean, Cromwell – alles Typen, die man unglaublich gern sieht, die aber nie wirklich in der ersten Riege Hollywoods mitgespielt haben.

Aber genau das macht auch den Reiz dieses kleinen Actioners aus – er ist sich seiner beschränkten Fähigkeiten bewusst und macht wirklich das allerbeste daraus. Es gibt immer wieder nette Einfälle, die keine großartigen Explosionen brauchen, und wenn es dann doch mal kracht, dann auch ordentlich. Auf die Kacke darf er ohnehin hauen, denn bei diesem Budget kann man nur gewinnen und muss somit auch nicht auf Ratings achten – da spritzt der rote Lebenssaft dann auch mal in raueren Mengen. Wirklich alles an Soldiers of Fortune ist einfach nur sympathisch – sei es der wirklich perfekt harmonierende Cast, der Standard-Plot, der sich selbst nicht zu ernst nimmt oder die action set pieces mit durchaus hohen Schauwerten. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Wenn man allerdings Star-fixiert und auf komplexe Plotstrukturen aus ist, dann kann man mit dieser kleinen Produktion natürlich nicht allzu viel anfangen. All jene, die der zweiten Mannschaft keinen Sieg gegen die Profis gönnen, sind ohnehin schlechte Menschen und sollten sich so etwas erst gar nicht ansehen. Für seinen allerersten Film hat Maxim Korostyshevsky jedenfalls einen astreinen kleinen Actionfilm abgeliefert. (8/10)

Die Blu-ray von Ascot Elite erscheint am 07. August (Amazon-Partnerlink) und kann auch technisch durchaus überzeugen. Das Strandfeeling kommt dank der scharfen HD-Bilder perfekt rüber und auch der Ton macht an den richtigen Stellen ordentlich Druck. Mit einem Behind the Scenes, Interviews und Trailern ist die Blu-ray zudem ordentlich mit Extras versehen.


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'W.': Bitterböser neuer Trailer zum Bush Biopic


Ein neuer Trailer – oder angesichts der Laufzeit eher ein neuer Teaser – zu Oliver Stones W. ist aufgetaucht (480p/720p/1080p) und macht spätestens jetzt eines deutlich, das nach dem ersten Teaser Trailer eher noch im Dunkeln blieb: Das wird eine bitterböse Satire, dieses Quasi-George-W.-Bush-Biopic. Um ehrlich zu sein, ist mir das Ganze fast schon wieder zu viel des Guten, denn immerhin meinte Stone im Vorfeld ja, dass sein Ansatz trotz Humors ein relativ seriöser sein würde. Ich bleibe dennoch sehr gespannt.


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'W.': Poster zur State of the Union Address


Fahren wir doch gleich mit dem nächsten Poster fort. Einem deutlich inspirierteren als jenem zu Far Cry. Nach diesem Poster zu Stones W. bin ich mir nun ziemlich sicher, welche Richtung der Film einschlagen wird … wobei: vielleicht will er ja auch nur mehr ein Blick hinter die Kulissen als eine Komödie sein …

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'W.': Teaser Trailer zu Oliver Stones Biopic


Pünktlich zum immer heißer werdenden Wahlkampf bringt Oliver Stone sein Biopic zum noch amtierenden Präsidenten, W., dessen Teaser Trailer ganz frisch erschienen ist. Trotz der bescheidenen Qualität Update: Wie zu erwarten nun auch in HD (480p/720p/1080p) … des Teaser ist aber dennoch leicht zu erkennen, in welche Richtung Stones Film gehen wird, legt zumindest der Teaser den Fokus doch eindeutig auf Bushs jüngere Jahre, in denen er mehr an Party und Alkohol als an das Wohl seines Landes dachte. Die Darsteller sind nach wie vor sehr gut gewählt, auch wenn die Optik mal näher, mal weniger nah dran ist.


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Die ersten Seiten des Scripts zu Stones 'W.'

The Hollywood Reporter hat die ersten Seiten des Drehbuches zu Oliver Stones George W. Bush-'Biografie' W. aufgetrieben. Diese ersten Seiten wurden auch von Bush-Experten unter die Lupe genommen, die dazu folgendes meinen: "According to four Bush scholars who read a draft of the script, the tale has elements that are unquestionably accurate (like when George Jr. comes home drunk and nearly gets into a fistfight with his father) and elements that are just plain made-up (like when the president and his advisers discuss high-level policy in a casual, even frat-house, sort of manner)." (Risky Biz Blog)

‘W.’ Script

Die ersten Seiten, die sich mit der 'Axis of Evil'-Rede Bushs beschäftigen, finden sich hier als PDF. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze noch entwickelt, zumal ja fast jeden Tag neue Darsteller für den Film bekannt gegeben werden. Viele dürften den Glauben an Stone nach World Trade Center ja aber sowieso aufgegeben haben…


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