Neues sexy Bild aus Lars von Triers 'Nymphomaniac'


Letzte Woche wurde das erste Bild aus Lars von Triers Nymphomaniac veröffentlicht. Es war noch nicht wirklich aussagekräftig – ganz im Gegensatz zum heute veröffentlichten neuen Bild aus dem Film, das Charlotte Gainsbourg inmitten zweier Männer, quasi ein Sandwich, zeigt. Das neue Bild wird dem Titel und dem Plot jedenfalls schon deutlich gerechter, denn schließlich geht es um eine Frau (Gainsbourg), die einem Junggesellen (Stellan SkarsgÃ¥rd) ihre Geschichte erzählt, der sie zusammengeschlagen in einer Gasse findet. Es ist die Geschichte einer Nymphomanin, von der Geburt bis zum 50. Lebensjahr.

Von Trier hat bereits letztes Jahr angekündigt, dass Nymphomaniac in zwei Versionen erscheinen wird: einer Softcore- und einer Hardcore-Fassung. Einen deutschen Kinostart gibt es mittlerweile auch, nämlich den 07. November. Ist noch eine ganze Weile hin, aber ich freue mich jetzt schon riesig darauf, was von Trier dieses Mal aus dem Hut zaubern wird!

(Via The Playlist)


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Sam Suicidal Worthington: 'Man on a Ledge' Trailer


Sam Worthington scheint sich gerade in die A-Riege Hollywoods hochzuarbeiten. In Man on a Ledge spielt er einen Ex-Cop, der von Ed Harris reingelegt wurde und nun mit Suizid droht, wird sein Fall nicht aufgeklärt. Währenddessen läuft im Hintergrund der ganz goße Coup. Der Trailer (480p/720p/1080p) ist zwar nicht gerade atemberaubend, sieht aber nach ganz solider Thrillerkost aus – außerdem ist es ja schon was, wenn Hollywood noch immer mit neuen Prämissen ankommt. Und Ed Harris als Bösewicht ist ohnehin einen Kinobesuch wert (im Gegensatz zu Banks, die mich mittlerweile nur noch nervt). Regie führt Asger Leth, der bisher lediglich für die Doku Ghosts of Cité Soleil verantwortlich zeichnete. Deutscher Kinostart ist am 26. Januar 2012.


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Apokalypse auf der Insel: 'Retreat' Trailer

Thandie Newton, Cilian Murphy und Jamie Bell in einem Film ist durchaus ein Argument, der erste Trailer zu Retreat von Regieneuling Carl Tibbetts hingegen reißt mich nicht gerade vom Hocker – vor allem, weil er so aussieht, als ginge es dem Film lediglich darum Jamie Bells Oberkörper zu präsentieren (mal ganz davon abgesehen, dass Bell die bad-guy-Rolle nicht unbedingt steht). Auf den Score von Ilan Eshkeri, der seit The Young Victoria einen Stein bei mir im Brett hat, bin ich allerdings sehr gespannt. US-Start ist am 21. Oktober.

"Kate and Martin escape from personal tragedy to an Island Retreat. Cut off from the outside world, their attempts to recover are shattered when a Man is washed ashore, with news of airborne killer disease that is sweeping through Europe." (IMDb)


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Teleporter in die nasse Bibliothek

Jumper
(Doug Liman, USA 2008)
Kino

‘Jumper’Mit der Kraft der Gedanken in sekundenschnelle an jeden beliebigen Ort der Welt kommen? Ein Leben in Saus und Braus führen – man kann ja schließlich ungestraft Geld rauben – und dabei nie an Konsequenzen denken müssen? Ja, da dürfte wohl niemand groß etwas gegen haben, oder? Jumper setzt genau hier an, versetzt und nach einer kurzen aber unbefriedigenden respektive konventionellen Erklärung des Phänomens in die Lage Davids (Hayden Christensen). Würde ich genau so wie er handeln, würde ich nur an mich selbst denken – oder meine Kräfte auch für das Gute einsetzen? Doug Liman, der mit The Bourne Identity und Mr. & Mrs. Smith ja schon über reichlich Actionerfahrung verfügt, beginnt seinen Film bereits subtiler, als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Popcornkino fürs junge Publikum, klar. Aber dabei verfährt er ab einem gewissen Punkt (Bully und Jugendliebe) nicht mehr in konventionellen Bahnen, sondern hebt sich von einem Spider-Man und dergleichen deutlich ab. Er denkt gar nicht darüber nach Gutes zu tun, da kann die Nachrichtensprecherin im TV hundert Mal etwas von einem nötigen Wunder erzählen.

Davids Figur ist ein Antiheld, ein Rabauke, der sich noch nie groß an Gesetze oder Regeln hielt – erst recht nicht an familiäre. Ja, ich war in diesem Aspekt wirklich überrascht, hätte ich solch dunkle Töne und diese Tiefe doch so rein gar nicht erwartet. Für PG-13 wird hier ordentlich gekämpft und gemeuchelt, dass es doch öfter mal wehtut. Das ist auch nicht unbedingt comichaft überzeichnet – wie man eigentlich erwarten würde -, sondern zeigt, dass man selbst als Super(anti)held auch noch Schmerzen haben kann und anderen zufügen kann. Das bekommt auch Kollege Jamie Bell (kann der auch ordentliches Englisch sprechen?) mit, der innen noch weitaus dunkler und frustrierter ist als David – es herrscht Krieg und dieser hat ihn verändert. Zugegeben, die ganze Rahmenhandlung ist ziemlicher Bullshit, angefangen bei der total blass bleibenden Figur Samuel L. Jacksons über den fehlenden Hintergrund der Paladins (jene, die die Jumper jagen), bis hin zu Hollywood’scher Dramatik, die wirklich alles unter sich begräbt – das (bereits beschlossene) Sequel lässt grüßen.

Doch bei Jumper überwiegen glücklicherweise die tollen Momente, jene, mit denen man nicht gerechnet hat. Die wunderschönen Originalschauplätze – Rom ist sowieso eine der tollsten Städte der Welt -, für die Länge des Filmes beachtliche Tiefe des Protagonisten und die schön straight und ohne zu viel Einsatz von CGI komponierte Action. Man merkt es dem Film besonders in letzteren wirklich an, was er davor machte. Hayden Christensen wird nie einen Oscar für die beste männliche Rolle bekommen, dafür erinnerte er auch hier zu oft an seine geballte Mimik aus Star Wars, aber für seine Figur ist er wirklich eine gute Besetzung. Jamie Bell hingegen wirkt leicht verschenkt, wie auch Diane Lane, bei der man eigentlich nur von einem Cameo sprechen kann. Jumper versteht es einerseits interessante Ansätze zu liefern und andererseits mit dem zu unterhalten, was man von ihm erwartet. Natürlich ist das kein Film der eine Halbwertszeit wie bspw. Spider-Man (ich weiß selbst nicht, warum ich ihn die ganze Zeit damit vergleiche) besitzt, aber für seine 90 Minuten entführt er buchstäblich in eine Welt, von der jeder schon mal träumte. Und das schaffen auch nicht alle Filme. (7/10)


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