Bankraub & Pizza: '30 Minutes or Less' Red Band Trailer

Jesse Eisenberg hat seit meinem Roundtable-Interview mit ihm einen Stein bei mir im Brett. Wer ihn einmal live erlebt hat, der weiß, dass er genau so ist wie in seinen Filmen: hibbelig, schnell sprechend, authentisch. Nach seiner bisher besten Rolle als Mark Zuckerberg in The Social Network, wechselt er nun wieder ins Komödienfach. In 30 Minutes or Less spielt er einen Pizza-Lieferboy, der von Danny McBride und Nick Swardson mit Hilfe eines Bombengürtels dazu gezwungen wird, eine Bank auszubrauben. Der neue Red Band Trailer macht dabei Lust auf mehr, denn auch Aziz Ansari ist mit von der Partie. Regie führt Ruben Fleischer, der bereits für den durchaus ansehnlichen Zombieland verantwortlich zeichnet. Deutscher Start ist am 29. September.


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Roundtable Interview zu 'The Social Network'


Zum morgigen Start von The Social Network habe ich gestern Justin Timberlake, Jesse Eisenberg und Drehbuchautor Aaron Sorkin in Berlin zu einem Roundtable-Interview getroffen (deshalb leider auch nicht allzu viele Fragen). In entspannter Runde und mit Sicht aufs Brandenburger Tor, haben mir die drei nicht nur viel über den Film und ihre Figuren erzählt, sondern auch verraten, worum es im neuen Spider-Man-Film geht und warum Aaron Sorkin seinen Hut vor Zuckerberg zieht.

Justin Timberlake (Sean Parker)

Findest Du es nicht komisch, dass der Justin Timberlake in einem Film, der in der Realität angesiedelt ist und aktuelle Geschichte zeigt, eine andere, weniger bekannte Figur der Popkultur spielt?

Ich würde mich selbst nicht als eine Figur der Popkultur betrachten. Ich sehe mich selbst als Schauspieler und Musiker.

Aber Film und Musik, das ist doch Popkultur, oder?

Ja, richtig, es ist Entertainment, aber ich wache nicht jeden Morgen auf und sage zu mir selbst: "Heeeey!" (lacht) Aber natürlich gibt es hier eine gewisse Ironie. Allen voran die Tatsache, dass ich Musiker bin und Sean Parker, den Erfinder von Napster, spiele. Ich persönlich denke aber auch nicht, dass Sean Parker die Musikindustrie auf dem Gewissen hat. Die Plattenfirmen hätten besser zuhören sollen. Was er tat, war das Herunterladen von Musik in schneller Geschwindigkeit zu ermöglichen, aber ich denke, das wäre ohnehin irgendwann passiert – und er war eben einer der Pioniere. Und er ist eben auch brillant. Diese Jungs wären nicht dort wo sie sind, wenn sie nicht brillant wären. Als Napster rauskam, war ich 19. Ich wäre wohl auf dem College gewesen, ich wäre einer der Jungs gewesen, die ihn nun verklagen. Was speziell mich angeht, habe ich mich nicht in einer Projektion verloren, sondern vielmehr das mit der Figur versucht, was ich mit ihr machen wollte. Du denkst da nicht dran, wenn du die Figur spielst, denn es könnte alles sein, er war nämlich auch Mitgründer einer der größten Onlineadressbücher, aber darüber will niemand sprechen, denn es ist nicht so cool und sexy wie Napster. Fragt man sich allerdings, warum er all das mit gegründet hat, dann beginnt man sich in die Figur hineinzuversetzen.

Jesse Eisenberg (Mark Zuckerberg)

Du hast heute Geburtstag, herzlichen Glückwunsch!

Danke.

Alle, die im Oktober Geburtstag haben, sind sowieso die Besten.

Wieso, wann hast Du?

Übermorgen.

27?

25.

Wow, Du siehst aus wie ein Mann. Ich sehe aus wie ein Junge.

Ich versuche mein Bestes.

Das machst Du aber ziemlich gut.

Wie war die Zusammenarbeit mit solch jungen Talenten wie Andrew Garfield, der den nächsten Spider-Man spielt, und Rooney Mara? Ihr seid die kommende Schauspielgeneration.

Danke, das ist sehr nett. Es ist nur lustig, weil da unten (zeigt aufs Brandenburger Tor) ist einer im Spider-Man-Kostüm.

Das ist Andrew.

Ja, das ist Andrew, der gerade für seine Rolle probt. Nein, sie filmen gerade den Film. Es geht um einen Typen im Spider-Man-Kostüm, der vor dem Brandenburger Tor Fotos macht.

Aber ich dachte Spider-Man ist in New York?

Nein, es ist eine deutsche Figur. Im Ernst, es war toll. Alle, die im Film mitspielen, sind großartige Schauspieler, und es ist ja auch ein Film, in dem jeder mitspielen will. Es handelt sich also um die Crème de la Crème. Und Rooney Mara, die Du genannt hast, wird The Girl with the Dragoon Tattoo sein. Sie ist zwar nur in ein paar Szenen im Film, aber für mich war es klar, dass sie phänomenal ist. Als wir zusammenarbeiteten, haben wir die Eröffnungsszene in der Bar ganze 99 Mal gedreht. Bis zum Ende war sie interessant und formte meine Figur.

Also hast Du die Szene absichtlich 99 Mal gedreht, um Zeit mit ihr zu verbringen?

(lacht) Nein, das war nicht meine Entscheidung sie 99 Mal zu drehen, aber es war eine gute Gelegenheit, viel auszuprobieren.

Aaron Sorkin (Drehbuch)

Wussten Sie, dass Mark Zuckerberg The West Wing als eine seiner Lieblingsserien in seinem Profil angegeben hatte, mit Aufkommen des Filmes aber löschte …?

… und sie wieder eintrug. Ich ziehe meinen Hut vor diesem jungen Mann aus vielerlei Gründen. An dem Tag, an dem die Story über ihn im New Yorker erschien, rief mich der Autor des Artikels an, um mir mitzuteilen, dass Mark es wieder eingetragen hatte. Besser als das, war jedoch letzte Woche. Wir sind Freitag mit dem Film gestartet, da spendete Mark 100 Millionen Dollar an öffentliche Schulen in Newark. Die Presse reagierte darauf mit viel Zynismus, denn es erweckte den Eindruck, als wollte er damit Kritik von sich weisen, die der Film aufwarf. Ich bin allerdings der Meinung, dass weder die Schüler in Newark, noch ihre Eltern oder die Lehrer sich darum kümmern, warum er das Geld gespendet hat. Auch mich interessiert es nicht, auch keinen anderen sollte es interessieren. Alles, was ich sage ist: Danke.


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Vom Nerd zum jüngsten Milliardär: 'The Social Network'


Wir sehen mehrere kleine Bildschirme, die zu einem gigantischen zusammengefügt sind. Darauf sind Livezahlen der Facebook-Mitglieder zu sehen. Die Zahl steigt ständig, bis sie schließlich die 1-Millionen-Marke erreicht. Die Bildschirme versprühen buchstäblich ein Feuerwerk, man feiert in den frischen Büroräumen des sozialen Netzwerks Facebook. CEO Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) hat sich gerade seine ersten Visitenkarten kommen lassen, die mit 'I'm CEO, bitch!' betitelt sind. Es ist zugleich eine erfolgreiche, aber auch eine triste Nacht, denn Mark verliert seinen einst besten Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield), der ihn wenig später verklagen wird um sich sein Stück vom Kuchen zu holen. Dabei wird er gewiss nicht der Einzige bleiben.

Es ist nur eine kurze Szene aus David Finchers The Social Network, in der der Zuschauer sich sicher fühlt, etwas ganz Großem beizuwohnen. Seit es das Kino gibt, hat es sich immer wieder diverser Gründungs- und Entstehungsmythen angenommen, egal ob weltliche oder religiöse, das Kino bietet eine Projektionsfläche für das, was wir mit eigenen Augen nicht sehen konnten, Ereignisse, bei denen wir nun quasi als Augenzeuge fungieren. So verhält es sich auch bei der Verfilmung der Entstehungsgeschichte um das größte soziale Netzwerk der Welt. Finchers Film basiert dabei auf Ben Mezrichs Roman The Accidental Billionaires, der Mark Zuckerberg bis heute ein Dorn im Auge sein dürfte, zeichnet er doch ein ziemlich düsteres und raffgieriges Bild vom jungen CEO und Ex-Harvard-Studenten. Es wirkt dabei fast schon surreal, wenn die Million auf den Bildschirmen erscheint, hat man im Jahre 2010 doch stets im Hinterkopf, dass sich diese Zahl seit dem auf 500 Millionen gesteigert hat. Im Durchschnitt ist jeder zwölfte Mensch der Erde bei Facebook angemeldet.

Es verwundert also nicht, wenn dieses Gefühl nicht nachlässt. Dieses Gefühl ein Teil des Ganzen zu sein, und so schafft Fincher es auch immer wieder uns in seinen Film einzubinden. Mal schmunzelt man über das aus heutiger Sicht unfertige Design der Useroberfläche, mal über die lüsternen und voyeuristisch veranlagten Elitestudenten – nur um dann festzustellen, dass man Facebook aus exakt denselben Gründen nutzt. The Social Network spielt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, bezieht hieraus einen Großteil seiner Spannung, denn obwohl die meisten mittlerweile wissen, wie die Entstehungsgeschichte ausgeht, fiebert man dennoch mit den jungen Protagonisten. Auch wenn es nicht verwundert, dass Alphatier Zuckerberg förmlich demontiert und entmystifiziert wird, so gelingt es Fincher doch auch mit den klassischen dramatischen Mitteln von eleos und phobos zu spielen: Mark ist ein zerbrechlicher Charakter, der stets nerdig und lediglich mit Adiletten bekleidet seine gesamte Freizeit vor dem Computer verbringt. Gerade hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, da kommt ihm die Idee von The Facebook. Die folgenden Minuten, in denen sich Zuckerberg in das Netz von Harvard hackt und es schließlich zum Crash bringt, nutzt dabei viele Stilmittel des Thrillers, wie beispielsweise die Parallelmontage. Hier wird all das Genie, aber auch der Größenwahn deutlich, der Zuckerberg auszeichnet. War er gerade noch eine dramatische Figur, die sich seinen Frust in From eines Blogeintrags von der Seele schreibt, ist er im nächsten Moment schon wieder berechnender Anti-Held. Und trotzdem bleibt er vor allem eines: ein junger Student mit all den Problemen, die man in diesem Alter hat. Genau hier erinnert The Social Network dann auch an einen John-Hughes-Film, der es wie kein Zweiter verstand, die Jugend und ihre Probleme für ein Massenpublikum aufzubereiten. Auch Finchers Film, respektive Aaron Sorkins Skript reiht sich nahtlos ein in diese Tradition. The Social Network ist so etwas wie ein John-Hughes-Film für die Generation Web 2.0, für Studenten, die als Digital Natives gar kein Leben ohne Laptop und Internet kennen.

In seinen schlechtesten Moment ist der Film dabei ein Porträt über Gier und junge, schöne Menschen, die es zu etwas bringen wollen im Leben. Im Prinzip ein Film für alle jungen Kreativen und Entrepreneure, die das Web 2.0 zu nutzen wissen und wie Zuckerberg den größtmöglichen Profit daraus schlagen wollen. In seinen besten Momenten ist The Social Network aber auch ein Drama über Freundschaft, Verrat und Loyalität, das auch völlig unabhängig vom (realen) Kontext funktioniert und zum Großteil von seinen charismatischen und starken Jungschauspielern lebt. Allen voran Andrew Garfield liefert mit der Rolle des CFO Eduardo Saverin seine bisher beste Leistung in seiner noch sehr jungen Karriere ab. Es wundert daher auch nicht weiter, dass er der neue Spider-Man ist und zukünftig ein millionenschweres Franchise auf seinen Schultern lastet. Das Gewicht, das hingegen auf Zuckerbergs Schultern lastet, scheint jedoch kein Problem für ihn zu sein. Fincher erzählt seinen Film nicht immer chronologisch und synchron, vielmehr handelt es sich bei der eigentlichen Entstehungsgeschichte um Rückblenden, die vom Gerichtsprozess aus narrativ eingebettet werden. Zuckerberg ist die Ruhe in Person, geizt nicht mit Kommentaren um sein Milliardenvermögen und lässt dabei aber auch immer wieder eine gewisse Abgebrühtheit und Intelligenz durchdringen. Fincher zeigt hier einmal mehr, wie vielfältig sein Film ist: er ist nicht nur Thriller und Drama, sondern auch klassischer Gerichtsfilm, der Zuckerberg als äußerst ambivalente Figur zurücklässt. Formalästhetisch weiß Fincher Stilmittel ohnehin ökonomisch zu nutzen, und so erinnern die dunklen, tristen Campusstraßen Harvards (die mit der Red-One-Kamera gedreht wurden) nicht von ungefähr an die urbanen Labyrinthe aus Se7en.

So pathetisch der Werbeslogan 'Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen' auch klingen mag, er könnte wahrer nicht sein. The Social Network ist ein Epos, das machen nicht nur die Texttafeln am Ende deutlich, die die Entwicklung der letzten Jahre nochmals rekapitulieren. Finchers Verfilmung der Entstehungsgeschichte von Facebook ist auch der Film einer ganzen Generation, die mit The Social Network etwas bekommt, das in Zeiten von kurzlebigen Statusmeldungen und Kommentaren von einer Nachhaltigkeit ist, wie man sie heutzutage nur noch sehr selten im Kino zu sehen bekommt.

Erschienen bei facebookmarketing.de


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Neuer Teaser zur Facebook Verfilmung 'The Social Network'


Langsam aber sicher scheint die Marketingmaschinerie für David Finchers The Social Network anzulaufen. Nachdem erst vor kurzem der offizielle Trailer zur Verfilmung der Facebook-Entstehungsgeschichte veröffentlich wurde, ist heute ein neuer Teaser aufgetaucht, der leider nicht allzu viel neue Einblicke gewährt, aber die Vorfreude einmal mehr steigert. Deutscher Start ist am 07. Oktober.

(Via @iheartpluto)


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Offizieller Trailer zu David Finchers 'The Social Network'


Nach den ersten beiden Teaser Trailern zu David Finchers The Social Network ist heute der offizielle Trailer zur Facebook-Verfilmung online gegangen – nun auch in HD (480p/720p/1080p). Das wurde auch Zeit, denn der zweite Teaser wurde von Sony fleißig gelöscht, warum auch immer. Vieles der Teaser ist auch im Trailer zu finden, inklusive der dazugehörigen Bilder, die definitiv Lust auf mehr machen. Es scheint so, als würde der Film dem Untertitel der Romanvorlage alle Ehre machen: A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal. Ich bleibe äußerst gespannt.


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Neuer Teaser zum Facebook Film 'The Social Network'


Nur knapp zwei Wochen nach dem ersten Teaser, ist ein neuer Teaser Trailer zu David Finchers Verfilmung der Facebook-Entstehungsgeschichte, The Social Network, erschienen (FLV, mäßige Qualität) Edit: Sony lässt das gute Ding gerade überall löschen, hier für den Moment aber noch zu sehen … Dieser hält zwar nach wie vor kein wirkliches Bildmaterial parat, die Idee ist aber ganz nett.

(Via Cinema Blend)


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Teaser Trailer zu David Finchers 'The Social Network'


Ich freue mich in diesem Jahr nur noch auf wenige Filme, David Finchers Verfilmung der Entstehungsgeschichte Facebooks, The Social Network, gehört aber definitiv dazu. Nachdem in der letzten Woche das erste Poster erschienen ist, wurde heute der erste Teaser Trailer veröffentlicht (480p/720p). Zwar handelt es sich einmal mehr um jene Art Teaser, die nichts zeigt, aber allein der Dialog macht Lust auf mehr. Der Film basiert übrigens auf dem Roman The Accidental Billionaires: The Founding of Facebook – A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal, den ich vorher unbedingt noch lesen möchte. Deutscher Kinostart ist am 14. Oktober.


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When There's No More Room in Hell … 'Zombieland' Trailer


Sehr schön! Wer von Shaun of the Dead nicht genug bekommen konnte, der wird nun einen Film haben, auf den er sich besonders freut: Ruben Fleischers Zombieland, dessen Trailer (480p/720p/1080p) doch stark in die Richtung der britischen Comedy um Nick Frost und Simon Pegg aus dem Jahre 2004. Ein mürrischer Woody Harrelson ist da dann auch ein recht guter Ersatz, auch wenn ich mich an Michael Cera noch etwas störe das ist er ja gar nicht, sondern Jesse Eisenberg.  Im Trailer noch nicht zu sehen, aber laut Credits ebenfalls mit von der Partie: Bill Murray. Insofern kann das ja eigentlich nur was werden, auch wenn die Zombie-Thematik bald etwas überlaufen ist … (interessant auch, dass der Trailer am Ende nicht auf die offizielle Page verweist, sondern auf Twitter @zombieland, was ich zuvor noch nicht gesehen habe)


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