60. Internationale Filmfestspiele Berlin


Es ist mal wieder so weit, die Berlinale, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, steht vor der Tür. Heute abend um 20.00 Uhr wird sie dann offiziell von Dieter Kosslick und Jurypräsident Werner Herzog eröffnet. Ganze 11 Tage stehen wieder Filme, Filme und nochmals Filme auf dem Programm – gut, und das ganze Drumherum eben. Wer wie ich nicht dabei sein kann, der kann dem Geschehen rund ums Festival aber auch außerhalb Berlins folgen. 3sat überträgt heute die komplette Eröffnungsgala, die von Anke Engelke moderiert wird (ich will die Bauerfeind zurück!). Auch wird es wieder ein nahezu tägliches Berlinale Journal geben, das ich in den letzten Jahren neben dem Internet eigentlich immer als beste Quelle für alles rund um die Berlinale empfand. Apropos Internet: auch hier gibt es in diesem Jahr wieder eine Berichterstattung, die eigentlich nichts zu wünschen übrig lassen dürfte. An erster Stelle möchte ich hier das Blog von Kollege Thomas Groh nennen, der in den letzten Jahren immer wieder auch (neben kompetenten Filmeindrücken) mit schönen bis kuriosen Geschichten abseits des Roten Teppichs erfreute.

In diesem Jahr ist er aber hauptsächlich für den Perlentaucher tätig, zusammen mit seinen Kollegen Lukas Foerster und Ekkehard Knörer – von den letzten beiden gibt es übrigens auch im Blog von Cargo Lesenswertes. Ebenfalls einen Blick wert ist das Berlinale-Blog des epd, bei dem es unter anderem von Dr. Stefan Höltgen und Jörg Buttgereit tägliche Updates geben wird. Und auch die taz hat natürlich tägliche Updates aus der Hauptstadt. Eine schöne Auflsitung aller Onlinemedien, die berichten, findet sich übrigens auch bei Movies & Sports. Um noch einmal aufs Fernsehen zurück zu kommen: ebenfalls nicht uninteressant ist das Einsweiter Berlinale Tagebuch auf Einsfestival, das vom 11. bis 20. Februar täglich ab 20.00 Uhr zu sehen ist und sich offensichtlich an ein jüngeres Publikum richtet, nichtsdestotrotz aber oftmals 'quirlige' Berichte hat. Natürlich darf auch das 'alte' Medium Radio nichr fehlen, hier sei Deutschlandradio Kultur genannt, das ebenfalls mit täglichen Berichten und Specials aufwartet. Hoffen wir so gerüstet also auf eine spannende 60. Berlinale mit vielen tollen Filmen.

Foto: Blogging Dagger


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'Captain Berlin Vs. Hitler': Trailer zur Theaterverfilmung


Was wäre das deutsche Amateurkino ohne die Jungs von Neverhorst und Jörg Buttgereit? Nichts, gar nichts. Ihr neuester Clou? Thilo Gosejohann hat aus dem Theaterstück Captain Berlin Vs. Hitler von Jörg Buttgereit nun einen Film gemacht, dessen Trailer just seinen Weg auf YouTube gefunden hat und der mich fast vom Stuhl fallen lässt! Hier mal der Inhalt des aberwitzigen Stücks:

"Erzählt wird die Geschichte von Hitlers Leibärztin Ilse von Blitzen (Claudia Steiger), die den Führer (bzw. dessen Gehirn) im Jahre 1973 wieder zum Leben erweckt. Mit Hilfe eines Bisses von Graf Dracula (Adolfo Assor) will sie dem geliebten Gröfaz sogar ein Vampirähnliches, aber dafür ewiges Leben schenken. Zum Glück gibt es CAPTAIN BERLIN (Jürg Plüss), der sich aufmacht den finsteren Plan der Bösewichter zu vereiteln." (NEVERHORST)

Das scheint nach Operation Dance Sensation mal wieder ein ganz großer Wurf der Jungs zu werden. Mehr Infos zum ganzen Projekt und dem Theaterstück finden sich auch auf der MySpace-Seite Captain Berlins. Leider muss man sich aber noch bis Februar gedulden.


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'Serienmord als ästhetisches Phänomen' – Tagung

‘Serienmord als ästhetisches Phänomen’ (klein)Klingt etwas provokativ, nicht? So heißt jedenfalls die interdisziplinäre Tagung meines geschätzten Blog- und Filmforen-Kollegen Stefan Höltgen, M.A., die am 19.04. an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfindet und zugleich auch sein Dissertationsprojekt darstellt. Auf dem Programm stehen neben diversen Vorträgen zum Thema Serienmord als ästhetisches Phänomen – unter anderem von Jörg Buttgereit – auch eine Vorführung von Buttgereits Schramm mit anschließender Podiumsdiskussion. Das Ganze findet von 10.00 Uhr bis 22.30 Uhr statt. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos. Nähere Infos zum Programm, den Referenten und Örtlichkeiten findet sich auf der offiziellen Homepage der Tagung.

Schade, dass das so weit weg ist, denn ich hätte definitiv vorbeigeschaut. Ich wünsche Stefan an dieser Stelle aber alles Gute für diese Tagung. Und wer weiß, vielleicht verschlägt es ihn ja auch mal an die Eberhard-Karls-Universität Tübingen.


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Hot Dog

Durch die Nacht mit… Asia Argento und Joe Coleman
(Jörg Buttgereit, Deutschland 2007)
TV

Leider etwas schlechter als die letzte Episode mit Brian Yuzna und dem Pornoproduzenten, dessen Name mir schon wieder entfallen ist. Durch die Nacht mit…Vielleicht liegt es daran, dass sich die beiden Protagonisten, die hübsche Asia Argento und der "Freak" Coleman, bereits sehr gut kannten. Es fehlte die Neugier der beiden, die Neugier an der Erforschung des anderen. Und dass Coleman eine eigenartige oder sagen wir zumindest eigenwillige Person ist, erschließt sich bereits nach der Tour durch sein Haus, das eher einem Schreckenskabinett als einer Wohnunterkunft gleicht. Insofern decken sich die Interessen der beiden wohl auch zu sehr, denn die gute Asia ist ja auch nicht immer ganz der Otto-Normal-Bürger. Was bleibt ist aber ein schönes Porträt New Yorks, das mit all seinen Facetten von der Kamera eingefangen wird und seine Schönheit besonders zur abendlichen Stunde entfaltet. Da passt dann auch der Schlussmonolog Colemans, der einmal mehr das Ende der Welt vor sich liegen sieht. Kein Highlight, aber immerhin ein intimer Einblick in die ganz normalen Aktivitäten zweier weniger normaler Künstler. (6/10)


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