Tony Scott Retro: 'Top Gun'


Es ist schon erstaunlich, welchen Richtungswechsel Scott mit seinem zweiten Spielfilm vollzieht. Vom Vampir-Horror-Thriller im avantgardistischen '80s-Look zum Action- beziehungsweise Sportabenteuer. Top Gun ist ein Kind des 80er-Jahre-Kinos, und das nicht nur wegen der Frisuren und der Musik, die in The Hunger noch deutlich weniger nach 80ern aussahen als vier Jahre später bei seinem 100-minütigen Musikvideo. Wenn Top Gun mit seiner slicken Optik überhaupt etwas ist, dann dieses überlange Musikvideo, das – und würde ich es nicht so lieben, wäre es fast schon ein Vorwurf – Harold Faltermeyers 'Memories' bis zum Erbrechen wiederholt (aber meine Güte, wenn Maverick den toten Goose in den Armen hält und Faltermeyers Pathos erklingt, dann habe ich Pipi in den Augen!) und bisweilen sogar an gänzlich unpassenden Stellen gespielt wird. Das so oft zitierte Werbevideo für die US Navy erkenne ich darin aber keinesfalls. Die Gefahren, die das alles mit sich bringt – die im Tod von Goose ihren Höhepunkt finden – werden oft genug drastisch veranschaulicht. Und selbst Draufgänger Maverick ist kein unbesiegbarer Mann ohne Gefühle.

Der homoerotische Subtext ist hingegen kaum zu verleugnen: Von den vielen Dialogfetzen, die aneinander gereiht ziemlich eindeutig sind, mal ganz abgesehen, verliert Maverick zwar das Mädchen, bekommt am Ende aber Iceman, mit dem ihn von Beginn an eine Hassliebe verbunden hat. Und ein guter Kamerad ist immer noch mehr wert als jede Frau, wie Top Gun ebenfalls deutlich macht (deswegen aber noch lange nicht als Werbespot durchgeht). Die enge Kooperation mit dem Pentagon geht Scott wohl vielmehr deshalb ein, weil es ihm atemberaubende Aufnahmen beschert, die ohne diese Kooperation definitiv nicht möglich gewesen wären. 10.000 Dollar kostete allein der Sprit für eine Stunde Flug mit der F-14 … Weniger bei den Flugszenen (die temporeich genug sind) als vielmehr bei den Helikopter- oder Motorrad-Szenen ist es auffällig, dass Scott in Top Gun keine seiner beliebten und bei The Hunger eingeführten Spielereien nutzt: keine Freeze Frames, kein Speed Ramping und vor allem keinen einzigen Dutch Angle. Dafür taucht er seinen Film in knallige Orangetöne und nutzt jeden Sonnenuntergang, den er kriegen kann. Michael Bay ist ihm dafür wohl bis heute dankbar.


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Die mit dem Hai tanzt: 'Dark Tide' Blu-ray Review


An einen Hai-Thriller geht man für gewöhnlich mit einer ganz bestimmten Erwartungshaltung heran. Dass man spannende Unterwasseraufnahmen und das eine oder andere Opfer erwartet liegt wohl auch damit zusammen, dass Steven Spielberg 1975 das Horror-Kino ein klein wenig revolutionierte. Es ist die pure Angst, die einem solch ein Hai-Film machen soll – so, dass man sich für lange Zeit nicht mehr ins Wasser traut. Die Filmgeschichte hat gezeigt, dass es nach Jaws nicht mehr vielen Filmen gelungen ist, den Hai als Bestie und absolute Tötungsmaschine effektiv zu inszenieren. Dabei sind aber viele Filme genau darauf aus. John Stockwells Dark Tide kann sich nicht ganz entscheiden, ob er nun dieser klassische Hai-Thriller mit Horrorelementen sein will oder doch lieber eine harmlose Naturdoku, die einige nette Aufnahmen des vermeintlichen Killers parat hält. Eine Geschichte weiß er schon gar nicht zu erzählen. Das wäre an und für sich auch nicht sehr schlimm, denn wieso soll Film immer zu eine Geschichte erzählen, statt dies auf visueller Ebene zu tun?

Das größte Problem von Stockwell ist es aber, dass auch der Rest nicht für etwas Interessantes oder gar Spannendes reicht. Dark Tide will nie so richtig in Schwung kommen, geschweige denn erzählen. Da ist Halle Berrys Figur, eine abenteuerlustige Meeresbiologin, die gerne mal mit Haien Seite an Seite schwimmt. Oder ihr Mann Olivier Martinez, der einen Franzosen gibt, dessen wahre Motive stets im Dunkel bleiben und bei dem man nicht weiß, ob Arschloch oder nicht. Der restliche Cast ist nicht der Rede wert, denn er bleibt so flach wie der Spannungsbogen des Ganzen. Es dauert geschlagene 85 Minuten, bis mal etwas passiert. Und das, was dann passiert, kann dann auch keinen mehr hinter dem Ofen vorlocken. Vielmehr hat man schon längst mit dem Film und seinen Charakteren abgeschlossen, so dass nur noch Gleichgültigkeit herrscht. Erst recht, wenn einem auch noch so etwas serviert wird wie die Angestellte von Halle Berrys Biologin, die es spürt (!), dass etwas nicht in Ordnung ist und daraufhin die Küstenwache verständigt.

Wer nach dem eigentlichen Plot fragt, wird ebenfalls enttäuscht, denn das, was Dark Tide versucht zu erzählen, ist nicht nur reichlich unspannend, sondern auch absolut generisch. Am Anfang ist alles heile Welt, dann passiert etwas Schreckliches und alle sind erstmal down. Da kommt ein reicher Geschäftsmann, der die finanzielle Notsituation ausnutzen will und schließlich geht man darauf ein. Klar, am Ende kommt dann, was kommen muss: Alles geht einmal mehr schief und jeder bekommt das, was er verdient. Das versteht sogar der 12-Jährige, der sich den Film schon anschauen darf, denn außer ein klein wenig rotes Wasser gibt es auch weiter nichts – wer also blutige Hai-Attacken erwartet hat, der wird bitter enttäuscht werden. Wenn es allerdings Haie zu sehen gibt, dann sind dies ziemlich schöne Bilder, was man Dark Tide als großen Pluspunkt anrechnen muss. Nur selten sieht man, dass es sich um FX handelt, die meiste Zeit über wird man aber Zeuge hervorragender Hai-Aufnahmen. Leider reicht das unterm Strich aber noch lange nicht für einen guten Film, denn das bekomme ich auch in jeder guten Tier-Doku. Und spannender ist die in den meisten Fällen auch noch. (3.5/10)

Die Blu-ray von Universum Film erscheint heute (Amazon-Partnerlink) und ist deutlich besser als der Film, ist das Bild doch schön scharf und detailreich – wenn man nicht gerade unter Wasser ist, wo natürlich viele Details ob der Dunkelheit verloren gehen. Der Ton ist gut, aber kein Highlight. An den entsprechenden Stellen könnte es noch etwas mehr rummsen, dafür sind die Dialoge aber hervorragend gemastert. Extras finden sich auf der Scheibe außer dem Trailer und einer Trailershow für andere Universum-Titel leider keine.


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Operation Neptune's Spear: 'Code Name: Geronimo' Trailer

Langsam scheinen sie aus dem Boden zu schießen wie Pilze, die Verfilmungen der 'Operation Geronimo'; jene Operation, die den Tod Osama bin Ladens durch das Navy SEAL Team 6 (eigentlich DEVGRU) herbeiführte und die offiziell eigentlich 'Operation Neptune's Spear' heißt. Neben Kathryn Bigelows Zero Dark Thirty ist nun jedenfalls der Trailer zu einer weiteren Produktion namens Code Name: Geronimo erschienen, die Ende des Jahres DTV in UK erscheint. John Stockwell führt Regie, dabei sind u.a. Freddy Rodriguez, Xzibit, William Fichtner, Robert Knepper und Finch aus American Pie Eddie Kaye Thomas (sic!). Sieht nicht schlecht aus, aber Bigelows Verfilmung ist da schon um einiges vielversprechender.

(Via DVDnarr.com)


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Der Gewinner der 'Cat Run' Verlosung steht fest


Über eine Blu-ray und das Poster zu Cat Run, das ich in der letzten Woche in Zusammenarbeit mit Universal verlost habe, darf sich Matti Batti freuen, den Random.org als Gewinner ausgewählt hat. Herzlichen Glückwunsch, Matti! Allen anderen Teilnehmern – und das waren dieses Mal wieder sehr viele – danke ich fürs Mitmachen und vertröste Euch auf die nächste Verlosung, die sicherlich nicht lange auf sich warten lässt.


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Gewinnt Blu-ray und Poster zum sexy Actioner 'Cat Run'


Dieser Post ist bis zum 15. Januar sticky. Alle anderen neuen Posts befinden sich darunter.

Am 12. Januar, also kommenden Donnerstag, veröffentlicht Universal die sexy Actioncomedy Cat Run mit Paz Vega, in der sie eine Escort-Dame spielt, die zu viel weiß und fortan von zwei jungen Cops beschützt werden muss … Zum DVD- und Blu-ray-Start des Films (Amazon-Partnerlink), der bereits auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest zu sehen war, verlose ich in Zusammenarbeit mit Universal ein Paket bestehend aus Blu-ray und Poster zum Film. Alles, was Ihr tun müsst, um Blu-ray und Poster gewinnen zu können, ist Folgendes (wählt eine oder mehrere der drei Optionen):

1. Hinterlasst bei Equilibrium auf Facebook einen Kommentar und markiert den Beitrag mit 'Gefällt mir'

2. Hinterlasst hier im Blog einen Kommentar

3. Twittert über dieses Gewinnspiel und postet den Link zu Eurem Tweet dann hier in den Kommentaren

Zeit habt Ihr dafür bis Sonntag, 15. Januar, 23.59 Uhr. Teilnahmeberechtigt sind dieses Mal nur Personen über 18 Jahren, da der Film FSK-18 ist (ich benötige vom Gewinner einen Altersnachweis). Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Ich wünsche Euch allen viel Glück!


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