Wann ist ein Mann ein Mann? Trailer zur Doku 'Mansome'

'Wann ist ein Mann ein Mann?', das fragte sich schon Herbert Grönemeyer und hatte durchaus einige Antworten parat. Nach diesen Antworten sucht nun auch Morgan Spurlock in seiner neuesten Doku Mansome. Der Trailer zeigt, dass es heute mehr Definitionen von Männlichkeit gibt als je zuvor. Unter anderem lässt er dabei Paul Rudd, Judd Apatow und Jason Bateman zu Wort kommen – Letzterer hat den Film dann auch gleich mitproduziert. Mit The Greatest Movie Ever Sold hat Spurlock zuletzt gezeigt, welch informative und amüsante Mischung das Medium Dokumentarfilm sein kann. Und auch Mansome sieht ganz danach aus, als würde da ein ziemlich interessanter Film auf uns zukommen.


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'Funny People' Trailer: »What accent is that?«


Ganze zwei Jahre ist es jetzt schon her, dass uns Judd Apatow das letzte mal beglückt hat. Als Regisseur natürlich, denn als Produzent oder sonstiger 'Hintermann' war der Gute ja in fast alle Komödien der letzten Jahre involviert. Sein neuer – ganz simpel Funny People benannt - hat gerade den ersten Trailer spendiert bekommen (480p/720p/1080p), der zumindest mit großen Namen nicht gerade geizt. Mit den altbekannten Zutaten (u.a. auch etwas sanftere Töne, Hill, Rogen & Mann) scheint Funny People gar nicht falsch liegen zu können, vorallem auch, weil mir die Idee mit der Stand-Up-Comedy absolut zusagt. Deutscher Kinostart ist der 13.08.


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CSI: Hawaii

Forgetting Sarah Marshall
(Nicholas Stoller, USA 2008)
Kino

Ein guter Film sollte ein kohärentes Ganzes sein. Klingt einfach, ist für viele Regisseure aber eine Hürde, die es erst einmal zu überwinden gilt, das zeigt mittlerweile fast jeder zweite Film, der jede Woche in die Lichtspielhäuser kommt. Was also, wenn der Film als Ganzes zwar nur durchschnittlich ist, hier und da aber Momente vorweisen kann, die sich vom Rest ob ihrer Genialität abheben? Bei Komödien ist es sowieso immer so eine Sache, denn eine Komödie, die ohne Pointen und Lacher auskommt, ist bereits nahezu zum Scheitern verurteilt. Forgetting Sarah Marshall ist einer ebendieser Filme respektive Komödien, die zwar nicht permanent zum Lachen veranlassen, aber dennoch mit einigen humoristischen Highlights aufwarten. Auch wenn Judd Apatow hier weder Regie, noch Drehbuch zu verantworten hat, so trägt der Film seine Handschrift dennoch überdeutlich. Es ist nämlich nicht nur eine R-Rated-Comedy, die durch ihn erst das Licht der Erfolgswelt erblickten, sondern auch eine Komödie, die ihre recht ernste Thematik trotz äußerst losem Mundwerk und explizitem Kamerafokus nur selten aus den Augen verliert – ganz in der Tradition von Knocked Up, Superbad und Co.

Die Konstante, die all diese Filme gemeinsam haben, ist Jonah Hill, dessen homophiler Charakter aber viel zu viel Zeit eingeräumt bekommt, Zeit, die dieser aber alles andere als verdient. Zeuge dieses Problems wird man im Laufe des Film aber leider noch häufiger, denn in Forgetting Sarah Marshall gibt es ein halbes Dutzend Szenen, die sich nicht auf die Protagonisten konzentriert, sondern vielmehr auf Sidekicks, die zudem nur selten bis gar nicht amüsant sind. Dass zu viele Sidekicks für eine Komödie nicht gesund sind, das hat ja bereits Fool's Gold eindrucksvoll gezeigt… Sowieso ist Stollers Film viel zu unausgegoren, narrativ inkohärent und schlichtweg zu lang (was ein generelles Problem der Apatow'schen Komödien zu sein scheint). Das Hauptproblem ist dabei der genannte Fokus, der viel zu häufig wechselt und viel zu viele, äußerst unnötige Nebenschauplätze erschließt. Selten hat man in einer Komödie eine solch hohe Dichte von Charakteren beobachtet, die zudem jede für sich den Anspruch erheben, von Relevanz zu sein. Da wundert es dann auch nicht, dass die letzte Szene vor dem Abspann das absolute Highlight des Films markiert, wartet sie doch mit einem Cameo Jason Batemans auf, der sich selbst – im Gegensatz zu Hill – herrlich selbst persifliert (dito William Baldwin).

Diese Szene, die zusätzlich auch so herrlich subversiv gen Hollywood blickt, ist einer dieser Momente, wegen denen sich Stollers Film, der von Hauptdarsteller Jason Segel geschrieben wurde, allein schon lohnt. So pubertär und infantil das auch klingen mag, so reiht sich auch Segels Penis in diese Momente ein, ist die Situation, in denen dies geschieht, doch herrlich skurril und, ja, richtig lustig (Fight Club lässt grüßen). Ansonsten hat es Forgetting Sarah Marshall mit richtig großen und häufigen Kalauern nicht so, denn dafür ist er bisweilen einfach zu klischeehaft und latent rassistisch. Darstellertechnisch brilliert vor allem Jason Segel, dessen pure Präsenz bereits für den einen oder anderen Lacher sorgt. Ganz im Gegensatz zu Kristen Bell, die ich in Veronica Mars zwar sehr schätzte, hier aber als unglaublich nervtötend (gut, das liegt natürlich auch an ihrer Figur, ergo: mission accomplished) und darstellerisch äußerst monoton empfand. Von der restlichen Besetzung, die dämlich debil nach Stereotypen gerade zu schreien scheint, ganz zu schweigen.

Andererseits spricht dieses Manko aber auch für Jason Segel, der mir vorher nie wirklich ein Begriff war, und der schon hier zeigt, wie genial er doch sein kann. Das Draculamusical, das er extra für den Film geschrieben hat, ist nicht nur ungemein liebevoll und detailverliebt ("Die, die, die!" – ein Ohrwurm!), sondern legte auch den Grundpfeiler für den kommenden Muppetsfilm, bei dem Segel Regie führen soll – und wer würde sich dafür besser eignen als er? Mit Forgetting Sarah Marshall hat er sich jedenfalls ins Bewusstsein 'gespielt', denn ich bin mir sicher, dass es um ihn nicht ruhiger werden wird, im Gegenteil. Jonah Hill hingegen darf einen großen Schritt zurücktreten, Apatow-Vitamin-B hin oder her. (6.5/10)


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McLovin braucht Koks, ergo: Ladet keine Filme runter!

Es gibt Neues von unserem Lieblingsnerd McLovin: Nachdem er bereits in seiner letzten Videobotschaft zusammen mit Kristen Bell um Geld bat, versucht er nun erneut an etwas Geld zu kommen, indem er uns vor dem illegalen Runterladen von Filmen warnt. Also, hört sofort auf damit, der Junge braucht sein Koks!

[Quelle: /Film]


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Freshmen – Frisches Fleisch für die Schulmetzger

Drillbit Taylor
(Steven Brill, USA 2008)
Kino

Am schönsten ist es doch, wenn man ins Kino geht, einen Film sieht, von dem man nicht viel erwartet und dann positiv überrascht wird. So geschehen bei Drillbit Taylor, der von der Kritik zwar größtenteils niedergemacht wurde, dessen Trailer ich aber einfach zu lustig fand, als dass mich die Kritik vom Kinobesuch hätte abhalten können. Kleine Highschoolracker, die posen und Mädchen abschleppen wollen, dabei aber von zwei bullies permanent genervt werden? Zugegeben, das klingt nicht gerade nach einem Film für meine Zielgruppe. Das Ganze klingt aber auch ganz deutlich nach Judd Apatow, der hier zusammen mit Seth Rogen produzierte (Rogen schrieb zudem noch das Drehbuch mit). Und genau diesen Einschlag/Einfluss der beiden merkt man dem Film auch an, was ihn letzten Endes dann wohl auch aus dem Einheitsbrei heraushebt. Trotz PG-13-Rating und dem damit verbunden Fehlen von sämtlichen Kraftausdrücken (gut, "Bitch" wurde geradezu inflationär gebraucht, aber das gehört ja heute so zur Sprache wie das tägliche Brot zum Leben) ist jedoch alles vorhanden, was so eine Komödie aus der 'Feder' Judd Apatows ausmacht: Der Film ist äußerst lustig, hat charismatische Darsteller, derben Humor und auch eine gute Portion Herzenswärme, die natürlich nicht fehlen darf.

So dürfen die 'Kleinen' dann auch ordentlich auf den Putz hauen, wobei die Newcomer dem Altgedienten Owen Wilson bisweilen sogar die Show stehlen. Es gibt Rap-Kämpfe, jede Menge dummes, aber gerade deshalb so amüsantes Geschwätz (Wilson zitiert beispielsweise aus Blade Runner), einen schönen, wenn auch poppigen Soundtrack und letzten Endes sogar auf die Fresse. Ist Gewalt eine Lösung? Hmm, manchmal scheint wirklich nichts anderes zu helfen, so suggeriert es Brills Film zumindest. Am allerwichtigsten und heilendsten ist dann aber doch die Freundschaft, das zeichnen wohl alle Komödien Apatows aus. Um's kurz zu machen: Drillbit Taylor ist keinesfalls nur für die jüngeren Zuschauer, trotz fehlenden R-Ratings (es ist eben alles einfach ein wenig gesitteter). Wer Apatows Komödien mag – weniger wohl Brills, denn Without a Paddle hasste ich -, der wird auch hier ganz klar auf seine Kosten kommen. Und wer, wie ich, feststellt, dass er es irgendwie mag, wenn es in einem Film Filmausschnitte aus anderen Filmen gibt, quasi eine Mise-en-abyme, der kommt an Drillbit Taylor sowieso nicht vorbei. Ein liebenswertes kleines Filmchen. (6.5/10)


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McLovin braucht Eure Hilfe!

Er ist eine Sexmaschine, er ist pures Dynamit, er ist die Entdeckung des Jahres. Nein, ich spreche nicht etwa von einem DSDS-Kandidaten, sondern von keinem geringeren als McLovin aus Judd Apatows Superbad. Christopher Mintz-Plasse hat mit der Figur nicht nur einen der coolsten Komödiencharaktere seit Jahren geschaffe, sondern auch für einigen Ärger in Hawaii gesorgt. Dass McLovin keine Eintagsfliege am Himmel Hollywoods bleibt, startete Kristen Bell, Veronica Mars aus der gleichnamigen Serie, eine Initiative, die McLovins Karriere retten soll. Bitte, bitte, helft dem Übermenschen McLovin!

Ach ja, was das Ganze wirklich soll? Hmm, ich tippe mal auf Promotion für Bells Neuen, Forgetting Sarah Marshall, der ja von Judd Apatow produziert wurde… (und ja, ich würde es mir wünschen, McLovin bald wieder auf der Leinwand zu sehen)


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Kurz mal abgehakt # 20

THE FURY – hmm, so richtig warm konnte ich mit diesem De Palma beim besten Willen nicht werden. Zu slapstickhaft wirkte das Ganze bisweilen (was aber auch an den Dialogen der deutschen Synchronisation gelegen haben kann), zu langatmig in der Mitte. Und was waren das bitteschön für Geheimagenten!? Die knallen sich gegenseitig ab, haben nur dumme Sprüche drauf und schauen sowieso die ganze Zeit doof aus der Wäsche. Auch etwas vermisst habe ich De Palmas virtuoses Spiel mit der Kamera – einzig positiv aufgefallen ist mir der fast-360-Grad-Schwenk um Kirk Douglas und dessen Filmsohn zu Beginn. Für mich damit der bisher schlechteste De Palma, aber DRESSED TO KILL und CARRIE sind sowieso schwer zu schlagen. (6/10)

THE 40 YEAR OLD VIRGIN – ja, im TV geschaut, ja, in der Synchro – wollte mir den einfach nie zulegen, denn dafür war das Interesse einfach zu gering. Falsch gelegen, denn Steve Carell und der restliche, perfekt harmonierende, Cast, stämmten eine äußerst charmante und witzige Komödie, die nicht nur ein Mal über die Strenge schlägt, dafür aber eine zutiefst konservative Prämisse besitzt. Besser als Apatows KNOCKED UP, aber schlechter als SUPERBAD. Ach ja, bevor ich's vergesse: Catherine Keener ist eine tolle Frau! (7/10)

THE BRAVE ONEThe Brave OneJodie Foster als weibliches Pendant zu Charles Bronsen, die nur noch rot sieht, funktioniert. Zwar ist das alles doch ziemlich deutlich konstruiert und setzt sich mit der Thematik nicht kritisch genug auseinander, aber vielleicht ist das ja auch gar nicht sein Ziel. Denn spätestens wenn Foster die Konfrontation förmlich sucht, scheint man einem ähnlich reaktionären Werk wie DEATH SENTENCE beizusitzen (welcher der beiden jedoch 'schlimmer' ist, wäre eine interessante Diskussion). Vom absoluten over the top-Ende mit Terrence Howard – den ich immer mehr schätze – ganz zu schweigen… Dennoch gelingt es Jordan in die angekratzten Seelen seiner Figuren zu schauen, sie zu dekonstruieren und sie zutiefst menschlich wirken zu lassen. Insgesamt ein spannender und atmosphärisch dichter Thriller, der einen Hauch 80er in sich trägt. (7/10)


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