Menschlicher Penis gesucht: 'The Final Member' Doku Trailer

Okay, ich habe hier schon viele Trailer zu 'komischen' Dokus gebracht, aber The Final Member ist doch noch mal eine Hausnummer. In Jonah Bekor und Zach Maths Film geht es nämlich darum, dass das einzige Penis-Museum der Welt, das so gut wie jeden Penis dieser Welt hat, den einzigen sucht, der ihm noch fehlt: den menschlichen Penis. Klingt komisch, ist es auch, wenn man(n) sich den Trailer mal zu Gemüte führt. Die kanadische Doku, die gerade mal 75 Minuten lang ist, tourt schon seit Jahren auf diversen Festivals. Hierzulande dann wohl irgendwann mal auf arte. Oder so.

(Via Film Junk)


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Inter arma enim silent leges: 'The Kill Team' Doku Trailer

Man muss sich nicht nur im September darüber ärgern, dass man nicht in Kanada wohnt, wenn das TIFF seine Pforten öffnet, sondern auch im April und Mai. Da ist in Toronto nämlich das alljährliche Hot Docs Festival, das sich – wie der Name schon sagt – dem Dokumentarfilm verpflichtet hat. Dort wird es nämlich Daniel Krauss' Doku The Kill Team zu sehen geben, die den Fall um ein Platoon in Afghanistan, das so wenig zu tun hat, dass es irgendwann damit beginnt, afghanische Zivilisten zu töten, rekapituliert und Beteiligte zu Wort kommen lässt. Der zwei Jahre alte Fall des 'Kill Teams' sorgte auch bei uns für Schlagzeilen. Der Trailer sieht äußerst vielversprechend aus.


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'Nip/Tuck' lässt grüßen: 'American Mary' Trailer

Wow! Ich glaube, ich habe soeben einen meiner most Most-Wanted-Filme 2013 gefunden: American Mary von Jen und Sylvia Soska a.k.a. The Soska Sisters. Katharine Isabelle spielt darin eine Medizinstudentin, der nicht nur das Geld, sondern auch der Elan für das Studium fehlt. Die Verlockung des schnellen Geldes führt sie in die Unterwelt, wo sie mehr Narben davon trägt als ihre neuen, etwas anderen Patienten … Der Trailer zu American Mary sieht jedenfalls nach einem fantastischen Mix aus Drama, Sex und Horror aus, der nicht von ungefähr an Nip/Tuck erinnert. Von den vielen übereuphorischen Kritikerstimmen (wie man sie von UK Trailern ja kennt) mal ganz abgesehen, haben mich diese knappen zwei Minuten wirklich umgehauen. Vor allem dürfte das einmal mehr auch wieder ein Fest für Freunde des Gender-Diskurses werden. Doch das Beste? In UK erscheint American Mary bereits am 21. Januar 2013 auf Blu-ray und DVD.

(Via DVDnarr.com)


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Asymmetrische Prostata: 'Cosmopolis' Blu-ray Review


David Cronenbergs A Dangerous Method gehörte im letzten Jahr zu meinen heiß ersehntesten Filmen des Jahres. Das Ausgangsmaterial um die Freundschaft zwischen den beiden Psychoanalytikern Carl Jung und Sigmund Freud schien wie gemacht für den kanadischen Ausnahmeregisseur. Doch dann, nach der Sichtung, machte sich Enttäuschung breit. Nicht etwa, weil es kein richtiger Cronenberg-Film war, sondern weil es so schien, als hätte Cronenberg nicht wirklich viel Energie und Interesse in das Projekt gesteckt. Fast nichts von dem, was man aus seinen früheren Werken kennt, fand sich in diesem Film wieder. Hinzu kam das Spiel der von mir sonst sehr geschätzten Keira Knightley, das irgendwo zwischen genial und purem Overacting zu veranschlagen war. Die Hoffnung war also groß, dass Cronenberg mit seinem neuen Film Cosmopolis zu alter Form zurückkehren würde. Und das soll nicht etwa heißen, dass er bitteschön immer und immer wieder das gleiche machen soll, sondern erkennen lässt, dass der Film seine Handschrift trägt. Doch leider wurde dieser Wunsch einmal mehr nicht erfüllt. Viel mehr noch, er wurde regelrecht zerstört.

Cosmopolis, das ist ein Film, der so stark nach Papier riecht, dass es einem als Filmliebhaber nicht leicht fällt, das Ganze über die gesamte Dauer zu verfolgen. Zumindest aktiv. Der Film, der auf Don DeLillos gleichnamigem Roman basiert, funktioniert dementsprechend vielleicht als Buch oder als Theaterstück, aber nicht als Film. Es fehlt einfach die visuelle Komponente, die zwar vorhanden ist, in all den prätentiösen und selbstgefälligen Dialogen aber komplett untergeht. Und wenn mal etwas anderes als ein Dialog zwischen zwei äußerst starren Darstellern passiert, dann wurde es bereits im Trailer vorweggenommen. Stattdessen setzt Cronenberg auf Sex, wirre Dialoge und etwas Gewalt. Das klingt eigentlich nach genau den Zutaten, die einen Cronenberg ausmachen, nicht? Richtig, etwas erinnert Cosmopolis dann auch an Cronenbergs wohl verstörendsten Film Crash, mit dem Unterschied, dass Robert Pattinsons Limousine einen Totalcrash erleidet, der keinen Platz mehr für Interessantes lässt.

Vielleicht liegt das aber auch am Cronenberg-untypischen Cast, der mit Robert Pattinson bereits im Vornherein für viel Aufsehen sorgte. Während Pattinson zu Beginn noch eine unglaubliche schlechte und statische Leistung zeigt, macht er sich im Laufe des Filmes immerhin. Diesen Milliardenschweren Manager, der in seiner Limo durch Manhattan fährt, um sich einen neuen Haarschnitt verpassen zu lassen, verkörpert er mit der nötigen Arroganz und Selbstverliebtheit. Ganz im Gegensatz zu seinen Mit- und Gegenspielern wie Juliette Binoche, Mathieu Amalric und Paul Giamatti, deren Auftritte zum Teil ziemlich deplatziert und forciert wirken. Ihnen bleibt bei den schrecklichen Dialogen, irgendwo zwischen Finanzkrise, Dekadenz und Revolution, aber auch nicht viel Raum für eigene Ideen. Wenn man versteht, um was es überhaupt geht, dann wirkt das auf den Zuschauer so, als sähe man sich eine dreistündige schlechte Theater-Inszenierung an, die nur aus Dialogen besteht.

Bis man zusammen mit Pattinson bei Giamatti ankommt, hat man den Kampf schon längst aufgegeben und hofft nur noch, dass es bald zu Ende ist. Das Ende kommt dann auch endlich, abrupt und ohne wirkliche Auflösung. Natürlich war und ist das Kino des David Cronenberg stets sperrig, aber nicht auf diese künstliche Art und Weise. Cosmopolis hat nichts, was ihn auch nur irgendwie rehabilitieren würde. Er ist nichts weiter als eine 108-minütige Tour de Force im schlechtesten Sinne. Cronenberg hat damit entgegen der Erwartungen A Dangerous Method um Längen unterboten und ich hasse es zu sagen, aber auch einen der schlechtesten Filme des Jahres abgeliefert. (3.5/10)

Die Blu-ray von Ascot Elite erscheint am 29. Oktober (Amazon-Partnerlink) und ist bildttechnisch ebenfalls kein Highlight. Obwohl Cronenberg digital gedreht hat, sieht man davon auf der Blu-ray leider nicht viel. Das Bild ist durchschnittlich, ob der vielen dunklen Szenen – ein Großteil des Filmes spielt in der Nacht – gibt es keine wirklich Wow-Momente, denn auch der Schwarzwert könnte besser sein. Der Ton hingegen ist ordentlich, an den richtigen (aber quantitativ wenigen) Stellen bekommt auch der Subwoofer mal etwas zu tun. Bei den Extras kann die Blu-ray am stärksten punkten: Interviews, B-Roll, ein (wirr zusammengeschnittener) Berlinale-Clip von der Premiere und eine Trailershow runden die Scheibe ab.


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Trailer zu David Cronenbergs 'Cosmopolis'

Vier Wochen ist es her, dass ein 30-sekündiger Red Band Teaser zu David Cronenbergs Thriller Cosmopolis erschien ist, der die Aufmersamkeit der Blogosphäre ziemlich auf sich zog. Im nun erschienenen offiziellen Trailer geht es zwar etwas anständiger zu, dafür aber vor allem länger und ausführlicher. Schon nach wenigen Bildern erkennt man Cronenbergs Handschrift, was mich dann doch alle Zweifel ausblenden lässt. Zweifel, die ich vor allen an der Besetzung habe. Nicht etwa in Form von Robert Pattinson, sondern wegen Juliette Binoche, bei der ich nicht weiß, ob sie in solch einen Film passt. Aber sei's drum, die Vorfreude auf einen neuen Cronenberg überwiegt – erst recht nachdem sich der letzte als ziemlich schwach entpuppte. In Cannes feiert der Film kommenden Monat Premiere, einen deutschen Start gibt es noch nicht.

(Via Twitch)


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Erster Teaser Trailer zu David Cronenbergs 'Cosmopolis'

Wow, da macht man morgens den Rechner an, denkt sich nichts Böses und dann wird man gleich mit dem ersten Teaser zu David Cronenbergs Cosmopolis begrüßt. Der ist leider nur 34 Sekunden lanfg, daüf sind es aber äußerst intensive 34 Sekunden, in denen so viel Cronenberg steckt! Und meine Güte: Habe ich da etwa  – neben Robert Pattinson – eine riesige Ratte gesehen!? Bei der Plotsynopsis wundert mich aber auch gar nichts mehr, denn Cosmopolis "Follows a multimillionaire on a 24-hour odyssey across Manhattan". Neben Robbie Pattinson sind unter anderem auch Juliette Binoche, Jay Baruchel, Paul Giamatti und Mathieu Amalric dabei. Kinostart in den Kanada (?) ist schon am 23. Mai. Dürfte bei uns dann hoffentlich auch recht schnell zu sehen sein.

(Via Mostly Movies)


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Marcus Stiglegger (Hg.): 'David Cronenberg'


David Cronenberg. Ein Name, der im Mainstream noch immer nicht ganz angekommen zu sein scheint. Gott sei Dank. In den letzten Jahren mag sich das etwas geändert haben, hat Cronenberg doch die Pfade des body horrors verlassen und sich Filmen zugewandt, die für viele Zuschauer 'offener' sein dürften. Viele seiner Fans nahmen ihm Filme wie Eastern Promises oder A Dangerous Method (der in der Tat eine herbe Enttäuschung ist) übel, sind sie doch bei weitem nicht so verstörend und verschlüsselt wie seine früheren Werke Videodrome oder Crash, die ich bis heute für seine interessantesten Filme halte. Letzterer wurde 1996 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury geehrt, stößt ob seiner Sexualmoral bei vielen aber bis heute noch auf Unverständnis. Das bemerkt zumindest Cristina Nord in David Cronenberg, dem umfangreichen Sammelband zum kanadischen Regisseur, die zwar lange auf sich hat warten lassen, nun aber in ihrer vollen Pracht erhältlich ist. Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger hat das 320 Seiten starke Buch herausgegeben und bietet darin eine nicht nur umfangreiche, sondern vor allem aufschlussreiche Übersicht zu den Filmen Cronenbergs. Nach einem Vorwort, in dem Manfred Geier ganz persönliche Parallelen zu seinem und Cronenbergs durchaus erlebnisreichen Leben zieht, führt uns Marcus Stiglegger in den Cronenberg'schen Kosmos ein.

Im ersten Drittel des Werkes fokussieren sich die Essays auf Cronenbergs Filme im Gesamtkontext. So klärt uns Stefan Höltgen, ein ausgewiesener Cronenberg-Kenner, beispielsweise über filmische Räume in Cronenbergs Werk auf, während Bettina Papenburg über eines der bedeutendsten Motive Cronenbergs schreibt: den (offenen) Leib. Der Rest des Buches konzentriert sich schließlich auf die einzelnen Filme und lässt dabei keines seiner Werke aus (selbst seine Kurzfilme werden hinreichend geehrt). Natürlich dient der Sammelband weniger der ausführlichen Interpretation der einzelnen Werke, als vielmehr der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Film unter einem bestimmten Aspekt. Im Essay zu Videodrome betrachten Hermann Kappelhoff und Daniel Illger auf sechs Seiten die verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung. Etwas später – die Filme sind chronologisch geordnet – untersucht Cristina Nord Crash dann auf seine Körperflüssigkeiten und seine Symbiose aus Fleisch und Metall, und kommt zu dem Schluss: "Ein Bild fickt das andere." Letztere finden sich auch im Buch zuhauf; dienen aber weniger der Illustration, als vielmehr der Beweisführung. Auch sind sie nicht seitenfüllend und kunterbunt (und laufen damit Gefahr, den Leser vom Wesentlichen abzulenken), sondern passend platziert und in schlichtem schwarz-weiß gehalten.

Die Texte selbst benötigen aber auch die gesamte Aufmerksamkeit des Lesers, denn sie lassen sich nicht mal eben so überfliegen, sondern gehen stets film-, kultur- und medienwissenschaftlich an ihr Sujet heran. Wer also ein einfaches Nachschlagewerk zu David Cronenberg sucht, der ist hier an der falschen Adresse. Der Leser muss hier nämlich gewillt sein, sich nicht nur mit akademischer Sprache auseinander zu setzen – auch relevante wissenschaftliche Ansätze werden vorausgesetzt. Dafür dringt die Aufsatzsammlung dann aber auch ins Innerste des Gesamtwerks vor, das in seinen Motiven und Intentionen schier unerschöpflich ist. Mit den Autoren, die von Georg Seeßlen über Fritz Göttler, bis hin zu Filmemachern wie Dominik Graf reichen, hat man die Crème de la Crème der deutschen Filmpublizistik vereint (gewidmet ist das Buch übrigens dem in diesem Jahr Verstorbenen Michael Althen). Formal ist das Paperback ebenfalls auf höchstem Niveau angesiedelt, können sowohl das hochwertige Papier, als auch die schönen Screenhots voll und ganz überzeugen. Für Filmfreunde, für die ein Film nicht einfach nur unterhalten soll, ist David Cronenberg ein Pflichtkauf.

David Cronenberg – film: 16 ist im November im Bertz + Fischer Verlag erschienen und ist für 19,90 EUR entweder direkt über den Verlag (versandkostenfrei) oder alternativ über Amazon (Partnerlink) beziehbar.


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Kanadischer Rowdy: 'Beauty Day' Doku Trailer

Wie konnte ich eigentlich nur den großartigen Trailer zu Beauty Day vergessen zu posten!? Ich sage das nicht nur, weil der Trailer einige wundervolle Einstellungen hat, sondern vor allem deshalb, weil es sich beim Regisseur um Jay Cheel handelt, der – wenn er nicht gerade Kurzfilme dreht – eigentlich Filme bespricht, und zwar bei Film Junk. Des Weiteren betreibt er auch das speziell auf den Dokumentarfilm zugeschnittene Blog The Documentary Blog. Beauty Day porträtiert Ralph Zavadil, der lange vor Johnny Knoxville, Tom Green und Co. das Kabelfernsehen mit waghalsigen Stunts und sinnfreien Aktionen rockte. 1990 bis 1995 war seine Show Cap'n Video im kanadischen Kabel-TV zu sehen, mit der er sich auch eine kleine Fanbase aufbaute.

Cheel rekapituliert seinen einstigen Erfolg und feier mit ihm sein 20-jähriges Jubiläum, das gleichzeitig mit einem Comeback verbunden ist. Ich bin allein deshalb schon gespannt, weil ich sehen will, wie jemand seinen eigenen Film gestaltet – Cheel zeichnet nicht nur für Regie, sondern auch für Schnitt und Kamera verantwortlich -, der sonst nur Filme kritisiert. Wer den Film Junk Podcast kennt, der erkennt aber auch sofort, welche Vorlieben Jay hat und was er in Dokus gar nicht abkann. Der Film lief auf dem diesjährigen Hot Docs Festival, zur weiteren, geschweige denn europäischen Distribution, konnte Jay aber bis dato leider noch nichts sagen.


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Den Wald vor lauter Stone Cold nicht sehen: 'Hunt to Kill'


Stone Cold Steve Austin agierte erst vor einigen Wochen bei WrestleMania XXVII als Gastringrichter, wo er das Bier spritzen ließ und alle eiskalt abservierte, die sich gegen ihn stellten. Auf dem Quad kam er angefahren, die Bierdosen steckten in den dafür vorgesehenen Dosenhaltern. Ja, Stone Cold ist schon eine coole Sau, was er nicht nur im Ring beweist, sondern auch auf der Leinwand. Er ist nicht der erste Wrestler, der einen Abstecher in die Filmindustrie macht – dabei aber definitiv einer der besten. Mit The Condemned bewies er dabei eindrucksvoll seine Physis, die ihm zwar immer wieder die gleichen Rollen zuteil werden lässt (was ja aber bei nahezu jedem Wrestler der Fall ist), Fans davon aber ohnehin nicht genug bekommen können. In Stallones The Expendables durfte er dann auch mal den Bösewicht spielen, der ihm ebenso gut steht wie der einsame Held. Kämpfte er in Stallones Best-of noch an der Seite von Eric Roberts und Gary Daniels zusammen, steht ihm Daniels dieses Mal gegenüber. In Hunt to Kill trifft sich Stone Cold aber nicht nur mit Daniels wieder, sondern auch mit Eric Roberts. Dessen Rolle – so viel sei verraten – beschränkt sich zwar auf die Exposition, aber einen Mann mit diesem Charisma sieht man immer gern, auch wenn es nur wenige Minuten sind.

Zudem hätte man sich Roberts' Charisma für den Bösewicht aus Hunt to Kill nur wünschen können, denn im Gegensatz zu Stone Cold bleibt Gil Bellows ganz schön bleich und schrammt nicht selten nur weniger Zentimeter am Overacting vorbei. Das macht aber auch nichts weiter, denn der Film, der lediglich in Kanada eine Kinoauswertung erhielt und im Rest der Welt DTV vermarktet wurde, besticht ohnehin nicht durch Schauspieltalent oder eine komplexe Handlung. Hunt to Kill ist in erster Linie nämlich ein kleines B-Movie für Stone-Cold- und Action-Fans, das zwar durchaus etwas Zeit braucht um in Fahrt zu kommen, dafür aber mit einigen soliden Action set pieces aufwartet. Nein, die kleine kanadische Produktion erfindet das Rad nicht etwa neu, sondern verlagert ein bekanntes Szenario in die amerikanisch-kanadische Grenzeinöde. Als großes Vorbild diente Hunt to Kill dabei sicherlich First Blood, der vor allem auf musikalischer Ebene nicht deutlicher zitiert werden könnte. Und in der Tat, die Natur und ihre Tücken bieten sich noch immer hervorragend an, um eine Gruppe von Menschen an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Da wird die Tochter Stone Colds – einem Veteranen, klar – kurzerhand als Geisel genommen und muss fortan mit ihrem ungeliebten Vater und einigen Gangstern durch den Wald marschieren. Irgendwann kann sich Stone Cold dann lossacken und macht fortan Jagd auf die Entführer seiner Tochter und Mörder seiner Freunde …

Hunt to Kill kommt einerseits sichtlich ökonomisch daher (im Wald zu drehen kostet ja nicht allzu viel), holt dabei aber das Maximale heraus. Stone Cold darf sich eiskalt rächen ("When I hunt, I hunt to kill!"), Daniels darf sich richtig schön austoben und dabei jede Menge unschöne Dinge sagen und machen und auch handwerklich sieht das stets solide aus. Highlight dabei ist sicherlich der Kampf zwischen Daniels und Stone Cold inmitten des Waldes, der aber leider viel zu schnell vorbei ist. Hunt to Kill lebt vor allem von der Präsenz und Aura Stone Colds, denn würde man ihn austauschen, hätte der Film gleich nur noch halb so viele Schauwerte – und dann würde es wirklich kritisch werden. Stone Cold kann aber in jedem noch so abgenudelten Szenario partizipieren und hebt es zugleich aus der Versenkung. Und gerade deswegen muss man es auch so deutlich sagen: Wer mit dem ehemaligen Wrestler nichts anfangen kann, der wird sich hier schnell langweilen. Fans des Glatzkopfes kommen aber durchaus auf ihre Kosten – auch, weil das Finale mit dem Quad fast schon als Reminiszenz an WrestleMania XXVII durchgeht. (6/10)

Technisch ist die Blu-ray von WVG Medien (Amazon-Partnerlink) ebenfalls solide, mehr aber auch nicht, denn an Extras gibt es rein gar nichts, noch nicht einmal einen Trailer. Dafür kann aber zumindest das Bild überzeugen, das die kräftigen Farben der Wälder sehr gut wiedergibt. Der Ton könnte zwar etwas druck- und effektvoller sein, geht aber gerade so noch in Ordnung.


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Adrien Brody steckt fest: 'Wrecked' Trailer


Männer in Bedrängnis und ohne Gedächtnis, hatten wir ja erst in Unknown. Nun schlüpft Adrien Brody in Liam Neesons Rolle und steckt zusätzlich in einem Autowrack. In Wrecked erwacht er nämlich in einem Wrack, mitten im Wald und weiß weder wer er ist, noch was er getan hat.  Der Trailer (480p/720p/1080p) sieht jedenfalls gar nicht uninteressant aus und ist gleichzeitig das Spielfilmdebüt für den kanadischen Regisseur Michael Greenspan.


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