Der Film zur Finanzkrise: 'Margin Call' Trailer

Margin Call gehört definitiv zu den besten Filmen, die ich auf der diesjährigen Berlinale gesehen habe. Und so freut es mich natürlich umso mehr, dass der Film nun auch in Deutschland einen Starttermin bekommen hat, nämlich den 29. September. Passend dazu ist auch endlich ein Trailer erschienen, der hoffentlich das Interesse vieler weckt – schließlich ist die Finanzkrise wieder aktueller denn je. Und ich halte J.C. Chandors Film für den Film zur Finanzkrise.


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It's Only in Your Mind: 'The Men Who Stare at Goats' Trailer


Und schon wieder sind unsere Jungs im Irak – dieses Mal aber weder in Form eines Thrillers, noch eines Actioners, sondern in Form einer Komödie, die auf dem gleichnamigen Roman von Jon Ronson basiert, The Men Who Stare at Goats. Richtig, der Titel klingt schon genau so bescheuert wie der Trailer zur Verfilmung selbst (480p/720p/1080p), aber das durchaus im positiven Sinne. So lange das Ganze keine Buffalo Soldiers-Gefilde betritt ist auch alles in Ordnung. Deutscher Kinostart ist am 4. März 2010.


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Blackjack & Nutten

21
(Robert Luketic, USA 2008)
Kino

‘21′Hollywood liebt es ja, wenn es einem Film den Stempel der wahren Begebenheit aufdrücken kann – ob das alles wirklich so passiert ist, sei dabei mal dahingestellt. Zumindest will ich es im Falle von 21 nicht ganz glauben. Natürlich wird in ein Drehbuch noch eine gewisse Dramaturgie hinein geschrieben, weshalb sich das Ganze dann auch wieder relativieren dürfte. Aber egal, denn Robert Luketic versteht es sowieso viel mehr die Atmosphäre und die Weite Las Vegas' einzufangen, als einen ordentlichen Plot, frei von Klischees und sonstigem Geplänkel, auf die Beine zu stellen. Casinos sind etwas feines, und auch nach Las Vegas würde wohl jeder einmal reisen wollen. Genau das macht auch die Faszination des Filmes aus, nämlich die farbenfrohen Bilder der Spielermetropole, die Oberflächlichkeit und Unberechenbarkeit der (Spiel)Hölle. Hier kann 21 stark punkten, was er auch muss, denn der Rest ist ja doch nur ein Klischeebeladenes Etwas.

Da wäre zum einen der erfolgreiche Student (Jim Sturgess), Superhirn und gut aussehend, aber der total Loser (man hat in seiner Freizeit ja schließlich besseres zu tun, wenn man diese überhaupt hat). Seine Freunde sind natürlich auch nicht besser, nur dass sie nicht so gut aussehen und hoffnungslose Nerds sind. Es kommt dann schließlich, wie es kommen, muss ein weibliches love interest (bäh!: Kate Bosworth) drängt sich in den Vordergrund, das den weiteren Handlungsverlauf in ebenfalls gewohnte Bahnen lenkt. Fehlt also nur noch der Bösewicht, der – auf den ersten Blick – nicht gleich auszumachen ist (Fishburne, Spacey?), aber sicherlich verschenkt ist. So plätschert die Handlung dann auch vor sich hin, das Einzige, das die Augen nicht zufallen lässt, ist die Darstellung Las Vegas', das war es dann aber auch schon. Die angewandte Technik der Studenten? Hmm, keine Ahnung wie das nun funktioniert, aber in Mathe war ich sowieso schon immer eine Niete. Auf emotionaler Ebene bleiben einem die Figuren also stets egal, denn das ist eine Welt, eine Welt der Genies, in die man nur rein geboren werden kann.

So ist es am Ende dann auch eigentlich egal, denn alles was hängen bleibt, sind ein dringendes Bedürfnis nach Las Vegas zu fliegen und die Tatsache, dass man in diesen elitären Kreisen eigentlich gar nicht verkehren will (okay, wer wäre nicht gerne am MIT oder an der Harvard Medical School, aber gerade diese sind es ja wiederum, die diese Distanz aufbauen). 21 ist Unterhaltungskino erster Güte, ohne jeglichen Tiefgang und ohne Anzeichen von Originalität. Das Ganze wirkt, als habe man den üblichen Genie-Loser-Plot lediglich in ein anderes setting, nämlich das des Casinos, gesteckt und sich dann zur Ruhe gesetzt. Zum einmaligen schauen sicherlich okay, denn die Halbwertszeit ist sowieso gleich Null. Aber 21 ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie man das Cinemascope richtig zur Geltung bringt und damit atmosphärisch punkten kann. (6/10)


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