Jack Bauer is back! Trailer zu '24: Live Another Day'

Am 5. Mai geht es endlich weiter mit Jack Bauer und 24. Genauer gesagt mit der 9. Staffel (wenn man nicht wieder von vorne beginnt), die den Namen 24: Live Another Day trägt. Auch wenn ich aktuell denke, dass die Luft etwas raus ist, freue ich mich ungemein auf die neue Season, denn ich bin mir sicher, dass sich das 24-Feeling sehr schnell wieder einstellen wird (vor allem bei den vielen alten Gesichtern). Was kann ich mich noch an meinen ersten Kontakt mit der Serie erinnern, damals, 2002. Und die vielen Momente, die einem die Kinnlade bis in den Keller haben runterklappen lassen. Das Ende der ersten Season ist für mich bis heute einer der eindrucksvollsten Momente der TV-Geschichte.


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'Melancholia' verschlingt alles – Weltuntergang ganz privat


Lars von Trier. Der letzte große Provokateur des europäischen Kinos. Bei der Premiere seines neuen Films Melancholia in Cannes sorgte er erneut für Schlagzeilen, da er sich selbst als Nazi bezeichnete und Verständnis für Hitler äußerte. Eine Aussage, aufgrund der er von der Festivalleitung prompt als 'persona non grata' des Festivals verwiesen wurde und die möglicherweise ein juristisches Nachspiel haben könnte. Man fühlt sich an von Triers vorheriges Werk Antichrist erinnert, das bei seiner Premiere in Cannes allein aufgrund seines Titels und wegen expliziter Sex- und Gewaltdarstellungen ebenfalls für einen Skandal sorgte. Ein derartiger Vorfall ist immer hilfreich, kleinere Produktionen mit wenig Marketing-Budget ins Gespräch zu bringen. Daher sollte man die jüngsten Äußerungen des Regisseurs nicht zu ernst nehmen, denn Melancholia bietet aufgrund seines Filminhalts wenig skandalträchtigen Zündstoff. Und doch ist er Antichrist ähnlich.

Wie Antichrist beginnt auch Melancholia mit einer filmischen Ouvertüre. Alles geschieht in Ultra-Slowmotion: 2001-anmutende Bilder des Weltraums, das teilnahmslos wirkende Gesicht Justines während im Hintergrund Vögel tot vom Himmel fallen, drei Menschen auf der weiten Rasenfläche eines Anwesens über dem drei Himmelskörper Licht spenden: die Sonne, der Mond und ein unbekannter bläulicher Planet. Nur einige Beispiele einer Aneinanderreihung inszenierter Kunstwerke, unterlegt mit dem Vorspiel von Wagners Tristan und Isolde. Es sind majestätische Bilder von geradezu hypnotischer Gewalt, die den Zuschauer ab dem ersten Filmframe in seinen Bann ziehen. Bis am Ende der 8-minütigen Eröffnungssequenz klar wird, dass es nichts anderes als der Weltuntergang ist, dem man beiwohnt: die Erde wird von dem um ein Vielfaches größeren blauen Planet gänzlich verschlungen.

Von Anfang an ist also klar: es wird nicht gut enden. Das ist auch gut so, denn es geht hier zu keiner Sekunde um die Frage, ob, und wenn ja, wie die Erde gerettet werden kann. Auch interessiert zu keiner Zeit, was im Rest der Welt vor sich geht, seien es nun Massenpanik oder abstruse, verzweifelte Rettungsaktionen. Hollywood-Klischees des Katastrophenfilms, die ein Lars von Trier gar nicht nötig hat. Nein, die zentrale Frage in Melancholia beschäftigt sich damit, wie einzelne Menschen mit dem sicheren Untergang und, in Anbetracht dessen, miteinander umgehen würden. Im Kern ist Melancholia eine Charakterstudie. Weltuntergang ganz privat.

Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern denen jeweils ein Teil des Filmes gewidmet ist: Justine und Claire. Zu Beginn scheint die Welt noch in Ordnung. Justine (Kristen Dunst) ist mit ihrem frisch angetrauten Mann Michael (Alexander Skarsgård) auf dem Weg zu ihrer Hochzeitsfeier auf dem Anwesen ihres Schwagers. Die lächerlich lange Stretch-Limousine bleibt in der gewundenen Auffahrt stecken und nachdem weder Chauffeur, noch Braut oder Bräutigam einen Ausweg finden, geht es zu Fuß weiter. So trifft das Brautpaar mit zweistündiger Verspätung, aber dennoch gut gelaunt auf ihrer eigenen Party ein. Was folgt ist eine zunächst anscheinend ganz normale Hochzeitsfeier. Justines Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) versucht, den geplanten Ablauf durchzusetzen, während sich die geschiedenen Brauteltern (hervorragend Charlotte Ramping und John Hurt) gegenseitig angiften und Justines Schwiegervater und Chef nur daran interessiert scheint, eine neue Tagline für die Werbefirma aus ihr herauszukitzeln. Übliche Probleme einer Familienfeier eben.

Justine versucht ihr bestes, den Anschein der Normalität aufrecht zu erhalten. Sie tut was man von ihr erwartet: lächelt, nickt und betont stets, ja, es sei genau das, was sie sich gewünscht hätte. Doch schnell wird klar, dass all das nicht aufrichtig ist, sondern nur aufgesetzt. Justine leidet unter Depressionen und die Hochzeit scheint der letzte, hoffnungslose Versuch zu sein, Normalität in ihr Leben zu bringen. Schließlich ist es doch das Normalste auf der Welt zu heiraten. Dass der Abend im wahrsten Sinne des Wortes unter keinem guten Stern steht, ist dem Zuschauer nun ja schon von Beginn an klar und so wird es keine Überraschung sein, wenn der Rest der Nacht nicht in den vom Hochzeitsplaner (Udo Kier) vorgesehenen Bahnen verläuft.

Teil zwei trägt den Titel 'Claire' und verschiebt den Fokus der Handlung auf Justines Schwester. Inzwischen hat die Menschheit den Planeten entdeckt, der sich bis dahin hinter der Sonne verborgen gehalten hatte und nun auf die Erde zurast. Geht man zunächst noch davon aus, Melancholia würde die Erde nur passieren, müssen die Protagonisten bald die grausame Realität erkennen und gehen auf ganz unterschiedliche Weise mit dem sicheren Ende aller menschlichen Existenz um.

Lars von Trier beweist sich erneut als Meister der Personenregie. Nachdem bereits Charlotte Gainsbourg für ihre Rolle in Antichrist den Preis für die beste weibliche Darstellerin in Cannes erhielt, wurde in diesem Jahr auch Kirsten Dunst diese Ehre zuteil. Einerseits überraschend, denn wer hätte ihr eine solche Leistung zugetraut? Und doch völlig zurecht. Zwar kann sie auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, schließlich litt auch sie einmal unter Depressionen, aber die Leichtigkeit mit der sie von vorgetäuschter Lebensfreude zu katatonischen Zuständen bis hin zur Lethargie wechselt, ist schlicht beeindruckend. Umso mehr, da ihr das gelingt ohne dabei das Publikum zu entfremden, was in Anbetracht einiger schwer verdaulicher Thesen, die von Trier ihr in den Mund legt, wahrlich kein Leichtes ist. Es ist nicht einfach eine derartige Figur darzustellen und gleichzeitig vielleicht nicht die Sympathie, aber zumindest das Mitgefühl des Publikums aufrechtzuerhalten.

Doch nicht nur Kirsten Dunst bietet eine beeindruckende Leistung. Als Gegengewicht zu Justine hat von Trier ihre Schwester Claire als ganz gegensätzliche Figur angelegt und mit Charlotte Gainsbourg auch sehr stark besetzt. Kiefer Sutherland als deren Gatte und Mann der Wissenschaft rundet die hervorragende Figuren-Konstellation ab. Es sind diese fein ausgearbeiteten und unterschiedlichen Charaktere, die trotz des eigentlich bekannten Ausganges die Spannung konstant hoch halten und es schließlich dem perfekten Schlussbild, das sich sicher noch lange im Gedächtnis der Zuschauer halten wird, ermöglichen, seine starke Wirkung zu entfalten.

Lars von Trier als prätentiös und selbstverliebt zu bezeichnen wäre sicherlich falsch. Zwar bestehen Ähnlichkeiten zu den Filmen der Dogma-Bewegung, allen voran zum dänischen Film Festen, doch eben diese Bewegung hat er selbst mitbegründet. Parallelen zu Antichrist sind sowohl stilistisch als auch inhaltlich unbestreitbar. Natürlich beschäftigt er sich in Melancholia auch mit sich selbst und verarbeitet seine eigenen Depressionen. Dies ist ihm sicherlich besser oder zumindest nachvollziehbarer gelungen als mit Antichrist und verleiht dem ausgezeichneten, gut recherchierten Drehbuch einen Eindruck von Authentizität und Aufrichtigkeit. Besonders in Justine dürfte von Trier viel von sich selbst eingeflossen lassen haben. Daher ist es demjenigen, der am Mensch von Trier interessiert ist möglich, auch ihn etwas besser zu verstehen.

Melancholia ist bei aller inhaltlicher Schwere ein erstaunlich 'schöner', geradliniger und zugänglicher Film geworden, unter dessen Oberfläche es viel zu entdecken gibt. Wenn man sich traut nur ein wenig an ihr zu kratzen, tun sich unzählige Interpretationsmöglichkeiten auf. Melancholia ist ein Filmerlebnis von unglaublicher Kraft und emotionaler Resonanz. Ein erstaunliches und großartiges Stück Kino. Einer der besten Filme des Jahres. Eine Erfahrung. Ein Meisterwerk. (10/10)

- Kritik von Christoph Gumpert


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Mondaufgang über dem Meer: 'Melancholia'


Wer vollkommen unberührt an den Film herangehen will, der sollte hier nicht weiterlesen, denn auch wenn der folgende Text keine expliziten Spoiler enthält, könnten einige interpretatorische Ansätze doch etwas zu viel vom Film vorweg nehmen.

Lars von Trier. Das enfant terrible des europäischen Autorenkinos. Das hat er vor einigen Monaten auch in Cannes wieder deutlich gemacht, wo sein Film Melancholia Premiere feierte. Am verwunderlichsten ist dabei ja eigentlich die Tatsache, dass es noch immer Medienvertreter gibt, die das alles wirklich bierernst nehmen, was der Gute von Trier da so von sich gibt. Der Rest weiß jedoch, dass das eine Mischung aus eiskaltem Kalkül und Kokettierens ist. Und nach Antichrist brauchte er für Melancholia vielleicht eine gewisse mediale Aufmerksamkeit, denn sein neuer Film kann weder mit perverser Gewalt, noch mit Hardcore-Sex-Szenen von sich reden machen. Im Gegenteil. So viele Gemeinsamkeiten Melancholia mit seinem Vorgänger Antichrist auch hat, so viele Unterschiede gibt es auch. Von Triers neues Werk setzt weniger auf Provokation, als vielmehr auf ruhige, aber dennoch deutlich wahrnehmbare Töne. Bei alledem scheint Melancholia schon viel mehr der Film zu sein, in denen von Trier seine angeblichen Depressionen verarbeitet als Antichrist. Dieses Mal ist es nicht der Untergang eines Ehepaares, das seinen Sohn verloren hat, sondern der Untergang der gesamten Menschheit, das Jüngste Gericht sozusagen.

Am Anfang sehen wir die beiden Schwestern Justine (Kirsten Dunst) und Claire (Charlotte Gainsbourg) in jener extremen Zeitlupe, die von Trier schon in Antichrist bis zum Exzess einsetzte. Sie scheinen vor etwas zu flüchten, doch wir wissen nicht was. Dazu hören wir Wagnersche Klänge aus dem Vorspiel von Tristan & Isolde. Nun weiß man, dass man im Arthousekino sitzt. Nach dieser Exposition Marke Antichrist beginnt dann auch eine normal anmutende Geschichte über ein frisch vermähltes Ehepaar, das sich auf dem Weg zu seiner Hochzeitsgesellschaft befindet. Die Limousine, in der sie sich befinden, ist zu lang, der Fahrer schafft es nicht um die Kurve, ohne den Wagen ins Abseits zu setzten. Da nimmt kurzerhand die Braut das Steuer in die Hand und manövriert die drei sicher zum abgelegenen Landhotel, in dem die Gäste schon warten. Es ist eine kurze Episode, die wie aus einer typischen Hollywood RomCom anmutet. Es geht dann auch eine gewisse Zeit lang so weiter: Vater (John Hurt) und Mutter (Charlotte Rampling) der Braut sind geschieden und giften sich an, die Schwester und ihr Mann (Kiefer Sutherland) sind mit Organisatorischem beschäftigt und jeder hofft, dass das alles so gut wie möglich über die Bühne geht. Nur der Wedding Planner (Udo Kier) hat schon resigniert.

Die Melancholie des Ganzen kommt dann aber recht schnell auf den Zuschauer zu, denn dass mit Justine irgendetwas nicht stimmt, wird spätestens dann deutlich, wenn sie am Tag ihrer Hochzeit fremdgeht. Melancholia ist dabei über lange Zeit fast schon ein Kammerspiel, das seine Figuren nicht aus dem Speisesaal respektive dem Landhotel entlässt. Zwar wechseln die Räumlichkeiten immer wieder, aber irgendwie sieht auch ein Raum aus wie der andere. Auch Justine sieht innerlich immer gleich aus, auch wenn sie sich äußerlich immer wieder perfekt verstellen kann und es perfekt schafft, die Maske aufrecht zu erhalten. Doch nur sie selbst ist es, die eines ganz sicher weiß: Das morgen schon die Welt untergehen wird. Sie hat schlimme Depressionen, ja, das wissen auch ihre Angehörigen und ihr Mann. Was sie aber nicht wissen, ist, dass Justine bereits am Tage ihrer Hochzeit vor dem Leben resigniert hat. Melancholia wird auf die Erde zurasen und alles zerstören, was man heute noch feiert. Das ist auch der Grund, weshalb Justine im Prinzip alles und jeder egal ist, und sie nur noch das macht, nach dem ihr ist. Sie sucht die Verbindung zur Natur (ja, wir sehen Dunst tatsächlich komplett nackt), die ihr aber auch keine positive Antwort geben kann. Der Untergang naht also, egal was Fachleute wie John (Sutherland) sagen.

Von Trier versucht sich mit Melancholia einmal mehr an religiösen Themenkomplexen. Und auch hier ist es wieder die Frau, die als eine Art Auslöser des Ganzen fungiert. Es ist bezeichnend, dass von Trier keine kirchliche Hochzeit, sondern nur den mondänen Teil, nämlich die Feier, zeigt, die im Grunde nur als Projektionsfläche für alle Beteiligten dient. Man merkt es seinem Film dabei stets an, wie bemüht von Trier doch ist, hier etwas noch Größeres, nahezu hermeneutisch Verschlossenes zu kreieren als Antichrist. Das größte Problem dabei ist aber genau diese Intention, die der Film verfolgt. Viele der Szenen wirken unglaublich redundant und ins Nichts führend, von ihrer teilweise unsäglichen Länge ganz zu schweigen. Der Cast macht dabei noch die beste Figur, allen voran natürlich Gainsbourg und Dunst. Und auch Sutherland, der eine größere Rolle spielt, als man anfangs meinen könnte, war selten so gut wie hier. Von Trier gelingt es dabei auch noch stärker seine Protagonistin zu einer Art Hassfigur zu machen – für die man dennoch auch Mitleid empfindet – als noch in Antichrist, denn Dunsts Figur nervt ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nur noch mit ihrer 'mir-alles-scheißegal-Attitüde'. Und auch der Film selbst verliert sich irgendwann in seinem eigenen Wahn, wenn Wagners Vorspiel zum achten Mal erklingt und uns nochmal eine prätentiöse Slow-Motion-Einstellung im Wald vor den Latz geknallt wird.

Es steht außer Frage, dass von Trier hier wieder ein äußerst interessantes Mammutprojekt auf die Beine gestellt hat, über das man noch lange reden wird und das sich auf sämtlichen Jahresbestenlisten finden wird. Die Klasse eines Antichrist erreicht Melancholia dann aber nicht wirklich, denn dafür schafft von Trier nicht wirklich etwas Neues, sondern ruht sich auf seinen alten Errungenschaften aus, die er einfach etwas weiterspinnt. Wenn der Film tatsächlich wegen etwas in Erinnerung bleiben und gelobt werden sollte, dann für Dunst und Sutherlands Leistungen, die wirklich großartig sind. Der Rest ist handwerklich perfektes, aber leider auch typisch prätentiös-schweres Autorenkino, das sich der breiten Masse verschließt, Kritikern aber nur zu gerne in die Hände spielt. Melancholia lohnt schließlich aber allein deshalb schon, weil man von Triers kreativen Output nur zu gerne verfolgt. Auch wenn der nicht immer nach Meisterwerk schreit. (7.5/10)


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US Trailer zu von Triers Weltuntergangsoper 'Melancholia'


Nach dem ersten Trailer zu Lars von Triers Melancholia im April, ist nun auch der US-Trailer erschienen (480p/720p/1080p), der den Film eigentlich ganz gut zur Geltung bringt und Gott sei Dank nicht allzu viel vorweg nimmt. Vor allem zeigt er einmal mehr, wie wunderschön die Kameraarbeit ist. Eine Kritik zum Film gibt es demnächst (ist ja noch etwas hin, denn der deutsche Kinostart wurde auf den 06. Oktober verlegt), bisher nur so viel: Antichrist ist der deutlich bessere Film, denn auch wenn ich Melancholia mochte, so ist er – wie der Name schon sagt – phasenweise wirklich sehr, sehr dröge und schleppend – pure Melancholie eben. Und das muss man mögen, dieses 'Depri-Kino'.


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Erster Trailer zu Lars von Triers 'Melancholia'


Ich habe zwar noch lange nicht alles von Lars von Trier gesehen, aber das, was ich von ihm kenne (sowohl als Regisseur, als auch als Drehbuchautor), ist äußerst interessant. Nach seinem genialen Antichrist würde ich sogar so weit gehen und ihn als einen der interessantesten europäischen Regisseure der Gegenwart bezeichnen. Im ersten Trailer zu seinem neuen Film, Melancholia (720p), sieht man viele Parallelen zu Antichrist, was unbedingt positiv zu verstehen ist. Der Cast an sich ist bereits ein Brett (Udo Kier als Wedding Planner!). Deutscher Kinostart ist am 29. September.

(Via @rrho)


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FFF: Augen zu vor der Realität

Mirrors
(Alexandre Aja, USA/Rumänien 2008)
Kino

Jeder von uns verfolgt sich jeden Tag dutzende Mal selbst. Egal ob vor dem Spiegel oder sonstigen spiegelnden Oberflächen, unser eigenes Antlitz ist allgegenwärtig. Doch für einige kommt es sogar noch dicker, denn einmal in einem Rollenmodell, kommt man so schnell nicht wieder hinaus. So auch Kiefer Sutherland, der bereits im achten Jahr die Rolle des Terroristenjägers Jack Bauer mimt und der seither nur noch selten in Filmrollen zu sehen ist. Es ist wohl sein Schicksal, ähnlich dessen eines Elijah Woods, der seine Rolle in der Filmgeschichte ebenfalls gefunden haben dürfte. Spiegelbilder sind Abbilder, und so ist auch Kiefer Sutherland ein Abbild Jack Bauers und vice versa. Alexandre Aja, der im Gegensatz zu Sutherland keinerlei Neuland in Sachen Horror betritt, ist sich dieser Tatsache bewusst und lässt Sutherland hier keinesfalls einen Ben Carson – so der Name seiner Figur – spielen, sondern lässt ihn einmal mehr in die Rolle des Anti-Terror-Kämpfers schlüpfen. Bauer/Sutherland hat auch dieses Mal wieder nur wenig Zeit, seine Familie vor dem Terror, dem Unbekannten, das größtenteils nur schwer zu fassen ist, zu schützen und mit eigenen privaten Problemen aufzuräumen.

Carson ist ehemaliger Alkoholiker, hat seinen Job wegen ungünstiger Umstände verloren und heuert nun überqualifiziert und untermotiviert bei den Nachtwächtern eines alten Gebäudes an. Dabei reflektieren nicht nur die Spiegel Carson, sondern auch das Haus selbst. Es ist heruntergekommen, unaufgeräumt und dunkel, aber von einer gewissen Schönheit durchzogen, die mit etwas Arbeit wieder heraufbeschworen werden kann. Es braucht aber erst eine Initialzündung um diesen Prozess in Gang zu bringen, und so agieren die Spiegel nicht nur als Doppler, sondern vielmehr als doppelter Doppler. Doch es ist nicht nur die Seelenverwandtschaft, die Carson zu Bauer werden lässt, es sind vielmehr auch ganze Phrasen und Handlungsmuster, die die beiden Figuren zu einer verschmelzen lassen. Carson ist launisch, reagiert bisweilen zu aggressiv, liebt seine Frau und Kinder aber über alles und kämpft deshalb auch mit allen Mitteln für deren Überleben. Von der Mimik, die inzwischen zu einer Art Markenzeichen für Sutherland geworden ist, ganz zu schweigen. Carson ist Bauer, das wird in einem halben Dutzend Szenen nur allzu deutlich.

Doch die Figur des Protagonisten ist nicht das Einzige, mit dem Aja gezielt spielt. Es sind vielmehr auch Raum und Formalia, die der Franzose geschickt zu einem Ganzen zu verschmelzen vermag. Die Familie als fragiler Lebensraum, der von außen penetriert wird und an dessen Spitze ein Mann gehört, der alles für den Erhalt dieses Lebensraumes tut. Es ist ein Spiel mit Wahrheiten und Unwahrheiten, die es oftmals schwer machen, einen Blick in den Spiegel zu werfen, da dieser unser wahres Ich zeigt – in all seiner Hässlichkeit und Grobheit. Mirrors funktioniert auf dieser Metaebene deutlich intelligenter als in Hinsicht auf seine sonstigen Schauwerte. Auch wenn es bisweilen schwer zu glauben sein mag, dass es sich hier um den gleichen Regisseur wie jener von Haute tension handelt, so zeigt er gerade auf den angesprochenen Ebenen, dass sich Aja weitaus mehr Gedanken macht als viele andere 08/15-Horrorstreifen – auch wenn Mirrors in vielerlei Hinsicht nie über ebendiese hinauskommt. Denn mal ehrlich: Wie viele Genrefilme muss man noch ertragen, die mit dämonischen Kindern hantieren? Leider weiß vor allem auch das Klimax in dieser Hinsicht nicht viel zu reißen, im Gegenteil.

Nichtsdestotrotz ist Mirrors unterm Strich ordentliches Genrekino vom Routinier, das keinesfalls spannungsarm daherkommt und mit einigen deftigen Effekteinlagen auch das Zielpublikum auf seine Seite ziehen dürfte. Für alle Fans von 24 und dem auf der Kinoleinwand raren Kiefer Sutherland natürlich ohnehin Pflicht. (6.5/10)


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'24': TV Spot zum Season 7 Prequel 'Redemption'


Richtig gelesen, die Season Premier zur siebten Staffel von 24 heißt nun nicht mehr Exile, sondern Redemption. Passend dazu gibt es einen neuen TV Spot – zwar kurz, aber tempo- und actionreich. Und dennoch: so richtig überzeugend und die Vorfreude steigernd sieht das bisher alles nicht aus. Gut, Jack in Afrika ist vielleicht mal etwas Neues, aber der Rest? Ohne spoilern zu wollen, aber irgendwie sieht man dem Franchise mittlerweile überdeutlich an, dass das Konzept schon lange nicht mehr richtig zu funktionieren scheint. Aber sei's drum, spätestens Ende November bin ich dann ja doch wieder im Fieber ..


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'24': Trailer zum zwei Stunden TV Prequel


Eines gleich vorweg: Die Musik und der Sprecher im Trailer werden noch ausgetauscht, denn das scheint auch dringen nötig. Ansonsten muss ich aber gestehen, dass mich der Trailer (YouTube) an sich auch nicht gerade umhaut, trotz Jon Voight und Robert Carlyle. Jack Bauer (Kiefer Sutherland) in Afrika, eine weibliche Präsidentin – von Tonys Wandlung ganz zu schweigen …!? Schade eigentlich, denn der Trailer zu Season 7 sieht ja nach wie vor gut aus. Warten wir's ab, vielleicht ist ja auch nur das TV Prequel – das den Namen Exile trägt – schwach.

[Via /Film]


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'Mirrors': Red Band Trailer


Nach dem ersten Teaser Trailer und dem weniger attraktiven Poster zu Alexandre Ajas Horrorremake Mirrors, der im Übrigen auch auf dem diesjährigen FFF zu sehen sein wird, hat heute ein Red Band Trailer (Low/High) das Licht der Welt des Internets erblickt. Zudem handelt es sich endlich mal wieder um einen Red Band Trailer, der den Namen auch verdient, nicht wie so viele andere in letzter Zeit. Das könnte wirklich schöner Horror werden und ein Highlight des FFFs.


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'24': Jack Bauer vs. Terroristen, die Sechste


… gibt es ab Heute um 22:10 Uhr jeden Montag auf ProSieben – und zwar im Doppelpack. Nach dem Erfolg der letzten fünf Staffeln auf RTL II, hat sich ProSieben bereits vor Monaten die Rechte an Staffel 6 gesichert. Zwar wird die Serie auch hier nicht zur Primetime gesendet, aber dafür dürfte jede Folge uncut gesendet werden (denn es gäbe reichlich Anlässe, die Schere bei einer früheren Ausstrahlung anzusetzen!). Da ich nichts spoilern möchte, poste ich jetzt keinen Auszug aus der Story, denn wer 24 kennt, der weiß, dass Schweigen mehr als Gold ist … Verraten darf ich aber, dass Season 6 einmal mehr beweist, warum 24 mit zu dem Besten gehört, was das Fernsehen je hervorgebracht hat (u.a. hat Season 6 eine der intensivsten Momente in der ganzen Serie) – auch wennn erste Abnutzungserscheinungen auftreten.


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