Trailer zur restaurierten Fassung von 'Metropolis'


Das US-amerikanische Label Kino hat einen Trailer (480p/720p/1080p) zur restaurierten Fassung von Fritz Langs Metropolis veröffentlicht, die ja vergangenen Februar auf der Berlinale uraufgeführt wurde. Kino bringt den Film in den Staaten nämlich in einigen ausgewählten Städten nochmal ins Kino (was hierzulande auch ein feiner Zug wäre). Ich habe die Liveaufführung, die arte damals im Rahmen der Berlinale übertrug, zwar aufgezeichnet, aber immer noch nicht gesehen.

(Via Filmforen)


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Das Kinojahr 2009: Die besten Filme des Jahres


Das Jahr 2009 hat in wenigen Tagen ein Ende, und damit liegt auch ein weiteres Jahr voller Filme hinter uns. Ein ziemlich gutes Jahr, möchte ich doch meinen. Zum einen, weil ich mir viel Müller gezielt erspart habe, zum anderen weil ich ganz besonders ein Genre für mich entdeckt habe: den Dokumentarfilm. Noch nie habe ich in einem Jahr so viele Dokus gesehen, noch nie war ich von diesen so fasziniert wie 2009. Für mich persönlich ganz klar das Jahr des Dokumentarfilms, auch, weil er gegenüber dem Spielfilm noch immer eine Art Schattendasein führt, leider (man schaue sich nur mal die Kopienanzahl an, mit der Dokus hierzulande starten). Doch nicht nur aktuellen Dokus fieberte ich entgegen, auch viele Klassiker gilt es nun nachzuholen.

Oft zeigen Dokus, dass das Leben selbst eben doch noch die besten Geschichten schreibt, wobei das Wort 'besten' hier sicherlich mehr als nur ambivalent ist. Sie zeigen auch, dass es keinem gigantischen Budget bedarf, um den Rezipienten für sich zu gewinnen und ihm etwas zu erzählen. Natürlich scheint der Trend des Dokumentarfilms dahingehend, immer mehr Elemente des Spielfilmes zu adaptieren, und seien es nur die szenischen Nachstellungen mit Schauspielern. Bei all diesen tollen Erlebnissen freut es natürlich umso mehr, wenn eine Film wie Anvil! The Story of Anvil nach einer halben Ewigkeit doch noch eine deutsche Kinoauswertung erfährt, weshalb er auf dieser Liste auch nicht vertreten ist.

Dass der Spielfilm bei alledem aber dennoch die führende Rolle einnimmt, ist selbstredend. So waren es in diesem Jahr vor allem die Comebacks, die mich begeistern konnten. Egal ob Mickey Rourkes Comeback oder Quentin Tarantinos lautstarke Rückkehr, auch die Rückkehr einer über 20 Jahre alten Graphic Novel, die nichts von ihrer Aktualität verloren hat, ist hierbei zu erwähnen. Natürlich hätte ich gerne noch viel mehr potentielle Kandidaten gesehen beziehungsweise nachgeholt, allen voran Love Exposure, aber das gehört ja irgendwie auch dazu, dass man das eine oder andere verpasst. Einen ganz besonderen Platz nimmt in diesem Jahr sicherlich Lars von Triers Antichrist ein. Selten war ich in meinem Urteil innerlich so zerrissen über einen Film wie hier. Die digitale Zweitsichtung hat mich in meiner Urteilsfindung schließlich gefestigt, und so markiert von Trier damit den interessantesten Film des Jahres.

Natürlich ist die Frage hier angebracht, was einen guten Film auszeichnet – ob es seine technische und narrative Finesse ist oder ob er seinen Rezipienten einfach so emotional einbindet, sei es dass er ihn frisst und etwas später wieder auskotzt, wie es bei Antichrist der Fall war, dass man sich danach irgendwie ’geschändet’ fühlt. Am besten eine Kombination aus allem natürlich. Ist Film nicht oftmals gerade deswegen auch eine Dichotomie? Ein Film, bei dem einfach alles stimmt, markierte in diesem Jahr den wohl schönsten Kinobesuch. Casablanca im OV-Kino zu sehen, mitten unter Amerikanern, Deutschen, Jungen, Alten, Tränen und Gelächter, werde ich so schnell nicht vergessen.

Bevor ich aber endgültig zur Liste komme, möchte ich noch einige besondere Momente aufzählen, die es nicht in die Liste geschafft haben, die ich aber ebenfalls nicht mehr so schnell vergessen werde. Als erstes ist hier sicherlich Clint Eastwood zu nennen, der mit Changeling und Gran Torino gleich zwei großartige Filme in diesem Jahr präsentierte. Der Abspann von Letzterem, unterlegt mit einem Song von Jamie Cullum und Eastwood selbst, geht nicht nur unter die Haut, sondern markiert auch den Abschied eines ganz Großen des Mediums. Erwähnen möchte ich auch When Borat Came to Town, der die Schattenseite der Industrie rund um Brüno und Borat eindringlich veranschaulicht.

Ferner bleiben die Erschießung Stauffenbergs und dessen Mitverschwörer in Valkyrie, die Schlussszenen aus Man on Wire und In the Shadow of the Moon, sowie Harvey Milks Tod in Milk in Erinnerung. Ebenfalls erwähnenswert: das Ganzkörpertourette aus Crank: High Voltage, die Texttafeln in Defiance, der Gartentanz aus Coraline, die Kraft der schwarz-weiß-Bilder in Das weiße Band, das Finale von Paranormal Activity, die ersten 20 Minuten aus Where the Wild Things Are und die Schießereien in Public Enemies. Ein schönes Kinojahr geht zu Ende, doch.

10. (500) Days of Summer

Die Frischzellenkur, die die RomCom dringend gebraucht hat. Tolle, sympathische Jungdarsteller, eine zeitlose Geschichte und ein wundervoller Soundtrack. Da will man sich glatt wieder verlieben. Oder auch nicht. // Meine Besprechung

09. Watchmen

Natürlich konnte Snyder nicht an die Brillanz der Vorlage anknüpfen, erst recht nicht was die Narratologie angeht, aber er hat es dennoch geschafft, die Graphic Novel auf die Leinwand zu zaubern. Abstriche oder besser gesagt eine Abstrahierung muss man fast immer in Kauf nehmen, was aber nicht zwangsweise etwas Negatives sein muss. // Meine Besprechung

08. Redemption

Drei junge US-Soldaten, die aus dem Irak desertiert sind, berichten in ihrem Zufluchtsort Kanada von ihren Erlebnissen und philosophieren über das Leben danach (und davor). Ein eindringliches Porträt über Krieg und Frieden, verpasste Chancen, und das Leben mit Krieg und Exil.

07. Capitalism: A Love Story

Dass Moore ganz ohne Polemik nicht kann, sehe ich ja ein, dadurch wären seine Filme wohl auch deutlich langweiliger. Hier verzichtet er aber weitestgehend auf allzu manipulative Bilder und setzt stattdessen auf harte Fakten, die so zwar nicht unbedingt neu sein mögen, in dieser gebündelten Quantität aber des Öfteren für lange Gesichter sorgen. Eine schöne Symbiose aus Humor, Fakten und Dramaturgie. // Meine Besprechung

06. Drag Me to Hell

Sam Raimi zitiert sich nicht nur fleißig selbst, sondern bereichert das Genre damit einmal mehr. Sein Film zeigt in bester Manier, wie effektiv Horror auch ohne literweise Blut sein kann, ohne an Ekel zu verlieren. Eine der größten Überraschungen des Kinojahres, das Sound Design ist schlichtweg fantastisch. // Meine Besprechung

05. Religulous

Mal mehr, mal weniger respektvoll fragt sich Bill Maher durch die großen Weltreligionen und enttarnt dabei den einen oder anderen Scharlatan – oder noch besser: lässt sich ihn selbst enttarnen, indem er sich um Kopf und Kragen redet. Dazwischen gibt es Michael-Moore-like Clips aus Nachrichten, Propagandavideos und Filmen. Gegen Ende hin zwar etwas moralisch überladen, aber so was von unterhaltsam. // Meine Besprechung

04. Antichrist

Die Vertreibung aus dem Paradies, Freud, Schuld und Sühne, Religion, Misogynie, prätentiöses Egogewichse, Kommerz – nur einige Stichworte, die mir zum Film einfallen und die deutlich machen, wie interessant und ergiebig von Triers Film doch ist. // Meine Besprechung

03. Inglourious Basterds

Tarantino kehrt nahezu alle Nazi-Topoi um und hält Goebbels und Hitler damit den Spiegel direkt vor die Visage, in die sie später kaltes Blei bekommen. Die Rechte hat getobt, der Rest feiert Tarantinos etwas anderes period piece nahezu einstimmig. // Meine Besprechung

02. The Wrestler

Eine ebenso zeitlose wie intensive Geschichte um die Ruhe nach dem Sturm und vor dem Sturm. Rourke spielt sich buchstäblich die Seele aus dem Leib und sorgt für die schönste Schlusseinstellung des Jahres. Manchmal muss man in den einen Moment eben alles stecken, was man hat. // Meine Besprechung

01. The English Surgeon

Ein englischer Chirurg hilft seinem ukrainischen Kollegen im medizinischen Dritte-Welt-Land Ukraine und legt ein trauriges Schicksal nach dem anderen offen. Ein zutiefst humanistischer Film um Freundschaft, Ethos und die kleinen Momente im Leben. // Meine Besprechung

(Dank an Tilo Hensel, der für die Collage verantwortlich zeichnet)


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Das Kinojahr 2009: Die schlechtesten Filme des Jahres


Bevor auch ich endlich meine Top 10 des noch laufenden Kinojahres veröffentliche, will ich natürlich erst einmal mit den Flop 10 des Kinojahres 2009 beginnen.

Ich muss gestehen, so einfach war es gar nicht, die schlechtesten Filme des Jahres zu küren, denn ich kann mich gar nicht daran erinnern, wirklich so viele schlechte Filme gesehen zu haben. Zum einen, weil ich potentiellen Stinkern gezielt aus dem Weg gegangen bin (auch auf DVD/BD), und zum anderen wohl deshalb, da ich außerhalb der Pressevorführungen kaum eine Vorstellung besucht habe – und die PVs wähle ich meist weise. Vielleicht also nicht wirklich die schlechtesten Filme des Jahres, aber zumindest jene, die mir 2009 am wenigsten zusagten.

10. The Reader

Selten solch einen verlogenen Kitsch gesehen. David Kross spielt gut, ja, Winslet wegen mir auch, aber das, was sie spielen ist einfach ärgerlich. War ja klar, dass er im Ausland wieder gut ankommt, sind ja auch Nazis dabei – und die Schuldfrage mal wieder. Oh Gott, lass' es bitte endlich mal aufhören, dieses verlogene Vergangenheitskino, das so kalkuliert ist, wie es nur sein kann.

09. Angels & Demons

Sagen wir es so: er ist deutlich erträglich als sein Vorgänger. Auch der Soundtrack gehört mit zum Besten, was ich in diesem Jahr gehört habe. Leider reißt es die Musik selbst aber nicht raus, und so bleibt unterm Strich eine weitere Verschwörungsphantasie, die doch selbst den hartnäckigsten Verschwörungstheoretikern lächerlich vorkommen dürfte, oder? Immerhin vertragen sich am Ende Wissenschaft und Kirche, das ist immerhin mehr als der Plottwist zu bieten hat. // Meine Besprechung

08. Terminator Salvation

Die Action stimmt ja größtenteils, aber wenn man dieses Sequel in Verbindung mit dem Franchise bringt, dann fängt man sich doch ziemlich schnell an zu ärgern. Aber es hat auch etwas Positives, denn ohne den Film hätte es auch Bales Ausraster nicht gegeben, und der hat mir in diesem Jahr sehr viel Freude bereitet. // Meine Besprechung

07. 2012

Uns-Roland haut mal wieder auf den Putz, dass gleich die ganze Welt untergeht. Was in der ersten Hälfte noch nach guter Comedy aussieht, entwickelt sich ab der zweiten Hälfte zu einem kitschig-widerlichen Ökoactioner, der dümmer und trivialer kaum sein könnte. Roland, Du tust Deiner Heimat uns Schwaben mit solchen Filmen wirklich keinen Gefallen, glaube mir.

06. X-Men Origins: Wolverine

Ich glaube langsam, dass ich einfach zu alt für so was bin. Comichelden, Action satt, aber dazwischen 90 Minuten gähnende Langeweile. Für pubertierende Jugendliche, die im Klassenzimmer wieder neuen Gesprächsstoff haben wollen, reicht es vielleicht, aber ich kann so was langsam echt nicht mehr sehen. Hatte ein, zwei schöne Momente, aber den Rest kann man doch vergessen – genau so wie die damalige Berichterstattungssperre. Manche lernen es einfach nie. // Meine Besprechung

05. Zack and Miri Make a Porno

Ich mag Kevin Smith, gar keine Frage. Chasing Amy wird für immer einen Ehrenplatz bei mir einnehmen und auch seine anderen Werke konnten mich stets entzücken. Mit seinem Jüngsten ist ihm aber nicht weniger als ein gewaltiger Griff ins Klo gelungen, denn alles, was er uns hier zeigt, wirkt wie die allerletzte Resteverwertung, der krude Humor ist nur noch peinlich und sowieso sitzen die Lacher nur in wenigen Fällen wirklich. Zu oft da gewesen, langsam aber sicher nervt deine Schiene, Kevin.

04. Righteous Kill

Wo wir gerade bei Plottwists sind: wollen die beiden uns eigentlich auf den Arm nehmen!? Das war ja das lahmarschigste, was ich seit langer, langer Zeit gesehen habe. Pacino und De Niro sollten langsam wirklich lieber an ihre Pension denken, statt so was zu produzieren. Immerhin hat De Niro in diesem Jahr mit What Just Happened gezeigt, dass er es hin und wieder doch noch kann. Aber das ist einfach zu wenig.

03. The Spirit

Ich kenne Will Eisners Vorlage nicht, aber ich kann mir auch kaum vorstellen, dass sie mit Millers knallbuntem Nonsens viel gemein hat. Wo Slapstick auf coole Action treffen soll, versagt der Film auf ganzer Linie, da kann auch die zugegeben tolle Optik nicht mehr allzu viel retten.

02. The Unborn

Sneak, klar. Der Film ging noch keine 30 Minuten, da meinte meine Begleitung schon zu mir, dass es sicher wieder mit Nazis und geheimen Experimenten zu tun habe. Als dann die Auflösung kam, konnten wir fast nicht mehr vor lachen, und das lag nicht nur am Plot um geheime Naziexperimente, sondern vielmehr an den weniger Angst einflößenden als vielmehr saukomischen Visagen, die es hier zu bewundern gibt. Aalglatter PG-13-Teen-Horror eben, was soll man mehr dazu sagen?

01. Year One

Der hat sich den ersten Platz aber auch so was von verdient! Sneak, die Zweite. Nach knapp 30 Minuten meinte meine Begleitung, dass wir doch auch gehen könnten, es sei doch eh ein Mist. Ich erwiderte, dass ich dafür bezahlt habe und es ja nur noch besser werden könne. Pustekuchen. Das nächste Mal höre ich wirklich darauf, wenn eine Begleitung gehen will. Vier Euro hin oder her, aber das, was Raimis uns hier vor den Latz knallt ist ein Verbrechen. Ich hätte mich nach jedem flachen Witz wirklich selbst ohrfeigen können, unglaublich, das! Und wenn man dann noch bedenkt, dass der Projektor abschmierte, so dass ich die erste Viertelstunde zwei Mal sehen musste – nein, das war wirklich das schlimmste Kinoerlebnis in diesem Jahr, der schlimmste Film sowieso. Vielleicht sogar das Mieseste, was die Dekade hervorgebracht hat.


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'Avatar' in Deutschland vorerst nicht in 3D?


Heute starten in ganz Deutschland die Vorpremieren zu James Camerons Avatar. Der Film, der das 3D-Kino revolutionieren sollte, stößt aber bereits jetzt schon auf technische Probleme, denn in vielen Kinos in Deutschland Update: ganz Europa soll es anscheinend Probleme mit dem Key geben, der die Projektoren versorgt und freischaltet (ich weiß nicht genau, wie das technisch alles funktioniert, aber es hängt jedenfalls mit einem Key zusammen) Update: hier die genauen technischen Infos. In Foren ist bereits die erste Panik losgebrochen, denn wenn sich dieses Problem wirklich flächendeckend bestätigen sollte, dann ist das alles andere als ein Traumstart für Avatar und hochpeinlich dazu. Das Problem könnte jedoch bis morgen bereits gelöst sein. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wenn es etwas Neues gibt.

Update, 21.40 Uhr: Die Märkische Oderzeitung hat nähere Infos zum Fehlstart (Dank an @tfunke). Und auch Filmstarts.de hat eine Meldung raus.

Update, 17.12.: heise online hat die Stellungnahme von 20th Century Fox.


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'Abaron': Trailer und Premiere zum Amateurprojekt


Der Filmverein Ehningen e.V. hat ein einmaliges Projekt auf die Beine gestellt: Abaron. Ein Mittelalterepos in voller Spielfilmlänge unter der Regie von Marco Gutekunst und einigen anderen guten Freunden meinerseits. Der Trailer kann sich durchaus sehen lassen (und das sage ich nicht nur wegen des heißen Kusses zwischen den beiden Weibern [hier ist der Begriff 'Weib' ja auch angebracht, also nicht falsch verstehen]), denn es wurde teilweise an authentischen Drehorten rund um Stuttgart und Umgebung gedreht. Wer also auf den Geschmack gekommen ist und den Film sehen möchte, der hat noch die Gelegenheit, der Premiere beizuwohnen. Diese findet am Samstag, 08.08. um 17.00 Uhr im Metropol, Filmzentrum Bären in Böblingen statt. Karten – man muss jedoch schnell sein – kann man sich auf der offiziellen Homepage zum Film sichern.

Nach der Premiere gibt es natürlich auch noch eine feine Aftershowparty in der Wildermuth-Kaserne, wo der König von Abaron höchstpersönlich durchs Programm führt. Wer aus der Umgebung kommt, sollte sich das ganze Spektakel also nicht entgehen lassen, zumal ich den Großteil der Crew und ihr Talent kenne. Weitere Informationen, eine Inhaltsangabe, Pressestimmen, ein Produktionstagebuch und dergleichen finden sich unter Abaron.de. Ach ja, der Titelsong ist übrigens von Fools Garden!


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Filmischer Jahresrückblick 2008: Tops & Flops


Und schon wieder ist ein Jahr rum. Kinder, wie schnell das mittlerweile doch geht. Es war nicht nur ein erlebnisreiches Jahr, sondern für den Film auch ein wirklich guter Jahrgang. Dank Pressevorführungen, Sneak Previews und Festivals brachte ich es in diesem Jahr auf mehr als 100 Filme im Lichtspielhaus. Einige Perlen sind mir jedoch entgangen, aber dank DVD oder neuerdings sogar Blu-ray ließ sich das ja nachholen. So machte ich erst in den letzten beiden Wochen eine Reise nach Frankreich, besuchte den Chefredakteur eines großen Modemagazins und fuhr anschließend nach Irland, wo ich mich verliebte. Doch empfand ich auf dieser Reise nicht nur Liebe, denn spätestens als es in den Irak ging, wo sich laut eines großen New-Hollywood-Regisseurs nur ungebildete und psychisch angeknackste GIs finden, mutierten die Schmetterlinge im Bauch zu einem Hass, der aber nicht jenen GIs entgegen schlug, sondern dem Regisseur, den ich für viele seiner Filme aber immer noch sehr schätze.

Die meiste Zeit verweilte ich jedoch im alten Europa, in Kinos, die ich mittlerweile wie meine Westentasche kenne. Und dennoch gab es einige Momente, in denen ich mich nicht als Zuschauer in einem großen Saal fühlte, sondern vielmehr als Teil des Lichtspieles. So floh ich in New York vor einer gigantischen Echse, die aus dem Nichts auftauchte, dafür aber umso unberechenbarer war. Ich war in der texanischen Einöde, die mir den Sand in die Augen trieb und die mich großen Durst verspüren ließ. Schließlich fand ich mich auch noch in einem Familienkeller, der auf den ersten Blick zwar schön modern aussah, sich irgendwann aber als Folterkammer für junge Frauen entpuppte. Schmerzen, die man keinem wünscht. Doch das alles war nichts gegen eine Gruppe von Frauen im mittleren Alter, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begingen und von Den Haag bis heute nicht dafür belangt wurden. Im Folgenden mein ausführlicher Reisebericht.

Top 10

10. Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street

Ich habe davor nicht ein einziges Musical gesehen, aber nach Burtons Inszenierung eines der bekanntesten durchaus Lust darauf bekommen. Der Plot ist klasse, das setting noch viel mehr, die Darsteller durch die Bank weg großartig. Muss man auf der großen Leinwand gesehen haben!

09. Låt den rätte komma in

Neben dem Film mit der Fledermaus und jenem mit dem großen Monster wohl der Hypefilm der Bloggosphäre. Und das Beste: er wird diesem durchaus gerecht. Tomas Alfredsons Film um Sexualität, Pubertät und Seelenverwandtschaft führt seine verschiedenen Themenkomplexe so gut zusammen wie nur wenige andere Genrehybride.

08. There Will Be Blood

Ein Musterbeispiel dafür, was man allein mit Musik und dazu passenden Bildern alles erreichen kann. Ich bin mir sicher, dass der Film auch ohne einen einzigen Dialog der gleiche wäre, nämlich eine audiovisuelle Erfahrung, die man nur selten macht. P.T. Andersons Film auf der großen Leinwand gesehen zu haben ist ebenfalls ein absolutes Muss!

07. Grace Is Gone

Eine Geschichte so einfach wie rührend. Hinzu kommt, dass der Film so gut wie keine Beachtung fand, was angesichts seiner Qualitäten schlichtweg unverständlich ist. Egal, was man vom Krieg im Irak halten mag, es sind tapfere Männer und Frauen, die für unsere Freiheit bisweilen ihr Leben geben und eine ganze Familie für immer verändern. Ganz großer kleiner Film.

06. Zoo

Doku über Männer, die durch kein gesellschaftliches Raster fallen, aber dennoch einem äußerst unkonventionellen Hobby nachkommen, nämlich der Pferdeliebe. Was exploitativ klingt, gestaltet sich im Film selbst als nahezu anti-exploitativ, auch wenn es nicht völlig gelingt, neutral an das Sujet heranzutreten. Optisch großartig und einem Errol Morris zum Verwechseln ähnlich, was nur weiter für ihn spricht.

05. Le scaphandre et le pappilon

Zwar nicht ganz so gut und intensiv wie Mar adentro, aber vor allem narrativ und kinematografisch ein absolutes Highlight. Amalric liefert eine Paraderolle ab wie einst Bardem. Hinzu kommt ein Max von Sydow, der das Pathos nahezu allein schultert. Man mag es am Ende kaum glauben, dass das Ganze auf realen Ereignissen basiert

04. Standard Operating Procedure

Errol Morris macht das, zu dem De Palma mit seinem Film nicht im Stande war: er blickt hinter den Tellerrand. Die Doku erzählt die ungeschminkte, bisweilen harte Realität, die hinter den Folterfotos von Abu Ghraib steckt und zeigt, dass ein Bild meist doch weniger sagt als tausend Worte. Danny Elfman liefert die Musik zu den intensiven Bildern, auf deren Optik Morris mittlerweile ein Patent anmelden kann.

03. The Dark Knight

Wurde eigentlich schon alles zu gesagt, deshalb mache ich es kurz: politisches Blockbustercomickino mit großem Subtext und dem besten Score des Jahres.

02. Once

Es ist nicht nur die Tatsache, dass man den Film gar nicht nicht mögen kann, sondern auch jene, dass ich eine ganz persönliche Geschichte mit dem Film verbinde. Es vergeht zudem kein Tag, an dem ich nicht mindestens ein Mal "If You Want Me" höre.

01. No Country for Old Men

Ja, wie ich bereits im Februar prophezeite ist der erste Coen dieses Jahres auch gleichzeitig der beste des Jahres. Selten war ein Thriller spannender, rauer und erbarmungsloser als dieses Katz-und-Maus-Spiel zweier großartiger Darsteller.

Runner Ups: Martyrs, Wall-E, Rambo, Cloverfield, In Bruges, [Rec], Into the Wild

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Alle 'Best Picture' Oscarfilme 2008 am Stück sehen

… aber leider nur in den USA, ich gebe zu, die Überschrift ist etwas irreführend. Da kann man kommenden Samstag, also einen Tag vor der Verleihung der Oscars, nämlich alle fünf in der Kategorie 'Best Motion Picture of the Year' nominierten Filme am Stück (!) sehen:

‘Juno’ Poster"International theater chain, AMC, is screening all five best picture nominees (Juno, There Will Be Blood, No Country for Old Men, Michael Clayton and Atonement) THIS Saturday for a mere $30, all day pass. That’s over a $50.00 value for five of the year's best films and you can come and go as you please throughout the day with your commemorative Best Picture Showcase pass. On top of all this, you get unlimited popcorn throughout the day." (Row Three)

Wie geil ist das denn bitteschön!? Schade nur, dass so etwas hierzulande ja nahezu undenkbar wäre (der Starttermine wegen allein schon), denn wer hier regulär ins Kino geht und auf die Filme bis zum Start warten muss, der kann von den fünf nominierten Filmen gerade mal zwei, nämlich Atonement & There Will Be Blood, sehen. Traurig, aber vielleicht nimmt es sich die ein oder andere Kinokette ja zu Herzen (ja, ich träume, das stimmt). Ich warte noch immer auf das Jahr, indem ich alle Filme im Vornherein gesehen habe…


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Top 10 2007: Filme

Nachdem in den letzten Tagen auf wirklich jeder Filmseite die Top 10 aufgeführt werden, will auch ich endlich zu meinen Top 10 des Jahres 2007 kommen. Kino BB Saal BAls Maßstab habe ich die deutschen Starttermine genommen, denn dank DVD und Pressevorführungen kommt man ja schon mal einige Monate früher in den Genuss eines Filmes (weshalb WKWs MY BLUEBERRY NIGHTS bspw. auch schon auf dieser Top 10 Liste wäre), der hierzulande erst spät(er) startet. Und so ist es dann auch nicht verwunderlich, dass viele der Filme noch das Produktionsjahr 2006 tragen.

Ich weiß, dass meine Top 10 durchaus für Gesprächsstoff sorgen dürften, aber dafür listet man diese doch auch auf, oder? Rückblickend würde ich das Jahr 2007 als ein recht gutes, wenn auch kein großartiges Jahr für das Kino und den Film an sich bezeichnen. Vieles ist leider an mir vorbeigegangen – vieles hätte lieber an mir vorbeigehen sollen -, aber wer kann schon alle Highlights in einem Jahr sehen? Aber genug der einleitenden Worte, los geht's…

10. Lions for Lambs (Robert Redford, USA 2007)

Robert Redfords eindringlicher Appell für mehr Verantwortungsbewusstsein und Courage, der in einem patriotischen Drama endet ist der wohl politischste Film des Jahres. Toll gespielt, ehrlich in seiner Prämisse und mit tollem Soundtrack.

09. Efter brylluppet (Susanne Bier, Dänemark/Schweden 2006)

Efter brylluppetGanz großes skandinavisches Kino, das einen einmal mehr brillanten Mads Mikkelsen zeigt, der sich zwischen Gefühlschaos und Verantwortung entscheiden muss. Leider den Auslandsoscar nicht gewonnen und hierzulande recht untergegangen, aber zu Recht nominiert.

08. The Fountain (Darren Aronofsky, USA 2006)

Der wohl poetischste und anspruchsvollste Film des Jahres ist ein aufwühlendes Drama, das von seinen beiden Hauptdarstellern allein quasi voll und ganz gestützt wird. Das Spiel mit Leben und Tod, den verschiedenen Zeitebenen und dergleichen dürfte nicht Jedermanns Sache sein. Handwerklich perfekt und mit einem Soundtrack, der jedes Mal aufs Neue Gänsehaut verursacht.

07. Hostel: Part II (Eli Roth, USA 2007)

Pures Exploitationkino, das an die guten alten Zeiten erinnert. Eli Roths torture porn will nichts anderes als sein Publikum an die Grenzen zu stoßen, ihnen alles abzuverlangen. Letters from Iwo JimaDabei geht er aber keinesfalls den subtilen Weg, sondern platz mit der Tür ins Haus, quasi ein direkter Schlag in die Magengrube. Das Ganze ist nichts anderes als Sex & Gewalt, um unsere niedersten Instinkte zu befriedigen.

06. Letters from Iwo Jima (Clint Eastwood, USA 2006)

Nach einiger Zeit des Ruhenlassens halte ich den Film nun doch ein klein wenig besser als FLAGS OF OUR FATHERS. Ein wirkliches Mammutprojekt, welches Eastwood hier auf die Beine gestellt hat. So vieles man dem Film auch vorwerfen mag, so human und gefühlvoll ist er doch. Handwerklich perfekt und noch lange nachwirkend.

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