Klitschko-Brüder nun auch auf der Kinoleinwand

Die prominenten Klitschko-Brüder sind nicht nur die ersten Brüder der Boxgeschichte, die sich die Weltmeistertitel teilen, sie kamen nach Rückschlägen auch beide wieder an die Spitze zurück. Nun setzte ihnen Regisseur Sebastian Dehnhardt in seiner Doku Klitschko ein Denkmal.

Die Boxsportler Vitali und Wladimir Klitschko sind einem größeren Publikum vor allem durch ihre sportlichen Leistungen bekannt geworden. Doch darauf lassen sie sich längst nicht reduzieren: Neben dem Engagement für die UNESCO und Vitalis politischem Einsatz in seiner Heimat Kiew standen sie auch schon häufiger vor der Kamera. Ob in Til Schweigers Keinohrhasen oder für die Anpreisung bekannter Milchprodukte. Mit der Dokumentation Klitschko von Sebastian Dehnhardt vervollständigt sich das intellektuelle Vermächtnis der schweren Brüder. Durch spannende Gespräche mit Wegbegleitern und Gegnern, bewegende Einblicke in das Privatleben (erstmals treten Klitschkos Eltern vor die Kamera) sowie noch nie gesehene Aufnahmen der kräftezehrenden Kampfvorbereitungen und spektakulären Boxkämpfe gelingt dem Regisseur ein intimes und faszinierendes Portrait zweier Ausnahmesportler, die vor allem eins sind: Brüder.

Und so zeigt die Dokumentation das Leben der beiden Ausnahmetalente: Geboren wurden die Profiboxer in Zentralasien. Der Vater, ein Kommandierender im Sowjetmilitär, wird oft versetzt und so bleibt den Brüdern jedes Mal nicht viel Zeit sich heimisch zu fühlen. Doch unter der strengen Hand der Eltern wachsen sie zu pflichtbewussten und loyalen Jugendlichen heran, die ausgerechnet durch den Einfluss westlicher Kampfsportfilme schnell eine Leidenschaft für Karate und später dann für das Boxen entwickeln. Der Start für eine steile Karriere.

Regisseur Dehnhardt präsentiert in seinem Werk die bedeutendsten Stationen im Leben der beiden Ukrainer und lässt diese nicht nur durch sie selbst, sondern auch durch Weggefährten und Kontrahenten wie Lennox Lewis oder Chris Byrd kommentieren. Er positioniert die zwei Protagonisten dabei zwischen heimatlicher Bodenständigkeit und amerikanischen Höhenflügen und macht deutlich, dass sie niemals vergessen haben, wo sie herkommen.

Aufwendig inszenierte Boxkampf-Sequenzen, seltenes Archivmaterial und teilweise intime Einblicke in das (Privat-) Leben der beiden sympathischen Superstars bieten 110 Minuten hochspannendes, exzellentes Dokfilm-Kino. Klitschko ist einmal mehr als nur ein Film über Muckis, Macker und Moneten.

"Ein sensibles Porträt zweier Boxsportler, das auch Kinogängerinnen begeistern wird." (via Webhelp)


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