Trailer zu Peter Bergs Navy SEALs Actiondrama 'Lone Survivor'

Dass Peter Berg das Militär mindestens genau so schätzt wie Michael Bay, weiß man spätestens nach Battleship. Umso konsequenter, dass er sich in seinem neuen Film nun der wahren Geschichte von SEAL Team 10 annimmt, das 2005 damit beauftragt war, den hochrangigen Taliban-Führer Ahmad Shahd gefangen zu nehmen oder zu töten ('Operation Red Wings'). Die Mission scheiterte, der Kommandeur des Teams war der einzige Überlebende. Marcus Luttrell schilderte dieses Ereignis in seinem Buch Lone Survivor, das unter dem gleichen Titel nun in die Kinos kommt. Ich will gar nicht lange drum herum reden: Das sieht ziemlicht gut aus und ich freue mich natürlich schon jetzt sehr auf die Verfilmung, auch wenn es noch etwas dauert, denn Lone Survivor startet in den USA am 19. Januar 2014.

(Via The Film Stage)


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Die Russen verfilmen 'Stalingrad' als großen Blockbuster in 3D

Auf den simplen Titel Stalingrad hört Fedor Bondarchuks Kriegsepos, das komplett in 3D daher kommt und dessen erster Trailer so einiges verspricht. Ich habe schon die ersten gehört, die 'Kriegsverherrlichung' schreien und das Ganze mit Zack Snyders 300 vergleichen – was wohl durchaus legitim zu sein scheint. Til Schweiger wollte dieses Mal keinen Nazi spielen, weshalb Thomas Kretschmann nun mit von der Partie ist (und der hat darin ja durchaus Erfahrung). Ebenfalls mit dabei: Heiner Lauterbach. Oh, das kann war werden …

(Via Deadline.com)


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Trailer zu Jolies Regiedebüt 'In the Land of Blood and Honey'

Ich zitiere einfach mal den YouTube-Text zum Trailer, da dieser es auf den Punkt bringt: "A love affair blooms between a Bosnian woman and a Serbian man during war in the 1990s. In theaters December 23, 2011. Directed by Angelina Jolie." Genauer gesagt handelt es sich um Jolies Spielfilmdebüt als Regisseurin, denn sie hat ja schon die Doku A Place in Time gedreht. Ach ja: Bin ich der einzige, der beim Trailerscreenshot denkt, dass da Ralph Fiennes mitspielt?

(Via Fünf Filmfreunde)


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'Leben und Tod einer Pornobande' Blu-ray Review


Dass es Künstler nicht immer ganz einfach haben, ist hinlänglich bekannt. Goethe, Thomas Mann und viele andere (Künstler) setzten sich in ihren Werken immer wieder mit der Künstlerfigur auseinander, die sich im wahren, ökonomisch-getriebenen Leben nur selten behaupten kann, beziehungsweise ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen selten ausleben kann. So ergeht es auch Marko (Mihajlo Jovanovic), einem jungen Absolventen, der gerade sein Regie-Studium in Belgrad abgeschlossen hat und nun voller Tatendrang seine Wunschprojekte erfüllen will. Doch er merkt schnell, dass ohne Moos nix los ist, weshalb er sich mit kleinen Werbespots über Wasser halten muss. Geld von seinem wohlhabenden Vater möchte er nicht, dafür ist er zu stolz – und ohnehin hält sein Vater nicht sehr viel von Markos künstlerischen Ambitionen. Es kommt wie es kommen muss, Marko gerät recht schnell auf die schiefe Bahn und dreht fortan Pornos für einen schleimigen und undurchsichtigen Pornoproduzenten. Das bringt Marko zwar etwas Geld, aber wann immer er versucht seine künstlerischen Ambitionen in die Pornos einfließen zu lassen, ist der Produzent so gar nicht gut auf ihn zu sprechen. Er ist gefangen zwischen Kunst und Kommerz, wie einst Goethes Wilhelm Meister. Irgendwann muss man sich dann für eine Seite entscheiden. Doch Marko wählt einen Mittelweg, den es nur für sehr wenige Menschen gibt …

Es ist zumindest für mich persönlich durchaus erstaunlich, wie Serbien im Moment von sich reden macht. Nein, nicht etwa politisch – da macht es ja eigentlich permanent von sich reden -, sondern filmtechnisch. Serbien, nicht gerade ein Land, das für seine Filmindustrie bekannt ist, hat in den letzten zwei Jahren allerdings für mächtig Aufsehen auf dem internationalen Markt gesorgt, denn mit Leben und Tod einer Pornobande (Zivot I smrt porno bande) und aktuell A Serbian Film (Srpski film) ist es dem Balkan-Staat gelungen, von sich und seinem äußerst politischen Kino Reden zu machen. Natürlich zwingt sich auch ein Vergleich zwischen den beiden thematisch doch sehr ähnlichen Filmen auf, denn so gleich sie inhaltlich auch sind, so unterschiedlich sind sie in der Ausführung – und das trotz des gleichen Kameramanns. Während A Serbian Film viel mehr auf Schock und Affekt ausgelegt ist und dabei auf eine geleckte Hochglanzoptik setzt, spielt Leben und Tod einer Pornobande eher mit der Erwartungshaltung des Zuschauers und fordert ihn letztlich um einiges mehr heraus. Das soll keinesfalls heißen, dass A Serbian Film ein schlechter Film ist. Er ist nur viel eher auf ein modernes Horror- und Exploitationpublikum zugeschnitten, das es kaum erwarten kann endlich den Film zu sehen, der meterhohe Wellen geschlagen hat und es durch kaum eine Zensurinstanz geschafft hat.

Angesichts dieser Tatsache ist es nicht mehr allzu verblüffend, dass Leben und Tod einer Pornobande in seiner ungeschnittenen Fassung ein kJ-Siegel bekam und somit im freien Handel verkauft werden darf. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch, wie sich die Rezeption solcher Filme entwickelt hat. Von der Realität meilenweit entfernte, auf Hochglanz polierte und an Exploitationfilme angelehnte Pseudo-Schocker wie A Serbian Film werden als jugendgefährdend eingestuft und schaffen es (uncut) erst gar nicht nach Deutschland. Dass man gerade damit aber den 'Blutsaugern' in die Hände spielt, versteht sich von selbst. Leben und Tod einer Pornobande hingegen setzt auf dreckigen, aber äußerst real-anmutenden Video-Look, der zudem im Doku-Stil daherkommt. So wirken die Snuff-Szenen im Film beispielsweise nicht vom Film abgesetzt, sondern vielmehr wie ein fester Teil des Filmes. Hier sind nicht nur die Kriegsaufnahmen hart und dreckig, sondern Markos ganze Doku ist es. Ferner hält die Kamera auch nicht immer voll drauf, sondern überlässt auch einige Dinge der Imagination des Rezipienten. Leben und Tod einer Pornobande ist auch deshalb ein tieferer Schlag in die Magengrube, weil sein Setting ein vollkommen anderes ist. Marko ist ein talentierter, fleißiger junger Mann und nicht etwa ein abgehalfterter Ex-Pornostar. Er ist unverbraucht, ihm nimmt man seine Ziele noch ab, ja fiebert sogar fast schon mit ihm.

Seine Fallhöhe ist damit auch viel größer als jene von Milos in A Serbian Film. Somit kann er sich natürlich auch zu einem viel größeren Monster entwickeln, für das man ganz am Ende fast schon wieder Mitleid empfindet – wie in einer klassischen Tragödie, die vom Aufstieg und Fall eines Helden berichtet, der durch unglückliche Umstände in sein Verderben rennt. Natürlich könnte Marko ganz einfach Schluss machen. Doch er hat nicht nur einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, sondern hat auch das Überleben der ganzen Gruppe zu verantworten, ist er doch deren Anführer und Vordenker. Es ist ein Teufelskreis, in den die Pornobande gerät, man empfindet aber nicht für jeden Mitleid, denn einige von ihnen waren im Gegensatz zu Marko und dessen Freundin von Beginn an 'kaputt'. So wie vieles andere in diesem Land, von dem wir kurz nach dem Krieg nur die ländliche Idylle zu sehen bekommen. Die letzten Tage des Krieges und den Sturz Milosevics hat Marko ja schließlich verschlafen. Die Kunst also als Abwehrmechanismus gegen Tod und Verderben? Nicht in Markos 'Filmen'. Keiner kann in diesem Land dem Krieg und seinen Folgen entkommen, nicht einmal die Landbevölkerung, die fernab der Zivilisation – so scheint es zumindest – ein eigenes Regime führt.

Es ist wahrlich kein schönes Bild des Nachkriegs-Serbiens, das Mladen Djordjevic mit Leben und Tod einer Pornobande zeichnet. Er, Jahrgang 1978, kennt sich aus, hat er doch einige Dokumentarfilme zum Krieg gedreht, die das Grauen noch deutlicher zeigen als sein fiktiver Film, der auf einigen wahren Begebenheiten beruht (denn die Pornobande und den Scharfschützen gab es wirklich). Leben und Tod einer Pornobande ist in seinem Nihilismus und seiner Subversion ein äußerst hartes, aber auch aufklärerisches Stück Polit-Kino, das nicht nur für Djordjevic eine Katharsis darstellen dürfte. Man ruft es sich immer wieder aufs Neue ins Gewissen: Dieser Krieg ist noch gar nicht so lange her und fand mitten in Europa statt. Eine Tatsache, die den Film nicht leichter zu ertragen macht, im Gegenteil, aber dennoch dabei hilft, zu verstehen, um was es Djordjevic eigentlich geht. "Und Thanatos gewinnt immer gegen Eros …" Am Ende schillert dann doch so etwas wie Hoffnung durch. Doch dafür bedarf es nicht nur neuer Künstler, sondern auch einer neuen Generation. (8/10)

Die Blu-ray des kleinen Labels Bildstörung (Amazon-Partnerlink), das sich auf Filme abseits des Mainstreams spezialisiert hat, ist natürlich nicht wirklich eine Blu-ray. Erstens handelt es sich lediglich um einen Upscale und zweitens wäre ein superscharfes Bild bei diesem Film auch äußerst kontraproduktiv. Ton (nur OmU) und Bild sind aber dennoch auf einem ordentlichen Niveau. Eigentliches Highlight der optisch schon sehr ansprechenden Blu-ray (Amaray im schönen Schuber) sind aber das Booklet und ihre Extras. So wünscht man sich eigentlich alle Veröffentlichungen solcher Filme, denn das 28-seitige Booklet ist randvoll mit Informationen und bietet u.a. schöne Essays von Jochen Werner und Steven Shaviro. Die Extras ergänzen den Film perfekt, finden sich hier doch Dokumente des Schreckens, nämlich Auszüge aus den Dokus Warriors und Ali Hamad's Story, die einmal mehr für Gänsehaut sorgen. Eine nahezu perfekte Veröffentlichung.


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Porno, Krieg und Traumata: 'A Serbian Film'


Ich möchte vorausschicken, dass es sich hierbei weniger um eine Kritik als vielmehr um eine Gedankensammlung handelt. Das liegt zum einen daran, dass ich keine Besprechung zum Film geplant hatte, er mich nun aber doch so für sich vereinnahmt hat, dass ich etwas mehr dazu schreiben wollte. Zum anderen ist es schwer den politischen Subtext in wirklich richtig geordnete Gedanken zu bringen – so, dass es sich auch noch gut liest.

Es ist ja immer so eine Sache an "den härtesten Film ever" (kein Zitat, eher eine Eindrucks-Zusammenfassung aus Foren, Kritiken und Blogs) heranzugehen. A Serbian Film (Srpski film) ist auf den zweiten Blick jedenfalls interessanter als die Gore- und Snuff-Oberfläche, für die ihm sein Ruf allerdings vorauseilt, ihn erscheinen lässt. Die (subtileren) Analogien zum Bosnienkrieg finden sich eher auf der Tonspur, beispielsweise wenn ständig von "Kriegshelden", "Kriegern" und dem Verlust der Nation gesprochen wird. Vukmir – dessen Name klingt als sei er einer der Kriegsverbrecher, die sich vor dem Tribunal in Den Haag verantworten müssen, wie Milos' Frau anmerkt – beharrt darauf, dass das Land nur noch von der Pornoindustrie getragen werde. Schaut man sich die tristen Straßen Belgrads (?) an (was durch die kühlen Grautöne unterstrichen wird), dann würde man ihm fast zustimmen wollen. Obwohl Milos' Haus eine glänzende Ausnahme darstellt, aber gut, er war ja auch mal gut im Geschäft.

Und genau hier ist A Serbian Film (also was die Gewalt und die gross-out-Momente angeht) dann auch weniger Fiktion, als vielmehr eine kathartische Vergangenheitsbewältigung, denn was man aus dem Krieg auch im Westen mitbekommen hat, stellt vieles, was der Film zeigt sogar noch in den Schatten. Ich will nicht unbedingt wissen, wie es in den Lagern wirklich zugegangen ist. Die Rolle als stiller Beobachter, ja Voyeur, ist dem Westen ja ohnehin bekannt … Genau das nehmen uns viele 'Kriegskinder' heute noch übel, wie ich auch schon in Erfahrung gebracht habe. Sowieso spielen Kinder hier eine große Rolle. Sie sind schließlich diejenigen, die den Krieg nicht mehr erlebt haben – oder besonders unter ihm gelitten haben. So zeigt der Film dann auch, dass auch vor Kindern kein Halt gemacht wurde – und diese heute noch traumatisiert sind. Milos' Junge gehört zu den wenigen, die behutsam, sprich mit Pornos und Schmetterlingen im Bauch aufgewachsen sind. Doch auch er soll schließlich ein Trauma erleben. Jenes, das vielen anderen wohl auch widerfahren ist. Porno ist pure Exploitation, dito Krieg und Kriegsverbrechen.

Interessant auch, dass alle außer Milos eine enge Verbindung zum Staat haben, er aber eher ein Weltbürger zu sein scheint (Englisch zu Beginn, Pornoindustrie ist ja ohnehin ein globales Business, er hat einen Uniabschluss – ist vielleicht sogar der einzige Darsteller, der einen hat, wie seine Frau meint, die selbst Übersetzerin ist und mehrere Sprachen spricht). Sein Bruder ist Polizist, auch wenn wir ihn nie in Uniform sehen und er auch nie den Eindruck erweckt, als mache er den Job gern oder sei gar ein Patriot. Stattdessen ist er ein abgehalfterter, impotenter, frustrierter Co, der seinen Bruder beneidet. Es ist etwas wie Kain und Abel, nur umgekehrt. Sowieso ist die Brüder-Analogie ja etwas, das hier ins Schwarze betrifft – die Jugoslawienkriege waren ja nichts anderes als ein Krieg zwischen Brüdern und Schwestern (diese wiegen dann auch am schwersten, siehe Korea, oder die jüngsten Entwicklungen auf dem Balkan).

Produktionstechnisch ist A Serbian Film auf sehr hohem Niveau, kein Vergleich zu asiatischen Sickos, mit denen man den Film vergleichen würde, wäre man allzu kurzsichtig. Des Öfteren hat er mich übrigens an das jüngere französische Horrorkino erinnert, allen voran an Martyrs. Lange, schlecht beleuchtete Gänge, die viele Türen aufweisen, hinter jeder von ihnen könnte das pure Grauen lauern. Und dann natürlich auch wegen der äußerst brutalen Gewalt gegen Frauen, die in A Serbian Film aber noch mehr Sinn macht (Frauen und Kinder, die ersten und schwerwiegendsten Opfer des Krieges). Natürlich liegt dazwischen ganz viel Overacting, das in solch einem Kontext natürlich gleich doppelt so schlimm, sprich albern, anmutet. Aber das ist vielleicht gar nicht so verkehrt, hin und wieder ein comic relief zu haben. Wobei: in Kriegszeiten hat man das auch nicht. Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen an den Rezipienten, dass es sich doch nur um Schauspieler handelt und den typischen Slogan 'It's only a movie'.

Er ist jedenfalls durchaus der ultraharte Tobak, als der er gehandelt wird. Ich frage mich nur, ob es wirklich positiv zu verstehen ist, dass sich Spasojevics Debüt nun zu all den Filmen zählen darf, deren Ruf ihnen vorauseilt (sprich Pasolini, Noé & Co.). Der Kosovo gehört auf dem Poster fest zu Serbien, aber genau hier fließt am meisten Blut. 'Not all films have a happy ending', stellt die tagline richtig fest und gibt erneut einen politischen Kommentar ab. Definitiv einer der interessantesten Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe.


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Krieg in Georgien: Trailer zu Renny Harlins '5 Days of War'

Renny Harlin hat mal wieder einen neuen Film am Start: In 5 Days of War nimmt er sich den Krieg zwischen Russland und Georgien vor einigen Jahren vor und begleitet einen amerikanischen Journalisten, der zusammen mit einer Einheimischen jede Menge dunkle Geheimnisse entdeckt. Sieht sehr actionlastig aus – Harlin eben -, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob er der Materie gerecht wird, denn diese Auseinandersetzung war ja doch ein ziemlich heißes Eisen. US-Start ist am 19. August.

(Via Twitch)


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