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	<title>Equilibrium &#187; malcolm mcdowell</title>
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		<title>Fantasy Filmfest Nights: Product Placement im Mittelalter</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 13:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Doomsday
(Neil Marshall, UK/USA/S&#252;dafrika 2008)
Kino
Neil Marshalls neuer Film wird ja gehypt wie sonst nichts. Nach seinem letzten Film, The Descent, der von vielen als einer der besten Horrorfilme seit Jahren angesehen wird, waren die Erwartungen nat&#252;rlich dementsprechend hoch, zumal es sich bei Doomsday nicht um einen reinen Horrorfilm handelt, sondern vielmehr um einen&#8230; &#8230;ja, was denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://german.imdb.com/title/tt0483607/" target="_blank"><em>Doomsday</em></a><br />
(Neil Marshall, UK/USA/S&#252;dafrika 2008)<br />
Kino</p>
<p><img src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/doomsday.jpg" align="left" border="1" hspace="11" vspace="5" />Neil Marshalls neuer Film wird ja gehypt wie sonst nichts. Nach seinem letzten Film, <em>The Descent</em>, der von vielen als einer der besten Horrorfilme seit Jahren angesehen wird, waren die Erwartungen nat&#252;rlich dementsprechend hoch, zumal es sich bei <em>Doomsday</em> nicht um einen reinen Horrorfilm handelt, sondern vielmehr um einen&#8230; &#8230;ja, was denn eigentlich nun? Zum einen ist <em>Doomsday</em> sicherlich ein Endzeitfilm, der bei ebendiesen Klassikern des Genres kr&#228;ftig klaut. Egal ob John Carpenter, George Miller oder j&#252;ngst Juan Carlos Fresnadillos <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2007/09/02/as-time-goes-by/"><em>28 Weeks Later</em></a> &#8211; sie alle m&#252;ssen dabei zusehen, wie Marshall ihre Filme, die bisweilen absolute Klassiker sind, ausschlachtet, und zwar ohne Sinn und Verstand. Besonders in den letzten Jahren nimmt dieses Prinzip, dass man sich bei Genregr&#246;&#223;en bedient, ja immer weiter zu, besonders im Horrorgenre. Bestehen diese aber meist aus einer geschickt eingesponnenen Hommage, so ist es bei Marshalls Film nichts anderes als das wahllose Aneinanderreihen von verschiedenen Elementen, die weder als Hommage zu verstehen sind, noch als handlungsrelevant.</p>
<p>Die Handlung ist hier sowieso so eine Sache, denn man bekommt sie nicht nur auf einen Stecknadelkopf geschrieben, sondern sie ergibt auch &#252;berhaupt keinen Sinn. Sch&#246;n und gut, werden die meisten jetzt meinen, aber macht der Film gerade nicht deshalb auch so viel Spa&#223; &#8211; man denke nur an den Terminus &#039;No-Brainer&#039;, der heutzutage ja immer inflation&#228;rer gebraucht wird -, zumal das ja schon vorherzusehen war? Die Antwort darauf ist recht simpel denn nein, er tut es absolut nicht, vielmehr schmerzt er zus&#228;tzlich noch. Das Ausgangsszenario ist ja noch recht solide gestaltete: Ein t&#246;dliches Virus rafft die Menschheit (einmal mehr) dahin. Um diesem zu entgegnen, l&#228;sst die britische Regierung einen riesige Mauer bauen, die England vom b&#246;se infizierten Schottland trennt. So weit, so gut. Was dann jedoch folgt, ist eine Achterbahnfahrt durch genannte Filme, die sich zwar &#228;u&#223;erst temporeich gestaltet, einen am Ende aber am liebsten Erbrechen lassen m&#246;chte. Marshall scheint wirklich mit einer To-Do-Liste in der Hand ein Segment nach dem anderen abzuhaken. Nach der kurzen Einf&#252;hrung werden wir n&#228;mlich gute 30 Jahre in die Zukunft katapultiert, die ein Schottland zeigt, das mittlerweile von Punks bewohnt ist, die nichts anderes im Sinne haben, als Zerst&#246;rung und Chaos anzurichten.</p>
<p>Einmal von diesen widerw&#228;rtigen Bewohnern geflohen, verschl&#228;gt es unsere Protagonisten quasi ins Mittelalter, und bereits hier kratzt man sich zum ersten Mal richtig am Kopf. Nicht, dass es ja total kontr&#228;r zur Zukunftsvision ist, die gerade erst gezeigt wurde, nein, daran liegt es nun wirklich nicht. Vielmehr ist es die Tatsache, dass dieser Einschub weder handlungstragend, noch sonst irgendwie relevant ist &#8211; er ergibt ganz einfach keinen Sinn. Da kann dann auch ein Malcolm McDowell nichts mehr retten, dessen kurzer Auftritt eines der wohl gr&#246;&#223;ten Fragezeichen des Filmes darstellt (er ist aber auch sichtlich gelangweilt). Nach dem kurzen Ausflug ins Dunkle Zeitalter &#8211; vielleicht war es ja diese Umschreibung des Mittelalters, die Marshall dazu bewegte, diesen Einschub vorzunehmen &#8211; folgt dann aber die Spitze des Eisberges, n&#228;mlich ein Werbespot f&#252;r Bentley, der werbetechnisch raffinierter und einmal mehr unn&#246;tiger nicht sein k&#246;nnte. Nat&#252;rlich ist das ein toller Wagen und f&#252;r eine Verfolgungsjagd ist er auch gut geeignet, nur scheitert Marshall hier an der Inszenierung. Was den Sportwagenfan vielleicht noch vom Sessel hauen kann, ist f&#252;r alle anderen einfach nur d&#228;mlich.</p>
<p>Da das im Prinzip auf alles am Film zutrifft, sei vielleicht nut noch kurz das Ende erw&#228;hnt, das seelen- und ideenloser kaum daherkommen k&#246;nnte. Nicht nur, dass es urpl&#246;tzlich eintritt, sondern es soll auch sichtbar cool wirken, um den nerdigen Kinog&#228;nger dann endg&#252;ltig vor Freude und Irrwitz vom Sessel aufspringen zu lassen. Nein, ich bin mir sicher, dass es nicht an mir liegt, denn ich kann auch an dummen oder naiven Filmen durchaus meine Freude haben, nur nicht, wenn sie derma&#223;en auf Hochglanz poliert sind, dann aber nichts weiter zu bieten haben als dieses d&#252;nne Ger&#252;st aus Storyelementen anderer Genregr&#246;&#223;en. Somit taugt Doomsday nicht einmal wirklich als guilty pleasure, als solches ihn man auf den ersten Blick n&#228;mlich durchaus sehen k&#246;nnte. Ich wei&#223; nicht, ob es am Mittelaltereinschub gelegen hat, aber ich f&#252;hlte mich nicht nur hier an einen Film Uwe Bolls erinnert &#8211; und das zeugt nicht gerade von Qualit&#228;t, im Gegenteil. Mit <em>Doomsday</em> hat Neil Marshall die Me&#223;latte, die er mit <em>The Descent</em> von wenigen Jahren selbst so hoch legte, m&#252;helos wieder nach unten bef&#246;rdert &#8211; und zwar bis auf den Boden. <strong>(3/10)</strong></p>
<p><em>Erscheint bei </em><a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&amp;friendid=104294790" target="_blank">X-RATED</a></p>
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