Kinder haften für ihre Eltern: 'Die Bestimmer'

Die Bestimmer – Kinder haften für ihre Eltern (Parental Guidance) ist ein neuer erfrischender Familienspaß, in der Jung und Alt auf amüsante Weise aufeinander treffen. Die Komödie mit Star-Comedian Billy Crystal in der Hauptrolle erzählt die Geschichte der Großeltern Artie und Diane, die sich eines Tages bereit erklären, eine Weile auf ihre Enkel aufzupassen. Eigentlich ein Klacks, wäre da nicht der große Generationskonflikt: mit ihrer liebenswerten, aber schrullig-altmodischen Erziehungsweise treffen sie auf die hektisch-verspielte Art der Kinder, die ihr Leben fortan sprichwörtlich auf den Kopf stellen. Mit viel Humor spielt der Film selbstironisch mit den typischen Marotten der Generationen, um diese dann warmherzig wieder zusammenzubringen – Familie ist schließlich das Schönste! Neben Comedy-Star Billy Crystal sind in weiteren Rollen Bette Midler, Marisa Tomei und Tom Everett Scott zu sehen. Die Familienkomödie mit Starbesetzung startet ab Donnerstag, den 28. Februar nur im Kino!

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Der komplette Machtverlust: 'The Ides of March'


Dass Politik nicht immer ein ganz sauberes Geschäft ist, weiß jeder, der die Tageszeitung liest oder im Fernsehprogramm auch mal zu den Nachrichten zappt. Weder Staaten noch Parteien schenken sich etwas, geht es um Intrigen, Korruption oder die Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft. Die Welt ist schlecht und ungerecht, die Politik trägt dabei einen nicht gerade kleinen Teil dazu bei. Davon scheint zumindest George Clooney überzeugt zu sein, der sich immer wieder äußerst politisch gibt. Sei es nun in seiner Rolle als Darsteller oder wie in Good Night, and Good Luck. auch als Regisseur. Seinen neuen Film hätte er zeitlich nicht besser timen können, denn The Ides of March kommt zu einer Zeit, in der der amerikanische Vorwahlkampf auf Hochtouren läuft, auch wenn es dieses Mal nur die Republikaner sind, die einen geeigneten Kandidaten für das Amt des Präsidenten suchen. Das spielt für Clooneys Film aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, bezieht sein Film doch erstaunlicherweise nicht eindeutig Stellung. In seinem Szenario schenken sich die beiden großen Parteien der Vereinigten Staaten nicht viel, auf beiden Seiten tobt sie Schlammschlacht. Und dann passiert es doch: In einem bedeutenden Moment des Filmes ist Clooneys Governor Morris der Meinung, dass die Demokraten endlich von den Republikanern lernen müssten. Unlautere Methoden meint er damit natürlich.

Clooney, der alte Demokrat, macht nicht einfach nur Zugeständnisse, sondern zeichnet ein äußerst dunkles Bild der politischen Landschaft, das weder schwarz und weiß, noch Gewinner und Verlierer kennt. Auch die Gewinner sind hier eigentlich nur Verlierer, denn sie haben nicht nur ihre eigenen Prinzipien verraten – das Fatalste, was ein Politiker tun kann -, sondern auch ihre Mitarbeiter, Freunde und Wähler verraten. Es ist durchaus ansehnlich wie es Clooney gelingt, sich selbst erst als Heiland mit stahlend-weißem Lächeln zu inszenieren (inklusive abgekupfertem Obama-Hope-Poster), nur um ihn später in eine äußerst ambivalente Figur zu verwandeln. Es verhält sich dabei wie in der echten Politik: Man lässt sich durch das Äußere und die Rhetorik täuschen, die berechnender kaum sein könnte und meist nicht einmal im Ansatz ernst gemeint ist. Man gibt dem (potentiellen) Wähler einfach das, was er hören möchte und lässt sich bei jedem von ihnen mal blicken. Die, die dennoch gegen ihn sind, bekommt er einfach, in dem er seine Positionen – oder besser gesagt seine Formulierungen – anpasst. Dieser Governor Mike Morris glaubt nicht an Gott, Allah oder gar einen anderen Gott – er glaubt an Amerika. Eine Aussage, die ihm gelinde gesagt gemischte Reaktionen einbringt.

Clooneys fiktiver Wahlkampf, der parallel zum echten Wahlkampf läuft, ist gerade am Anfang von vielen Analogien und Parallelen gezeichnet, die genau die richtige Richtung vorgeben, die der Film später aber nicht wirklich einschlägt. Es wird schnelles, verschachteltes Polit-Sprech gesprochen, das es des Öfteren erst einmal zu entziffern gilt, das gleichzeitig aber auch diese Authentizität aufbaut, die man dem Film so hoch anrechnet. Clooney ist zumindest anfangs nicht sehr darum bemüht, dem Zuschauer das alles verständlich und goutierbar zu machen, sondern er will ihn absichtlich herausfordern. Politik erfordert einen langen Atem, erst recht von jenem, der bei all den Rauchbomben, die von Politikern geworfen werden, dennoch durchblicken möchte. Man weiß lange nicht, wer nun eigentlich Freund und Feind ist, geschweige denn wen man selbst wählen würde. Es stellt sich dann aber recht schnell heraus, dass man sie alle nicht wählen wollte – und erst recht nicht für sie arbeiten. Stepehn Meyers (Ryan Gosling) tut es dennoch, wenn auch nicht ohne Hintergedanken. Während er lange Zeit die einzige Figur ist, mit der man sich zumindest ansatzweise identifizieren könnte, soll auch sein Fall kommen; auch wenn bei ihm die Fallhöhe bei weitem nicht so groß ist wie bei seinem 'Präsidenten' Morris.

The Ides of March macht lange Zeit vieles richtig, und man ist nicht nur ob des tollen Schauspielkinos angetan – bis das dunkle Geheimnis Morris' ans Licht kommt und Clooneys Film leider in gewöhnliche Bahnen abdriftet. Diese Richtung, die der Film dann einschlägt verschenkt zu viel von dem Potential, das er anfangs aufgebaut hat und kommt mit Wendungen um die Ecke, die weder spannend, noch überraschend sind. Den Anspruch, den Clooney für sich selbst erhebt, kann er leider nicht aufrecht erhalten. Das Politthrillerdrama, das nicht selten an ein Stück von Shakespeare erinnert (das ihm ja indirekt auch den Titel gegeben hat), bekommt nun eine Dramaturgie, die nur noch durchexerziert wird und nun nicht mehr an Shakespeare, sondern vielmehr an einen ZDF-Sonntagsfilm erinnert. Das ist angesichts dessen, was uns The Ides of March anfangs präsentiert natürlich umso bitterer. Dennoch bleibt ein hervorragend gespielter, politisch hochaktueller Film übrig, der bei den Oscars sicher nicht unbeachtet bleiben dürfte. (7/10)


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Love Is a Battlefield: 'Crazy, Stupid, Love.'


Dass die Amerikaner noch immer viel von den Asiaten lernen können, zeigt die neueste Hollywood-RomCom Crazy, Stupid, Love. einmal mehr. Dem amerikanischen Vertreter scheint es noch immer an Timing, Humor und vor allem an Aufrichtigkeit zu mangeln. Sicher, es gab in den letzten Jahren durchaus auch amerikanische RomComs, die sich sehen lassen konnten – der Film von Glenn Ficarra und John Requa gehört ebenfalls dazu -, aber eine richtig pointierte Mischung aus Comedy und Romanze ist das noch immer nicht. Das mag im Falle von Crazy, Stupid, Love. vielleicht auch daran liegen, dass der Trailer einen etwas anderen Eindruck vom Film vermittelt: So suggeriert der Trailer, dass Ryan Goslings Figur zu einer Art Vater und Erzieher von Steve Carell wird. Leider täuscht dieser Eindruck aber gewaltig, denn der Part, in dem die beiden um die Häuser ziehen und die Damenwelt unsicher machen, kommt viel zu kurz und ist nur Mittel zum Zweck. Wie in jeder dieser RomComs muss nämlich auch Cal (Steve Carell) erst zum totalen Macho werden und in jedes erdenkliche Fettnäpfchen treten, um schließlich die guten alten Werte von Familie und Verantwortung neu kennen zu lernen.

Dass es in diesem Genre eine Katharsis geben muss, versteht sich von selbst. Nur könnte sie gerne auch mal anderen, als den gewohnten und altbekannten Muster folgen. Steve Carell ist natürlich ein gutes Jedermanns-Gesicht, der Durchschnittstyp im mittleren Alter, der mit dem richtigen Haarschnitt, den richtigen Klamotten und dem richtigen Sprech zum Casanova werden kann – zumindest zu dessen Assi. Seine gewohntes komödiantisches Spiel kann dabei aber nicht mehr groß beeindrucken, zu oft hat man den Guten in ein und derselben Rolle gesehen, so dass da irgendwie noch immer die 40-jährige Jungfrau vor uns auf der Leinwand agiert. Das macht aber nichts weiter, denn immerhin gibt es ja auch noch Ryan Gosling, der in der Rolle des Verführers und Womanizers eine sehr gute Figur macht und dem man – im Gegensatz zu Carell – das alles auch zweifelsfrei abnimmt. Obwohl die Rollen der beiden klar verteilt sind, lässt es sich Drehbuchautor Dan Fogelman (bisher hauptsächlich für seine Drehbücher im Animationssektor bekannt) nicht nehmen, auch Gosling einige Lacher buchstäblich auf den Leib zu schreiben. So lernt man dann unter anderem auch, dass die Amerikaner zu ihrem besten Stück mittlerweile auch schwanz sagen ("Looks like you're sucking on a tiny schwanz.").

Immerhin, Fäkalhumor gibt es keinen, dafür aber jede Menge andere peinliche Momente, die nicht etwa zum Schmunzeln verführen, sondern mindestens zu rollenden Augen. Da ist beispielsweise das Gespräch mit der Lehrerin (Marisa Tomei), das unglaubwürdiger und langweiliger kaum ausfallen hätte können. Oder der vorläufige Höhepunkt des Ganzen, der in seiner Peinlichkeit kaum zu überbieten ist und perfekt die eigentliche Spießigkeit solcher Filme vor Augen führt. Ganz zu schweigen natürlich vom 'Baconator' Kevin Bacon, der so verschenkt ist wie nichts anderes im Film. Doch genug der unrühmlichen Worte, denn Crazy, Stupid, Love. ist bei weitem nicht so schlimm, wie es jetzt vielleicht klingen mag. Das Tempo ist angenehm, der Film versucht sich nie wirklich selbst zu überbieten oder gar in Gag-Territorien abzudriften, die der Brachialkomik angehören. Das Darstellerensemble harmoniert zudem perfekt (Josh Groban ist auch dabei) und Emma Stone darf einmal mehr zeigen, warum sie zu den interessantesten und talentiertesten Nachwuchsschauspielerinnen Hollywoods gehört. Trotz seiner Laufzeit von knappen zwei Stunden schafft es der Film kurzweilig zu unterhalten und kommt pünktlich zum Spätsommer genau richtig.

Richtig ärgerlich ist eigentlich nur, dass der Film nicht ohne die obligatorisch scheinende Moralkeule und eine gewisse Gezwungenheit auskommt, die alles andere als hätten sein müssen. Crazy, Stupid, Love. verfällt damit leider in Teilen in gewohnte Muster, die statt zu belustigen eigentlich verärgern. Am Ende zählt nur die Liebe, die alle Hürden irgendwie meistert, und wenn es auch manchmal dauert. Sie kann Menschen verändern und zu dem werden, was sie in ihrem tiefsten Inneren eigentlich sind. Nur blöd, dass man das dem Film nie so wirklich abnehmen möchte, was er da eigentlich propagiert. Die Intention ist ja aber da, und deshalb nimmt man es dem Film dann letztlich doch nicht allzu übel. Denn dafür unterhält er dann auch einfach zu gut und hat viel zu sympathische Darsteller (und nein, Julianne Moore, Du gehst hier leider nicht als 40+ durch). (6.5/10)


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Trailer zu George Clooneys 'The Ides of March'


George Clooneys The Ides of March (Wikipedia erklärt, was es mit dem Titel auf sich hat) dürfte bei den Oscars im nächsten Jahr durchaus berücksichtigt werden, denn der erste Trailer zum Film (480p/720p/1080p) sieht nach typischem Oscarmaterial aus, mit dem Unterschied zu vielen anderen Oscar-bait-Filmen, dass das Ganze wirklich sehr gut aussieht. Ryan Gosling spielt Clooneys Berater, der vom Konkurrenten abgeworben werden soll und die schmutzigen kleinen Spielchen der Politik kennen lernt. Alexandre Desplat steuert den Score bei. Deutscher Start ist am 22. Dezember.


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Zur Katharsis durch die Katharsis

The Wrestler
(Darren Aronofsky, USA/Frankreich 2008)
Kino

Wrestling, oder wie es bei uns damals hieß, Catchen, ist ein abgekartetes Spiel. Man einigt sich bereits im Vornherein auf einen Sieger, bespricht die jeweiligen Würfe, Schläge und Effekte, sodass keiner der beiden Kontrahenten ernsthaften Schaden nimmt, dem Publikum aber dennoch die perfekte Illusion präsentiert wird. Warum man sich so etwas anschaut? Etwas, das außer heißer Luft im Prinzip nichts ist? Warum gibt man sich immer wieder aufs Neue der Illusion zweier hart kämpfender, schwitzender Männer hin, die meist aussehen als seien sie zu lange im Fitnessstudio und im Solarium gewesen? Von ihren eingeölten und teils deformierten Körpern ganz zu schweigen.

Es ist eine Faszination, hinter deren Bühne ich auch noch nicht gestiegen bin. Man fiebert ja doch immer wieder mit, lässt sich vom eleos und phobos gefangen halten – denn streng genommen ist es ja auch nichts anderes als Theater. Und was für eines. Den Protagonisten wird eine Bühne geboten, eine, auf der sie sich austoben dürfen; so wird es uns zumindest weiß gemacht, denn auch dieses Theater folgt einem strengen dramatischen Ablauf. Und auch eine Katharsis fehlt hier nicht. Eine Katharsis, die hier gleich in jeglicher Form auftritt. Sie betrifft weniger den Zuschauer als vielmehr den Protagonisten. Mickey Rourke erfährt diese nicht nur im Film als Randy 'The Ram' Robinson, sondern vielmehr auch als Mickey Rourke. Der Mann, dessen Schicksal besiegelt schien, meldet sich eindrucksvoll zurück und reinigt sich von nahezu all seinen vorherigen Sünden.

Es ist schon fast erschrecken, wenn man sieht, wie maßgeschneidert Aronofsky die Rolle für Rourke hat. Da steckt ein Mann in einer seiner tiefsten Krisen und ist auch physisch nur noch ein Abziehbild seiner selbst. Es ist erschreckend wie Rourke in The Wrestler aussieht, wenngleich er auch paradoxerweise nicht besser schlecht für diese Figur des alternden Wrestlingstars aussehen könnte. Das Erfreuliche dabei: Rourke spielt auch mindestens so vielschichtig und gezeichnet wie sein von Botox, Drogen und Alkohol gezeichnetes Gesicht. Er geht in der Rolle auf, weil er nicht das tun muss, was ein Schauspieler für gewöhnlich tut, nämlich etwas perfekt vorzugeben, das er nicht ist, sondern weil er er selbst ist, sich selbst spielt. Spielen, ein Motiv, das den Film durchzieht wie kein zweites. Jeder im Film spielt eine Rolle, eine Rolle die ihnen im Verlaufe des Filmes zum Verhängnis wird. Nur Randy hat das Spielen satt und muss einen hohen Preis dafür bezahlen.

Er erleidet einen Schlaganfall, soll sich für immer aus dem Wrestlinggeschäft zurückziehen. Seine Blütezeit ist sowieso schon lange vorbei (einmal mehr muss man eigentlich nicht zwischen Charakter Randy und Rourke unterscheiden, denn alles scheint sie beide zu tangieren), doch damit will er sich nicht abfinden. Schließlich ist er für einen Mann doch im besten Alter – und zumindest optisch strahlt er noch eine Physis aus, die an seine besten Tage erinnert. Doch wie alles in Randys Leben ist es nur eine Illusion, denn er kommt nicht einmal mit so einfachen Dingen wie dem Alltag klar. Tief verschuldet schwelgt er in alten Zeiten und vertreibt sich seine viele Freizeit mit Videospielen, in denen er seinen eigenen Charakter jeden Tag aufs Neue zum Sieg führen kann – wenn er nicht gerade Stripperin Cassidy (Marisa Tomei) besucht, die ebenfalls nicht mit ihren Identitäten klarkommt.

So wundert es dann auch nicht, dass er in ihre neben sexueller Zuneigung auch eine Seelenverwandte findet, der diese Rolle aber alles andere als gefällt. Vielleicht erkennt sie – im Gegensatz zu Randy -, dass sie sich mehr gleichen als ihnen lieb ist. Beide tragen sie eine Maske, eine Maske, die nicht nur aus Makeup und Selbstbräuner besteht. Der einzige Unterschied: während der eine wieder in ebendiese Rolle schlüpfen will, wie die andere endlich raus aus dieser Verkleidung. Auch der Nachwuchs verbindet sie beide. Während Randys Tochter schon lange mit ihm gebrochen hat, da dieser nie Zeit für sie hatte, ist es bei Cassidy zwar noch nicht ganz so weit, aber berufsbedingt kommt auch ihr kleiner Sohn zu kurz. Dass Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) ebenfalls Ausflucht sucht – in die Homosexualität – ist dabei nur allzu verständlich.

Aronofsky nimmt sich viel Zeit für jeden einzelnen dieser Charaktere, verleiht ihnen eine Tiefe und Verletzlichkeit, die er schon in seinem letzten Film so meisterlich dazustellen wusste. Wie in Letzterem ist es auch hier nur vermeintliches Pathos, das diese Emotionalität in, zischen und für die Charaktere schafft. Vielmehr ist es aber eine feine Charakterzeichnung, die durch kurze Szenen meist mehr über diese aussagt als es ein Monolog oder ellenlange Dialoge im Stand wären zu tun. So steht Randy irgendwann hinter der Theke einer Supermarktmetzgerei, lässt sich von den Kunden anpöbeln und herumschupsen. Doch das ist er nicht gewöhnt, das ist nicht er. Randy ist ein Kämpfer, und auch wenn diese im Wrestling weniger geeignet sind als Schauspieler, so macht gerade dies sein Erfolgsrezept aus. Randy geht immer einen Schritt weiter. Für das Publikum und sich selbst.

Irgendwann beantwortet Aronofsky dann auch die Frage nach dem Zielpublikum dieser Wrestlingshows. Es sind Fanboys, Menschen für die diese Wrestler ewige Vorbilder bleiben werden – ein Mann erkennt Randy dann auch noch hinter der Theke und in Schutzkleidung – und sich dieser Illusion völlig hingeben. "Use his leg, use his leg, use his leg, …!", brüllt der Mob dann auch beim Kampf – es ist das künstliche Bein eines Teenagers, der zufällig mitten in den Kampf der beiden Kontrahenten gerät. Es ist ihnen egal, ob sich ihr Idol vorher mit illegalen Präparaten voll pumpt; Hauptsache der Kampf hält das, was er verspricht. Eine kleine Milieustudie, die pointierter kaum sein könnte ("USA! USA! USA!"). Dieser Haufen verpickelter und wütender Teens und infantilen Erwachsenen ist es dann schließlich auch, der Randy als einziger die Treue hält.

Randy macht das, was er zu tun hat. Er bedankt sich bei seinen Fans, geht zu den Menschen, die ihm über all die Jahre treu geblieben sind. In guten wie auch in schlechten Zeiten. Letztere musste Randy lange genug durchmachen. Ohne Rücksicht auf Verluste sucht er das Comeback, seine Erlösung. Er weiß, dass es nur noch die Flucht nach vorn gibt und er bekommt seine Katharsis. Mickey Rourke bekommt sie. Der Zuschauer bekommt sie. (10/10)


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'The Wrestler': Trailer zum neuen Aronofsky


Es wird ja bereits einiges zu den Oscars gemunkelt. Einer der sichersten Kandidaten dafür dürfte wohl Darren Aronofskys Neuer sein, The Wrestler. Wer ihn bereits gesehen hat, liebt ihn, und es scheint fast so, als könne man ihn gar nicht hassen, allen voran wegen Mickey Rourke, dessen Performance in alle Höhen gelobt wird. Und in der Tat, der Trailer (480p/720p/1080p), der lange auf sich warten lies, sieht extrem gut aus. Ganz im Gegenteil zu Rourke, dessen Gesicht eigentlich unbeschreiblich ist, gerade für diese Rolle aber perfekt sein dürfte. The Wrestler sieht nach einem perfekten Hybrid aus Film über Wrestling (gibt es zu diesem Komplex eigentlich bereits was ordentliches?) und subtilem, weil konträrem Arthouse aus. Deutscher Kinostart ist der 26.02.2009.

Ab Mitte Dezember dürfte dann auch ich endlich in den Genuss (?) kommen, und ich verspreche, dass ich so schnell wie möglich ein Review folgen lasse. Bleibt nur die Frage, ob das den Ärger darüber, dass uns der Film erst nach der Vergabe des Goldenen Jungen gezeigt wird, nicht noch weiter verstärken dürfte … (denkt eigentlich niemand an so etwas? Die meisten der diesjährigen Kandidaten gab es für den deutschen Kinogänger ja auch erst im Februar oder sogar noch später)


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Top 20 der besten weiblichen Nacktszenen 2007

Da surfe ich zum allerersten Mal auf TV Spielfilm, um mein Abo zu verlängern (denn ja, TV Spielfilm ist die beste Fernsehzeitschrift) und was entdecken meine männlichen Augen da? Die Top 20 der besten – wohlgemerkt – ‘Cashback’ Posterweiblichen Nacktszene aus dem Jahre 2007. Und da ich Euch diese von Mr. Skin (ich hoffe, das ist keine Pornoseite, denn man(n) muss sich dort anmelden – oder kennt die Seite jemand?) zusammengestellt Liste natürlich nicht vorenthalten möchte, riskiere ich es auch, böse Post Kommentare von Feministinnen zu bekommen…

1. Marisa Tomei in Before the Devil Knows You're Dead

2. Keeley Hazell in Cashback

3. Natalie Portman in Hotel Chevalier

4. Christina Ricci in Black Snake Moan

5. Sienna Miller in Factory Girl

Über die Liste, deren restlichen 15 Platzierungen sich hier finden, läßt sich sicherlich streiten, allen voran über die ersten Plätze. Deshalb: Was meint Ihr, respektive die männlichen (gerne aber auch weiblichen) Leser?


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