Der Hammer ist zurück: 'Thor: The Dark World' Trailer

Es ist kein Geheimnis, dass ich von allen Avengers Thor am meisten mag, weshalb ich mich über das Sequel zu Kenneth Branaghs Thor, Thor: The Dark World, ziemlich freue (zumal ich es ja sonst nicht so mit Comic-Verfilmungen habe). Leider führt Branagh dieses Mal nicht Regie, aber das, was der erste Trailer zu Thor: The Dark World zeigt, verspricht dennoch so einiges – und das Beste: Loki (Tom Hiddleston) ist wieder mit dabei! Deutscher Kinostart ist am 31. Oktober.

(Via The Playlist)


Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Ein-Mann-Weltpolizist: 'Captain America: The First Avenger'


Captain America dürfte hierzulande wohl eher zu den unbekannteren Comichelden zählen. Zumindest dürfte er aber zu den unbeliebteren gehören, denn außerhalb der Vereinigten Staaten dürfte man wohl kaum etwas mit dem patriotischen Superhelden anzufangen wissen. Schon hier, beim Setting, kann man als Filmemacher also ziemlich viel falsch machen, ist der titelgebende Held doch auch ein Kind seiner Zeit. Im Zweiten Weltkrieg sollte er als Geheimwaffe der USA gegen die Nazis kämpfen, im speziellen gegen seinen Erzfeind Red Skull. Es ist Regisseur Joe Johnston also durchaus hoch anzurechnen, dass er seinen Captain America: The First Avenger als period piece ansiedelt. Etwas, das bei der Masse der Comicverfilmungen leider viel zu oft untergeht – man muss das Ganze dem meist jüngeren Publikum ja schließlich schmackhaft machen und kann seinen Film daher nicht in einer Zeit spielen lassen, die noch nicht einmal die Eltern der Teens, die da im Saal sitzen, kennen. Zwar muss der Film hinsichtlich seiner Verwurstung in The Avengers einige Zugeständnisse machen, was das Setting betrifft, diese fallen glücklicherweise aber nur marginal aus.

Selbstverständlich ist Johnstons Captain America:The First Avenger dennoch kein Film, der im Klima des Zweiten Weltkriegs spielt, sondern in einer Art Paralleluniversum. Sicherlich, die Nazis haben die halbe Welt eingenommen und auch eine Abteilung für paranormale Forschung, aber mit der Wirklichkeit hat das nur wenig zu tun. Das sieht man allein schon am technologischen Fortschritt, den die Deutschen erreicht haben: da gibt es Laserwaffen, schnittige Limousinen in extra groß und Düsenjets, die es noch nicht einmal im 21. Jahrhundert gibt. Es wird also recht schnell deutlich, dass wir uns in einer quietschbunten Comicwelt, einer Fantasiewelt befinden (natürlich ist auch vom Holocaust nie die Rede). Eine Welt, die klar in Gut und Böse eingeteilt ist – was auch der Grund dafür ist, warum die USA eine Superwaffe in den Krieg schicken wollen. Immerhin sind sie der Hort der Freiheit. Was patriotisch klingen mag, ist es – überraschenderweise – eher selten. Captain America: The First Avenger nimmt sich vielmehr selbst immer wieder auf den Arm. So widmet Johnston dem Superhelden einen ganzen Abschnitt darüber, wie er für die Propagandamaschinerie missbraucht wird – einzig und allein um Kriegsanleihen unter die Bevölkerung zu bringen.

Captain America alias Steve Rogers (Chris Evans) durchschaut das Ganze allerdings recht schnell und macht sich auf den Weg zu seiner wahren Bestimmung: nämlich Seite an Seite mit den regulären Truppen an der Front zu kämpfen. Dieser Abschnitt hat ein klein wenig von Spider-Man; erst sehen wir Rogers in einem billigen Kostüm, wie er dabei ist, sich einen Namen zu machen. Später bekommt er dann sein richtiges Kostüm – samt Schild, versteht sich. Es sind ebenjene Momente, in denen Joe Johnston deutlich macht, dass sein Captain America nicht etwa ein weiteres Stück Propaganda ist (wie der Comic in den Vierzigern), sondern vielmehr eine Reflexion über diese. Alles bleibt hier stets goofy, wie eine knallbunte Wundertüte, die vor netten Ideen und Überraschungen nur so sprudelt. So vermittelt es jedenfalls der Gesamteindruck des Films, denn natürlich gibt es sie, die patriotischen Heldenszenen, in denen Steve Rogers selbstlose Phrasen drischt und nichts lieber möchte, als für sein Land und dessen Ideale in den Krieg zu ziehen. Dabei wird stets betont, dass es nicht etwa auf Muskeln oder eine gute Ausrüstung, sprich seinen Schild, ankommt, sondern auf die mentale Haltung zu Krieg und Frieden, zu Vaterland und dem Dienst an diesem.

Dass diese Motive auch stets nachvollziehbar und ehrbar bleiben, sorgt ein Red Skull (Hugo Weaving), der jedes Klischee eines Bösewichts erfüllt, der die Weltherrschaft an sich reißen will. Und dennoch liegt hier einer der wenigen Schwachpunkte des Filmes. Weaving ist zwar durchaus bemüht und spricht mit einem hervorragenden deutschen Akzent, ist in seiner Figurenzeichnung aber deutlich weniger dämonisch als beispielsweise Scott Paulins Red Skull aus der berühmt-berüchtigten Captain-America-Verfilmung aus dem Jahre 1990 (der kürzlich als Director's Cut erschienen ist). Dass er daher auch vor eigenen Leuten keinen Halt macht, ja sich selbst sogar über den Führer stellt, ist ebenso obligatorisch wie die Tatsache, dass natürlich nur die Bösen Wagners Ring (genauer gesagt Siegfrieds Tod) lauschen. Doch gerade hier liegt wiederum auch die unverkrampfte, ja augenzwinkernde Herangehensweise Johnstons an den Stoff, sorgt diese Szenen doch auch für ein breites Grinsen. Dies ist ein wichtiges Gegengewicht zu den sonstigen Etappen der origin story, die des Öfteren Gefahr läuft, zu sehr zu menscheln, beispielsweise wenn Stanley Tucci als deutsch-amerikanischer Wissenschaftler versucht Rogers ins Gewissen zu reden.

Und dennoch verliert sich Captain America: The First Avenger nie wirklich in allzu emotionalen oder gar pathetischen Momenten, sondern prescht mit einem hohen Tempo vor, das der Film den ganzen Film über halten kann. Die Actionszenen sind wohl dosiert und halten auch den Spannungsbogen aufrecht, auch wenn sie in ihrem Ablauf eher Montagen ähneln als richtigen Actionszenen. Richtige action set pieces sind also eher rar gesät, stattdessen wird viel auf Slow-Motion gesetzt, was den Spaß aber nur wenig beeinträchtigt. Zumal der Film für seine PG-13-Freigabe erstaunlich viel Gewalt zeigt. Johnstons Film macht sehr viel richtig, was viele andere Comicverfilmungen, erst recht jene der letzten Zeit, falsch machen. Vor allem aber nimmt er sich selbst nicht zu ernst. Captain America: The First Avenger darf sich daher getrost als einer der besten Vertreter des Genres bezeichnen. (8/10)


Tags , , , , , , , , , , , , ,

Neuer Trailer zu 'Captain America: The First Avenger'


Endlich gibt es einen neuen Trailer zu Joe Johnstons Captain America: The First Avenger – und er rockt (480p/720p/1080p)! Schade nur, dass solch ein Gag wie jener mit der Granate gleich im Trailer vorweg genommen wird, aber sei's drum. Ich bin mir nach wie vor ziemlich sicher, dass das die beste Comicverfilmung seit langem wird. Deutscher Start ist allerdings noch etwas hin, nämlich am 18. August.


Tags , , , , , , , , , , , , , ,

Trailer zu 'Captain America: The First Avenger' in HD


Da ist er dann auch endlich, der lang ersehnte offizielle Trailer zu Captain America: The First Avenger (480p/720p/1080p). Gefällt mir doch ziemlich gut, was ich da sehe, auch wenn man vieles bereits aus dem Superbowl-TV-Spot kennt. Deutscher Start ist am 21. Juli.


Tags , , , , , , , , , , , , , ,

Neue Fotos vom 'Captain America: The First Avenger' Set


Im nächsten Jahr ist es endlich soweit – genauer gesagt am 21. Juli -, dann kommt Captain America: The First Avenger in die Kinos. Entertainment Weekly hat neue Fotos vom Set veröffentlicht, die unter anderem auch Hugo Weaving als Johann Schmidt alias Red Skull zeigen. Sieht insgesamt sehr gut aus, wenn auch etwas campy (was in diesem Fall aber nichts Schlechtes heißen muss, im Gegenteil). Ich hoffe nur, dass der gesamte Film im WWII-Setting verortet ist und nicht nur eine kurze Episode. Alle Fotos in voller Größe gibt's bei /Film.


Tags , , , , , , , , , , , , , ,

'Captain America': Joe Johnston wird Regie führen


Zwar ist es bis 2011 noch eine ganze Weile hin, aber wie es scheint, hat The First Avenger: Captain America bereits seinen Regisseur gefunden, nämlich Joe Johnston, der für Filme wie Jurassic Park III, Jumanji oder jüngst The Wolf Man verantwortlich zeichnet.

"Marvel Studios has rounded out their directorial team for their next three movies this evening, signing Joe Johnston to direct the 'period piece' known as The First Avenger: Captain America." (Film School Rejects)

Nun fehlt also erstmal nur noch der Hauptdarsteller, der glücklicherweise nicht mit Will Smith besetzt wird. Aber wer es auch wird, hauptsache ist, dass man beim angekündigten setting in WWII belibt.


Tags , , , ,

»That man's whole body is property of the U.S. Army.«

The Incredible Hulk
(Louis Leterrier, USA 2008)
Kino

Schaut man sich heutzutage einen Actionfilm an, so muss man die Action meist erst suchen. Die Aktion findet schon lange nicht mehr auf der Leinwand statt, und leider auch nicht in unseren Köpfen. Viel zu schnell passiert alles, viel zu schnell für das menschliche Auge – wenn es überhaupt auf der Leinwand geschieht. Ja, der Trend geht zum Schnittgewitter, denn wie heißt es so schön: höher, schneller, weiter. Und etwas Gutes hat es ja auch: Man muss nicht so viel für die CGI ausgeben. Dass es jedoch auch anders geht, das zeigt Louis Leterrier, der, schaut man sich seine Filmographie mal an, Erfahrung im Aktionskino zu haben scheint. Sein The Incredible Hulk ist physisch spürbar, er bringt den Saal zum beben, und das nicht nur wegen des THX-Zertifikats. Auch wenn die CGI nicht vollkommen sind, eines versteht der Film jedoch wie kaum eine andere Comicverfilmung der letzten Jahre: Die Inszenierung des Geschehens.

Leterrier bevorzugt nicht etwa das Close-Up oder die Halbtotale, er versteckt die Action auch nicht hinter blitzschnellen Schnitten, nein, seine bevorzugte Einstellung, die Bewegung, den Kampf, den Krawall einzufangen, ist die Totale. So bleibt das Ganze zwar dennoch eine Illusion, der man hier beiwohnt, aber eine Illusion, der man gerne folgt, weil man es kann. So werden dann auch Humvees zermatscht, Soldaten durch die Luft geworfen und überhaupt bleibt nicht viel an seinem ursprünglichen Platz, ist Dr. Banner (Edward Norton) einmal zu 'Mr. Green' mutiert. Dass die Effekte dabei meist als solche zu enttarnen sind – wäre ein echter Helikopter im Finale denn so viel teurer gewesen? -, spielt dabei dann auch eine leicht untergeordnete Rolle, denn bedenkt man die Produktionsgeschichte von The Incredible Hulk, dann wundert es nicht weiter, dass hier so einiges inkohärent wirkt. Leterriers Interpretation des Stoffes ist nämlich nicht nur narrativ unausgegoren, sondern auch dem Plot selbst merkt man ebendiese Tatsache deutlich an.

So bleiben nicht nur einige Figuren komplett auf der Strecke, sondern auch die Motive der Protagonisten sind so ersichtlich wie das Wetter in einem Jahr. So nett das Cameo eines Lou Ferrignos beispielsweise auch ist, so unnötig ist das des Stan Lees. Sowieso finden sich für treue Fans der Serie und des Comics so einige Anspielung, doch auch ohne diese macht The Incredible Hulk ordentlich etwas her. Das Tempo, das der Film vorlegt, ist enorm. Noch schöner ist allerdings, dass er dieses auch fast über die volle Laufzeit von zwei Stunden aufrecht erhalten kann. Egal ob Dr. Banner in Brasilien oder an der heimischen Universität gejagt wird, die Kamera weiß dies stets temporeich in Szene zu setzen. Doch etwas Unmut macht sich bei alledem auch breit, denn warum kann das amerikanische Militär beispielsweise unbehelligt auf brasilianischem Hoheitsgebiet agieren. Und warum kümmert es eigentlich niemanden, wenn schwer bewaffnete Humvees den Campus stürmen?

Genau hier wirkt Leterriers (The Incredible) Hulk ungemein platt. Das rücksichtslose Militär, das keinen Wert auf die Wissenschaft legt, kann sie sie nicht für sich und seine (kriegerischen) Zecke nutzen. Soldaten, die die Bibliothek stürmen, an unzähligen Büchern vorbeirennen, ohne, dass sie auch nur eine Sekunde daran denken, was sie hier eigentlich zerstören. Selbst dem gebildeten Soldaten, dem Offizier, ist das alles egal – Hauptsache ist, General Ross (William Hurt) und Austauschoffizier Blonsky (Tim Roth) bekommen das, was sie wollen, nämlich den Supersoldaten (was zugleich auch eine Anspielung auf den kommenden Captain America ist). Ja, das Militär ist schon böse, da verdient es auch, dass nicht nur sein Material zu Brei geschlagen wird, sondern auch der ein oder andere Kamerad – der natürlich nichts dafür kann und nur seine Pflicht tut. Am Ende wirft Hulk dann schließlich dem Militär das zurück, was es erschaffen hat – und dennoch scheinen die Augen des Generals nicht geöffnet worden zu sein.

Leterrier räumt diesem Diskurs glücklicherweise aber nicht allzu viel Zeit ein. Zudem gelingt es ihm aber auch nicht, den ethischen Diskurs, um den sich der ganze Stoff dreht, ordentlich einzubauen. Wissenschaft in den falschen Händen ist gefährlich, denn Wissenschaft sollte stets für friedliche Zwecke genutzt werden, nicht für schlechte respektive militärische. Dass die Faszination am Gottkomplex aber jeden korrumpieren kann, zeigt die Figur des hilfsbereiten Wissenschaftlers, einer Art mad scientist light. The Incredible Hulk schneidet so vieles an, ohne eines jedoch ordentlich zu Ende zu bringen. Selbst das Ende des Filmes selbst wirkt etwas unbeholfen. Schade, denn hier kommt einmal mehr die production history ins Spiel. Andererseits sind die Weichen, die Leterrier für das Sequel stellt, aber unübersehbar und somit erklärt sich dann auch das ein oder andere plötzliche Verschwinden der Figuren. Höhepunkt ist dabei sicherlich der Auftritt Tony Starks alias Iron Man (Robert Downey Jr.), der das Universum Marvels um eine Schiene näher zusammenbringt.

Bei all den kleinen Macken, die The Incredible Hulk aufweist, freut man sich letzten Endes nur umso mehr auf den Originalcut, der angeblich noch eine Stunde mehr an Material bieten soll. Formal ist Leterriers reboot jedoch größtenteils jetzt schon klasse – Highlight: zwei Soldaten jagen The Abomination in einer Cloverfield'schen Kamerafahrt -, denn auch der Score weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. In einigen Aspekten ist Leterriers Hulk eine der besten Comicverfilmungen der letzten Jahre, und auch sonst versteht es der Film, das Blockbuster-/Comicfilmgenre eindrucksvoll für sich zu nutzen. (7.5/10)

Erscheint bei Wicked-Vision


Tags , , , , , , ,