Lahmer erster Trailer zum 'Let the Right One In' Remake


Einerseits habe ich ja damit aufgehört, mich über den Remakewahn aufzuregen. Auch dass der schwedische Let the Right One In (Låt den rätte komma in) aus dem Jahre 2008, der sich schnell zum Liebling aller mauserte, ein US-Remake erfährt, ist mir schon lange bewusst. Andererseits ist der erste Trailer zu Let Me In aber dermaßen lame, dass ich schon fast wieder dabei bin mich aufzuregen. Let Me In … pff, da hätte man auch gleich die Eier haben können den Originaltitel beizubehalten – wie man es beim Rest offensichtlich auch tut. Zwei Jahre ist es gerade mal her, zwei Jahre …

(Via I Heart Pluto)


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Ground Zero

Cloverfield
(Matt Reeves, USA 2008)
Kino

CloverfieldUm es gleich vorwegzunehmen: Ja, Abrams Film wird dem Hype gerecht, keine Frage. Selbst derjenige, der den Trailer dutzende Male gesehen hat, wird erfreut sein, welche Überraschungen der Film noch parat hat. CLOVERFIELD – das ist nicht nur ein Synonym für ein nahezu einzigartiges (virales) Marketing, sondern auch für ein Erlebnis, das intensiver kaum sein könnte. Sofort wird man ins Geschehen geworfen, ist auf der Party des Protagonisten, deren Ablauf – das muss man eingestehen – dem Trailer so gut wie nichts hinzufügt. Wir sehen nichts anderes als den Film, der bei Ground Zero vom Militär sichergestellt wurde. Und genau da beginnt sie schon, die unnachahmliche Intensität. Die Kamera wackelt, fällt zu Boden, filmt bisweilen mehr als der Mann dahinter wahrnimmt und liefert uns bisweilen einzigartige Bilder, die gerade deshalb so fesseln. Man sitzt nicht mehr in seinem Kinosessel, vielmehr rennt man mit den Protagonisten. Man rennt um sein Leben, kann bisweilen nicht glauben, was da gerade vor sich geht – 9/11 ist geradezu omnipräsent.

Blicke auf das riesige Monster gibt es genug, man kann beruhigt sein. Weniger beruhigt kann man aber aufgrund dieser sein, denn diese Schnappschüsse sind in ihrer (beabsichtigten unbeabsichtigten) Komposition so schön, dass einem mal eben die Kinnlade zum Boden sackt. Und wenn dann der Ton auch noch sein Übriges tut, den kompletten Saal zum Beben bringt, dann ist man endgültig in der Fantasiewelt auf der Leinwand angekommen. CLOVERFIELD ist kein Film, es ist ein Erlebnis, das jeder (im Kino!) machen sollte, da er es sonst bitter bereut. Natürlich ist J.J. Abrams Produktion im Prinzip nichts anderes als ein billiger B-Monster-Film, das macht die Musik des Abspanns deutlich, aber im Zusammenspiel mit den realen Bildern, der (vermeintlichen) Authentizität und Co. ist es ein harmonisches Ganzes, das mich so gepackt hat, wie es schon lange kein Film mehr tat. Im wahrsten Sinne des Wortes groß. (8-9/10)


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