'The Ghosts of Girlfriends Past': Trailer zur RomCom


Ich will ganz ehrlich sein: Wären da nicht Traumfrau Jennifer Garner und Sympathiebolzen Matthew McConaughey, dann wäre The Ghosts of Girlfriends Past wieder mal nur eine unter zig Tausend RomComs und würde mich so sehr tangieren wie der in China gerade umgefallene Sack Reis. Ferner erscheint mit die Idee mit den Geistern der Verflossenen auch nicht allzu neu zu sein, aber was soll's. Den Trailer (480p/720p/1080p) möchte ich dennoch nicht vorenthalten, denn es ist schon lange her, dass man Jenny Garner das letzte Mal (so süß) auf der Leinwand gesehen hat.


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The Tracks of My Tears

Tropic Thunder
(Ben Stiller, USA/Deutschland 2008)
Kino

Dass das System Hollywood hin und wieder auf den Arm genommen wird, liegt in der Natur der Sache. Neu ist aber, wenn man den Schauspielern, die einen Schauspieler verkörpern, virale Seiten und eine virale Filmografie verpasst. Willkommen im Web 2.0. Und für alle, die denken, sie seien im falschen Film: Ja, auch Fake Trailer, auf die man sich später auch im Film bezieht, gehören fest zu Tropic Thunder, der bereits im Vornherein für großes Aufregen sorgte. Irgendwie muss aber etwas falsch laufen, wenn diese drei bis vier Trailer zu Filmen, die es wohl nie geben wird, besser sind als der eigentliche Hauptfilm. Da versprach und Ben Stiller etwas komödientechnisch ganz Großes, und was bekommen wir? Eine Kriegsfilmparodie, die sich so viel vornimmt, aber nur so wenig erreicht. Wer hier erwartet, dass Stiller richtig leidenschaftlich in der Wunde Hollywood herumbohrt, der wird enttäuscht werden, denn Tropic Thunder bohrt – wenn überhaupt – nur an der Oberfläche, was ja eigentlich schon wieder der Kern Hollywoods ist. Jedenfalls reicht es noch lange nicht aus, wenn sich ein Haufen großer Stars, der sowieso schon im Komödienfach verankert sind, selbst auf den Arm nimmt.

Stiller spielt mit dem Genre des Vietnamfilms und dessen Topoi. Da ertönen bekannte Musiknoten, bekannte Szenen werden fast Eins zu Eins nachgemimt und gleichzeitig persifliert, was anfangs auch noch durchaus seinen Reiz hat und Spaß macht. Hollywood hat das Trauma Vietnam ja auch schon nahezu tot geritten, da kommt solch ein frisches Windchen durchaus gerade richtig. Das Problem ist nur, dass sobald der Plot von Tropic Thunder in Fahrt kommt (oder auch nicht), genau diese Linie verlassen wird und stattdessen ein konventioneller Kriegsplot eingeschlagen wird, der zwar bisweilen klischeeisiert, aber das so zahnlos, dass er selbst schon wieder Opfer seiner Klischees wird. Genau das gleiche greift auch bei Tom Cruise, der in den letzten Monaten ja genug Anlass zum Lachen gab, wenn auch meist unfreiwillig. Auf den ersten Blick ist es also mehr als erfreulich, dass er sich für solch eine Rolle wie jene in Tropic Thunder zur Verfügung stellte und gleich mal selbst durch den Kakao zieht. Nur bleibt es leider nicht bei einem kleinen Cameo, sondern wird auf seiner Rolle irgendwann so explizit herumgetreten, dass es spätestens nach wenigen Minuten mehr nervt als amüsiert.

Und mal ehrlich: Nur weil Cruise mal nicht der Sunnyboy mit strahlend weißem Lächeln und Waschbrettbauch ist, sondern ein schmieriger, geldgeiler Fettsack mit Haarausfall, der am liebsten lautstark flucht (was am Ende auf die Spitze getrieben wird), erlöst ihn auch nicht gerade von seinen vielen Sünden beziehungsweise Ausrutschern der Vergangenheit. Ungemein lustig hingegen ist Matthew McConaughey, der hier zwar lediglich eine kleine Nebenrolle besetzt, den Film durch ebendiese aber ungemein bereichert und mit seinem Spiel mit zum Lustigsten in diesem eher verkrampften Film gehört. Tropic Thunder ist im Großen und Ganzen nichts anderes als lauwarme Luft, die sich zu einem großen Etwas aufbläst, das genau getimt wieder ebendiese Luft hinauslässt. Ach ja, und was an der von Robert Downey Jr. verkörperten Rolle des Michael Jackson'esken method actors so grandios (lustig) sein soll, entzieht sich auch absolut meinem Verständnis. Aber egal, Step Brothers dürfte in diesem Jahr sowieso niemand mehr den Komödien-Rang ablaufen. (5.5/10)


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Kein Schatz zum Verlieben

Fool's Gold
(Andy Tennant, USA 2008)
Kino

‘Fool’s Gold’Bei Definitely, Maybe hatte ich es ja erst erwähnt, dass die Amerikaner einfach keine RomComs machen können, und was zeigt Fool's Gold? Richtig, er ist wieder mal ein herrlicher Beleg für ebendiese Tatsache. Matthew McConaughey – den ich bisher wohl nicht im O-Ton gesehen habe, denn sonst wäre ich wohl nicht so überrascht gewesen, dass er bisweilen spricht, als sei er behindert – lockt die Frauen, Kate Hudson sorgt dafür, dass auch das männliche Publikum den Weg in den Kinosaal findet. Dazu gesellt sich ein Donald Sutherland, dem man sein Alter immer mehr ansieht, und ihm deshalb auch vergeben mag, dass er sich für solch einen Schund hergibt. Seine Rolle ist unfassbar grauenvoll, ist aber nur das i-Tüpfelchen einer vermeintlich humorvollen Katastrophe. Andy Tennant, der zuletzt für das Will-Smith-Vehikel Hitch verantwortlich zeichnete, den ich bis heute nicht gesehen habe, schafft es einfach nicht, auch nur eine einzige ordentliche Figur auf die Leinwand zu bringen. Vielmehr wirkt hier jeder wie ein Klischee des Klischees.

Tennant bedient sich nahezu aller Randgruppen. Da wäre zum einen McConaugheys Figur, hübsch, aber dumm wie ein Stück Brot. Kate Hudson ist die schöne Blonde, selbstbewusst und smart, die ihrem vermeintlichen Lover auch gerne mal Paroli bietet. Zu den beiden gesellen sich dann noch ein Schwulenpaar, das ob seiner Stereotypie schmerzvoller nicht sein könnte (mark my words: Die Schwulen werden diesen Film hassen!), ein ausländischer Sidekick, schwarze (!) Gangster und eine Tochter (Sutherlands), die zwar gewollt schmerzt, deshalb aber auch nicht erträglicher ist. Tennant begeht hierbei auch schon einen fatalen Fehler, indem er nicht nur einen Sidekick präsentiert, sondern gleich – nein, nicht zwei, nicht drei – vier Stück! Dass das nicht gut gehen kann, erst recht wenn keiner davon auch nur ansatzweise Humor besitzt, dürfte klar sein. Lieder beschränkt sich dieses Prinzip aber nicht nur auf die Figuren, sondern auch auf den Handlungsverlauf, der repetitiver und unspannender nicht sein könnte.

Was in Fool's Gold am ehesten noch funktioniert, sind seine Formalia. Welche Bilderflut einen hier bisweilen förmlich erschlägt, ist wirklich toll, auch wenn es im Endeffekt nichts anderes als ein großes Werbevideo für die Tourismusbranche der Karibik ist (aber wer findet die Karibik bitteschön nicht toll respektive träumt von einem Trip dorthin?). Das ändert aber auch nichts and der Tatsache, dass der Film einfach viel zu überkandidelt und überfrachtet ist – alles soll irgendwie niedlich und lustig sein, zudem noch spannend, doch ist es in Wirklichkeit nichts anderes als nervtötend und vor Klischees triefend. Ein mindestens so großes Wrack von Film wie das anfangs gesunkene Boot. (3.5/10)


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