Ein Kind zu töten … 'Come Out and Play' Trailer

Im September gab es den ersten Trailer zum Who Can Kill a Child? a.k.a. Ein Kind zu töten … (¿Quién puede matar a un niño?)-Remake Come Out and Play. Auch der zweite Trailer sieht nach dem 1:1-Remake aus, das ich bereits nach dem ersten vermutet hatte. In der IMDb kommt das Remake gerade mal auf eine 5,0, was ebenfalls nicht gerade für den Film spricht. Einen deutschen Starttermin gibt es nach wie vor nicht. In den Staaten ist Come Out and Play ab dem 22. März zu sehen.

(Via Film Insider)


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Who Can Kill a Child? 'Come Out and Play' Trailer

Oh man, jetzt remaken sie sogar schon Genre-'Geheimtipps' wie den spanischen Kinder-Horrorfilm Who Can Kill a Child? a.k.a. Ein Kind zu töten… (¿Quién puede matar a un niño?)! Dieser Klassiker von 1976 dürfte selbst bei Fans des unterschlagenen Films nicht allzu bekannt sein. Wer ihn gesehen hat, wird sein geniales Setting jedenfalls nicht mehr so schnell vergessen … 'Sie', das ist in diesem Fall das mexikanische Produktionsteam um Regisseur Makinov, die ihr Remake Come Out and Play (generischer geht kaum) nennen und damit Premiere in der 'Midnight Madness'-Sektion des diesjährigen TIFF feiern. Die bisherigen 17 Votes in der IMDb sprechen schon eine deutliche Sprache und ich weiß selbst nach dem Trailer nicht, was ich davon halten soll. Das sieht mir stark nach einem 1:1-Remake ohne anything new to the table aus.

(Via Dread Central)


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Trailer zum mexikanischen Thriller 'Miss Bala'

Eine Frau, die eine Misswahl gewinnen will – in einer Stadt, die vom organisierten Verbrechen dominiert wird. Klingt gut und sieht sogar noch besser aus, wie man dem Trailer zum mexikanischen Thriller Miss Bala entnehmen kann. Sieht wirklich großartig aus, hoffe, der wird schnell auch seinen Weg zu uns finden. In ein paar Wochen wird er jedenfalls erstmal in Toronto zu sehen sein.

(Via The Playlist)


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Das bezaubernde Fremde: 'Monsters'


Es ist mehr als erfreulich, wenn man denkt, das Filmjahr sei eigentlich schon rum, nur um dann ein kleines Juwel wie Monsters zu entdecken. Gareth Edwards, der bisher an diversen Dokumentationen mitgearbeitet hat und lediglich für ein TV-Film verantwortlich zeichnet, liefert mit einem Budget von gerade mal 200.000 Dollar einen Film ab, der sich vor der Konkurrenz wahrlich nicht verstecken muss, im Gegenteil. Konkurrenz gibt es für seinen Film eigentlich gar keine, denn Monsters ist kein gewöhnlicher Monsterfilm, wie der Titel vermuten ließe. Monsters ist vielmehr eine Mischung aus Roadmovie, Monster- und Liebesfilm, was zuerst einmal recht speziell klingt. Edwards ist mit seinem Kinodebut primär an zwei Dingen interessiert: dem Leben in Mexiko und dem Interesse an einem Menschen, der eigentlich nicht erreichbar ist. So verbindet die Independent-Produktion politische Allegorie mit vielen Gefühlsmomenten und einigen Suspense-Einlagen. Der Grenzzaun, der die Vereinigten Staaten von Mexiko trennt (und interessanterweise bereits in Machete thematisiert wurde), ist hier nicht etwa Fiktion, sondern traurige Realität. Seine Legitimität erhält er durch die Alieninvasion, die nur eine weitere Allegorie auf die Einwanderungsthematik markiert.

Dabei schützt aber nicht einmal ein meterhoher Betonzaun, wie Monsters in seinem Höhepunkt schaurig-schön veranschaulicht. Sowieso zeichnet der Film ein Bild von Mexiko, das mit vielen anderen kaum vereinbar ist. Natürlich gibt es auch hier den korrupten und schmierigen Beamten, aber Mexiko ist in erster Linie ein Land, das vom Schicksal gebeutelt – nämlich der Invasion durch die Aliens – nichts an seiner Schönheit verloren hat. Die wunderschöne Landschaft wird immer wieder von Flugzeug- und sonstigen Militärwracks durchzogen, die wie größere Fremdkörper in der Natur wirken, als die Nachkommen der fremden Lebensformen, die an Bäumen kleben und buchstäblich unheimlich faszinierend sind. Die einfachen Menschen sind nicht nur hilfsbereit gegenüber den beiden Amerikanern – die die größten Fremdkörper darstellen -, sondern haben auch gelernt, sich mit den neuen Gegebenheiten zu arrangieren (es laufen bereits Trickserien mit den Monstern im Fernsehen). Und dennoch wollen Samantha (Whitney Able) und ihr Retter Andrew (Scoot McNairy) nichts wie weg hier – obwohl sie beide genau wissen, dass dort nichts mehr so sein wird wie hier in Mexiko.

Monsters ist nicht etwa ein außergewöhnlicher Liebesfilm, der frei von jeglichem Klischee ist. Er ist vielmehr ein Liebesfilm mit außergewöhnlichem Setting. Das apokalyptisch anmutende Mexiko und die Aliens sind nur der Hintergrund, vor dem sich Samantha und Andrew verlieben. Es ist hier kein Schicksalsschlag und auch kein Unfall, der die beiden einander näherbringt. Es ist die gemeinsame Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor einem Angriff durch die Aliens, die noch keiner zuvor lebendig zu Gesicht bekommen hat. Es ist letztlich sogar ein konkreter Angriff, der beide enger zusammenführt. Genau das ist es, was Monsters so einzigartig macht, so erfrischend anders. Es gibt hier keine blutigen Angriffe oder Einzelheiten, stattdessen setzt Edwards auf subtile Anspielungen und Ruhe. Dies gilt nicht nur für die Spannungsmomente, sondern vor allem auch für die Momente zwischen den beiden Protagonisten. Monsters ist daher völlig unaufgeregt, setzt statt auf Effekthascherei auf die Kraft ruhiger und schön komponierter Bilder. Fast jede Einstellung ist von dieser Kraft durchzogen, die man bei solch einem Titel alles andere als erwarten würde.

In Zeiten von Blockbustern, die ihr Millionen-Budget mit stolz geschwellter Brust zeigen und sich meist voll und ganz auf ihre Effekte verlassen, ist Gareth Edwards' Monsters eine mehr als willkommene Abwechslung, die dem Genre zudem durchaus Neues abgewinnen kann und viele Topoi links liegen lässt. Whitney Able und Scoot McNairy kann man mit ihrer Leistung gar nicht genug hervorheben, denn es ist gerade auch diese Tatsache, dass es dem Film an großen Namen mangelt, die für ihn nur von Vorteil sein kann. Monsters ist nicht nur einer der ungewöhnlichsten und schönsten Liebesfilme seit langem, sondern mit seinem fast schon lächerlichen Budget auch eine Lehrstunde in Sachen Filmemachen. (9/10)


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