Der Mann in der Dose ist zurück: Trailer zum 'RoboCop' Remake

Vor Ewigkeiten wurde es angekündigt, nun ist der erste Trailer zum RoboCop-Remake mit Joel Kinnaman da. Ich weiß noch nicht so ganz, was ich davon halten soll. Einerseits mag ich Kinnaman seit Easy Money (Snabba cash) sehr, dito das Franchise, aber wenn ich mir das Setting und den restlichen Cast so ansehe (allen voran Samuel L. Jackson), dann bin ich unschlüssig. Mal schauen, wie sich das noch entwickelt. Deutscher Kinostart ist am 06. Februar 2014.


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Tony Scott Retro: 'Revenge' (Director's Cut)


Was für eine Exposition! Kevin Costner brettert in der F-14 über die mexikanische Wüste, vorbei an der gerade untergehenden Sonne, die das gesamte Bild in ein knalliges Orangebraun taucht, das einen die Gefahr und die schwüle Hitze geradezu spüren lässt. Eine offensichtliche Reminiszenz an Top Gun, deren kurze Flugszene ebenfalls beeindruckt. Etwas gemächlicher geht es dann weiter und die 'gefährliche Affäre' (so der deutsche Zusatztitel) nimmt ihren Lauf. Dabei beweist Scott einmal mehr sein glückliches Händchen für das Casting, denn allein Anthony Quinn als Mobster lässt es einem schon kalt den Rücken herunterlaufen. Im Laufe des Filmes erscheinen immer mehr dieser teils (seelisch) vernarbten Kerle, denen sich Scott auch in seinen späteren Filmen vorzugsweise annimmt. Revenge ist im Prinzip nichts anderes als eine cheesy love story im Hartes-Männer-Kino-Gewand, die – und das konnte man schon in The Hunger beobachten – immer wieder von plötzlich hereinbrechenden (sexuellen) Gewaltmomenten durchdrungen wird.

Leider konterkariert Scott diese bedrückend-heiße Atmosphäre, in der man den Schweiß der Männer zu riechen glaubt, immer wieder durch kurze Momente, die nicht so ganz in das Gesamtbild passen wollen. Am deutlichsten wird das wohl mit dem Jungen, der gern ein Mädchen wäre und irgendwann gar nicht mehr aufgegriffen wird (vielleicht will er aber keine gescheiterte Existenz wie all die anderen Männer im Film werden und gibt sich deshalb als Mädchen aus …). Stilistisch fährt Scott seine Schiene konsequent fort: Vorhänge an offenen Fenstern wehen im Wind, weiße Tauben fliegen überall und in der entscheidenden (Sex-)Szene zwischen Costner und Stowe gibt es einen Dutch-Angle-Shot. Am Ende liegt die Frau, für die unzählige Männer in 100 Minuten draufgegangen sind, tot in Cochrans Armen. Und wieder hat es den Anschein, als hätte Scott damit den Weg für das Kino der 90er vorgegeben.


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