Trailer zu Bays '13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi'

Michael Bay hat einen neuen Film. Als Regisseur. Er heißt nicht Transformers. Es geht um die Verfilmung einer wahren Geschichte, die US-Sicherheitskräfte und das Nationalgefühl betrifft. Beste Voraussetzungen also für den guten Michael, denn damit kann er sich mal wieder so richtig austoben! Der erste Trailer zu 13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi sieht dementsprechend aus … Ick freu mir! Deutscher Start ist am 4. Februar 2016.


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Trailer zu Clint Eastwoods 'American Sniper' mit Bradley Cooper

Anfang letzten Jahres sorgte die Nachricht vom Tode Chris Kyles für Aufsehen, als er auf einem Schießsplatz von einem Freund, der unter PTBS leidete, erschossen wurde. Chris wer? Kyle war mit über 160 bestätigten Tötungen der erfolgreichste Scharfschütze der US-Geschichte. Seine Autobiographie American Sniper: The Autobiography of the Most Lethal Sniper in U.S. Military History war ein Bestseller und machte ihn international bekannt. Ein ganz klassischer Stoff für Hollywood, dem sich niemand geringeres als Clint Eastwood nun angenommen hat. In American Sniper erzählt Bradley Cooper, der Kyle spielt, die Geschichte des erfolgreichen Navy SEAL nach. Der erste Trailer sieht jedenfalls schon mal super aus, auch wenn schon wieder die ersten Stimmen laut werden, dass Eastwood hier lediglich die amerikanische Rechte bedient … Deutscher Kinostart ist am 15. Januar 2015.


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Trailer zu Peter Bergs Navy SEALs Actiondrama 'Lone Survivor'

Dass Peter Berg das Militär mindestens genau so schätzt wie Michael Bay, weiß man spätestens nach Battleship. Umso konsequenter, dass er sich in seinem neuen Film nun der wahren Geschichte von SEAL Team 10 annimmt, das 2005 damit beauftragt war, den hochrangigen Taliban-Führer Ahmad Shahd gefangen zu nehmen oder zu töten ('Operation Red Wings'). Die Mission scheiterte, der Kommandeur des Teams war der einzige Überlebende. Marcus Luttrell schilderte dieses Ereignis in seinem Buch Lone Survivor, das unter dem gleichen Titel nun in die Kinos kommt. Ich will gar nicht lange drum herum reden: Das sieht ziemlicht gut aus und ich freue mich natürlich schon jetzt sehr auf die Verfilmung, auch wenn es noch etwas dauert, denn Lone Survivor startet in den USA am 19. Januar 2014.

(Via The Film Stage)


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Inter arma enim silent leges: 'The Kill Team' Doku Trailer

Man muss sich nicht nur im September darüber ärgern, dass man nicht in Kanada wohnt, wenn das TIFF seine Pforten öffnet, sondern auch im April und Mai. Da ist in Toronto nämlich das alljährliche Hot Docs Festival, das sich – wie der Name schon sagt – dem Dokumentarfilm verpflichtet hat. Dort wird es nämlich Daniel Krauss' Doku The Kill Team zu sehen geben, die den Fall um ein Platoon in Afghanistan, das so wenig zu tun hat, dass es irgendwann damit beginnt, afghanische Zivilisten zu töten, rekapituliert und Beteiligte zu Wort kommen lässt. Der zwei Jahre alte Fall des 'Kill Teams' sorgte auch bei uns für Schlagzeilen. Der Trailer sieht äußerst vielversprechend aus.


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Courage, Loyalty, Honor: Neuer 'Act of Valor' Trailer

Wow, die Produzenten von Act of Valor scheinen ihren Film wirklich pushen zu wollen, denn vier Wochen nach dem zweiten Trailer ist nun ein neuer Trailer erschienen. Nicht allzu viel neues Material, aber die Richtung war ja schon nach dem ersten Trailer deutlich vorgegeben. Auf einen deutschen Kinostart hingegen muss man noch immer warten, da gibt es leider noch immer keinen Termin.


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Ein Biopic über die Navy SEALs: 'Act of Valor' Trailer

Es ist gerade mal einige Monate her, dass Usama Bin Ladin durch ein Einsatzkommando der Navy SEALs getötet wurde. Nur wenige Tage danach wurden gleich zwei Filme zum Vorfall angekündigt: Zum einen Kathryn Bigelows Actionthriller über genau diesen Einsatz und ein Film, der sich generell mit der Arbeit der härtesten US-Elitetruppe auseinandersetzt. Letzterer ist dann auch schon im Kasten, nachdem die Regisseure die SEALs zwei Jahre lange begleitet haben, und kommt am 17. Februar 2012 in die amerikanischen Kinos. Act of Valor heißt das Werk und besteht zu einem Großteil aus tatsächlichen Mitgliedern der Eliteeinheit – wohl auch der Grund weshalb die IMDb nur die eigentlichen Schauspieler auflistet -, die hier echte Einsätze respektive Taktiken nachstellen.

Die SEALs und SWCC (ich kenne selbst einige davon) haben im Film die Aufgabe einen entführten CIA-Agenten zu finden und zu befreien. Klingt recht unspektakulär, sieht im Trailer aber nach einer Mischung aus Bigelow, Bay und Scott aus. Natürlich muss man das alles mögen, sprich das Pathos und die Heldenverehrung, denn auch wenn die Zielgruppe in den USA etwas größer sein dürfte als hierzulande, ist das noch lange kein potentieller Kassenschlager. Dafür haben die USA schon wieder ganz andere Probleme (im Februar werden sie mitten im Wahlkampf stecken) und die Bin-Ladin-Sache ist dann auch schon wieder zu lange her. Ich freue mich jedenfalls sehr auf Act of Valor.


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'Where Soldiers Come From' Doku Trailer


Regisseurin Heather Courtney hat in ihrer Doku Where Soldiers Come From einige Jungs begleitet, die sich seit Ewigkeiten kennen und sich nach ihrem High-School-Abschluss gemeinsam bei der Nationalgarde verpflichtet haben. Über einen Zeitraum von vier Jahren dokumentiert sie, was mit den Jungs und ihrer Freundschaft passiert ist, nachdem sie in Afghanistan zusammen gedient haben – das Ergebnis: Nicht ist mehr so, wie es einmal war … Der Trailer (480p/720p/1080p) ist zwar etwas zu vollgestopft mit Zitaten – lief bereits auf einigen Festivals -, zeigt aber dennoch eindrucksvoll, was einen erwartet.


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Afghanistans Hölle: 'Hell and Back Again' Doku Teaser Trailer

Zugegeben, langsam nehmen die Kriegsdokus aus Afghanistan oder dem Irak wirklich überhand, aber auf der anderen Seite: Kann es zu solch einem wichtigen Ereignis wirklich genug Filme respektive Dokus geben? Danfung Dennis hat sich US-Soldaten in Afghanistan angenommen und begleitet sie nicht nur an der Front am Hindukusch, sondern auch an der Heimatfront. Der Film, der auf dem Sundance Festival seine Premiere hatte, lief vor einigen Wochen erst auf dem Genrefestival Hot Docs in Tornto und kam zumindest beim Chef des Documentary Blog, Jay Cheel, gut an, wie man auch im aktuellen Film Junk Podcast nachhören kann. Start in den Staaten ist im Oktober.


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Michael Bay, Fetische, Weltsichten und das Militär


Einer der interessantesten Aspekte, wenn es um Michael Bays filmisches Ĺ’uvre geht, ist sicherlich sein Hang zur Technik und deren Hochglanzinszenierung. Viele sprechen in dieser Hinsicht von einem Fetisch, was angesichts seines jüngsten Filmes, Transformers: Revenge of the Fallen, sogar durchaus zutreffen mag. Den interessantesten Aspekt, abseits von der Sexualisierung des Plots samt seiner Infantilität (die m.E. sowieso Spielberg zuzuschreiben ist), bildet Bays Zusammenarbeit mit den Streitkräften und deren engsten Verbündeten, den Rüstungsfirmen. Es verwundet nicht, wenn man im Abspann eine ellenlange Liste von beteiligten Rüstungsfirmen liest, die natürlich die tüchtigsten und größten in diesem Bereich aufführt. Neben dem obligatorischen Dank an das beteiligte Militärpersonal (in Form von Beratern, Waffenexperten, etc.), gibt es auch einen speziellen Dank an 'All Men and Women of the U.S. Armed Forces'.

Das ist nicht etwa nur ein feiner Schachzug Bays an seine Helfer, sondern auch ein deutliches Zeichen seiner Ideologie, die nicht nur hier, sondern in allen seinen Filmen immer wieder zum Vorschein kommt. Ähnlich wie im ersten Teil manifestiert sich dies nicht nur in der heroischen Darstellung der Streitkräfteangehörigen, sondern auch in Form des karikierten Politikers. Die rechte Hand von Präsident Obama (der einige Male wörtlich genannt wird) ist es hier, die – wie bereits der Präsident aus dem Ersten (eine Karikatur George W. Bushs) selbst – nicht nur lächerlich daherkommt, sondern die auch verspottet wird. Dies zeigt sich nicht nur in seiner Ausdrucksweise ("You are paid to fight, not to talk, soldier!"), sondern auch in Bays Darstellung selbiger. Da wird von langer Hand geplant, dass die Politik buchstäblich über Bord geworfen wird, denn am Ende weiß ja doch der Soldat am besten, was im Krieg zu tun ist.

Ein bekanntes Muster, schaut man sich einmal beispielsweise The Rock an, der ein ähnliches Szenario spinnt. Auch wenn die Gefahr vom Soldaten selbst ausgeht – einem äußerst ehrenvollen zudem -, sind Zivilisten dennoch völlig hilflos ohne das Militär (ohne zu weit abschweifen zu wollen, ist es das Militär, welches das Wissen und die Technik zur 'Lösung' des Problems hat; ferner sind es die Militärs, die sich selbst in der Krise noch ehrenvoll begrüßen und ansprechen – schließlich schweißt der gemeinsame Dienst [hier: Panama, Desert Storm] zusammen; der Höhepunkt ist dabei sicherlich der Dialog zwischen Michael Biehns Commander Anderson und Ed Harris' General Hummel [vom Drehbuchschnitzer des Steines mal ganz abgesehen]). Das verblüffende ist dabei sicherlich, dass der Politiker mit dem, was er da von sich gab, gar nicht unbedingt so falsch lag. Doch wenn Kameraden in Gefahr sind, dann ist jedweder Auftrag (hier: der Rückzug) egal, es gilt der Kamerad, der in Gefahr ist und der Unterstützung braucht.

Da ist es auch egal, wenn man dafür ausländisches Hoheitsgebiet penetriert und jegliche kulturelle Errungenschaft außer Acht lässt (sowieso ist dieser ein ebenfalls interessanter Aspekt, denn Bay zerstört nicht nur Pyramiden, sondern auch Bibliotheken und andere Kulturgüter). Schließlich geht es aber auch um das Fortbestehen der Menschheit und ihrem Planeten. Bei Bay heiligt der Zweck stets die Mittel, er fragt auch gar nicht erst, wie einst Robert McNamara "How much evil must we do in order to good?", sondern lässt die Militärmaschinerie heißlaufen. Diese fährt dann auch alles auf, was gut und teuer ist. Durfte Lockheed Martin im Ersten noch stolz die F-22 präsentieren, steht ihr die gute alte F-16 im Zweiten zur Seite. Diese fliegen natürlich stets in Formation und von der Sonne buchstäblich lackiert. Erstmals darf sogar die B-1 (Stückpreis 200 Millionen Dollar) mitspielen, denn schließlich sind die Decepticons zahlreicher geworden.

Auch die Streitkräfte sind zahlreicher geworden, zumindest ihre Kampfkraft. Konnten sie im ersten Teil noch kaum etwas anrichten, kämpfen sie hier Seite an Seite mit den Autobots (die wiederum auch stets betonten, dass sie Soldaten seien) und können deutlich mehr Schaden anrichten als noch zwei Jahre zuvor. Bay fährt in der letzten halben Stunde also fast alles auf, was die (Teil-)Streitkräfte zu bieten haben: Flugzeuträgerverbände, Kreuzer, Panzer, Predatordrohnen und natürlich auch Helikopter, die meist jedoch dran glauben müssen (dekonstruiert Bay hier etwa seinen eigenen Mythos?). Diese Zurschaustellung von militärischer Überlegenheit – sowohl in der Filmwelt, als auch im realen Leben – befriedigt nicht nur Bays Technikfetisch und veranschaulicht dem Rezipienten zudem seine Weltsicht, sondern hat ganz klar auch ökonomische Vorteile.

Wohingegen viele Filmproduktionen teures Gerät leihen müssen, stellen es Bay die Streitkräfte zur Verfügung, dass er sie laut Aussagen stets in einem äußerst positiven Licht hat erscheinen lassen. Des Weiteren dürfte es natürlich auch die Rekrutierungszahlen ansteigen lassen, ist die Zielgruppe des Ganzen doch schließlich männlich und in wenigen Jahren im wehrfähigen Alter. Mehr Fliegen kann man also nicht mit einer Klappe schlagen. Auch das Pathos, dessen sich Bay immer wieder gerne bedient, verlangt nach dem Militär. Seine enge Verzahnung mit dem Patriotismus, der wiederum mit dem inszenatorischen Pathos einher geht, ist omnipräsent. Bay liebt es seine Figuren in Zeitlupe laut schreien zu lassen, um Kameraden – ja, auch Sam ist einer, man denke nur an Major Lennox' Worte "You're a soldier now!" – zu trauern und dabei den Krieg stets im Hintergrund laufen zu lassen.

Krieg, das ist in Bays Kosmos ein einziges großes Indianer-und-Cowboy-Spiel, das einer gewissen Romantik nicht entsagt und in der Mise-en-scène auch genau so eingefangen wird – in Zeitlupe, meist ohne Dialoge, aber mit lauter orchestraler Musik, die das Ganze zusätzlich verklärt und romantisiert. Sowieso zeigt sich Bays Sicht auf die Welt buchstäblich an der Oberfläche – da sitzen in der Vorlesung nur Models, Megan Fox schraubt am Motorrad rum und beschmutzt sich dabei mit Öl und Eltern sind gefangen zwischen Fortschritt und Reaktion. Das macht Michael Bay sicherlich zu einer der interessantesten Personen Hollywoods, egal, wie man das alles nun werten mag.


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