So sieht Godzilla aus: Der japanische 'Godzilla' Trailer verrät es

Nicht wenige freuen sich auf den neuen Godzilla von Gareth Edwards, der mit seinen ersten Trailern ja schon durchaus für Furore sorgte. Vom 'Titelhelden' bekam man ja nicht allzu viele Details zu sehen, was im neuen, japanischen Trailer durchaus anders ist, denn darin sieht man ganz deutlich wie Godzilla aussieht. Zwar ist das jetzt keine so spannende Geschichte jene mit dem Cloverfield-Monster damals, aber einige dürfte es dennoch freuen. Kinostart ist am 15. Mai.

(Via Film Junk)


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Kleine Monster: Creepy Kids – Children in Horror Supercut

Peter hat schon vor einigen Wochen einen Supercut zu 'Creppy Kids – Children in Horror' erstellt, der sehr schön geworden ist, wie ich finde. In zweieinhalb Minuten gibt es allerlei Kinder(fratzen) zu sehen, die alles andere als niedlich sind – gemäß Lucio Fulcis Aussage: "No one will ever know whether the children are monsters or the monsters are children.", der mit seinem The House by the Cemetery natürlich auch vertreten ist.

(Via LangweileDich.net)


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Die geteilte Stadt: 'Possession' DVD Review


Will man über Trennung, über Teilung und Ungerechtigkeit erzählen, bietet sich das geteilte Berlin als Schauplatz ja geradezu an. Triste Wohnsiedlungen, leer gefegte Straßen und die noch tristere, gigantische Mauer, die da mitten durch die Stadt verläuft und nicht selten auch in den Köpfen der Menschen weiter verläuft. Und dennoch scheint es in dieser Umgebung tolle Wohnorte zu geben – für all jene, die es sich leisten können und zumindest ein kleines Stück Luxus genießen wollen. So zu sehen in Andrzej Zulawskis Possession, der keine Illusionen schafft, sondern uns mit der harten Realität konfrontiert. Und dennoch abstrahiert Zulawski auch, denn auf seinen Straßen finden sich keine Passanten, in den U-Bahnen finden sich nur die sozial Ausgegrenzten, die das triste Bild der Stadt unterstreichen. Wenn Mark (Sam Neill) durch die Straßen Berlins läuft, hört man jeden Schritt, jedes Klacken, das er mit dem Absatz seines Schuhs auf dem Asphalt kreiert. Man kann sogar so weit gehen und sagen, dass Zulawskis Berlin nur von Freaks bewohnt wird. Zum einen natürlich von Mark und seiner Frau Anna (Isabelle Adjani), zum anderen von sleazigen Privatdetektiven, undurchsichtigen Geschäftsleuten und Liebhabern mit Kung-Fu-Kenntnissen.

Nicht nur zwischen den beiden politischen Systemen gibt es große Differenzen, auch zwischen den beiden Geschlechtern, die ihre Ehe am Ende sehen. Doch wie so oft will es einer der beiden nicht akzeptieren, weshalb es schließlich zum 'Kampf' kommt. Dieser ist dann auch ein Kampf auf Leben und Tod – und am Ende wird der anfangs kleine Küchenbrand zum globalen Brandherd. Es ist schon beeindruckend, was Zulawski in Possession alles vom Stapel lässt. Auch wenn er immer wieder auf grobe Schockmomente setzt und seinen eigentlichen Hauptdarsteller in voller Pracht zeigt, bleibt Possession stets bemüht und subtil in seiner politischen und gesellschaftlichen Allegorie. Ihm ist mit seinem Film so viel gelungen, dass man Possession keinesfalls einem Genre zuordnen kann. Er ist nämlich nicht nur Beziehungsdrama, sondern auch Thriller, Horrorfilm und alles andere – eine Art abseitiger, exploitativer Arthousefilm mit ganz vielen Gross-Out-Momenten und einem aberwitzigen Finale. Dabei setzt Zulawski weniger auf eine kohärente Geschichte, als vielmehr auf Fragmente, die des Öfteren ins Surreale abwandern. Auch das Spiel von Neill und Adjani grenzt nicht selten ans Surreale oder gar Masochistische. Zu Recht gab es dafür für Adjani den Preis für die beste Darstellerin in Cannes.

Dabei ist Possession aber nicht immer ein Vergnügen, denn gerade durch seinen Surrealismus, das enorm physische Spiel der Darsteller, das daher hin und wieder etwas redundant wirkt, ist es nicht immer einfach, dem Geschehen zu folgen. Man will sich nicht wirklich in die Beziehungsprobleme eines Ehepaares einmischen, das eigentlich alles hat, was es will. Doch erst später, wenn es sich zu einem größeren Ganzen entwickelt, ist man wieder voller Spannung dabei. Dann, wenn die ganze Welt plötzlich aus den Fugen zu geraten droht und endgültig alles gescheitert ist zwischen den beiden Liebenden, die einfach nicht zusammen sein können. Letztlich regiert der Nihilismus. Die einzige Konstante während alledem, das man buchstäblich als Krieg bezeichnen kann, bleibt der Ort, Berlin. Dass Zulawskis vermeintlicher Skandalfilm als solcher wahrgenommen wurde, liegt sicherlich auch daran, dass die Mauer nach Erscheinung noch acht Jahre bestehen sollte. Aber auch heute ist Possession noch ein ziemlich verstörendes Werk, das auch hinsichtlich seiner politischen Allegorien nicht an Aktualität verloren hat. Denn das Böse, das Zulawskis selbst erlebt hat, ist allgegenwärtig. (8/10)

Bildstörung hat die deutsche DVD-Premiere (Amazon-Partnerlink) als OmU im schicken Schuber und mit einem wundervollen Artwork veröffentlicht. Bild und Ton sind wie vom Label gewohnt auf hohem Niveau, die Extras wie immer große Klasse. Neben einem Audiokommentar findet sich eine fast einstündige Doku, die den Entstehungsprozess beleuchtet und die Beteiligten zu Wort kommen lässt (und auch auf die Skandalwirkung des Filmes eingeht). Krönender Abschluss ist das 48-seitige Booklet mit Texten von Jörg Buttgereit, Daniel Bird und Dr. Marcus Stiglegger, der zu Zulawskis Gesamtwerk schreibt. Schöner und dem Film gerecht werdender könnte eine Veröffentlichung kaum sein.


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Summer of '79: 'Super 8'


Was wurde nicht wieder für ein großes Geheimnis um einen Film gemacht, der letztlich doch nur ein einziger großer Sommerblockbuster ist. Nach Cloverfield hat sich J.J. Abrams an ein weiteres im wahrsten Sinne des Wortes Monsterprojekt gewagt – dieses Mal sogar als Regisseur und nicht nur als Produzent. Der Mann im Hintergrund war dieses Mal Steven Spielberg, dessen Einfluss auf das Projekt aber deutlich sichtbar über die Grenzen des reinen Produzierens hinausgeht – Poltergeist lässt grüßen. Sowohl Letzterer als auch Cloverfield sind gute Einwürfe, um Super 8 einzuordnen. Denn eines gleich vorweg: Super 8 ist bei weitem nicht der Monster-Film, zu dem er im Vorfeld hochstilisiert wurde. Sicher, das Marketing hat einmal mehr funktioniert und den Kinogänger vielleicht sogar absichtlich mit falschen Erwartungen gelockt. All die Vermutungen, seien es nun Area 51 oder Roswell, führen ins Leere, denn Super 8 ist zu allererst ein Coming-of-Age-Film über das Erwachsenwerden in Suburbia und die Liebe und Hingabe zum Film. Und dennoch trägt er – ähnliche wie in Monsters – einen Monsterfilm-Anstrich, der ihm besonders gut steht.

J.J. Abrams' Blockbuster weiß von der ersten Sekunde an zu gefallen, ist der Film doch in einen schicken Retro-Look getaucht, der die 70er Jahre wiederaufleben lässt, ohne forciert oder kopiert zu wirken. In den Zimmern der Jungs (u.a. Joel Courtney, Ryan Lee und Riley Griffiths) finden sich Poster zu Klassikern von Carpenter und Romero, sowie Lucas' großer Sternensaga, die erst vor zwei Jahren in den Kinos zu sehen war. Man bemerkt schnell, dass den Jungs diese Filme am Herzen liegen. Sie wollen etwas großes schaffen und sind dabei vom Zeitgeist beeinflusst, weshalb sie unbedingt einen Zombiefilm drehen wollen. Auch hier hat Super 8 eine Natürlichkeit und Ungezwungenheit inne, die vielen period pieces völlig abgeht. Natürlich besteht auch die Jungs-Gang aus den klassischen Typen: Da ist zum einen der schüchterne Schönling, der feiste Anführer und der nerdige Sidekick, der sich als Special-Effects-Mann etablieren möchte und für das comic relief des Films verantwortlich ist. Und dennoch schließt man die Jungs umgehend ins Herz, auch, weil sie im tristen Vorstadtleben das beste aus ihrer Situation zu machen scheinen – schließlich steht der Sommer vor der Tür.

Es ist das Zombie-Projekt der Jungs, das nicht nur als Film-im-Film-Gimmick dient, sondern vielmehr eine Mise en abyme darstellt, mit der Abrams und Spielberg ihre Liebe nicht nur zu diesem Projekt, sondern auch zu ihren Filmen generell unterstreichen. Allen voran natürlich Spielberg, dessen Filmografie mindestens drei Mal so lang ist wie die von Abrams. Super 8 ist nämlich schlichtweg ein einziges, ellenlanges Spielberg-Selbstzitat, bei dem Abrams lediglich für die Lensflares verantwortlich zeichnet, die es wieder mal zuhauf gibt, die hier aber erstaunlich gut platziert sind. So gibt es in Super 8 dann auch alle typischen Spielberg-Topoi: die gebrochene Vaterfigur, den Familienkonflikt, die Initiationsgeschichte, die Bedrohung von Außen, sowie – natürlich – die Interaktion mit dem Alien. Dieses ist leider ziemlich unästhetisch geworden, was man nach dem tollen Creature-Design in Cloverfield so nicht erwartet hätte. Aber sei's drum, schließlich ist das Alien sowieso nicht allzu häufig zu sehen und ohnehin nur Mittel zum Zweck, wenn auch kein wirklicher MacGuffin. Der größte Star des Filmes ist nämlich jemand ganz anderes.

Super 8 ist Elle Fannings Film, dominiert die 13-Jährige doch jede Szenen, in der sie zu sehen ist. Dabei ist es nicht nur das große Schauspieltalent, mit dem der Teenager gesegnet ist (und von dem man hoffentlich noch mehr sehen wird), sondern auch die Rolle, die man ihr auf den Leib geschrieben hat. Die Geschichte zwischen ihr und Hauptdarsteller Joel Courtney ist herzerwärmend und fügt sich fantastisch in den Rest der Geschichte ein. Sie ist von einer unbeschwerte, unprätentiösen Leichtigkeit geprägt, die das heutige Hollywoodkino nur noch selten erblicken lässt. Super 8 zeigt hier einmal mehr, dass er ein Film über die Liebe ist – die Liebe zu anderen, sowie die Liebe zum Film (und stets auch ein Film über Nächstenliebe). Bei all den Gefühlen dringt in Super 8 aber immer wieder auch der Blockbuster durch. Beispielsweise wenn der Zug entgleist – dem Highlight des Filmes – und wir Zeuge eines Crashs werden, der seinesgleichen sucht. Auch wenn die Effekte vor allem für ILM-Verhältnisse alles andere als State of the Art sind, gehört der Traincrash zu den besten action set pieces, die ich im jüngeren Blockbusterkino bisher gesehen habe. Das ist pures eye und ear candy (Ohropax nicht vergessen!). Und ein schöner Gegensatz zum 'praktischen' Filmemachen der Jungsclique, in dem so viel Herzblut steckt.

Es gibt kaum etwas an Super 8, das einem nicht gleich sympathisch ist. Seien es nun die tollen Darsteller (Noah Emmerich als fieser Kommandeur sollte ebenfalls erwähnt werden), das perfekte Timing oder die einfühlsame Geschichte – Abrams' und Spielbergs Kollaboration ist wundervolles Retro-Kino, das auf ein modernes Kinopublikum ausgerichtet ist und dabei nur selten Zugeständnisse macht. So darf das Sommer-Blockbusterkino auch für Erwachsene gerne öfter aussehen. (8.5/10)


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