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	<title>Equilibrium &#187; museum</title>
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		<title>sibSTANCIJA_09: Tag 3 &#8211; Podiumsdiskussion und &#8230; Schnee!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 13:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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Stefan Rybkowski &#38; Gabriel Gonzáles, Foto: Maja Schelkownikowa
Es ist Samstag, genauer gesagt Samstag 9.15 Uhr und ich betrete zum letzten Mal den Saal mit dem wohl besten Fr&#252;hst&#252;ck, das mir seit langem untergekommen ist (Pancakes, W&#252;rstchen, M&#252;sli, alle S&#228;fte &#8211; nichts, was es nicht gibt). Es ist der dritte und zugleich auch schon letzte Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2864" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Stefan Rybkowski &amp; Gabriel Gonzáles" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/megabriel.jpg" alt="" width="560" height="373" /><br />
<span style="font-size: x-small;">Stefan Rybkowski &amp; Gabriel Gonzáles, Foto: <a href="http://lubitel.su/" target="_blank">Maja Schelkownikowa</a></span></p>
<p>Es ist Samstag, genauer gesagt Samstag 9.15 Uhr und ich betrete zum letzten Mal den Saal mit dem wohl besten Fr&#252;hst&#252;ck, das mir seit langem untergekommen ist (Pancakes, W&#252;rstchen, M&#252;sli, alle S&#228;fte &#8211; nichts, was es nicht gibt). Es ist der dritte und zugleich auch schon letzte Tag des deutsch-russischen Bloggertreffens im Rahmen der <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/tag/sibstancija/" target="_self">sibSTANCIJA_09</a>. Heute auf dem Programm: die lang ersehnte Podiumsdiskussion &#039;<a href="http://www.goethe.de/ins/ru/lp/prj/sib/sta/web/deindex.htm" target="_blank">Ich blogge, also bin ich!</a> Zwischen Selbstdarstellung und neuem Journalismus &#8211; Blogs als Ph&#228;nomen der Informationsgesllschaft&#039;. Doch davor ging es ersteinmal auf eine mehrst&#252;ndige Rundfahrt, zusammen mit allen Journalisten.</p>
<p>Das wohl atemberaubendste an Nowosibirsk ist seine Landschaft. Als der Bus f&#252;r wenige Minuten hielt und uns in der N&#228;he eines Sees absetzte, war der Schnee so hell und blendend, dass man den Horizont und die in der Ferne fischenden Eisfischer kaum erkennen konnte. Dazu eine sanfte Brise Wind und leichter Sonnenschein &#8211; traumhaft! Anschlie&#223;end ging es in ein Museum, wo wir nicht nur seltene Mumien erblicken durften, sondern auch Einsicht ins Leben russischer Ureinwohner bekamen. Einige historische Informationen reicher ging es dann weiter nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akademgorodok" target="_blank">Akademgorodok</a>, einem Hochschulviertel, wo eine neue <a href="http://www.pasch-net.de/" target="_blank">PASCH-Schule </a>er&#246;ffnet wurde. Erneut mit vielen Reden und einem leckeren Buffet (und nicht zu vergessen einem deutschen Rap einiger Sch&#252;ler des Gymnasiums Nr. 3).</p>
<p>Als n&#228;chstes sollten dann aber wieder wir Blogger im Fokus stehen, denn endlich ging sie los, die &#246;ffentliche Podiumsdiskussion. Den Anfang machte Gabriel Gonzáles von der Deutschen Welle (DW), Projektleiter der <a href="http://www.thebobs.com/" target="_blank">BOB-Awards</a>, der &#252;ber die internationale Bloggerszene referierte und dem Publikum einen &#220;berblick dar&#252;ber gab, was einen spanischen Blogger beispielsweise von einem deutschen unterscheidet. Nach diesem ersten, kompetenten &#220;berblick f&#252;hrte <a href="http://e-g.livejournal.com/" target="_blank">Dr. Eugene Gorny</a> fort, der einen, wie er selbst sagte, &#039;philosophischen&#039; generellen &#220;berblick &#252;ber das Bloggen gab. Nach den beiden Vortr&#228;gen war dann erstmal Zeit f&#252;r einige Fragen (und Zeit f&#252;r den Dolmetscher &#8211; alles wurde simultan &#252;bersetzt &#8211; kurz zu verschnaufen) aus dem Publikum, die wir Blogger, die wir am runden Tisch sa&#223;en, versuchten zu beantworten.</p>
<p>Aus diesen Fragen des Publikums und anderen Anwesenden (so auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Kobler" target="_blank">Ministerialdirektor Martin Kobler</a> aus dem Ausw&#228;rtigen Amt) entwickelte sich schlie&#223;lich ein sch&#246;ner Dialog um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und sonstigen relevanten Web-2.0-Themen (ich ging bspw. kurz auf die <a href="http://blogsofwar.pbwiki.com/" target="_blank">Milblog-Szene</a> ein, um zu zeigen, dass Blogger bisweilen dort agieren k&#246;nnen, wo traditionelle Journalisten gar nicht erst hinkommen). Im Fokus stand nat&#252;rlich einmal mehr <a href="http://netzpolitik.org/" target="_blank">Markus</a>, der auch gleich noch um Interviews von <a href="http://www.dradio.de/" target="_blank">DLF</a>, <a href="http://www.dw-world.de/german" target="_blank">DW</a> &amp; Co. gebeten wurde. Aber es sei ihm geg&#246;nnt, denn er versteht die Materie meiner Meinung nach auch wie kaum ein andere Blogger (und dennoch kann man mit ihm viel Spa&#223; haben &#8230;).</p>
<p>Nach einem kurzen Abstecher in ein Steakhouse (?), wo es ewig dauerte, bis die russische Bedienung verstand, dass &#039;French Fries&#039; Pommes Frites sind,  (jaja, die Sprachbarriere, und das trotz Englisch als Lingua franca) landete unsere Truppe in einer Kneipe, wo die bayerische Band <a href="http://www.myspace.com/labrassbanda" target="_blank">LaBrassBanda</a> dem Publikum so richtig einheizte &#8211; und auch wenn es absolut nicht mein Ding war, die haben den Laden <em>richtig</em> gerockt! Da hat das GI wirklich einmal mehr verstanden, was es hei&#223;t, deutsche Kultur treffsicher in andere L&#228;nder zu bringen. Viel interessanter als das Konzert selbt (zumindest f&#252;r mich) war aber die Tatsache, dass ich kein Bargeld mehr (umgetauscht) hatte und ich aber unbedingt einen Gin &amp; Tonic haben wollte. Also Kreditkarte raus und probiert &#8230;</p>
<p>Und siehe da, die Sprachbarriere wieder mal. Doch da der Laden gerammelt voll war, dauerte es nat&#252;rlich nicht lange, bis sich ein Jugendlicher fand, der ausreichendes Englisch sprach und mir bei der Bestellung half (er lebte sogar erst drei Monate in Rostock). Zwar dauerte es schlussendlich bestimmt 20 Minuten, bis ich meinen G&amp;T hatte, aber das zeigte mir wirklich, wie freundlich und hilfsbereit die Russen sind. Ich meine, 200 Rubel f&#252;r einen G&amp;T und ich will mit Kreditkarte zahlen, die h&#228;tten auch gut und gerne sagen k&#246;nnen, dass das nicht drin ist und ich mich doch bitte um Bares k&#252;mmern sollte. Aber nein, auch als ich darauf hinwies, dass man bei Kreditkartenzahlung keinen Pin eingibt sondern nur unterschreibt, versuchten es die Bedienungen erneut &#8211; und dieses Mal sogar mit Erfolg. Da schmeckte der Drink nat&#252;rlich gleich noch besser!</p>
<p>Dazwischen: alle (bis auf mich, wie gesagt, <em>&#252;berhaupt</em> nicht meine Musik) schwangen das Tanzbein &#8211; hallo, da konnte aber einer Tanzen, was Markus? &#8211; und hatten schier unendlich viel Spa&#223;. Ehe man sich versah, war es dann auch schon gut ein Uhr morgens, und da unser Flieger (zumindest meiner und Gabriels) schon um sieben Uhr losging (wir dementsprechend nat&#252;rlich um f&#252;nf Uhr aufstehen mussten), wollten wir nat&#252;rlich gar nicht erst schlafen. Und so &#252;berredeten uns <a href="http://ad-lt.livejournal.com/" target="_blank">Anna</a>, <a href="http://gaechka-zaika.livejournal.com/" target="_blank">Kristina</a> und die anderen Russen zu einem n&#228;chtlichen Spaziergang entlang des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ob" target="_blank">Ob</a>, wo der Schnee mir zum Verh&#228;gnis werden sollte &#8230; Klingt dramatischer als es letztendlich war, aber mein Schuhwerk wollte mich einen kleinen H&#252;gel einfach nicht hochbringen. Und so musste ich tats&#228;chlich auf die Hilfe zweier Damen zur&#252;ckgreifen, die mir hochhalfen (f&#252;r einen Gentleman wie mich nat&#252;rlich ein gro&#223;er Fauxpas).</p>
<p>Zu meiner Verteidigung: man muss wissen, dass die Nowosibirsker durchaus wissen, wie man mit den Schneemassen umgeht. So kehren sie n&#228;mlich st&#228;ndig die Wege und Stra&#223;en frei, wodurch sich &#252;berall abseits der Wege riesige Schneeklumpen bilden, die bisweilen auch Absperrband erfordern. Um an diesem Abend also eine M&#252;nze in die Ob zu werfen &#8211; das hei&#223;t, man kommt wieder in die Stadt &#8211; musste ich einige Schritte abseits des Gehwegs gehen, die mich, und ich &#252;bertreibe nich, knietief in den Schnee brachten! Ja, das war alles andere als angenehm, aber was tut man nicht alles f&#252;r die V&#246;lkerverst&#228;ndigung. Und es war ja auch wirklich ein wundersch&#246;ner Abend. Ein Abend, der leider mit dem Abschied enden sollte &#8230;</p>
<p>Vor dem Hotel hie&#223; es dann n&#228;mlich Abeschied nehmen &#8211; die Russen von uns, wir von den Russen. Schnell noch Karten und sonstige Hinweise ausgetauscht und versprochen, dass man sich auf jeden Fall wieder sehen wird (zwei Bloggerinnen besuchen mich n&#228;chsten Monat schon in Stuttgart), ging es auf zum letzten Gefecht, und zwar an die Hotelbar. Dort warteten nicht nur nette Gespr&#228;chspartner (alle Journalisten waren hier mal vereint), sondern auch interessante Themen &#8211; Gabriel und ich: <em>&#034;Die Frauen hier sind viel femininer als die deutschen und achten viel mehr auf ihr &#196;u&#223;eres &#8230;&#034;</em> Kurz vor f&#252;nf dann noch schnell den Koffer packen und auf ging es wieder gen Deutschland. Hach, Russland, Du und Deine Menschen haben es mir wirklich angetan. Bis hoffentlich bald, До свидания!</p>
<p>(es folgt auch noch ein abschlie&#223;ender Bericht und ein Fazit, bis dahin m&#246;chte ich auf <a href="http://www.flickr.com/photos/stefan_equilibrium/sets/72157615419959985/" target="_blank">meine ersten Bilder bei Flickr</a> und die Eintr&#228;ge bei den anderen <a href="http://textundblog.de/?p=2843" target="_blank">deutschen</a> und <a href="http://metkere.com/2009/03/blogs-ru-de.html" target="_blank">russischen</a> <a href="http://ad-lt.livejournal.com/46080.html" target="_blank">Bloggern</a> <a href="http://www.flickr.com/photos/nokato/sets/72157615190308324/" target="_blank">aufmerksam</a> machen)</p>
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