Achtung, Musicalalarm! 'Rock of Ages' Trailer

Warum ich den Trailer zu Rock of Ages überhaupt bringe, wo mein Interesse für Musicals doch praktisch gegen Null tendiert? Ich weiß es nicht, vielleicht ist es der Cast oder die Musik, die man durchaus hören kann. Jedenfalls sind Tom Cruise, Paul Giamatti, Alec Baldwin, Russell Brand und viele andere mit dabei. Deutscher Start des Film-Musicals ist am 07. Juni 2012.

(Via The Playlist)


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Schwarzeneggers 'Commando' als Muscial!


Ich muss offen gestehen, dass ich mir die bisherigen Musicals zu The Terminator oder Total Recall bewusst nicht angesehen habe, da ich Musicals nicht ausstehen kann und diese meinen Humor ohnehin nicht befriedigen können (ja, das sage ich ohne sie gesehen zu haben!). Als ich gerade aber über das Musical zu Schwarzeneggers Brett Commando gestoßen bin, habe ich doch mal einen Blick gewagt – und siehe da: zwar nicht zum Wegschmeißen, aber durchaus amüsant und vor allem auf den Punkt gebracht. On a side note: Mark L. Lesters Commando wurde von der BPJM endlich vom Index genommen und erscheint hoffentlich bald – wie bereits Predator und The Terminator – mit einer Freigabe ab 16.

(Via F5)


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»At last! My arm is complete again!«

Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
(Tim Burton, USA/UK 2007)
Kino

Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet StreetBurtons neuer Film ist wohl der Film der Golden Globes – und auch bei den Oscars wird es wohl nicht anders aussehen. Jeder Burton-Fan bekam schon nach dem Poster feuchte Hosen, vom Trailer und den unzähligen Ausschnitten der Musikeinlagen ganz zu schweigen. Nun, zu den Fans Burtons würde ich mich als letztes zählen, MARS ATTACKS! ist nett, SLEEPY HOLLOW ebenfalls, das Remake von PLANET OF THE APES bleibt am besten unerwähnt. Mehr seiner Filmografie kenne ich bisher nicht. Dennoch war die Vorfreude groß, nicht zuletzt auch wegen der Mischung aus Broadway-Musical und Spielfilm, welche sich nun als großartig herausstellte. Außer einigen Bollywoodstreifen würde mir jetzt ehrlich gesagt auch kein Film einfallen, der diese "Symbiose" so konsequent eingeht und noch erfolgreich dazu. SWEENEY TODD öffnet bereits mit gesungenen Dialogen, gibt die Richtung von Beginn an vor, sowohl in Hinsicht auf die dunkel angehauchte Story als auch auf die vielen Musikeinlagen.

Dabei ist Erstere gar nicht mal so komplex, vielmehr erinnert sie an eine klassische Tragödie: Ein Mann verliert durch die Machthaber sein Hab und Gut (inklusive Frau und Tochter), kehrt Jahre später zurück und rächt sich an seinen Peinigern… Klingt nicht unbedingt nach einem Stoff, der noch nie verfilmt wurde, richtig. Doch gab es das schon mal mit solch einer dunklen Grundstimmung, solch einer fantastischen Mischung aus Gesang und Dialog? Ich denke nicht. SWEENEY TODD wird in erster Linie von einem großartigen Johnny Depp getragen, keine Frage. Er ist mit Leib und Seele dabei, das merkt man jede einzelne Sekunde der knappen zwei Stunden, die der Film für sich beansprucht. Doch damit nicht genug, denn auch der restliche Cast, allen voran Helena Bonham Carter, liefert eine Performance ab, die den Kinobesuch allein schon deshalb rechtfertigt – und wie oft geht man ins Theater/die Oper, wegen des Schauspielers und nicht unbedingt wegen des Stückes? Wie gesagt, an Superlativen kann man in Hinsicht auf die Darsteller wirklich nicht genug anführen (okay, Rickman ist vielleicht der einzige, der – sagen wir nicht unbedingt – gut singen kann).

Burtons Neuer scheint schlichtweg perfekt zu sein – neben dem Genannten vor allem einmal mehr in der Farbgebung und den einzelnen Einstellungen -, wäre da nicht doch der ein oder andere kleine Schönheitsmakel. Zum einen gibt es einige kleine Längen, auf denen zu lange herumgetrampelt wird (die Liebe des Richters zu seiner Tochter, einige Gesangseinlagen). Der Fokus scheint einige Male dann doch nicht fokussiert genug und so eröffnet SWEENEY TODD dann doch auch mal den ein oder anderen kleinen Nebenkriegsschauplatz, wodurch dann auch die genannten Längen entstehen. Von dem Gesangseinsatz, der natürlich bisweilen redundant wirkt, mal abgesehen. Des Weiteren kommt das Ende weiß Gott zu abrupt und zu unausgegoren daher, lässt einige Charaktere sogar vollkommen auf der Strecke. Man sitzt in seinem Sessel und ist sich nicht sicher, ob das wirklich schon der Abspann ist, der da über die Leinwand flimmert. Aber sei es drum, denn angesichts der vorherigen 110 Minuten, in denen der Film einfach nur magisch erscheint, fällt das Genannte nicht groß ins Gewicht.

SWEENEY TODD ist nichts für Leute, die mit Musicals, Theater oder ähnlichem überhaupt nichts anfangen können. Vielmehr ist es noch immer ein Broadwaystück, ausgeschmückt und leicht gestrafft. Die Musik ist episch, kräftig sowohl in ihrer Prämisse, als auch in ihrer Performance. Das bezieht sich jedoch keinesfalls nur auf den Gesang der Darsteller, bei dem man sowieso kaum glauben kann, dass dieser tatsächlich von ihnen selbst stammen soll, sondern auch auf die Musik selbst, die in ihrer Größe kaum greifbar scheint. Noch lange nach dem Abspann wird die Musik in den Ohren klingen, wirken und dafür sorgen, dass man den dämonischen Barbier, der besonders in der zweiten Hälft extrem düster und diabolisch gerät, nicht so schnell aus dem Gedächtnis verliert. Mit SWEENEY TODD ist Burton einer der besten Filme des Jahres gelungen – und das sage ich schon jetzt, wo noch nicht einmal der erste Monate des Jahres zu Ende ist, ja! Groß, ganz groß! (9/10)

Erscheint bei X-RATED


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