'Bros Before Hos' Trailer: Der neue Film der 'New Kids'

Vor einer gefühlten Ewigkeit angekündigt, ist er nun da. Nunja, nicht ganz, aber immerhin schon mal der deutsche Trailer zu Bros Before Hos, der neuen Komödie um die New Kids-Gang. Kinostart ist am 15. Januar, also im Prinzip auch demnächst. Neben altbekannten Gesichtern wie Flip Van der Kuil gibt es aber auch neue Gesichter, allen voran Sylvia Hoeks. Umgehauen hat es mich nicht gerade, nein, aber gegen Ende musste ich dann doch noch etwas lachen. Und auch den obligatorischen Mongo-Witz konnte man sich nicht verkneifen. Mal schauen, ein dritter New Kids-Teil wäre mir definitiv lieber gewesen.


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Asi-Apokalypse in Friesland: 'New Kids Nitro'


Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass New Kids Turbo in den deutschen Kinos startete, im Laufe des Jahres knapp eine halbe Million Menschen in die Kinos lockte und damit den erfolgreichsten Start eines niederländischen Films in Deutschland markierte. Vor allem der zeitliche Abstand weist jedes Hollywood-Sequel in die Schranken, denn die lassen sich meist zwei, wenn nicht sogar mehr Jahre Zeit. So viel Zeit hätten sich Steffen Haars und Flip Van der Kuil aber auch gar nicht lassen dürfen, denn das wäre den Fans gehörig gegen den Strich gegangen. Die wollen nämlich so viel New Kids wie nur irgendwie möglich. Und so gibt es nun gleich zu Beginn des Jahres die volle Asi-Dröhnung in den deutschen Kinos. Die Richtung ist schon vorgegeben, da ist die Leinwand noch schwarz. 'Dreams' von 2 Brothers on the 4th Floor ertönt, während die Produktionslogos eingeblendet werden und sich zwei Prolls im Kinosaal niederlassen. Sie wirken und benehmen sich, als kämen sie selbst direkt aus dem New Kids-Universum, darauf weist nicht nur Optik, sondern vor allem ihr Sprachduktus hin. Richtig, dieses Mal durchbrechen die New Kids noch vor Beginn des eigentlichen Filmes die vierte Wand und zeigen sich auch im Laufe des Films selbstreflexiver denn je.

Nach diesem kleinen Prolog begibt sich New Kids Nitro schließlich in die erzählende Welt, wo es eine Art Prolog eines Fans gibt, der Barry, Gerrie und Co. erzählt, wie langweilig sie mittlerweile doch geworden seien. Gleich würde einer von ihnen überfahren werden und sowieso war in den ersten Staffeln und auf dem anderen Sender alles viel besser. Die New Kids und ausgelutscht? Der Junge wird recht schnell zum Schweigen gebracht, natürlich auf eine äußerst derbe Art und Weise – New Kids-Style eben. Nun kann der Film auch beginnen, denn die Jungs haben mal wieder keinen Bock die Straße in ihren orangenen Westen zu kehren. Nein, dieses Mal wird wahrlich kein Halt gemacht. Vor Nichts und Niemandem. Es dauert nicht sehr lange, da müssen die ersten Kinder in einem Schwimmbecken dran glauben. Und der geneigte Fan kommt auch hier wieder kaum aus dem Lachen heraus. Und dennoch hatte der Junge in der Exposition nicht ganz unrecht, denn wie kann man dem Ganzen noch eines draufsetzen, wie die Jungs erneut in eine Geschichte verstricken, die länger als nur zwei, drei Minuten ist?

Na, ganz einfach, man lässt die Jungs das machen, was sie am besten können. Getoppt werden kann New Kids Turbo ohnehin nicht, denn dafür ist die Materie einfach zu redundant, das muss auch jeder Fan eingestehen. Dennoch bedienen sich Haars und Van der Kuil einiger durchaus effektiven Mittel, beispielsweise in dem sie neue Randgruppen einführen, wie eine Gruppe von jungen Einwanderern, die nicht etwa Manta fahren und Techno hören, sondern Golf und Hip Hop. Sie kommen immer dann, wenn die Luft raus ist und man einen neuen Gag braucht, da der alte gerade verbraucht wurde. Sowieso ist New Kids Nitro noch weniger vom Plot abhängig als noch New Kids Turbo. Stattdessen gibt es wie in den Sketch-Vorlagen viele kleine Einschübe, die meist hervorragend funktionieren. Da ist beispielsweise ein Typ, der ständig ein High-Five will, es aber nicht bekommt, oder der bekannte Mongo, der sich dieses Mal als Beifahrer bei wilden Autorennen betätigt. Zwar suggeriert der Trailer anderes, aber der Fokus liegt nicht etwa auf den friesischen Zombies, sondern auf dem Maaskantje-Schijndel-Clinch mit besagten Autorennen.

Dass es auch im Nachbarort jede Menge Asis gibt – Nordbrabant eben -, ist eine äußerst erfreuliche Tatsache, denn angesichts den Jungs um Dave (Guido Pollemans) weiß man manchmal nicht mehr, wer hier eigentlich asiger ist. Gerade hier fährt New Kids Nitro dann auch die volle Xenophobie-Schiene, die sich erst auf die Feindschaft mit Schijndel beschränkt, später dann aber auf die friesischen Zombies ausweitet. Friesland scheint ohnehin nicht so recht zu den Niederlanden zu gehören; zumindest weiß keiner der Jungs, was das da oben überhaupt ist. Es kommt, was kommen muss, denn all die asozialen Taten der New Kids müssen ja auch irgendwann in einer moralischen Botschaft enden. Das tut es auch dieses Mal wieder, denn die beiden verfeindeten Dörfer tun sich irgendwann zusammen, um gegen einen noch größeren Feind – die ’ausländischen’ Zombies – zu kämpfen. Dabei geht es dann auch teils ziemlich blutig zur Sache und zum ohnehin schon asozialen und subversiven Grundtenor gesellt sich noch etwas Splatter. Warum das Sequel dabei eine 16er-Freigabe erhielt und der erste Film eine kJ, weiß dabei wohl nur die FSK allein. Vielleicht haben aber mittlerweile auch die Jugendschützer eingesehen, dass das alles bei weitem nicht so gefährlich ist, wie es einige gerne verstanden wüssten.

Einmal will einem das Lachen dann aber doch im Halse stecken bleiben, denn die Lösung des Zombie-Konflikts mündet in dem wohl bösesten Gag der New Kids-Geschichte, der für einige dann doch die Grenze um einige Kilometer überschritten haben dürfte. Dabei ist er angesichts der Xenophobie-Schiene, die der Film fährt, nur konsequent – und ohnehin dürften ihn nur die Wenigsten wirklich realisieren. Andererseits zeigt das aber einmal mehr, dass auch New Kids Nitro wieder beide Lager bedient: Jene, die die New Kids als subversives, politisch-angehauchtes Sozialkino verstehen und jene, die sich einfach nur leichte, asige Unterhaltung wünschen. New Kids Nitro ist nicht besser als New Kids Turbo, ihm aber absolut ebenbürtig. (8/10)


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'New Kids Nitro': Ab heute im Kino, Kut!


Sechs Stunden noch, dann ist es endlich so weit und ich sehe vielleicht schon einen der Filme 2012! Wer es wie ich kaum erwarten kann, der kann schon mal in den New Kids Nitro-Soundtrack reinhören (Amazon-Partnerlink), der wieder mal ziemlich geil geworden ist, Muschi (leider deutlich weniger Paul Elstak, dafür aber wieder reichlich Eurodance!)!


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Die Top 10 des Kinojahres 2011


Es ist wieder mal rum! Vorgestern sind die letzten Filme für dieses Jahr in den deutschen Kinos angelaufen, DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen bekommt man bis heute noch in den Videotheken. Insgesamt ein ordentliches Jahr, wie ich finde. Keine allzu vielen Highlights, aber auch keine vielen Enttäuschungen. Ich will mich an dieser Stelle auch nicht etwa über Statistiken oder dergleichen auslassen – wobei fest steht, dass ich in diesem Jahr nicht sehr häufig im Kino war, vieles habe ich auf Blu-ray nachgeholt -, sondern vielmehr auf zwei Dinge eingehen. Zum einen hatte ich sehr, sehr lange keine eindeutige Nummer eins. In den letzten Jahren wusste ich meist schon im ersten Halbjahr, was mein Favorit sein würde. Dieses Jahr hat es sehr lange gedauert, da ich ihn erst sehr spät gesehen habe.

Des Weiteren ist es auch keine Nummer eins, von der ich in allerhöchsten Tönen spreche oder die ich gar mehrmals gesehen habe. Sie ist eher eine Notlösung, da mich in diesem Jahr – was eigentlich sehr traurig ist – kein Film so richtig von den Socken gehauen hat. Einzelne Szenen oder Momente, ja, aber kein Film als Ganzes. Das hat mir 2011 schon irgendwie gefehlt. Natürlich stört es mich auch ein klein wenig, dass ich nun quasi die Standard Nummer eins habe, die man in diesen Tagen auf gefühlt jeder zweiten Liste liest. Aber sei's drum, das spricht nur weiter für den Film, dessen eine Sequenz ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Zum anderen wäre da die traurige Tatsache, dass die deutschen und amerikanischen Starttermine immer weiter auseinander klaffen. Die Hälfte nicht nur meiner Liste, konnte man so schon im letzten Jahr bei der amerikanischen Kritik finden. In diesem Jahr finden sich bei den amerikanischen Kollegen dafür wieder Filme, die bei uns erst kurz vor den Oscars oder gar danach anlaufen (z.B. Drive und Hugo). Dass das markttechnische Gründe hat, ist mir durchaus bewusst und macht ja auch Sinn, ist aber insofern schade, als sich die Listen dadurch immer weniger decken und eben um ein oder sogar mehrere Jahre nach hinten verschieben – erst recht bei den Dokus. Würde man nun ganz auf Festivaltermine verzichten und lediglich deutsche Kino- und Videostarts berücksichtigen, dann hätte ich mir meine Top 10 fast schon aus den Fingern saugen müssen.

Bevor wir zu den Filmen kommen vielleicht noch einige Filme, die ich nicht mehr geschafft habe zu schauen. Allen voran The Skin I Live In (La piel que habito), A Separation (Jodaeiye Nader az Simin) oder Hobo With a Shotgun. Besonders den Almodóvar hätte ich gern gesehen, weil ich anfangs überhaupt kein Interesse hatte, sich die positiven Stimmen dann aber überschlugen – und spätestens als ich von Nip/Tuck-Reminiszenzen hörte, hatte er mich. Sogar einen major wie The Fighter habe ich noch immer nicht gesehen (was diverser Meinungen aber auch nicht weiter schlimm sein soll). Das werde ich dann eben im kommenden Jahr nachholen. Plus weitere viele gute Filme, hoffe ich.

10. The Devil’s Double

09. Midnight in Paris

08. The King’s Speech

07. Black Swan

06. Super 8

05. Transformers: Dark of the Moon

04. The Veteran

03. Scream 4

02. The Woman

01. The Tree of Life

Runners-up: I Saw the Devil (Akmareul boatda), Margin Call, New Kids Turbo, Take Me Home Tonight, SUPER, A Serbian Film (Srpski film)


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Offizieller deutscher 'New Kids Nitro' Trailer, Muschi!

Er ist da, Muschi! Constantin Film scheint mich und unzählige andere Fans gehört zu haben und hat endlich den deutschen Trailer zu New Kids Nitro veröffentlicht. Und der rockt natürlich die Scheiße fett, auch wenn er um die härteren Szenen erleichtert ist (aber das war ja zu erwarten)! Ich platze vor (Vor-)Freude – noch 6 Wochen, Junge! Wer den Uncut-Trailer auf Niederländisch sehen will, der kann dies hier tun (NSFW, klar).


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Kleines 'New Kids Nitro' Making-of, Kut!


Die offizielle (?) Facebook-Fanseite zu New Kids Nitro hat heute ein kleines Making-of zum Film veröffentlicht. Der Clip ist gerade mal 25 Sekunden lang, aber hey, für Fans ist jeder noch so kleine Clip von Bedeutung. Zudem versüßt er die Wartezeit bis zum Kinostart – und bis zum deutschen Trailer, der längst überfällig ist, liebes PR-Team von Constantin Film! Leider lässt sich das Video nicht einbinden, daher hier der Direktlink zu YouTube.


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'New Kids Nitro': Trailer mit englischen Untertiteln

So langsam aber sicher könnte Constantin Film den deutschen Trailer zu New Kids Nitro mal veröffentlichen! Immerhin startet das Sequel zu New Kids Turbo schon in weniger als zwei Monaten in den deutschen Kinos – und man hat bei New Kids Turbo ja gesehen, wie beliebt dieses Franchise in Deutschland ist (knapp eine halbe Millionen Zuschauer hat der Film in die Lichtspielhäuser gelockt). In der Zwischenzeit hat es aber auch ein Trailer mit englischen Untertiteln auf YouTube geschafft, der zumindest verrät, was es mit dem Gag nach den Credits auf sich hat und was da im Hintergrund gesungen wird (ja, mein Niederländisch war dafür zu schwach). Deutscher Start ist am 05. Januar 2012.


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Der 'New Kids Nitro' Trailer ist da, Juuuuuunge!

Die fünf Jungs aus Maaskantje, Autorennen und eine Zombie-Apokalypse, die in Friesland ihren Anfang nahm (wenn ich das Niederländisch richtig interpretiert habe) – ich pack's nicht und springe vor Freude gerade im Dreieck, Junge! Der lang ersehnte Trailer zum New Kids Turbo-Sequel New Kids Nitro ist nämlich da und macht auch ohne Untertitel einfach nur Spaß! Start bei den Asis in Maaskantje und Umgebung – sprich den Niederlanden – ist am 08. Dezember. Im Januar ist es dann bei uns so weit, kut!

(Via WALKEEZY)


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Blood, Sweat & Hardcore: 'New Kids Turbo' DVD Review


Es ist ein Phänomen, anders kann man es nicht sagen. Es ist vor allem ein Phänomen, das nicht nur die offensichtliche Zielgruppe anspricht, sondern auch vor Akademikern nicht Halt macht. Die Rede ist natürlich von den New Kids, die dank Comedy Central und YouTube quasi über Nacht zum Dauerbrenner geworden sind. Für all jene, die noch immer nicht wissen, von was hier eigentlich die Rede ist, ein kleiner Exkurs. 2007 erblickten die New Kids oder genauer gesagt New Kids on the Block, wie sie damals noch hießen, das Licht der Welt. Dabei handelt es sich um fünf niederländische Asis aus dem Provinzdorf Maaskantje, die nichts besseres zu tun haben als ihre Mitmenschen mit Hardcore-Techno, unflätigem Benehmen und sonstigen Aktionen zur Weißglut zu bringen. 35 Folgen der drei Minuten langen Clips gibt es bisher in Form von drei Staffeln, viele davon sind auf YouTube zu sehen. Diese sind natürlich alles andere als jugendfrei – die DVDs mit den Clips haben beispielsweise keine Jugendfreigabe -, denn es geht durchaus auch mal härter zur Sache. Außerdem wir nichts und niemand von den fünf Niederländern verschont – egal ob Ausländer, Behinderte oder Alte. Millionen von Klicks und Fans generieren die Clips damit.

Dass irgendwann der Sprung auf die große Leinwand erfolgen musste, versteht sich also fast von selbst. Doch wie bekommt man die Jungs, die normalerweise nur für drei Minuten zu sehen sind, in einen abendfüllenden Spielfilm? Ganz einfach, man schreibt ihnen ein großes Abenteuer auf den Leib, das unter der Loser-retten-die-Welt-Oberfläche ein herrlicher Kommentar zu sozialen Spannungen, zu Randgruppen und zur Finanzkrise ist. New Kids Turbo (und das 'Turbo' ist hier in der Tat angebracht) gibt sich als kleiner Mann aus, als niederländischer Otto-Normal-Verbraucher, der von all den sozialen Ungerechtigkeiten und der vielen Bürokratie die Schnauze voll hat. Erst recht von der Finanzkrise, die die Hilfsbedürftigen noch hilfsbedürftiger gemacht hat und die Leute, die einen Job hatten, um diesen gebracht hat. Einige von den Jungs hatten nämlich einen Job. Bis zu dem Tag, an dem ihnen eiskalt gekündigt wurde. Zu allem Überfluss wird ihnen nun auch noch die Sozialhilfe gekürzt, so dass sie nicht mehr genug Geld zum Rumhängen, den Chinamann und Bier haben. Da beschließen sie eben kurzerhand, dass sie von heute an nichts mehr bezahlen werden. Und so gibt es das Bier schließlich umsonst im Supermarkt – der Manta ist ja direkt vor der Türe geparkt, da muss man den Sicherheitsdienst nicht fürchten.

New Kids Turbo hat einen gewissen Hang zum Größenwahn, denn es wird stets übertrieben und überzeichnet. Und dennoch scheint es nachvollziehbar, warum die Jungs nicht nur von der niederländischen Regierung, sondern von der ganzen Welt angepisst sind. Ihnen, dem schwächsten Glied der Gesellschaft, wird übel mitgespielt. Alle denken, dass man es mit den fünf Asis ja machen könne – die haben außer fernsehglotzen, Bier saufen und rumpöbeln ja nichts Besseres zu tun. Doch was die fiesen Strippenzieher vergessen, ist die Tatsache, dass die Jungs eines ganz besonders schätzen, nämlich ihre Freundschaft und die damit verbundene Kameradschaft. Einer für alle, alle für einen quasi. Und so kommt es schließlich, dass es ebenjene vermeintliche Verlierer sind, die durch Kameradschaft und Zusammenhalt ihr Dorf retten und die restliche Gemeinde dazu bringen, ihnen zu folgen. Der große Showdown am Ende ist nichts anderes als ein großer Kampf gegen das Kapital und das Establishment. Vokuhilas und Schnauzer gegen Anzüge und Gelhaare. Und dazwischen sind sie dann immer wieder zu finden, diese gross-out-Momente, die nur zwei Reaktionen möglich machen: lautstarkes Lachen oder angewiderte Verachtung. Jeder bekommt am Schluss sein Fett (oder mehr) weg, auch der Alt-Nazi, der in seiner ganz eigenen Welt lebt, die mindestens so anachronistisch ist wie jene, die Robbie, Barrie, Rikkert, Richard und Gerrie gerade mit Waffengewalt beseitigt haben.

Jeder wächst hier über sich hinaus und alle liegen sie sich am Ende in den Armen – Xenophobie und Behindertenfeindlichkeit gehören der Vergangenheit an. Und zwischen all dem Chaos findet ein verlorener Sohn dann auch noch seinen Vater. Schließlich fickt keiner mit Maaskantje, so das Motto der Jungs. Ja, New Kids Turbo muss man schon gesehen haben, um es zu glauben. Comedy-Kino war schon lange nicht mehr so politisch und subversiv wie hier, Junge! Und genau hier zeigt der Film auch einmal mehr, wie vielseitig und intelligent er doch ist. Wer mit politischem Kino oder Subtext nichts am Hut hat und einfach nur Brachialhumor liebt, der kommt ebenso auf seine kosten, wie jene Akademiker, für die der Film eine ganze empirische Soziologie-Studie ersetzt. Das Sequel New Kids Nitro ist bereits abgedreht und kommt am 08. Dezember in die niederländischen Kinos. Bei uns soll es im Januar dann so weit sein, bis uns eine weitere Dröhnung der New Kids erreicht. Es scheint also so, als wäre das Phänomen New Kids erstmal nicht tot zu kriegen. "Gut gemacht, Junge!" (8/10)

Die DVD von Constantin Film (Amazon-Partnerlink), verfügt lediglich über die deutsche Synchronisation (und die ist geschnitten, wenn auch nur um einen Satz), was allerdings nur halb so wild ist, denn wie man es schon von den Clips gewöhnt ist, haben sich die fünf Jungs selbst synchronisiert. Und mal ganz ehrlich: Deutsch mit Rudi-Carell-Akzent ist doch immer noch hundert Mal schöner als Niederländisch mit deutschen Untertiteln, oder? Das Bild ist recht makellos, der Ton knallt in den richtigen Momenten – und davon gibt es einige – ordentlich (man kann auch dts-Ton auswählen). An Extras bietet die Scheibe ein Making-of, einen Making-of-Extraclip, einen Videoclip und natürlich Darstellerinfos. Sehr löblich, weil heutzutage leider eine Seltenheit: Die DVD hat ein Inlay mit Kapitelübersicht. So oder so: Die DVD hat man im Schrank zu haben. Am besten mit dem Soundtrack!


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