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	<title>Equilibrium &#187; no country for old men</title>
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	<description>Filmreviews &#124; Filmnews &#124; Podcast &#38; Co.</description>
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		<title>Film Blue Moon 03/08 auf Radio Fritz</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 19:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder so weit, der Film Blue Moon auf Radio Fritz steh an. Seit MC L&#252;cke das Ganze nicht mehr moderiert, habe ich noch kein einziges Mal reingeh&#246;rt, was ich heute aber vorhabe zu &#228;ndern. Durch&#039;s Programm f&#252;hren nun Ronald Bluhm &#8211; as always &#8211; und Neuzugang Tom Ehrhardt. Auf dem Diskussionsplan stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/fritz.jpg" alt="Fritz Logo" align="right" height="106" hspace="5" vspace="5" width="150" />Es ist mal wieder so weit, <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2007/09/09/film-blue-moon-auf-radio-fritz/">der Film Blue Moon auf Radio Fritz steh an</a>. Seit MC L&#252;cke das Ganze nicht mehr moderiert, habe ich noch kein einziges Mal reingeh&#246;rt, was ich heute aber vorhabe zu &#228;ndern. Durch&#039;s <a href="http://www.fritz.de/_/programm/bluemoon/detail_jsp/key=128346.html" target="_blank">Programm</a> f&#252;hren nun Ronald Bluhm &#8211; <em>as always</em> &#8211; und Neuzugang Tom Ehrhardt. Auf dem Diskussionsplan stehen heute zum einen Roland Emmerichs <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2008/02/29/da-ist-das-mammut-noch-das-kleinste-problem/"><em>10,000 B.C.</em></a> und zum anderen Joel und Ethan Coens Meisterwerk <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2008/01/24/aktive-teilnahmslosigkeit/"><em>No Country for Old Men</em></a>. Um 22.00 Uhr geht es los, Radio Fritz kann man entweder &#252;ber FM (dann sollte man aber vorzugsweise in Berlin oder Brandenburg wohnen), DVB-S (wie ich) oder <a href="http://www.fritz.de/_/hoeren/index_jsp.html" target="_blank">Live Stream</a> empfangen. <a href="http://psycho-rajko.blogspot.com/2008/03/radio-film-blue-moon-0308.html" target="_blank">Dank an Rajko</a> f&#252;r den Hinweis (den man wohl auch wieder live h&#246;ren kann).</p>
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		<title>Aktive Teilnahmslosigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 18:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
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		<description><![CDATA[No Country for Old Men
(Ethan Coen, Joel Coen, USA 2007)
Kino
Der amerikanische S&#252;den. Hitze, Staub, W&#252;ste. Es rauscht durch die Lautsprecher, man sp&#252;rt die Schw&#252;le und die willkommenen Winde, die einem um die Ohren fegen. Das Land ist weit, schier un&#252;berschaubar, mit weit und breit nichts als trockenem Boden, einigen B&#228;umen und mittendrin einigen M&#228;nnern, jungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://german.imdb.com/title/tt0477348/" target="_blank"><em>No Country for Old Men</em></a><br />
(Ethan Coen, Joel Coen, USA 2007)<br />
Kino</p>
<p><img src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/nocountry3.jpg" alt="No Country for Old Men" align="left" hspace="11" vspace="5" />Der amerikanische S&#252;den. Hitze, Staub, W&#252;ste. Es rauscht durch die Lautsprecher, man sp&#252;rt die Schw&#252;le und die willkommenen Winde, die einem um die Ohren fegen. Das Land ist weit, schier un&#252;berschaubar, mit weit und breit nichts als trockenem Boden, einigen B&#228;umen und mittendrin einigen M&#228;nnern, jungen M&#228;nnern. Jede Einstellung ist eine Offenbarung, ein weitfl&#228;chiges Stilleben &#8211; man will kaum glauben, dass es sich hierbei nicht um ein Gem&#228;lde handelt. Diese ersten Minuten von NO COUNTRY FOR OLD MEN fesseln, werfen den Zuschauer direkt ins Geschehen und g&#246;nnen ihm keine Pause. Im Gegenteil, nach den sch&#246;nen Bildern bekommt man erst einmal wieder weniger sch&#246;ne Bilder zu sehen: Gewalt, in all ihren Facetten, schmerzhaft, real. Es ist kein gew&#246;hnlicher Killer (Javier Bardem), wei&#223; Gott nicht. Er hat das Gl&#252;ck stets auf seiner Seite, denkt er zumindest, er fordert es heraus, spannt den Bogen bisweilen ziemlich weit. Es ist sein Land, es gelten seine Regeln, jeder der sich ihm in den Weg stellt wird beseitigt, ohne das kleinste Anzeichen von Mitleid.</p>
<p>Das muss auch bald Josh Brolin feststellen, der den Fehler begeht, sich ihm und seinem Geld in den Weg zu stellen. Er ist jung, kennt die Weite des Landes. Doch wei&#223; er auch mit wem er sich da angelegt hat? Als Zuschauer wei&#223; man es schnell, denn hei&#223;t es im Trailer noch <em>&#034;What&#039;s this guy supposed to be the ultimate badass?&#034;</em>, so trifft es wohl nichts besser als ebenjene Aussage. Javier Bardem mimt einen Killer, der k&#228;lter, ausdrucksloser &#8211; er selbst ist dabei aber ausdrucksvoller als kaum ein Killermimender Darsteller vor ihm &#8211; und brutaler nicht sein k&#246;nnte. Sein Gegenpart, Josh Brolin agiert nicht weniger grandios, auch wenn er als <em>good guy</em> (zumindest im direkten Vergleich mit Bardems Figur) nat&#252;rlich weniger stark im Ged&#228;chtnis bleiben d&#252;rfte als Bardem, der einem in wirklich jeder einzelnen Szenen einen Schauer &#252;ber den R&#252;cken jagt. NO COUNTRY FOR OLD MEN wird von diesen beiden Gr&#246;&#223;en ohne Probleme getragen, da bed&#252;rfte es eigentlich gar keinem Tommy Lee Jones oder Woody Harrelson mehr. Ersterer hat aber eine ganz bestimmte Funktion, er sorgt n&#228;mlich f&#252;r den Humoranteil in dem sonst durch und durch d&#252;steren Thriller. Er ist dabei jedoch weniger <em>comic relief</em> als der alte Mann, der die eine oder andere am&#252;sante Anekdote zu erz&#228;hlen hat.</p>
<p>Nicht anders verh&#228;lt es sich mit Harrelson. Doch egal wie pr&#228;sent oder lustig die beiden auch sind, so geh&#246;rt dieser Coen ganz klar Brolin und Bardem. Ihr Duell f&#252;hrt die beiden nicht nur quer durch Texas und Mexiko, sondern auch quer durch alle Schichten dieser Gesellschaft(en). Es kommen Fragen auf, Fragen nach Gl&#252;ck, Bestimmung, Prinzipientreue. Diese besch&#228;ftigen nicht nur die beiden Kontrahenten, sondern auch (zwangsweise) deren Angeh&#246;rige. Da w&#228;re beispielsweise Tommy Lee Jones’ Figur des Sheriffs, der dem Killer immer einen Schritt hinterher ist, ihn erst gar nicht zu sehen bekommt. Doch er hinterl&#228;sst Zeichen, Zeichen, die Sheriff Bell (Jones) deuten kann. Er wei&#223;, dass dieses, sein Land verkommen ist. Er ist es diese Welt nicht mehr gewohnt, diese von Drogen und Geld korrumpierte. Da k&#246;nnen ihm auch seine Freunde nicht von gro&#223;er Hilfe sein, denn dazu sind sie auch zu alt. Gerade hier setzen die Coens ihre Pr&#228;misse, die nicht nur den Titel widerspiegelt. In ihrem Film gibt es keine Helden, denen das Land geh&#246;rt. Jeder hat sein(e) Last(er) zu tragen. Nicht einmal der im Genre sonst so heroischen Sheriff, den der scheint schon lange Opfer seiner Lethargie und seines Galgenhumors geworden zu sein.</p>
<p>Dieser ist es auch, der die Dialoge pr&#228;gt, wenn sich diese mal nicht auf die beiden Protagonisten und deren schlichten, aber dennoch subtilen Informationsaustausch konzentrieren. NO COUNTRY FOR OLD MEN l&#228;sst sowieso lieber Bilder sprechen, und so kommt der Film neben den relativ wenigen Dialogen auch nahezu ohne Musik aus, l&#228;sst besonders die eingangs genannte Weite des Landes f&#252;r sich (eindrucksvoll) sprechen. Auch plottechnisch hebt sich der neue Coen bisweilen meilenweit von seinen Kollegen ab. Nicht unbedingt wegen des Plots an sich (hier wurden ja bereits viele Stimmen laut, die A SIMPLE PLAN anf&#252;hrten), sondern wegen der konsequenten Inszenierung dessen. Joel und Ethan Coen nehmen gewalttechnisch keinerlei Blatt vor den Mund und zeigen die Gewalt so, wie sie auch ein David Cronenberg zeigen w&#252;rde &#8211; n&#228;mlich als das, was sie ist: drastisch und roh. Ihr vermeintlich psychopathischer Killer will dabei auch nicht so recht in eine Klischeekiste passen, auch wenn er nat&#252;rlich bisweilen Eigenschaften aufweist, die kein Killer mehr <em>nicht</em> vorzeigen kann. Doch das f&#228;llt &#252;berhaupt nicht ins Gewicht, denn ihr Film ist perfekt, so wie er ist. Geht man nur mal ins Detail, dann scheint sich hier immer mehr zu erschlie&#223;en. Der Weite des Landes wird die Enge der Beziehung, der Motels und deren Sch&#228;chte, den Stiefeln und dem verwundbaren Fleisch gegen&#252;bergestellt &#8211; da scheint der Titel noch das Offensichtlichste zu sein.</p>
<p>NO COUNTRY FOR OLD MEN w&#252;rde man das Abr&#228;umen bei den diesj&#228;hrigen Oscars g&#246;nnen. Er h&#228;tte es verdient, keine Frage, denn er ist schlichtweg perfekt. Denkt man nur mal an die unz&#228;hligen Vehikel, die sich heutzutage (Psycho)Thriller nennen, dann w&#228;chst der Film nur <em>noch</em> weiter. Angesichts der doch recht beeindruckenden Filmauswahl, die dieses Jahr noch auf uns zu kommt, kann man wohl dennoch mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er &#8211; wie im letzten Jahr bei den amerikanischen Kritikern &#8211; den besten Film des Jahres markiert. <strong>(10/10)</strong></p>
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