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	<title>Equilibrium &#187; paul schulze</title>
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	<description>Filmreviews &#124; Filmnews &#124; Podcast &#38; Co.</description>
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		<title>&#039;Rambo I-IV&#039; Complete DVD Collection</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 15:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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Der Duden definiert ihn wie folgt: &#034;brutaler m&#228;nnlicher Typ; Kraftprotz.&#034; Kein Wort verliert er jedoch dar&#252;ber, dass dieser Kraftprotz auch ein &#228;u&#223;erst gebrechliches Wesen ist, was bereits der erste Teil der Reihe, First Blood, eindrucksvoll zeigte. Und auch wenn man dies bei den Teilen 2 und 3 eventuell vermissen mag (wor&#252;ber sich mehr als diskutieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-3504" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="'Rambo'" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/rambo10.jpg" alt="" width="560" height="233" /><br />
Der <a href="http://www.duden.de/" target="_blank">Duden</a> definiert ihn wie folgt: <em>&#034;brutaler m&#228;nnlicher Typ; Kraftprotz.&#034;</em> Kein Wort verliert er jedoch dar&#252;ber, dass dieser Kraftprotz auch ein &#228;u&#223;erst gebrechliches Wesen ist, was bereits der erste Teil der Reihe, <em>First Blood</em>, eindrucksvoll zeigte. Und auch wenn man dies bei den Teilen 2 und 3 eventuell vermissen mag (wor&#252;ber sich mehr als diskutieren lie&#223;e &#8211; siehe Rambos Wutausbruch am Ende von <em>Rambo: First Blood Part II</em> oder sein Schmerz &#252;ber den Verlust seiner gro&#223;en Liebe in <em>Rambo III</em>), so schlie&#223;t sich der Kreis mit <em>Rambo</em>, der seinen Weg erstmals mit den anderen drei Filmen in eine DVD-Collection gefunden hat, die <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B001O3AHWS/equilibrium0e-21" target="_blank">in limitierter Form</a> bereits Ende Juni erschienen ist und <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B001O3AHZ0/equilibrium0e-21" target="_blank">als normale Collection</a>, ohne B&#252;ste am 04. Dezember nochmals von Kinowelt Home Entertainment auf den Markt kommen wird. Das Set besteht aus 8 DVDs: die ersten drei Filme jeweils als Doppelscheibe, <em>Rambo</em> als Single und zu guter letzt schlie&#223;lich eine Digital Copy der ersten drei Filme.</p>
<p><em>&#034;No man, no law, no war can stop him!&#034;</em>, hie&#223; es im Trailer zu <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2008/01/24/kurz-mal-abgehakt-18/" target="_self"><em>Rambo: First Blood Part II</em></a> anno 1985. Heute, immerhin 23 Jahre sp&#228;ter trifft diese Aussage noch immer voll ins Schwarze &#8211; vielleicht sogar st&#228;rker, als je zuvor. Der vierte Aufguss der Serie ist der h&#228;rteste, das war von Beginn an klar. Jeder, der Stallones Cannes-Promorolle gesehen hatte, wusste, was mit <em>Rambo</em> auf ihn zukommen w&#252;rde. Zerfetzte K&#246;rper, Frauen und Kinder, die zuerst vergewaltigt werden, nur um anschlie&#223;end ins Feuer geworfen zu werden und bizarre Spielchen, die vom Teufel pers&#246;nlich erfunden worden zu sein scheinen. Ja, Stallone macht es einem mit seinem neuen Film nicht leicht. Wer Gewalt nur schwerlich ertr&#228;gt, f&#252;r den ist <em>Rambo</em> nichts und wird <em>Rambo</em> auch nie etwas sein. Doch wozu das alles, wozu gro&#223;kalibrige Waffen, die von einem Menschen nichts weiter als Hack &#252;brig lassen? Wozu diese drastische grafische Umsetzung dieser Ereignisse? David Cronenberg, selbst kein Mann der gewalttechnischen Zur&#252;ckhaltung, meinte einmal auf diese Frage, dass er sie so drastisch darstelle, weil der Tod das Ende ist. Gewalt sei h&#228;sslich, drastisch und verschone niemanden. Die Nachrichten(bilder) aus Burma &#8211; im Film ebenfalls integriert &#8211; haben auch der westlichen Welt gezeigt, dass es Menschen gibt, die vor dieser Drastigkeit nicht zur&#252;ckschrecken, im Gegenteil.</p>
<p>Wenn wir schon beim Thema grafische Gewalt sind: Zu den K&#252;rzungen &#8211; wer den Film nicht im Internet verfolgte, der wird von diesen sowieso nichts mitbekommen haben &#8211; gibt es nicht allzu viel zu sagen. Wei&#223; man nichts von den fehlenden 55 Sekunden, bemerkt man so gut wie nichts, alle anderen (Stichwort: Cannes-Promo) werden aber sp&#228;testens beim Finale gro&#223;e Augen machen &#8211; allerdings im negativen Sinne -, denn von der MG-Regenwald-Rodungs-Szene ist nicht mehr viel &#252;brig. Und dennoch muss man klipp und klar sagen, dass <em>Rambo</em> auch in dieser Form noch derma&#223;en auf den Putz haut, dass einem H&#246;ren und Sehen vergeht. Erstaunlich jedenfalls, dass die FSK mehr gegen zerplatzenden burmesischen Abschaum als gegen gemeuchelte und abgefackelte Kinder einzuwenden hatte.</p>
<p>Ans Eingemachte geht <em>Rambo</em> aber nicht nur in Sachen grafischer Gewalt. Was auf den ersten Blick zu fehlen scheint, n&#228;mlich die emotionale Komponente, ist auf den zweiten jedoch pr&#228;senter als je zuvor. Dieser alte John J. ist endg&#252;ltig mit der Welt fertig (<em>&#034;Fuck the world!&#034;</em>), es scheinen ihn nur noch Schlangen, also sein t&#228;glich Brot, zu interessieren. Er scheint lethargisch geworden zu sein, abseits von allem politischen Geschehen zu leben. W&#252;rde dieser John J. auch noch zur Flasche greifen &#8211; man w&#252;rde sich nicht wundern und es ihm irgendwie wohl auch nicht &#252;bel nehmen. Ganz gro&#223; in dieser Hinsicht nat&#252;rlich die Flashback-Sequenz, die seine bisherigen Gewaltausbr&#252;che noch einmal zusammenfasst und f&#252;r den ersten ganz gro&#223;en Anfalls von G&#228;nsehaut sorgt. Trautman, der Amoklauf in der Heimat, die Folter in Vietnam, der Kampf gegen die Russen &#8211; hier scheint die literarische mit der psychologischen Katharsis Hand in Hand zu gehen. Der wohl gr&#246;&#223;te Moment des Filmes &#8211; ein <em>magic moment</em>, der noch lange nachwirkt. Vom Schluss &#8211; der Krieger ist endlich &#039;nach Hause&#039; gekehrt &#8211; ganz zu schweigen.</p>
<p>Was folgt ist &#8211; zugegeben &#8211; Redundanz in Reinform. Will er anf&#228;nglich nicht so recht &#8211; weil er ebenjene Erfahrung(en) hat, die die christlichen Missionare und sp&#228;ter auch S&#246;ldner eben nicht haben -, bedarf es erst eines schrecklichen Ereignisses, um den Krieger aus seinem Winterschlaf zu holen. Dieser Weckruf bringt nur einmal mehr die Bestie auf die Matte, die Rambo eigentlich f&#252;r immer zu begraben gedacht hatte (<em>&#034;You didn&#039;t kill for your country, you killed for yourself.&#034;</em>). Dennoch war Rambo schon immer ein Mann der Ehre, der sich f&#252;r andere einsetzt und bereit daf&#252;r zu sterben ist (<em>&#034;I&#039;d die for it!&#034;</em> &#8211; am Ende des zweiten Teils). Hier ist es Trautman-Ersatz Sarah (Julie Benz), die Missionarin, die das Herz des Eisberges zum schmelzen zu bringen scheint. Genau hier ist nun auch die wohl am h&#228;ufigsten zitierte Aussage Rambos anzuf&#252;hren: <em>&#034;Live for nothing or die for something!&#034;</em> &#8211; John kann sein k&#252;mmerliches, bisweilen sinnloses Leben entweder so weiterf&#252;hren oder er setzt sich einmal mehr f&#252;r eine gute, humane Sache ein. Im Prinzip begehen nicht die Missionare den Fehler, sondern er selbst. Er ist es n&#228;mlich, der sie letzten Endes dem Feind ausliefert, quasi seine eigene Gutm&#252;tigkeit und Ehrbarkeit. Und dennoch keine Spur einer Hamartia bei Rambos Charakter.</p>
<p>Abseits der emotionalen und grafischen Komponente ist <em>Rambo</em> handwerklich perfektes Actionkino, das gr&#246;&#223;tenteils Gott sei Dank auf <em>handmade</em>-Effekte statt auf CGI setzt und gerade deshalb auch so richtig sch&#246;n nach 80er-Jahre-Action riecht. Angesichts Stallones toller Regie scheinen die Zeiten von PG-13-Action und CGI-<em>overkill</em> zwar nicht vorbei, aber dennoch definitiv einen Gegendwind versp&#252;rend. Nat&#252;rlich l&#228;sst sich eine gewisse reaktion&#228;re Lesart des Filmes nicht verleumden, aber die Figur Rambos ist bisweilen einfach tiefer gehend als jene des Propaganda- und Rassismusvorwurfs. Und dass das Feuilleton nicht viel &#220;brig f&#252;r Actioner dieser Machart hat, ist ebenso wenig neu wie die Milit&#228;rjunta in ebenjenem Birma. Ferner ist <em>Rambo</em> auch ein Mythos, den man entweder ob einer pers&#246;nlichen Beziehung dazu liebt &#8211; oder eben hasst.</p>
<p>Die Qualit&#228;t der DVDs vor allem der alten Filme sind ein doch sichtbarer Qualit&#228;tssprung. Vollgepackt mit Extras mit u.a. Interviews, Audiokommentaren, einer Digital Copy der ersten drei Filme (!) und Trailern und Teasern, sticht vor allem aber <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cg7wy4X0Y8c" target="_blank">das alternative Ende</a> zu <em>First Blood</em> heraus, in dem Rambo &#8211; wer h&#228;tte es gedacht &#8211; stirbt. Es f&#228;llt einem jedoch schwer zu sagen, ob dieses Ende nicht doch das bessere gewesen w&#228;re, denn einerseits steht der erste Film immer noch etwas von den anderen drei &#039;ab&#039;, andererseits freut es Fans der reaktion&#228;ren und hochpolitischen Action wie mich, dass es doch noch drei Filme mit Stallone gab. Und mein eingangs erw&#228;hntes Zitat ist daf&#252;r ja der beste Beweis, dass auch die anderen drei Filme die Kultur pr&#228;gten, nicht nur <em>First Blood</em>. Es sei ihm daher geg&#246;nnt, dass er endlich zu Hause angekommen ist &#8211; und die gesammte Collection in unseren Regalen.</p>
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		<title>Der letzte Kampf einer Legende</title>
		<link>http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2008/02/14/der-letzte-kampf-einer-legende/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 15:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rambo
(Sylvester Stallone, USA/Deutschland 2008)
Kino
&#034;No man, no law, no war can stop him!&#034;, hie&#223; es im Trailer zu Rambo: First Blood Part II anno 1985. Heute, immerhin 23 Jahre sp&#228;ter trifft diese Aussage noch immer voll ins Schwarze &#8211; vielleicht sogar st&#228;rker, als je zuvor. Der vierte Aufguss der Serie ist der h&#228;rteste, das war von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://german.imdb.com/title/tt0462499/" target="_blank"><em>Rambo</em></a><br />
(Sylvester Stallone, USA/Deutschland 2008)<br />
Kino</p>
<p><img src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/johnrambo.jpg" alt="‘Rambo’" align="left" hspace="11" vspace="5" /><em>&#034;No man, no law, no war can stop him!&#034;</em>, hie&#223; es im Trailer zu <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/2008/01/24/kurz-mal-abgehakt-18/"><em>Rambo: First Blood Part II</em></a> anno 1985. Heute, immerhin 23 Jahre sp&#228;ter trifft diese Aussage noch immer voll ins Schwarze &#8211; vielleicht sogar st&#228;rker, als je zuvor. Der vierte Aufguss der Serie ist der h&#228;rteste, das war von Beginn an klar. Jeder, der Stallones Cannes-Promorolle gesehen hatte, wusste, was mit <em>Rambo</em> auf ihn zukommen w&#252;rde. Zerfetzte K&#246;rper, Frauen und Kinder, die zuerst vergewaltigt werden, nur um anschlie&#223;end ins Feuer geworfen zu werden und bizarre Spielchen, die vom Teufel pers&#246;nlich erfunden worden zu sein scheinen. Ja, Stallone macht es einem mit seinem neuen Film nicht leicht. Wer Gewalt nur schwerlich ertr&#228;gt, f&#252;r den ist <em>Rambo</em> nichts und wird Rambo auch nie etwas sein. Doch wozu das alles, wozu gro&#223;kalibrige Waffen, die von einem Menschen nichts weiter als Hack &#252;brig lassen? Wozu diese drastische grafische Umsetzung dieser Ereignisse? David Cronenberg, selbst kein Mann der gewalttechnischen Zur&#252;ckhaltung, meinte einmal auf diese Frage, dass er sie so drastisch darstelle, weil der Tod das Ende ist. Gewalt sei h&#228;sslich, drastisch und verschone niemanden. Die Nachrichten(bilder) aus Burma &#8211; im Film ebenfalls integriert &#8211; haben auch der westlichen Welt gezeigt, dass es Menschen gibt, die vor dieser Drastigkeit nicht zur&#252;ckschrecken, im Gegenteil.</p>
<p>Wenn wir schon beim Thema grafische Gewalt sind: Zu den K&#252;rzungen &#8211; wer den Film nicht im Internet verfolgte, der wird von diesen sowieso nichts mitbekommen haben &#8211; gibt es nicht allzu viel zu sagen. Wei&#223; man nichts von den fehlenden 55 Sekunden, bemerkt man so gut wie nichts, alle anderen (Stichwort: Cannes-Promo) werden aber sp&#228;testens beim Finale gro&#223;e Augen machen &#8211; allerdings im negativen Sinne -, denn von der MG-Regenwald-Rodungs-Szene ist nicht mehr viel &#252;brig. Und dennoch muss man klipp und klar sagen, dass Rambo auch in dieser Form noch derma&#223;en auf den Putz haut, dass einem H&#246;ren und Sehen vergeht. Erstaunlich jedenfalls, dass die FSK mehr gegen zerplatzenden burmesischen Abschaum als gegen gemeuchelte und abgefackelte Kinder einzuwenden hatte.</p>
<p>Ans Eingemachte geht <em>Rambo</em> aber nicht nur in Sachen grafischer Gewalt. Was auf den ersten Blick zu fehlen scheint, n&#228;mlich die emotionale Komponente, ist auf den zweiten jedoch pr&#228;senter als je zuvor. Dieser alte John J. ist endg&#252;ltig mit der Welt fertig (<em>&#034;Fuck the world!&#034;</em>), es scheinen ihn nur noch Schlangen, also sein t&#228;glich Brot, zu interessieren. Er scheint lethargisch geworden zu sein, abseits von allem politischen Geschehen zu leben. W&#252;rde dieser John J. auch noch zur Flasche greifen &#8211; man w&#252;rde sich nicht wundern und es ihm irgendwie wohl auch nicht &#252;bel nehmen. Ganz gro&#223; in dieser Hinsicht nat&#252;rlich die Flashback-Sequenz, die seine bisherigen Gewaltausbr&#252;che noch einmal zusammenfasst und f&#252;r den ersten ganz gro&#223;en Anfalls von G&#228;nsehaut sorgt. Trautman, der Amoklauf in der Heimat, die Folter in Vietnam, der Kampf gegen die Russen &#8211; hier scheint die literarische mit der psychologischen Katharsis Hand in Hand zu gehen. Der wohl gr&#246;&#223;te Moment des Filmes &#8211; ein <em>magic moment</em>, der noch lange nachwirkt. Vom Schluss &#8211; der Krieger ist endlich &#039;nach Hause&#039; gekehrt &#8211; ganz zu schweigen.</p>
<p>Was folgt ist &#8211; zugegeben &#8211; Redundanz in Reinform. Will er anf&#228;nglich nicht so recht &#8211; weil er ebenjene Erfahrung(en) hat, die die christlichen Missionare und sp&#228;ter auch S&#246;ldner eben nicht haben -, bedarf es erst eines schrecklichen Ereignisses, um den Krieger aus seinem Winterschlaf zu holen. Dieser Weckruf bringt nur einmal mehr die Bestie auf die Matte, die Rambo eigentlich f&#252;r immer zu begraben gedacht hatte (<em>&#034;You didn&#039;t kill for your country, you killed for yourself.&#034;</em>). Dennoch war Rambo schon immer ein Mann der Ehre, der sich f&#252;r andere einsetzt und bereit daf&#252;r zu sterben ist (<em>&#034;I&#039;d die for it!&#034;</em> &#8211; am Ende des zweiten Teils). Hier ist es Trautman-Ersatz Sarah (Julie Benz), die Missionarin, die das Herz des Eisberges zum schmelzen zu bringen scheint. Genau hier ist nun auch die wohl am h&#228;ufigsten zitierte Aussage Rambos anzuf&#252;hren: <em>&#034;Live for nothing or die for something!&#034;</em> &#8211; John kann sein k&#252;mmerliches, bisweilen sinnloses Leben entweder so weiterf&#252;hren oder er setzt sich einmal mehr f&#252;r eine gute, humane Sache ein. Im Prinzip begehen nicht die Missionare den Fehler, sondern er selbst. Er ist es n&#228;mlich, der sie letzten Endes dem Feind ausliefert, quasi seine eigene Gutm&#252;tigkeit und Ehrbarkeit. Und dennoch keine Spur einer Hamartia bei Rambos Charakter.</p>
<p>Abseits der emotionalen und grafischen Komponente ist <em>Rambo</em> handwerklich perfektes Actionkino, das gr&#246;&#223;tenteils Gott sei Dank auf <em>handmade</em>-Effekte statt auf CGI setzt und gerade deshalb auch so richtig sch&#246;n nach 80er-Jahre-Action riecht. Angesichts Stallones toller Regie scheinen die Zeiten von PG-13-Action und CGI-<em>overkill</em> zwar nicht vorbei, aber dennoch definitiv einen Gegendwind versp&#252;rend. Nat&#252;rlich l&#228;sst sich eine gewisse reaktion&#228;re Lesart des Filmes nicht verleumden, aber die Figur Rambos ist bisweilen einfach tiefer gehend als jene des Propaganda- und Rassismusvorwurfs. Und dass das Feuilleton nicht viel &#220;brig f&#252;r Actioner dieser Machart hat, ist ebenso wenig neu wie die Milit&#228;rjunta in ebenjenem Birma. Ferner ist Rambo auch ein Mythos, den man entweder ob einer pers&#246;nlichen Beziehung dazu liebt &#8211; oder eben hasst. Abschlie&#223;end m&#246;chte ich noch <a href="http://www.f-lm.de/?p=1335" target="_blank">Oliver N&#246;dings Kritik</a> zu <em>Rambo</em> auf F.LM empfehlen, die gerade in Hinsicht auf Feuilleton/Lesart/Ideologie die eine oder andere Schuppe von den Augen fallen lassen d&#252;rfte. <strong>(9-10/10)</strong></p>
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