Erster Trailer zu 'The Hobbit: The Battle of the Five Armies'

Ich fand The Hobbit: An Unexpected Journey ja nicht gerade toll und habe das Sequel, The Hobbit: The Desolation of Smaug, bis heute nicht gesehen. Ehe man sich versieht, sind dann auch schon wieder zwei Jahre rum und der dritte und letzte Teil, The Hobbit: The Battle of the Five Armies, steht uns pünktlich zu Weihnachten bevor. Der erste Trailer zum finalen Kapitel sieht aber gar nicht mal so uninteressant aus, im Gegenteil. Wobei man alles schon irgendwie/irgendwo gesehen hat, was es da im Trailer zu erhaschen ist. Bis zum 10. Dezember, dem deutschen Kinostart von The Hobbit: The Battle of the Five Armies, habe ich ja auch noch Zeit, den zweiten Teil nachzuholen.

(Via PewPewPew)


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Kleiner Mann ganz groß: 'The Hobbit: The Desolation of Smaug'


Peter Jacksons Verfilmung von The Hobbit: The Desolation of Smaug startet heute in den deutschen Kinos. Der bereits zweite und somit mittlere Teil, der Trilogie hat atemberaubende Szenerien und brutale Schlachten intus. Ein Spektakel dass sich wahrlich in 3D zu schauen lohnt.

Bilbo Beutlin ist zwar nicht größer geworden, doch er ist trotzdem gewachsen. Gewachsen in Stärke und Mut. Mit seinen 13 Zwergen Freunden im Schlepptau macht er sich auf den Weg um den furchterregenden Drachen Smaug zu finden. Diesen gilt es zu besiegen – und zwar so gut wie alleine. Das Abenteuer kann also losgehen. Wären da nicht die abscheulichen Orks, die den Weg zusätzlich erschweren. Schrecklicher und brutaler denn je, gilt es diese bekämpfen. Peter Jackson hat sich hierbei viel Mühe gegeben ein möglichst großes Gemetzel zu zeigen. Dies ist ihm auch gelungen. Besonders brutal und blutig geht es im zweiten Teil zu. Und auch die Elben haben ihren Auftritt im Film. Wider Willen helfen sie den Winzlingen vor den nahenden Orks. Jackson setzt hierbei auf Action am laufenden Band. So will der Zuschauer nicht einmal eine Pinkelpause einlegen, ohne etwas zu verpassen. Bei den Zwischenschnitten der Ork- Zusammenkunft sinkt die Spannungskurve und der Zuschauer fragt sich, warum genau diese Szenerie überhaupt eingebaut wurde.

Neben der Action legt Jackson besonders viel Wert auf die Figuren. So bekommt jeder einzelne Zwerg seinen Auftritt und neben Elben, Orks und Riesenspinnen bekommt auch der Drache endlich seinen Auftritt. Zutiefst boshaft und feuerwütig scheint die titeltragende Figur relativ wenig Platz einzunehmen. Vielleicht möchte Jackson auch einfach noch etwas im Peto haben, wenn nächstes Jahr zur selben Zeit der dritte und letzte Teil des Hobbits in die deutschen Kinos kommt. Wir sind gespannt und genießen das bildgewaltige Spektakel, dass uns Jackson als vorweihnachtlichen Augenschmaus serviert.

- Kritik von Julia


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Erster Trailer zu Jacksons 'The Hobbit: The Desolation of Smaug'

Peter Jacksons The Hobbit: An Unexpected Journey hat mich im letzten Jahr nicht wirklich umgehauen, aber auch nicht wirklich enttäuscht. Am gespanntesten war ich ohnehin auf die neue Technik, sprich HFR, die ich in der Pressevorführung dann aber leider doch nicht zu sehen bekam. Vielleicht wird es ja aber dieses Jahr etwas, denn das Sequel The Hobbit: The Desolation of Smaug steht an. Am 12. Dezember kommen die Zwerge um Bilbo Baggins aka Martin Freeman wieder in die Kinos und stellen sich dieses Mal dem Drachen Smaug. Der erste Trailer zum Sequel sieht nicht schlecht aus, auch wenn ich nach wie vor ein wenig skeptisch bleibe.

(Via The Playlist)


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Achtung, Spoiler! Das Ende von Peter Jacksons 'The Hobbit'

Wer The Hobbit: An Unexpected Journey noch nicht gesehen hat, der sollte sich das Video besser nicht anschauen, denn es spoilert das Ende des ersten Films. Wer ihn gesehen hat, wird mir wohl zustimmen, dass man da nicht mehr als 'true' sagen kann.

(Via @Batz)


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Mittelmaß in Mittelerde: 'The Hobbit: An Unexpected Journey'


Fast zehn Jahre ist es schon wieder her, dass J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings: The Return of the King in die Kinos kam. Zehn Jahre, in denen die Fans sich nach neuem Material sehnten und das vorhanden unzählige Male sichteten. Erst kürzlich erschienen die Extended Editions der Trilogie auf Blu-ray. Die Fans wurden also bei Laune gehalten, und sei es nur mit Produktionstagebüchern vom Set. Nun ist er also da, der lang ersehnte The Hobbit: An Unexpected Journey, der erste Teiler einer – wer hätte es anders gedacht – Trilogie. Völlig blind waren die Fans nicht, denn schon nach dem ersten Trailer, der uns vor einem Jahr (!) ins Haus flatterte, fragten sie sich, wie man Tolkiens Buch denn auf drei Filme stecken könne. Da dachten viele wohl zurecht an die cash cow, die fröhlich gemolken werden will, denn eines wird nach Sichtung des 169 Minuten langen Filmes auch für Nichtkenner der Vorlage (wie ich es einer bin) deutlich: Es hätten auch zwei Filme getan, wenn nicht sogar dieser eine. Sei’s drum, The Hobbit: An Unexpected Journey wird Fans und Nicht-Fans so oder so in Scharen in die Kinos treiben. Denn ein Bild von Jacksons erneuter Tolkien-Adaption will sich dann doch jeder machen.

Ich für meinen Teil war sehr skeptisch und hatte so gut wie keine Erwartungen. Teaser und Trailer vermittelten nur ganz selten dieses The Lord of the Rings-Feeling, stattdessen sah das nach viel infantilem Humor aus, als hätte man sich mit dem Prequel ähnlich wie bei Star Wars die Jüngeren als Zielpublikum ausgesucht. Hinzu kommt – und das muss ich gleich loswerden –, dass ich mit Fantasy so gut wie gar nichts anfangen kann. Was mich letztlich in die Pressevorführung trieb, war einzig und allein die Tatsache, dass The Hobbit: An Unexpected Journey in der von Peter Jackson so hochgelobten neuen Technik gezeigt wurde, der High Frame Rate, die mit 48fps doppelt so viele Bilder pro Sekunde zeigt wie bisherige Filme. Jackson versprach bereits im Vorfeld das Blaue vom Himmel: ein schärferes Gesamtbild, detailgenauere Bewegungsabläufe und eine unglaubliche Natürlichkeit. Wenn uns der Film wirklich mit HFR gezeigt wurde (noch ist das nicht sicher), dann hat Peter Jackson leider doch etwas zu viel versprochen, denn den Aha-Effekt sucht man vergeblich. Und dennoch behaupte ich, dass das der schärfste und detailreichste 3D-Film war, den ich bis dato gesehen habe.

Sowieso gehören die Effekte zum Besten, was man bisher im Kino sehen konnte, denn gerade bei den vielen tierischen Darstellern passiert es einem nicht selten, dass man sie für real hält, so detailreich und genau ist das alles. Hier steckt unglaublich viel Arbeit und Liebe dahinter, was bei Jackson allerdings nicht weiter verwundert, schaut man sich nur mal seine Frühwerke an, in die er ebenfalls viel Zeit und Arbeit investiert hat. Visuell ist The Hobbit: An Unexpected Journey also durchaus beeindruckend, narrativ leider nicht. Jackson gelingt es leider nur sehr selten, wirkliche Spannung aufkommen zu lassen. Das erste Drittel ist viel zu lang geraten, und auch der von mir bereits kritisierte Humor lässt einen des Öfteren mit dem Kopf schütteln. Von der kurzen, aber effektiven Exposition mal ganz abgesehen, denn diese ist ja fast schon Standard. Haben sich Hobbit und Zwerge allerdings erst einmal auf die Reise begeben, kommt der Film langsam in Fahrt. Der Humor zieht sich Gott sei Dank nicht durch den gesamten Film, dito die im Vorfeld von vielen Kritikern als Jar Jar Binks-ähnlich bezeichnete Figur, die in der Tat zu viel des 'Guten' ist, sich aber auf wenige Szenen beschränkt.

Streckenweise gelingt es Jacksons Film sogar ziemlich ausweglos scheinende Szenarien aufzubauen – nur um sie wenig später wieder nahezu komplett zu zerstören, in dem er irgendwelche Kaninchen aus dem Hut zaubert, die die Köpfe unserer Helden noch gerade so aus der Schlinge ziehen. Das ganze mündet in einer viel zu langen Gollum-Szene, die natürlich Reminiszenzen an The Lord of the Rings wecken soll, im Grunde aber schrecklich nichtssagend ist und nervtötend dazu. Die Welt, die Jackson einmal mehr zum Leben erweckt ist also lediglich visuell beeindruckend. Viele der neuen Figuren richten sich an ein deutlich jüngeres Publikum und wären in einem The Lord of the Rings nahezu undenkbar gewesen. Diese Tatsache verwundert darüber hinaus auch, weil Jackson an Gewalt nicht gerade spart und wir nicht nur eine Enthauptung zu sehen bekommen (was für das jüngere Publikum dann doch etwas verstörend sein dürfte). Sicher, der Stoff handelt vom Abenteuer und vom Kampf, aber das erklärt noch lange nicht, weshalb der eine oder andere Moment dann doch extrem zynisch daherkommt.

Man merkt es The Hobbit: An Unexpected Journey immer wieder an, dass er nicht ganz genau weiß, was beziehungsweise wo er eigentlich hin will. Der Plot ist viel zu sehr in die Länge gezogen, denn im Grunde handelt es sich lediglich um eine Reise von A nach B mit vielen Hindernissen, die mal mehr, mal weniger spannend und interessant geraten sind. Wenn das Ganze mal so etwas wie epische Züge annimmt, dann ist dies zuvorderst Howard Shores Score zu verdanken, der ein Best-of der Motive aus The Lord of the Rings präsentiert (das ist zwar nicht sonderlich kreativ, aber effektiv). Peter Jacksons The Hobbit: An Unexpected Journey ist keine totale Enttäuschung, aber auch keine Offenbarung. Fest steht, dass das keinesfalls der Beginn von etwas Großem ist, das Fans sich sicherlich erhofft haben. Der Kinobesuch dürfte sich allerdings allein deshalb schon lohnen, um einen Blick auf die – zumindest wenn es nach Peter Jackson und James Cameron geht – Zukunft des Kinos zu werfen. Ob man diese eingeschlagene Richtung mag oder nicht (wie es bei einem Großteil der Kritiker der Fall ist), muss man selbst entscheiden. (6/10)


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Wo ist 'The Hobbit' mit 48fps HFR in 3D zu sehen?


Nur noch vier Wochen bis zum Start von Peter Jacksons The Hobbit: An Unexpected Journey. Mir könnte das egaler eigentlich kaum sein. Eigentlich, denn das Einzige, was mich an Jacksons Film reizt, ist die Technik, mit der er gedreht wurde. The Hobbit wurde nämlich nicht mit den gewohnten 24 Bildern pro Sekunde ('frames per second') gedreht, sondern mit doppelt so vielen, sprich 48fps. Beim Testpublikum kam die neue Technik jedoch nicht so gut an, weshalb man sich dafür entschied, die HFR-Version ('high frame rate') nur in ausgewählten Kinos zu zeigen. Das Poster von Warner sagt: 'In ausgewählten Kinos auch in HFR 3D'. Nun fragen sich die Fans natürlich: In welchen Kinos in Deutschland kann ich The Hobbit in HFR und 3D sehen?

Anfangs sollten es nur eine Handvoll Kinos sein, doch mittlerweile ist – inoffiziell – die Rede von ca. 150 Kinos in ganz Deutschland, was ja doch eine ganze Menge ist. Außerhalb der großen Ketten sind es allerdings nur fünf Kinos, die Jacksons Film in der HFR-3D-Version zeigen, nämlich das Beluga Kino in Quickborn, das Cinecitta in Nürnberg, das Cinema in München, das Forum in Offenburg und das Mathäser in München. Das klingt recht mager, doch auch die großen Kinoketten haben sich auf einen großen Fanansturm und ein gutes Weihnachtsgeschäft eingestellt. So zeigt CinemaxX The Hobbit in HFR 3D beispielsweise in 18 seiner 32 Kinos, obwohl es anfangs nur drei Kinos waren. Das freut vor allem mich und alle aus der Region Stuttgart, denn ansonsten befindet sich hier keine der großen Ketten, die die HFR-Version zeigt.

Wer noch immer kein Kino in seiner Nähe gefunden hat oder sich nicht sicher ist, ob sein Kino The Hobbit mit 48fps zeigt (viele Kinos sind gerade am aufrüsten oder überprüfen die Möglichkeiten noch), der findet eine komplette Übersicht aktuell bei den Experten von Digitale Leinwand. Dort wird die Liste auch stets aktuell gehalten, es lohnt sich also dort regelmäßig vorbeizuschauen. Ach ja, die 'traurige' Nachricht noch ganz zum Schluss: Es wird kein Kino in Deutschland geben, dass The Hobbit mit einer 4K-Projektion und HFR zeigt (oder man fährt nach Wien, wo das Gartenbaukino als eines der ersten Kinos in Österreich eine 4K-Projektion bietet). Update Das Münchner Cinema hat zwar auch auf 4K umgestellt, wird den Film aber nur in 2K zeigen. Tontechnisch werden dafür aber aktuell zehn deutsche Kinos auf Dolby Atmos aufgerüstet.

Und wer sich noch immer nicht ganz sicher ist, welche Optionen es nun eigentlich gibt und was diese zu bedeuten haben, der findet ein FAQ bei Moviereporter.de.

Update, 21. November Laut PM von CinemaxX wird der Film in jedem CinemaxX-Standort in HFR 3D zu sehen sein.


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Neuer Trailer zu 'The Hobbit: An Unexpected Journey'

Der neue Trailer zu Peter Jacksons The Hobbit: An Unexpected Journey ist da und dürfte wohl wieder für feuchte Höschen bei den Fanboys sorgen. Mir gibt er wie schon der erste Trailer nicht viel. Vielmehr interessiert mich da ja schon die 48fps-Version, die Warner nach negativen Reaktionen leider nur limited zeigt. Deutscher Start ist am 13. Dezember.

(Via The Playlist)


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Das verlorene Paradies: 'West of Memphis' Doku Trailer

Amy Berg (Deliver Us from Evil) hat sich dem Fall der 'West Memphis Three' angenommen und den Fall der drei Jugendlichen, die 1993 drei Jungen ermordet haben sollen. Wer Paradise Lost: The Child Murders at Robin Hood Hills und Paradise Lost 2: Revelations gesehen hat, der weiß, um welchen Fall es sich handelt. Und wer sie noch nicht kennt: Nachholen, das sind zwei der eindringlichsten Dokumentationen, die ich bisher gesehen habe! Zwar habe ich Paradise Lost 3: Purgatory noch nicht gesehen, aber die Morde an den drei Jungen sind bis heute nicht aufgeklärt. Das reichte als Grund wohl aus, weshalb Berg nun eine weitere Doku zum Fall gedreht hat, in der natürlich auch wieder die drei selbst zu Wort kommen.

West of Memphis feierte gerade in Toronto Premiere, und Jay vom Documentary Blog – großer Fan der Paradise Lost-Trilogie – war einmal mehr angetan von der never ending story. Regulärer Start in den USA ist der 25. Dezember. Zu uns wird es der Film wohl genauso wenig schaffen wie Paradise Lost 3: Purgatory (immerhin sind die ersten beiden Filme hierzulande auf DVD erhältlich). Produziert hat das Ganze übrigens Peter Jackson mit seinem WingNut Films-Studio.


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Erster Trailer zu 'The Hobbit: An Unexpected Journey'

Okay, nun habe ich ihn auch gesehen, den ersten Trailer zu The Hobbit: An Unexpected Journey, auch wenn wie viele andere nicht um fünf Uhr aufgestanden bin – dafür interessiert er mich einfach viel zu wenig. Ich habe das Ding eh nie gelesen; vielmehr hat uns unser Kunstlehrer den Roman vorgelesen, während wir gemalt/getont/gezeichnet haben. Nach dem Trailer hat sich meine Haltung auch nicht verändert, denn der haut mich nicht gerade von den Socken, im Gegenteil. Mit dem 'Humor' kann ich nichts anfangen, die epischen Sachen kamen ja erst gegen Ende. Aber ist ja auch noch ein Jahr hin. Deutscher Start ist nämlich am 13.12.2012.


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Stolz und Vorurteil … und Katzenfutter im 'District 9'


Hype kann etwas sehr gefährliches sein. Natürlich nicht nur in Hinsicht auf Film, aber doch speziell auch hier. Hype beeinflusst unsere Rezeptionshaltungen, schafft hohe Erwartungen, die eigentlich nur enttäuscht, sprich nicht erfüllt, werden können. Natürlich stehen die Chancen gut, dass man mit dem Strom schwimmt, immerhin sagt man ja, dass Millionen von Zuschauern (in den USA) nicht irren können und solch ein kleines Independent-flick wie District 9 muss man doch einfach wertschätzen, oder? Was man auf jeden Fall wertschätzen kann, ist die Tatsache, dass Neill Blomkamp mit gerade mal 30 Millionen einen der erfolgreichsten Sommerblockbuster dieses Jahres auf die Beine gestellt hat. Das ist nicht nur ein Schlag in Michael Bays Gesicht, der für seinen Transformers: Revenge of the Fallen fast das Sechsfache verpulvert hat, sondern zeigt Hollywood auch, welch exorbitante, ja lächerliche, Summen sie für ihre "großen" Namen raushauen. Dass dies keine Notwendigkeit ist, das zeigt Blomkamp eindrucksvoll.

Blomkamp, der einst für die Verfilmung des Videospiels Halo vorgesehen war, zeigt, dass er zumindest aus ökonomischer Sicht durchaus in der Lage dazu gewesen wäre, dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Ich will nicht wissen, wie viele der Verantwortlichen sich bereits zu Tode geärgert haben. Und in der Tat, Blomkamps Film hat einige durchaus sehenswerte Momente. So montiert er beispielsweise die Kamera in einigen Szenen direkt auf die Waffe, die uns dann in bester First-Person-Manier das Geschehen vor Augen führt und das Ganze dadurch nicht unwesentlich intensiviert. Die Enge des Raumes nimmt man plötzlich viel deutlicher wahr, das Adrenalin scheint nicht nur bei den Soldaten durch die Adern zu fließen und sowieso gewinnt alles an atmosphärischer Dichte. Auch, weil das alles immer wieder durch urplötzliche Gewaltausbrüche untermalt wird, die mal angemessen, mal weniger angemessen wirken. Und dennoch will der Eindruck nicht so recht verschwinden, als würde Blomkamps Film dies hin und wieder doch nur selbstzweckhaft verwenden. Das läuft der ganzen Prämisse des Filmes, nämlich dem Anprangern des Rassismus und der Angst vor dem Unbekannten, dann doch auch zuwider.

Um aus der Unterdrückung heraus zu finden ist Gewalt nötig, oftmals nur die rohe, eiskalte Gewalt. District 9 würde gerne ein Lehrstück auf genannten Rassismus, speziell in der Dritten Welt, die sich – und auch das macht der Film deutlich – selbst ja nicht helfen kann, sondern auf die Hilfe des Westens angewiesen ist, sein, nur liegt er dafür leider viel zu schwer im Magen. Nimmt man die Aliens als Stellvertreter für eine x-beliebige Menschliche Volksgruppe, so wird man auch den Eindruck nicht los, als sehe Blomkamp in ihr grundsätzlich eine zurückgebliebene Kultur, die sich gerne verführen lässt und selbst nicht wirklich den Willen besitzt, unabhängig zu werden oder sich gegen ihre Besatzer aufzulehnen. Eingehüllt in eine semi-dokumentarische Sci-Fi-Packung muss dem Drehbuch zuliebe natürlich auch einiges schönheitskorrigiert werden, aber eines bleibt dennoch offensichtlich: District 9 nimmt sich selbst zu ernst, ja zu schwer, nutzt seine Metaphern dabei viel zu häufig um die große Moralkeule zu schwingen und erkennt bei alledem noch nicht einmal, dass er es bisweilen selber nicht besser macht (Slumbewohner).

Sieht man davon aber einmal ab, dann reformiert Blomkamp das Sci-Fi-Genre aber durchaus in einigen Aspekten. Statt sich lange mit Erklärungen aufzuhalten genügen ihm einige wenige Erklärungszeilen, die in der dokumentarischen Einleitung sehr gut zusammengefasst werden und die man auch nicht weiter hinterfragen möchte (klar, wie kann das Mutterschiff ohne Treibstoff seit mehr als 20 Jahren schweben, aber das muss genau so wenige erklärt werden wie die Waffen, denn schließlich tut der Film bereits mit der Einführung der Wesen genug, denn auf dem Schiff befinden sich nur Arbeiter …). Ein Grund für den unglaublichen Erfolg speziell in den USA dürfte wohl auch das Unbekannte im doppelten Sinne sein. Während ein Großteil der Invasionsfilme den Boden der Vereinigten Staaten involviert und von Patriotismus und Pathos nur so untersetzt ist, wird hier alles ins ferne Afrika verlagert, wo sich keine Zeichen von heldenhaften amerikanischen Streitkräften fingen. Das ist neu, das ist anders, das ist interessant. Zumindest für das US-Publikum, möchte ich meinen. Regieneuling Blomkamp sei der Erfolg aber in jedem Fall gegönnt, denn gänzlich unverdient ist er keinesfalls. (7.5/10)


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