Deep Throat Reloaded: Trailer zum Linda 'Lovelace' Biopic

Es ist einer, wenn nicht sogar der profitabelste Film aller Zeiten. Nein, die Rede ist nicht etwa von The Blair Witch Project, sondern von einem Porno. Vielleicht dem bekanntesten Erwachsenenfilm überhaupt: Deep Throat.Er war nicht nur namensgebend für eine ganz besondere Sexualpraktik, sondern auch für die Karriere der Lind Lovelace, die im gleichnamigen Biopic Lovelace nun ein filmisches Denkmal bekommt. Gespielt wird sie von Amanda Seyfried, die – darf man den Zitaten glauben – sensationell sein soll. Der Trailer weiß jedenfalls schon mal zu gefallen, zumal die Optik tatsächlich stark an die Seventies erinnert. Und mit Rob Epstein, einem der beiden Regisseure, hat man zudem eine Doku-Legende mit an Bord. Auf der Berlinale im Februar war der Film bereits zu sehen, einen regulären Kinostart hat er leider noch nicht.

(Via The Playlist)


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Kleine grüne Männchen: 'Green Lantern' Trailer


Ich muss gestehen, dass mit Green Lantern bis zur Ankündigung der Verfilmung kein Begriff war. Aber gibt ja auch mehr als genug Comichelden da draußen. Und wenn ich mir den ersten Trailer zu Green Lantern (480p/720p/1080p) so ansehe, dann ist es auch nicht weiter schlimm, dass ich ausgerechnet diese Figur nicht kenne, denn was hier zu sehen ist sieht nach crap aus, mehr fällt mir dazu ehrlich gesagt nicht ein. Und das nicht nur, weil die Effekte billig aussehen … Ryenolds sollte lieber einen neuen Van Wilder drehen oder wegen mir auch RomComs – aber er als Comicheld? Kinostart in den Staaten ist am 17. Juni 2011.


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Learning by Doing: 'An Education'


Die vorstädtische Tristesse durchzieht das Leben des britischen Teenagers Jenny (Carey Mulligan). Mit ihren 17 Jahren soll es für sie nichts Wichtigeres geben als die Schule, das Lernen und die Zukunftsvorbereitungen, denn ihre Eltern sehen sie schon in Oxford. Doch Jenny will aus diesem Alltagsgrau ausbrechen, sie ist eine Querdenkerin, die für ihr Alter untypischerweise auf französische Musik, Literatur und überhaupt das Dolce Vita des Festlandeuropas steht. Bildung als das höchste Gut, das Jennys Familie ihr mitgeben kann: entweder dies oder sie findet einen reichen Mann, der sie ohne Probleme versorgen kann. Was in den 60ern in Großbritannien galt, das hat sich bis heute nicht verändert. In einer Leistungsgesellschaft gibt es eigentlich nichts Wichtigeres als die Bildung, die für eine gute Profession sorgen soll, die wiederum Geld bringen soll, der Katalysator der Leistungsgesellschaft. Jenny als Mitglied der Bohème, wovon sie in der Gesellschaft aber auch nicht (über-)leben kann. Man ist gefangen zwischen zwei Welten, die man nur schwer bis gar nicht miteinander vereinbaren kann – erst recht nicht im strengen London der 1960er Jahre.

Da kommt Jennys Traumprinz David (Peter Sarsgaard) wie gerufen, wenn er sie eines regnerischen Abends zu sich ins Auto einlädt, angeblich um ihr Cello nicht dem Wetter auszusetzen. Er führt sie in die upper class ein, die vielmehr aus Vergnügen als auf Leistung setzt. Doch auch hier steht am Anfang eigentlich Leistung, wenn auch nicht bei David uns seiner Entourage. Jenny beginnt nicht nur sich in dieses Leben, das ihr David bietet, zu verlieben, sondern auch in David selbst. Was eigentlich einer Dichotomie gleichkommt, versteht Jenny erst langsam, und so zieht sich die Titelgebende Bildung aber auch Erziehung immer und immer wieder als zentrales Motiv durch An Education. Während David als Kulturführer agiert, sind es Jennys Eltern (ein großartiger Alfred Molina), die für die Erziehung sorgen oder es zumindest probieren. Ihr Bestes geben sie dabei aber in jedem Falle, auch wenn dies für Jenny nicht immer gleich ersichtlich ist. Es ist zu einem guten Stück natürlich auch ihrer jugendlichen Naivität geschuldet, dass sie so wenig über sich und ihren Stand in der Gesellschaft reflektiert. Und dennoch hat sie mit ihren Aussagen selten Unrecht, denn wer in der Gesellschaft hat nicht zumindest hin und wieder das Verlangen auszubrechen und das alles hinter sich zu lassen. Das weiß auch Jennys Lehrerin Miss Stubbs (Olivia Williams), die dem jedoch ihre Erfahrung und Reife entgegensetzen kann.

Was Lone Scherfig als klassische story of initiation beginnt, wird immer mehr auch zu einer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und ihren (An-)Forderungen an sich. Nicht nur Jenny ist zwischen beiden Welten gefangen, sondern auch David, der seinen Stand in der Gesellschaft mit Jenny im konservativen Sinne festigen möchte, im Prinzip aber nur ein Parasit ist, der sich in der Oberschicht breit gemacht hat. Auch wenn Peter Sarsgaard gerade hier oft etwas zu steif wirkt, so ist es doch sein großer Charme (und der nahezu perfekt klingende Akzent), der zumindest ein leichtes Verständnis dafür schafft, warum sich Jenny gerade in diesen Mann verguckt. Vice versa gibt es ohnehin kaum Verständnisprobleme, denn Carey Mulligan ist nicht nur eine äußerst attraktive Frau, sondern liefert auch eine solch großartige Leistung ab, dass man durchaus gewillt ist sie als eine der besten Nachwuchsschauspielerinnen zu bezeichnen. Ihre Oscarnominierung ist jedenfalls nur konsequent. Man will diesem armen Mädchen einfach helfen, ihr die Intelligenz, die sie dabei ist aus dem Fenster zu werfen, aufzeigen, um sie vor dem nächsten Fehlschritt zu bewahren. Doch diesen muss sie bisweilen gehen, denn auch wie bei kleinen Kindern gilt es die Erfahrung einfach zu machen, nur um etwas später zu erkennen, dass man getrost auf diese hätte verzichten können. Eine etwas härtere Form des learning by doing quasi.

Lernen ist ohnehin das Schlüsselwort des Filmes, denn es geht nicht nur ums Lernen fürs Leben, Oxford und alles damit verbundene, sondern auch um das oftmals forcierte Lernen der Wahrheit, der eigenen Umstände und des Unglücks, in das man sich selbst hineingeritten hat. Das gilt für alle Beteiligten, egal ob Jennys Eltern, die es bei aller Strenge letzten Endes doch zu gut mit ihrer Tochter gemeint haben oder Davids Freund Danny (Dominic Cooper), der zu spät erkennt, was sein 'Freund' wirklich im Schilde führt. Das Erlernen geht mit dem Erkennen Hand in Hand, das macht An Education deutlich. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Weg er gehen will. An Education geht genau den richtigen. (8.5/10)


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