Ein Affentheater vom Feinsten: 'Dawn of the Planet of the Apes'


Zehn Jahre sind inzwischen vergangen, seit das freigesetzte Virus den Großteil der Menschheit ausgerottet hat. Die wenig übrig gebliebenen Menschen hausen in Ruinen der ehemaligen Stadt San Francisco. Eine Expedition in die Wälder, angeführt von Malcolm (Jason Clarke), trifft auf das von Caesar (Andy Serkis) angeführte Affenvolk. Diese haben sich mittlerweile ein eigenes Dorf im Wald errichtet. Das Zusammentreffen der beiden Rassen bewirkt Unruhe auf beiden Seiten, doch Malcolm und Ellie (Keri Russell) erwirken ein Friedensabkommen mit Caesar, das jedoch nur von kurzer Dauer ist.

Da die Menschen misstrauisch sind, hetzt Anführer Dreyfus (Gary Oldman) gegen die Herrschaft der Affen und macht diese für die Beinahe-Ausrottung der Menschen verantwortlich. Dreyfus sammelt eine gewaltbereite Gefolgschaft um sich und provoziert damit einen entscheidenden Kampf zwischen Menschen und Affen, der die Vorherrschaft ein für alle Mal klären wird.

Neben dem spektakulären und bildgewaltigen Kampf zwischen Mensch und Affe gelingt es Dawn of the Planet of the Apes gut, den Blickwinkel beider Rassen aufzuzeigen und zu verstehen. Es gibt einerseits uns Menschen, deren oberstes Ziel es ist die Menschheit weiter fortbestehen zu lassen und die wenig übrig gebliebenen zu beschützen. Auf der anderen Seite sieht man die Affen, die ebenfalls als Volk zusammen hausen und alles dafür tut, den eigenen Stamm zu beschützen – nun eben auch vor den Menschen.

Was dem Regisseur besonders gelingt, ist die Emotionen der Affen hervorzuheben. Man sieht diese zwar auch im Vorgänger, allerdings wird besonders in diesem Teil der Zuschauer in deren Bann gezogen. Man hat schon fast Tränen in den Augen, wenn Caesar sein neugeborenes Baby in den Armen hält. Besonders Caesar und sein Sohn stehen im Mittelpunkt der Handlung und stellen das menschliche Verhalten so realistisch dar, dass man als Zuschauer kurz vergisst, dass immer noch von Affen die Rede ist.

Der Wendepunkt dieser Geschichte ist, dass den Affen relativ schnell bewusst wird, dass sie sich gar nicht so sehr von den 'bösen' Menschen unterscheiden, obwohl sie dachten aus deren Fehlern gelernt zu haben.

Ein toller Film um Misstrauen, Freundschaft und dem einzigartigen Kampf zwischen Affen und Menschen. Manche Szenen ziehen sich etwas, aber alles in Allem, eine gut gelungene Action mit Nachdenk-Potenzial. (7/10)

- Kritik von Julia


Tags , , , , , , , , , ,

Sponsored Video: 'Dawn of the Planet of the Apes' Trailer

Dass Planet of the Apes ein absoluter Klassiker der Filmgeschichte ist, ist wohl unbestritten. Wie es sich dabei aber mit den Sequels, den Remakes und Reboots verhält, ist eine andere Frage. Drei Jahre ist es schon wieder her, dass der Reboot mit Rise of the Planet of the Apes erfolgreich die Kassen klingeln ließ. Die Kritiken waren ebenfalls ziemlich positiv, auch wenn ich nicht vollkommen überzeugt war. Klar, James Franco, gute Effekte und kein allzu übler Plot, aber ich mag Affen ganz einfach nicht (was für die Wirkung eventuell gar nicht mal so schlecht ist …). Nun kommt mit Matt Reeves' Dawn of the Planet of the Apes das Sequel zum Film mit James Franco in die Kinos (allerdings ohne ihn), das sich gar nicht mal so übel liest und auch gar nicht mal so übel aussieht. Reeves zeichnete ja für das Let Me In-Remake verantwortlich, das ebenfalls recht ordentlich war. Kurz zum Plot:

"Dem neu entstandenen Volk der intelligenten Affen, angeführt von Caesar, stellt sich eine Gruppe von Menschen gegenüber, die den verheerenden Virus, der zehn Jahre zuvor freigesetzt wurde, überlebt hatten. Ein vorübergehendes Friedensabkommen erweist sich als brüchig, sodass beide Seiten bald kurz vor einem Kampf stehen, der darüber entscheiden soll, welche Spezies fortan die Erde beherrschen wird."

Statt Franco sind dieses Mal unter anderem (wieder) Andy Serkis, Gary Oldman, Keri Russell und Judy Greer mit von der Partie. Für die Effekte, die ich wie bereits gesagt, gar nicht mal so übel fand, zeichnet auch hier wieder Peter Jacksons Effektschmiede WETA verantwortlich, die die Affen einmal mehr zum Leben erwecken – und sie wohl auch in diesem Film wieder massiv randalieren lässt. Postapokalyptische Szenarien sind ja generell immer interessant, weil Hollywood hier ja keine Grenzen kennt und wir genau diese Mischung aus Angst und Antizipation mögen. Mehr zu Dawn of the Planet of the Apes, der in Deutschland unter dem Titel Planet der Affen: Revolution in die Kinos kommen wird, findet sich auf der Website des Films oder bei Planet der Affen auf Instagram. Kinostart ist am 7. August.

Sponsored by 20th Century Fox


Tags , , , , , , , , , , , , ,

Nutshell 13.11.07

Erste Bilder des jungen Spock aus STAR TREK Zachary Quinto in Star Trek

Bis 2013 soll die Hälfte aller US-Kinos digital sein

JEEPERS CREEPERS 3 wird kommen

Einige Clips zu THE MIST

Ist da etwa ein Prequel zu PLANET OF THE APES in der Mache?


Tags , , , ,