Das 7. Pornfilmfestival startet heute in Berlin


Heute startet in Berlin das 7. Pornfilmfestival Berlin, das bis zum 28. Oktober 'Flutschfilme' (wie sie Rajko nennt) aus den Bereichen schwul, lesbisch, transgender und anderen zeigt. Das Festival, das u.a. von Kurator Jochen Werner ins Leben gerufen wurde, ist weltweit einzigartig und zeigt neben Spiel- und Kurzfilmen auch Dokumentarfilme. Fünf Tage lang tobt also das Moviemento-Kino in Berlin und lädt alle Interessierten ein, die Filme sehen wollen, die wirklich abseits des Mainstreams sind. Das Besondere in diesem Jahr: Die diesjährige Retro feiert den 'Golden Age Porn' und zeigt deshalb Klassiker wie The Devil in Miss Jones, Boys in the Sand oder Exzesse in der Frauenklinik. Abschlussfilm am Sonntag ist übrigens Cherry mit James Franco und Heather Graham. Das komplette Programm und alle weiteren Infos gibt es auf der offiziellen Homepage.


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Dr. Uwe Boll haut bei 'Roche & Böhmermann' auf den Putz


In dieser Woche war neben Curse, Jana B., Marusha und einem Polygamisten auch Dr. Uwe Boll bei Roche & Böhmermann zu Gast. Zur Sendung selbst muss man nichts mehr groß sagen, sie gehört zum Besten, was das deutsche Fernsehen in den letzten Jahren zustande gebracht hat. Und diese Episode ist ein kleines Highlight, nicht nur weil Dr. Uwe Boll zu Gast war, sondern weil er wieder mal richtig schön auf den Putz gehauen hat – und dabei äußerst sympathisch rüberkam. Bei seinen 'zwei Minuten', die Marusha nicht so ganz raffen wollte, lag ich dan am Boden. Also, die Sendung schnellstmöglich in der ZDFmediathek nachholen!


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Porno, Krieg und Traumata: 'A Serbian Film'


Ich möchte vorausschicken, dass es sich hierbei weniger um eine Kritik als vielmehr um eine Gedankensammlung handelt. Das liegt zum einen daran, dass ich keine Besprechung zum Film geplant hatte, er mich nun aber doch so für sich vereinnahmt hat, dass ich etwas mehr dazu schreiben wollte. Zum anderen ist es schwer den politischen Subtext in wirklich richtig geordnete Gedanken zu bringen – so, dass es sich auch noch gut liest.

Es ist ja immer so eine Sache an "den härtesten Film ever" (kein Zitat, eher eine Eindrucks-Zusammenfassung aus Foren, Kritiken und Blogs) heranzugehen. A Serbian Film (Srpski film) ist auf den zweiten Blick jedenfalls interessanter als die Gore- und Snuff-Oberfläche, für die ihm sein Ruf allerdings vorauseilt, ihn erscheinen lässt. Die (subtileren) Analogien zum Bosnienkrieg finden sich eher auf der Tonspur, beispielsweise wenn ständig von "Kriegshelden", "Kriegern" und dem Verlust der Nation gesprochen wird. Vukmir – dessen Name klingt als sei er einer der Kriegsverbrecher, die sich vor dem Tribunal in Den Haag verantworten müssen, wie Milos' Frau anmerkt – beharrt darauf, dass das Land nur noch von der Pornoindustrie getragen werde. Schaut man sich die tristen Straßen Belgrads (?) an (was durch die kühlen Grautöne unterstrichen wird), dann würde man ihm fast zustimmen wollen. Obwohl Milos' Haus eine glänzende Ausnahme darstellt, aber gut, er war ja auch mal gut im Geschäft.

Und genau hier ist A Serbian Film (also was die Gewalt und die gross-out-Momente angeht) dann auch weniger Fiktion, als vielmehr eine kathartische Vergangenheitsbewältigung, denn was man aus dem Krieg auch im Westen mitbekommen hat, stellt vieles, was der Film zeigt sogar noch in den Schatten. Ich will nicht unbedingt wissen, wie es in den Lagern wirklich zugegangen ist. Die Rolle als stiller Beobachter, ja Voyeur, ist dem Westen ja ohnehin bekannt … Genau das nehmen uns viele 'Kriegskinder' heute noch übel, wie ich auch schon in Erfahrung gebracht habe. Sowieso spielen Kinder hier eine große Rolle. Sie sind schließlich diejenigen, die den Krieg nicht mehr erlebt haben – oder besonders unter ihm gelitten haben. So zeigt der Film dann auch, dass auch vor Kindern kein Halt gemacht wurde – und diese heute noch traumatisiert sind. Milos' Junge gehört zu den wenigen, die behutsam, sprich mit Pornos und Schmetterlingen im Bauch aufgewachsen sind. Doch auch er soll schließlich ein Trauma erleben. Jenes, das vielen anderen wohl auch widerfahren ist. Porno ist pure Exploitation, dito Krieg und Kriegsverbrechen.

Interessant auch, dass alle außer Milos eine enge Verbindung zum Staat haben, er aber eher ein Weltbürger zu sein scheint (Englisch zu Beginn, Pornoindustrie ist ja ohnehin ein globales Business, er hat einen Uniabschluss – ist vielleicht sogar der einzige Darsteller, der einen hat, wie seine Frau meint, die selbst Übersetzerin ist und mehrere Sprachen spricht). Sein Bruder ist Polizist, auch wenn wir ihn nie in Uniform sehen und er auch nie den Eindruck erweckt, als mache er den Job gern oder sei gar ein Patriot. Stattdessen ist er ein abgehalfterter, impotenter, frustrierter Co, der seinen Bruder beneidet. Es ist etwas wie Kain und Abel, nur umgekehrt. Sowieso ist die Brüder-Analogie ja etwas, das hier ins Schwarze betrifft – die Jugoslawienkriege waren ja nichts anderes als ein Krieg zwischen Brüdern und Schwestern (diese wiegen dann auch am schwersten, siehe Korea, oder die jüngsten Entwicklungen auf dem Balkan).

Produktionstechnisch ist A Serbian Film auf sehr hohem Niveau, kein Vergleich zu asiatischen Sickos, mit denen man den Film vergleichen würde, wäre man allzu kurzsichtig. Des Öfteren hat er mich übrigens an das jüngere französische Horrorkino erinnert, allen voran an Martyrs. Lange, schlecht beleuchtete Gänge, die viele Türen aufweisen, hinter jeder von ihnen könnte das pure Grauen lauern. Und dann natürlich auch wegen der äußerst brutalen Gewalt gegen Frauen, die in A Serbian Film aber noch mehr Sinn macht (Frauen und Kinder, die ersten und schwerwiegendsten Opfer des Krieges). Natürlich liegt dazwischen ganz viel Overacting, das in solch einem Kontext natürlich gleich doppelt so schlimm, sprich albern, anmutet. Aber das ist vielleicht gar nicht so verkehrt, hin und wieder ein comic relief zu haben. Wobei: in Kriegszeiten hat man das auch nicht. Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen an den Rezipienten, dass es sich doch nur um Schauspieler handelt und den typischen Slogan 'It's only a movie'.

Er ist jedenfalls durchaus der ultraharte Tobak, als der er gehandelt wird. Ich frage mich nur, ob es wirklich positiv zu verstehen ist, dass sich Spasojevics Debüt nun zu all den Filmen zählen darf, deren Ruf ihnen vorauseilt (sprich Pasolini, Noé & Co.). Der Kosovo gehört auf dem Poster fest zu Serbien, aber genau hier fließt am meisten Blut. 'Not all films have a happy ending', stellt die tagline richtig fest und gibt erneut einen politischen Kommentar ab. Definitiv einer der interessantesten Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe.


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'The Dark Side of Porn: Does Snuff Exist?' Dokumentation


Channel 4 hat eine Dokureihe, die sich unter dem Namen The Dark Side of Porn verschiedenen Aspekten des 'Genres' widmet. In der Folge Does Snuff Exist? geht sie der Frage auf den Grund, ob Snuff – also das abgefilmte, kommerzielle Töten eines Menschen, meist im Zusammengang mit sexuellen Akten – wirklich existiert und lässt dabei sowohl Filmemacher wie Eli Roth oder Ruggero Deodato zu Wort kommen, als auch Experten. Die komplette 48-minütige Dokumentation kann man sich auf Google Videos anschauen. Ach, da fällt mir wieder die Story mit Charlie Sheen und dem Guinea Pig ein …

(Via DVDnarr.com)


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