David Hess stirbt im Alter von 69 Jahren


Letzte Nacht ist Exploitation-Legende David Hess im Alter von nur 69 Jahren gestorben. Vielen wird der Name vielleicht nichts sagen, aber wer einmal Wes Cravens The Last House on the Left gesehen hat, der kennt den Mann, der in seinen Filmen meist Vergewaltiger, Mörder und Psychopathen gespielt hat – und wird ihn seit dem nicht mehr vergessen haben. Eine ziemlich traurige Woche für das Kino, denn nur drei Tage vor Hess ist Charles Napier im Alter von 75 Jahren gestorben. Die meisten dürften ihn wohl aus Rambo: First Blood Part II kennen. R.I.P. ihr beiden!


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Kurz mal abgehakt # 27

Rambo: First Blood Part II – dass ich den Film nun innerhalb eines Jahres zum vierten Mal gesehen habe, denke ich, spricht für sich. Lieblingsmoment nach wie vor das Schlussgespräch mit Trautman, das alles doch so schön rekapituliert. (9/10)

The Simpsons Movie – da ich ja einer der wenigen Menschen auf Erden bin, dem die Gelben nicht so zusagen, wundert es wohl auch nicht allzu sehr, dass ich auch mit der Filmversion nicht allzu viel anfangen konnte. Klar, einige Lacher gibt es, und auch die Omnipräsenz Al Gores ist amüsant, aber die emotionale Verbundenheit zu den Figuren und der ganzen gelben Welt, die wohl die meisten beim Sehen des Filmes haben, hatte ich einfach nicht. Eines weiß ich aber: Die Charaktere, allen voran Homer, klingen im Original besser als in der DF. (6.5/10)

‘Hallam Foe’

The Assasination of Jesse James by the Coward Robert Ford – puh, was ein langer Titel. Was ein langer Film. Erstaunlich aber, dass sich diese Länge kaum bemerkbar macht, denn auch wenn Jesse James alles andere als temporeich ist, so ist er dennoch nie zu langsam. So ist das Ganze dann auch – wie zu erwarten – ziemlich schön in Szene gesetzt (man muss der Konkurrenz à la The Proposition und Co. ja schließlich die Stirn bieten können), mit klasse Darstellern versehen (wäre Casey Afflecks Gegner, Javier Bardem, nicht so stark gewesen, hätte er den Oscar mehr als verdient gehabt) und spart auch an sonstigem Pathos, wie dem Erzähler aus dem Off oder der Abblendungen, nicht. Bei letzteren beiden konnte ich dann aber auch einfach den Gedanken nicht verwerfen, dass ebendieses Pathos nur Mittel zum Zweck ist. Dennoch, ein schöner Film. (7.5/10)

Hallam Foe – langsam gewinne ich sie immer lieber, diese coming-of-age-Dramen. Warum? Hmm, weil sie mich persönlich mehr berühren als das ganze Popcongedöns im Kino? Weil ich mich nach den Prämissen dieser Filme sehne? Oder weil sie handwerklich einem großen Blockbuster in nichts nachstehen (oder meist sogar überlegen sind)? Hallam Foe trifft jedenfalls den Nagel wieder mal auf den Kopf: Ein äußerst sympathischer Protagonist, eine anrührende Geschichte und tolle musikalische Untermalung. (8.5/10)

‘Shooter’

Boogie Nights – irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass Andersons Filme in der zweiten Hälfte immer etwas abbauen (zumindest ist dies auch bei There Will Be Blood der Fall). Dass er in der zweiten Hälfte etwas den Finger erhebt – und dass auf den Aufstieg tragödientechnisch der Fall folgen muss -, wundert angesichts der Thematik ja nicht, aber bisweilen meint er es dann doch zu gut (die Hälfte wird kriminell, alle nehmen sie Drogen, Zufälle, die so wohl nur im Film stattfinden, …). Der tolle Cast, eine unfassbar authentische Atmosphäre (yeah, 80's!) und unzählige unvergessliche Momente – allen voran die TV-Serie Dirk Digglers – lassen Letzteres aber nicht groß ins Gewicht fallen. (8.5/10)

Shooter – empfand ich dieses Mal als etwas besser als noch im Kino. Zum einen, weil ich ihn in HD gesehen habe, wofür solch ein Film natürlich prädestiniert ist, und zum anderen, weil er einfach so schön schnörkellos ist. Schön auch, wie Shooter in die ganze Patriotismus-Krieg-Öl-Demokratie-Debatte einsteigt, nur am am Ende dann wieder jeglichen Hauch von Politik in den Wind zu blasen. Die Bösen müssen eben bestraft werden, egal wie. Zwar nicht ganz so (offensichtlich) politisch wie der bessere Tears of the Sun, aber dennoch ein eindeutiges, für viele wohl mit Kopfschütteln rezipiertes, Statement Fuquas. (8/10)


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Kurz mal abgehakt # 18

RAMBO rückt immer näher, höchste Zeit also, die Trilogie (naja, genauer gesagt Teil 1 und 2, da 3 noch nicht allzu lange zurückliegt) noch einmal zu sichten…

FIRST BLOOD"They drew first blood, not me." In den letzten zwei Jahren nun schon zum dritten Mal gesehen, aber ich muss sagen, dass er mir noch nie so gut wie dieses Mal gefallen hat. Allein der Anfang, Rambo wird mit seinem Hundeblick eingeführt, untermalt vom genialen Score Jerry Goldsmiths – vom dramatischen und hochemotionalen Finale – inklusive It's a Long Road – ganz zu schweigen. Sehr empfehlenswert übrigens auch die Betrachtung der Himmelhunde, die sich dem Film in all seinen Facetten widmen (dito Teil 2). (9/10)Rambo: First Blood Part II

RAMBO: FIRST BLOOD PART II"Hate!? I'd die for it!" Ja, zugegeben, er schlägt eine deutlich andere Richtung ein als dies noch FIRST BLOOD tat. Die Reihe wird politisch, dank Stallones Drehbuch (James Cameron distanzierte sich ja später vom Mitschreiben dieses). Das tut dem Ganzen aber überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil. Stallone markiert Gut und Böse ganz deutlich, holt einmal mehr sein Messer raus (ich will die Replika davon!) und metzelt im Schnitt zirka einen Russen/Vietcong – Kommunisten eben – pro Minute. Spätestens wenn Trautman (Richard Crenna) sich Rambo am Schluss annimmt, schlägt die Freude aber in Tränen um, Tränen der Wahrheit, Tränen der Nostalgie: "I want, what they want, and every other guy who came over here and spilled his guts and gave everything he had, wants! For our country to love us as much as we love it! That's what I want!" Dann noch Frank Stallones Peace in our Live Ich hole mein Taschentuch heraus. Ende. (9/10)

THE BOURNE ULTIMATUM – hat mir dieses Mal sogar noch besser gefallen als noch im Kino. Greengrass versteht es, wie traditionelles Actionkino auszusehen hat, so ganz ohne Effekthascherei und sonstigem Ballast. Seine Spionagegeschichte ist "greifbar", nicht nur ob der realen Bilder, sondern vorallem auch wegen der schnörkellosen Story. So hat ein heutiger, qualitativ hochwertiger Actionfilm schlicht und ergreifend auszusehen, Punkt. Der Ton der HD DVD ist gut, das Bild sogar sehr gut. (8/10)


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