Chaos in D.C.: Trailer zu Roland Emmerichs 'White House Down'

Gestern habe ich mich noch mit dem Poster über einen nicht vorhandenen Teaser getröstet, heute ist nicht nur ein Teaser, sondern gleich ein ganzer Trailer für Roland Emmerichs White House Down da. Und was soll ich sagen? Er sieht wie erwartet ziemlich großartig aus! Emmerich scheint wieder auf der patriotischen Schiene zu fahren und zeigt schon im Trailer einige ziemlich geile action set pieces (wenn auch mit extrem viel CGI). Oh mann, das wird richtig geil!


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Erstes Poster zu Roland Emmerichs 'White House Down'


Leider gibt es noch nicht einmal einen ersten Teaser zum von mir heiß ersehnten Roland-Emmerich-Blockbuster White House Down, dafür jetzt aber das erste Poster. Und normalerweise poste ich eher selten Poster, aber bei diesem Exemplar muss es einfach sein. Ich mag einerseits die Simplizität (Touri-Foto), aber auch Subtilität des Posters (9/11-Analogie). Während die Amerikaner schon im Juni in den Genuss von White House Down kommen, dauert es bei uns bekanntermaßen noch bis zum 05. September.

(Via FirstShowing.net, danke Sascha)


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Da hilft auch Rum nicht mehr: 'The Rum Diary' Blu-ray Review


Johnny Depp scheint wohl der Meinung zu sein, dass er irgendwie in Hunter S. Thompsons Schuld stehe. Anders kann man sich wohl kaum erklären, weshalb Depp sich für Bruce Robinsons Verfilmung des Thompson-Romans The Rum Diary hergegeben hat. Vielleicht ist Depp aber auch ein so großer Fan von Thompsons Werk, dass er für alles zur Verfügung steht, was den Namen Thompsons trägt. Im konkreten Falle von The Rum Diary war Depp sogar maßgeblich für die Veröffentlichung des Romans verantwortlich, denn während der Vorbereitungen für Fear and Loathing in Las Vegas verbrachte Depp viel Zeit bei Thompson, wo er schließlich ein unveröffentlichtes Manuskript des Werkes fand. Depp überzeugte Thompson davon, The Rum Diary (geschrieben in den 60ern) zu veröffentlichen – ohne Depp gäbe es höchstwahrscheinlich also gar keine Verfilmung. Es muss ihm also doch irgendwie ein großes Anliegen gewesen sein, dieser Film, zumal Thompson der Veröffentlichung nur zustimmte, wenn Depp im Falle einer Verfilmung die Hauptrolle übernehmen würde.

Auch The Rum Diary basiert in bester Thompson-Tradition einmal mehr auf seinen eigenen Erfahrungen als Journalist (streng genommen ist es Thompsons allererster Roman). Paul Kemp (sein Alter Ego, gespielt von Depp) kommt 1959 nach Puerto Rico, wo der Film seinen Lauf nimmt. Kemp wacht eines morgens und mit gigantischem Kater in einem Hotel auf. Als er aus dem Fenster schaut, scheint er im Paradies auf Erden angekommen zu sein. Wäre da nicht dieser schreckliche Kater, den er mit zu seinem ersten Arbeitstag schleppt. Was als typische Thompson-Geschichte beginnt, wird schon sehr bald zum langatmigen, um sich selbst drehenden Geschichte, die zu keiner Zeit an die wahre Klasse eines Hunter S. Thomspon herankommt. Depp schlägt sich mit Charme und mächtig viel Rum in Puerto Rico durch, lernt dabei sowohl Freunde als auch Feinde kennen und lässt den Zuschauer stets fragend zurück, was das Ganze eigentlich will. Höhepunkt ist eine Drogenszene (klar!), die völlig deplatziert wirkt und den Film keinen Millimeter voran bringt. In diesen Momenten hätte man den Film, der mit seinen 120 Minuten ohnehin viel zu lang ist, deutlich zurechtstutzen können.

Alle im Ansatz durchaus interessanten Charaktere bleiben völlig auf der Strecke. Sei es nun Aaron Eckhart als schleimig-fieser PR-Berater oder Männertraum Amber Heard als Mädchen, das das Dolce Vita liebt. Die erst klischeebeladene Lovestory zwischen Depp und Heard, die sich am Ende viel zu ernst nimmt, ist ebenfalls ein großes Ärgernis. Und dann ist da ja auch noch Giovanni Ribisi als degenerierter Journalist, der als einzige wirklich interessante Figur leider viel zu wenig beleuchtet wird. The Rum Diary kann sich zu keinem Zeitpunkt entscheiden, worauf er nun eigentlich seinen Fokus legen will: Auf die Figuren, auf die Geschichte oder doch auf die soziopolitischen Untertöne? Alles zusammengewürfelt funktioniert leider hinten und vorne nicht. Robinsons Film biedert sich immer wieder mit diesen typischen Thompson-Momenten an, die dem Zuschauer ein 'What the fuck!?' entlocken soll, in Wirklichkeit aber nichts weiter als reiner Selbstzweck sind, die viel zu forciert wirken. Das sah wohl auch ein Großteil des Publikums so, denn an den Kinokassen hat The Rum Diary weltweit (!) gerade mal die Hälfte seines Budgets wieder eingespielt. (4/10)

Die Blu-ray von Universum Film erscheint am 18. Januar (Amazon-Partnerlink) und kann technisch schon deutlich mehr überzeugen als der Film selbst. Das Bild geht größtenteils in Ordnung. Helle Tagesaufnahmen von Puerto Rico sind teilweise richtig schön scharf und lassen durchaus Urlaubsfeeling aufkommen. In dunklen Szenen – und davon gibt es einige – kann der Schwarzwert leider nicht überzeugen. Schwarz ist hier eher ein Grau. Der Ton hingegen überzeugt auf ganzer Linie. Natürlich dominieren die Dialogszenen, aber wenn es mal etwas für den Subwoofer und die Rears zu tun gibt, dann wurde das sauber umgesetzt. An Extras finden sich Interviews mit dem Cast, eine B-Roll und der Originaltrailer.


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Sponsored Video: Tom Cruise ist Anti-Held 'Jack Reacher'

Tom Cruise gönnt sich aktuell wirklich keinerlei Pause. Seine Präsenz auf der Kinoleinwand scheint seine Fans zu freuen. In einem Interview verriet Tom Cruise neulich erst, dass er es liebe, so viel zu arbeiten. Es gebe für ihn aktuell nichts Tolleres als Filme zu drehen und seine Fans damit glücklich zu machen. Und so ist er auch im neuen Jahr gleich wieder im Kino zu sehen – in einer Actionrolle, was auch sonst. Jack Reacher startet am 03. Januar in den deutschen Kinos und basiert auf den Romanen des britisch-amerikanischen Thrillerautors Lee Child, der mit seinen insgesamt 17 Werken bereits auf der Bestseller-Liste der New York Times vertreten war.

In Jack Reacher spielt Tom Cruise den titelgebenden Protagonisten Jack Reacher, der sich selbst nicht als Held bezeichnet. Er ist Ex-Militärermittler und nicht nur zynisch, sondern auch ein unberechenbarer Loner. Er ist der klassische Anti-Held, wie wir ihn aus zahlreichen anderen Filmen kennen: Er lässt sich nicht gerade oft blicken und macht Jagd auf all jene, die sich dem Gesetzt entziehen wollen und Verbrechen begehen. Als in einer amerikanischen Kleinstadt fünf Menschen getötet werden, gerät Reacher unter Verdacht. Ein gefährliches Katz- und Mausspiel hat begonnen … mit niemand geringerem als Werner Herzog als Bad Guy.

Regie führte Christopher McQuarrie, der bisher hauptsächlich als Drehbuchautor von sich reden machte. So zeichnete er beispielsweise für die Drehbücher zu Valkyrie, The Tourist und The Usual Suspects verantwortlich. Jack Reacher ist seine zweite Arbeit als Regisseur – aktuell ist er im Gespräch auch bei Mission: Impossible 5 auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Fest steht also, dass er die Arbeit mit Tom Cruise zu mögen scheint. Die ersten Kritiken versprechen einen deutlich dunkleren Tom Cruise, der sein Lächeln dieses Mal zu Hause gelassen hat und so richtig auf den Putz (und Werner Herzog auf die Glocke?) haut. Mehr zum Film gibt's auf der Jack Reacher-Website und auf der Facebook Page.

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Set Visit bei Roland Emmerichs 'White House Down'

ET hat das Set von Roland Emmerichs White House Down besucht und die beiden Hauptdarsteller Jamie Foxx und Channing Tatum interviewt. Natülrich gibt es auch die ersten bewegten Bilder aus dem Thriller, für den Emmerich extra das Weiße Haus Raum für Raum hat nachbauen lassen. Ebenfalls mit dabei sind Maggie Gyllenhaal, James Woods und Richard Jenkins. Ich weiß, das ist etwas 'fanboyig', solche snippets zu posten, aber ich bin heiß auf den Film, seit ich das erste Mal von ihm gehört habe. Der deutsche Kinostart ist für den 19. September 2013 angesetzt.


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Lens Flare in der Dunkelheit: 'Let Me In' Blu-ray Review


Es ist eine verschneite Winternacht. Draußen ist es stockdunkel, nur die leuchtenden Farben der Sirenen und Laternen erhellen das Bild. Die Krankenhaustür schließt sich langsam, aus dem Off nehmen wir die Stimme Ronald Reagans wahr, der gerade eine Ansprache hält, die im Fernsehen übertragen wird. Der Fernseher findet sich irgendwo in der Lobby, wir wissen nicht genau wo, sehen ihn aber alsbald schon, weil er in der Glastür des Eingangsbereichs reflektiert wird. Man bekommt gerade noch mit, dass er etwas von Gut und Böse erzählt, den beiden Lieblingswörtern eines jeden Republikaners. Wir schreiben das Jahr 1983, Los Alamos, New Mexico, USA. Hier verortet Matt Reeves die Geschichte seines Let the Right One In-Remakes, das den simplen Namen Let Me In trägt. Genau so wie mit dem Titel, verhält es sich auch mit dem Rest es amerikanischen Remakes: Es kann ob der Geschichte, gar kein schlechter Film sein – vorausgesetzt man mochte das Original –, aber an die Komplexität und die subtilen Untertöne des Schweden kommt Reeves’ Film einfach nicht heran. Vielmehr ist sein Film eine leichte Reduktion, wie dessen Titel eben. Das ändert auch die eingebaute Ansprache eines Reagan nicht.

Natürlich drängt sich ein gewisser Vergleich zwischen Original und Remake immer auf. Wer hat was jetzt besser gemacht und vor allem warum hat er es besser gemacht? Hier wird einmal mehr deutlich, dass die amerikanischen Remakes ausländischer Filme sich primär an das heimische Publikum wenden und die Vorlage so weit anpassen und verändern, dass auch das US-Publikum in den vollen 'Genuss' des Ganzen kommt. Oder anders gesagt: Man versucht die Vorlage für die heimischen Sehgewohnheiten goutierbar(er) zu machen, was einem gewissen Zynismus entspricht, denn schließlich hält man die Amerikaner dadurch nicht gerade für die hellsten Filmrezipienten. So ändert Reeves dann auch zentrale Elemente von Tomas Alfredsons Film, in dem er beispielsweise die berühmte Sequenz, in der Elis Schambereich zu sehen ist und der Zuschauer sich fragt, welchen Geschlechts sie nun ist, komplett weg. Immerhin schauen ja Amerikaner zu. Stattdessen sagt sein Eli-Pendant Abby (Chloë Moretz) explizit, dass sie kein Mädchen ist. Damit zerstört Reeves mal eben einen der Momente des Originalfilms (dito die Flammenszene im Krankenhaus, die hier auch nicht so recht, pardon, zünden möchte).

So atmosphärisch dicht Let Me In auch daherkommt, auch hier erreicht er nicht ganz die Klasse des Originals, was auch daran liegen mag, dass ein Film in einer fremden Sprache, die wir nicht verstehen und die uns lediglich den Inhalt des Gesagten via Untertitel näherbringt, eine gewisse zusätzliche Faszination ausmacht – erst recht, wenn (narrativ) ohnehin alles nur angedeutet, statt explizit ausformuliert wird. Bei der Besetzung beweist das Remake hingegen ein glückliches Händchen, denn so ruhig hat man die sonst eher nervige Chloë Moretz lange nicht gesehen. Die Nebenrollen sind mit Richard Jenkins, der hier – auch das wird ausformuliert – nicht der Vater der Kleinen ist und Elias Koteas als '80s-Cop sehr gut besetzt. Die größte Überraschung ist aber Kodi Smit-McPhee, der eine ziemlich beeindruckende Performance abliefert und bei dem man sich wünscht, dass er in zehn Jahren nicht mit irgendwelchen Drogengeschichten Schlagzeilen macht. Auch Michael Giacchino – Stammkomponist von J.J. Abrams und dessen Schüler Matt Reeves – kann mit seinem ruhig-melancholischen Score Pluspunkte sammeln.

Let Me In macht vieles richtig, auch, weil es nahezu unmöglich war, das Remake komplett gegen die Wand zu fahren. Über Sinn und Unsinn eines solchen Filmes ließe sich natürlich einmal mehr streiten. Fest steht aber, dass Reeves mit seiner Adaption für das amerikanische Publikum im Prinzip den richtigen Nerv trifft, auch wenn sein Film für Kenner und Liebhaber des Originals lediglich so etwas wie eine nette Dreingabe darstellt. Genuin ist an seinem Film nämlich so gut wie gar nichts. Dabei wäre durchaus Potential dafür dagewesen, die Coming-of-Age-Geschichte neu auszuformulieren. Dafür hätte es dann aber wohl auch eines anderen Regisseurs bedurft – Reeves ist eben doch einen Tacken zu gimmicky. (7/10)

Die Blu-ray aus dem Hause Universal ist seit dem 19. April im Handel erhältlich (Amazon-Partnerlink) und ist zumindest bildtechnisch eher eine Enttäuschung. Dafür, dass ein Großteil des Filmes bei Nacht spielt, sind die Farben nicht kräftig genug, allen voran das Schwarz. Auch etwas schärfer hätte man sich das Ganze gewünscht, auch wenn das verwaschene Bild wohl etwas dem Setting zuzuschreiben ist. Richtiges HD-Feeling kommt also selten aus. Beim Ton sieht es hingegen anders aus, denn dieser kann mit einigen satten Basseinlagen begeistern. Auch in den ruhigen Szenen ist die Abmischung sehr gut. An Extras finden sich zwei Making-ofs, unveröffentlichte Szenen und ein Audiokommentar von Regisseur Matt Reeves.


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Trailer zur Hunter S. Thompson Verfilmung 'The Rum Diary'

Wurde ja auch Zeit, dass endlich mal wieder ein Hunter S. Thompson-Buch verfilmt wird, die ja ohnehin fast alle pures Gold sind (zumindest aus literaturwissenschaftlicher Sicht)! The Rum Diary gilt als Thompsons erster Roman, in der Hauptrolle natürlich einmal mehr Johnny Depp, der Thompsons Alter Ego Paul Kemp mimt. Die reichlich absurde Story – wie immer eben bei Thompson – wird im Trailer ja schon gut zusammengefasst, aber ich bin gespannt, was da noch für Überraschungen auf uns zukommen werden (kenne das Buch nicht). US-Start ist am 28. Oktober.


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Lahmer erster Trailer zum 'Let the Right One In' Remake


Einerseits habe ich ja damit aufgehört, mich über den Remakewahn aufzuregen. Auch dass der schwedische Let the Right One In (Låt den rätte komma in) aus dem Jahre 2008, der sich schnell zum Liebling aller mauserte, ein US-Remake erfährt, ist mir schon lange bewusst. Andererseits ist der erste Trailer zu Let Me In aber dermaßen lame, dass ich schon fast wieder dabei bin mich aufzuregen. Let Me In … pff, da hätte man auch gleich die Eier haben können den Originaltitel beizubehalten – wie man es beim Rest offensichtlich auch tut. Zwei Jahre ist es gerade mal her, zwei Jahre …

(Via I Heart Pluto)


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