Arnie macht sie alle platt: 'Sabotage' Red Band Trailer

David Ayers Sabotage hatten wir hier ja schon bereits. Und bereits der Green Band Trailer versprach schon einiges an harter Action, die der Red Band Trailer nun etwas veranschaulicht. Etwas ist vielleicht untertrieben, denn der Red Band Trailer zu Sabotage mit Arnold Schwarzenegger macht keine Gefangenen, wie es scheint. Da spritzt der rote Lebenssaft in nahezu jeder Szene. Ich freue mich, doch. Deutscher Kinostart ist am 10. April.

(Via /Film)


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Schwarzenegger als DEA Agent: Trailer zu David Ayers 'Sabotage'

David Aayers End of Watch hat mir im letzten Jahr doch ziemlich gut gefallen, weshalb ich mich auf seinen neuen, Sabotage, sehr freue. Die Vorfreude wird zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass kein Geringerer als Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle übernommen hat. In Sabotage spielt er einen DEA Agent, der mit seinem Team ein Drogenkartell hochnimmt. Dieses rächt sich, in dem es einen nach dem anderen aus dem Team eliminiert. Als das Kartell dann auch noch Arnies Frau und Tochter ins Visier nimmt, hört bei ihm endgültig der Spaß auf … Scheint exakt im Fahrwasser von End of Watch zu schwimmen, besonders optisch. US-Kinostart ist am 11. April.

(Via The Playlist)


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Texanische Blendgranate: 'Texas Killing Fields' Blu-ray Review


Amerikanische Thriller spielen gerne im Süden des Landes. Da, wo die Natur noch dominiert und die Menschen angeblich nicht ganz so zivilisiert sind wie im Rest des Landes. Dort, wo Menschen große Verandas haben mit Ventilatoren haben, wenn sie nicht gerade im Trailer hausen. Die schwüle Hitze, die sich durch den Süden zieht, setzt vielen dabei schwer zu, so auch den beiden Cops Mike (Sam Worthington) und Brian (Jeffrey Dean Morgan). Letzterer wurde erst vor kurzem von New York nach Texas versetzt und geht dort, im tiefsten Süden, nun einer mysteriösen Mordserie auf den Grund, der junge, hübsche Frauen zum Opfer fallen. Die Morde geschehen nicht irgendwo, sondern im Sumpfland, das es den beiden Cops dank Nebel und Feuchtigkeit nur noch schwerer macht, die Morde aufzuklären und den Killer zu stoppen. Ami Canaan Mann, die Tochter von Thrillerspezi Michael Mann, setzt mit ihrem zweiten Spielfilm Texas Killing Fields besonders zu Beginn auf ein starkes Setting, das durchaus Schauwerte bietet und den Staat Texas als ziemlich siffig und hoffnungslos darstellt. Es braucht hier schon eine gehörige Portion Gottesglauben, wie ihn Brian zelebriert, um hier nicht den Verstand zu verlieren oder selbst Amok zu laufen.

Brian ist ohnehin der ruhigere, routiniertere der beiden Cops. Mike hingegen ist zwar aus der Gegend und kennt die örtlichen Zustände deshalb nur zu gut, hat seine Emotionen aber nicht immer ganz im Griff, was auch daran liegen mag, dass seine Ehe mit einer Kollegin (Jessica Chastain) gescheitert ist, er sie aber dennoch jeden Tag sehen muss. Auf der anderen Seite führt Brian ein Familienleben, wie es im Buche steht: Frau, Kinder, Haus und sein Glaube. Ami Canaan Mann versucht die beiden Männer immer wieder zu psychologisieren, was aber nur bedingt funktioniert, denn der Plot wird aufgrund dessen immer wieder vernachlässigt. Dass die beiden Männer eher eine Hassliebe als ein gemeinsames Ziel verbindet, wird schnell deutlich. Dafür wird nie richtig deutlich, welchen Zweck die Geschichte um die mysteriösen Morde im Dunkel der Nacht und der dreckigen Sümpfe verfolgt. Wird werden nie Zeuge davon, wie ein Mord geschieht, sondern werden nur mit dem Ergebnis konfrontiert, was eigentlich eine tolle, weil unorthodoxe Idee ist. Das Problem ist dabei nur, dass sich der Film für die Morde nicht wirklich interessiert, sondern einen Nebenschauplatz nach dem anderen eröffnet.

So taucht plötzlich die kleine Ann (Chloë Grace Moretz) samt White-Trash-Familie auf und präsentiert uns einen soziopathischen Bruder (Stephen Graham), den man sofort unter Verdacht hat – das ist Type-Casting, wie es im Buche steht … Ann hat es natürlich nicht einfach mit solch einer Familie und hat deshalb einen Stein im Brett der beiden Detectives. Als sie auch noch entführt wird, verstehen die beiden endgültig keinen Spaß mehr und regeln die Angelegenheit auf ihre Art und Weise. So vermeintlich spannend das auch klingen mag, so nüchtern ist es tatsächlich. Selten will etwas passen, und wenn dann mal etwas ins Fahrt kommt, verläuft es in den üblichen Genrebahnen. Große Twists gibt es nicht, im Gegenteil. Gegen Ende bleiben einige der Figuren, die erst massenweise eingeführt werden, sogar ganz auf der Strecke. Man fragt sich, ob sie einfach vom Nebel verschluckt worden sind oder doch nur vom äußerst schwachen Drehbuch. Auch die Besetzung kann nicht mehr viel vom sinkenden Schiff retten: Sam Worthington setzt ständig seinen Hundeblick auf, Jeffrey Dean Morgan steckt zu sehr in einem Korsett und die kleine Moretz hätte durch jeden anderen Teen ersetzt werden können. Einziger Lichtblick ist das Jessica Chastain, die nach ihrer Rolle als liebende Mutter in The Tree of Life die toughe Powerfrau gibt.

Texas Killing Fields, der auf wahren Begebenheiten basieren soll, verliert sich in seiner eigenen Geschichte, die künstlich verkopft ist und außer den tollen Naturaufnahmen keinerlei Schauwerte bietet. Das Ende grenzt dann fast schon an einer Unverschämtheit, was letztlich aber egal ist, denn man hat schon viel früher mit dem Film abgeschlossen. (4/10)

Die Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite erscheint am 17. Juli (Amazon-Partnerlink) und kann auch technisch nur bedingt überzeugen. Die Schwarzwerte könnten besser sein, zumal der Film die meiste Zeit über nachts oder in der Dämmerung spielt. Naturaufnahmen des Sumpfes bei Tageslicht sehen hingegen sehr schön und knackig scharf aus. Der Ton, der in Deutsch und Englisch in DTS-HD vorliegt, ist ordentlich. Wenn es beim ansonsten eher dialoglastigen Film kracht, dann bekommen auch der Subwoofer oder die Rears mal etwas zu tun. Als Extras finden sich auf der Blu-ray eine Trailershow, Interviews mit dem Cast und eine B-Roll. Auch ein Wendecover ist selbstverständlich dabei.


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Sam Suicidal Worthington: 'Man on a Ledge' Trailer


Sam Worthington scheint sich gerade in die A-Riege Hollywoods hochzuarbeiten. In Man on a Ledge spielt er einen Ex-Cop, der von Ed Harris reingelegt wurde und nun mit Suizid droht, wird sein Fall nicht aufgeklärt. Währenddessen läuft im Hintergrund der ganz goße Coup. Der Trailer (480p/720p/1080p) ist zwar nicht gerade atemberaubend, sieht aber nach ganz solider Thrillerkost aus – außerdem ist es ja schon was, wenn Hollywood noch immer mit neuen Prämissen ankommt. Und Ed Harris als Bösewicht ist ohnehin einen Kinobesuch wert (im Gegensatz zu Banks, die mich mittlerweile nur noch nervt). Regie führt Asger Leth, der bisher lediglich für die Doku Ghosts of Cité Soleil verantwortlich zeichnete. Deutscher Kinostart ist am 26. Januar 2012.


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Blutiger Süden: 'Texas Killing Fields' Trailer

Dass Texas zumindest im US-amerikanischen Film nicht gerade ein sicheres Pflaster ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Texas Killing Fields basiert angeblich auf wahren Begebenheiten, die zwei Sheriffs zusammengetragen haben – so ist es zumindest im Trailer zu lesen, der mich erstaunlich kalt lässt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich Sam Worthington solch eine Rolle nicht abnehme und Jeffrey dean Morgan immer irgendwie der Comedian bleiben wird. Und dann noch das nervige Balg aus Kick-Ass … Bei der Regisseurin handelt es sich übrigens um Michael Manns Tochter. Start in den Staaten ist am 07. Oktober.


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Sam Worthington und der Mossad: 'The Debt' Trailer


Sam Worthington scheint derzeit sicherlich einer der meistbeschäftigten Schauspieler zu sein. Da wundert es also nicht, dass uns schon wieder ein neuer Film mit dem jungen Briten ins Haus steht. In The Debt, dessen Trailer (480p/720p/1080p) gar keinen schlechten Eindruck macht, spielt Worthington einen jungen Mossad-Agenten, der einen Nazi-Kriegsverbrecher zur Strecke bringen soll. Ebenfalls mit von der Partie sind Helen Mirren, Tom Wilkinson und Jesper Christensen (als Nazi-Arzt Vogel). Zwar wurde solch eine Geschichte schon einige Male verfilmt – zudem handelt es sich um das Remake des gleichnamigen israelischen Thrillers aus dem Jahre 2007 -, aber ich bleibe vor allem ob des Casts gespannt. Start in den Staaten ist am 29. Dezember.


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Clash of Technology: 'Clash of the Titans'


3D hier, 3D dort. Es gibt wohl kaum einen anderen Begriff, der in letzter Zeit häufiger im Medium verwendet wird, als jener der Stereoskopie – oder kurz: 3D. Immer mehr Filme werden mit dieser neuen alten Technik veröffentlicht, immer größer wird ihr Publikum, immer größer der Druck auf die Filmemacher, ihre Produktionen doch bitteschön in 3D zu produzieren. Warner geht sogar noch einen Schritt weiter und plant seine Blockbuster nur noch in 3D zu produzieren. Angesichts der neuesten 3D-Produktion aus dem Hause Warner sollte man das Ganze aber noch einmal bedenken, denn der Schuss kann auch nach hinten losgehen, wie Clash of the Titans eindrucksvoll zeigt. Das Problem hierbei liegt aber vor allem darin, dass der Film ursprünglich nicht als eine 3D-Produktion geplant war, sondern erst in der Postproduktion um die dritte Dimension erweitert wurde. Das sieht man Clash of the Titans dann auch deutlich an, denn so gut wie keine einzige Szene wirkt hier so konzipiert, als habe man sich um die Räumlichkeit Gedanken gemacht. Die Credits, die da zu Beginn und am Ende die Leinwand einnehmen, sind dabei noch das Räumlichste, was es zu sehen gibt. Der Rest wirkt extrem kontrastarm – ein generelles Problem der 3D-Filme, aber hier in wirklich signifikantem Ausmaß – und vor allem eines: flach.

Die meiste Zeit über nimmt das Auge die zusätzliche Dimension überhaupt nicht wahr, so dass man sich doch fragt, warum man überhaupt diese gigantische Brille auf der Nase sitzen hat. Der Mehrwert der Technik ist hier also gleich Null, und man kann daher sogar so weit gehen und sagen, dass es sich hierbei um die wohl schlechteste technische Umsetzung handelt, die man bisher im Kino sehen konnte. Natürlich liegt das weniger am Regisseur und der Umsetzung während der Postproduktion, als vielmehr am Studio, aber es ist nun mal eine Tatsache, die einfach existent ist und auch der Hauptgrund, warum man sich Clash of the Titans – wenn überhaupt – ruhigen Gewissens auch in 2D ansehen kann. Ob das den Film besser macht ist jedoch eine andere Frage. Diese muss leider mit nein beantwortet werden, denn auch das restliche Spektakel ist lediglich ein äußerst spärliches. Bereits das Original aus dem Jahre 1981 war ein B-Movie, weshalb sich auch Leterriers Remake an diese Linie hält. Das ist mal mehr freiwillig, mal weniger, denn auch wenn nach wenigen Minuten bereits deutlich wird, dass Clash of the Titans auf das reine optische Spektakel zugeschnitten ist, so sind es vor allem Liam Neeson und Ralph Fiennes, die für unfreiwilligen Humor sorgen, denn ihr Schauspiel ist zwar zu großen Teilen sicherlich der Rolle zuzuschreiben, aber trotz dieser intendierten campiness ist es einfach wahnwitzig, was die beiden hier abliefern.

Es gelingt Clash of the Titans hin und wieder aber auch, das Spektakel in wirkliches Spektakel, in die reinen Schauwerte, zu verwandeln (beziehungsweise zu reduzieren). Perseus' (Sam Worthington) Kampf gegen riesige Skorpione, die urplötzlich aus dem Boden schlüpfen und angreifen, kann beispielsweise überzeugen. Und auch der finale Kampf gegen den Kraken scheut sich nicht vor einem gewissen Größenwahn – und das in vielerlei Hinsicht. Das alles reicht aber nicht wirklich, um knappe zwei Stunden zu füllen, zumal die Schwächen den doch deutlich größeren Teil des Filmes ausmachen. Da nutzt es auch nichts, dass einige bekannte Gesichter mit von der Partie sind und Gemma Arterton heißer aussieht als je zuvor. In Leterriers Filmografie mag sich der Film dann aber dennoch nahtlos einfügen, hat er doch mit all seinen bisherigen Filmen bewiesen, dass er stets einen Fokus auf das (vermeintliche) Spektakel legt. Pubertäre Jungs, die mit ihrem Testosteron nicht wirklich etwas anzufangen wissen, für die ist Clash of the Titans ein effektgeladenes Spektakel, das bis auf nackte Haut auch jedes Verlangen befriedigen dürfte. Wer nicht in diese Zielgruppe fällt, der kann aber getrost einen Bogen um Leterriers Film machen, auch wenn es gerade hier hervorragend zutrifft, denn Clash of the Titans sieht schlechter aus, als er ist. (4/10)


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'Avatar' in Deutschland vorerst nicht in 3D?


Heute starten in ganz Deutschland die Vorpremieren zu James Camerons Avatar. Der Film, der das 3D-Kino revolutionieren sollte, stößt aber bereits jetzt schon auf technische Probleme, denn in vielen Kinos in Deutschland Update: ganz Europa soll es anscheinend Probleme mit dem Key geben, der die Projektoren versorgt und freischaltet (ich weiß nicht genau, wie das technisch alles funktioniert, aber es hängt jedenfalls mit einem Key zusammen) Update: hier die genauen technischen Infos. In Foren ist bereits die erste Panik losgebrochen, denn wenn sich dieses Problem wirklich flächendeckend bestätigen sollte, dann ist das alles andere als ein Traumstart für Avatar und hochpeinlich dazu. Das Problem könnte jedoch bis morgen bereits gelöst sein. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, wenn es etwas Neues gibt.

Update, 21.40 Uhr: Die Märkische Oderzeitung hat nähere Infos zum Fehlstart (Dank an @tfunke). Und auch Filmstarts.de hat eine Meldung raus.

Update, 17.12.: heise online hat die Stellungnahme von 20th Century Fox.


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James Camerons 'Avatar' – 3D Kino 2.0


Im Gegensatz zur Literatur hat das Medium Film einen großen Vorteil: es verfügt über weitere Ebenen, allen voran die audiovisuelle Ebene. Die schlechteste Geschichte kann so dennoch von hervorragenden Bildern getragen werden, technisch total vereinnahmen. Exakt so verhält es sich beim vermeintlichen Film des Jahres, Camerons Avatar, der bereits im Vorfeld für eine Revolution des Mediums sorgen sollte – zumindest laut Cameron selbst und vielen Technikfreaks, die in der Stereoskopie ohnehin die Zukunft des Kinos und seiner Theater sehen. Und in der Tat, die neue alte Technik kann bisweilen von großem Vorteil für das Medium sein, würde es nicht immer und immer wieder ins Gimmickhafte verfallen. 2009 starteten so viele 3D-Filme wie noch in keinem Jahr zuvor. Es ist wie mit allem im Leben, entweder man mag die Technik und verfällt ihr voll und ganz oder man reduziert sie auf reine Effekthascherei, die dem Film an sich keinen Mehrwert verleiht.

Sicherlich gilt es auch hier zu differenzieren, denn es gab durchaus Filme, die die Technik geschickt für sich nutzten, allen voran Coraline, der unglaublich fantasievolle Welten schaffte, die den Rezipienten emotional dadurch deutlich mehr einbinden als beispielsweise in 2D (es sei hier nur auf den wundervoll gestalteten Tunnel verwiesen, der den Effekt hervorragend für sich nutzt). Fantasievolle Welten sind wohl auch die richtigen Schlüsselwörter für Avatar. Der Planet Pandora ist nicht nur unglaublich liebevoll gestaltet in all seinem Produktionsdesign, sondern erhält durch die Plastizität zudem eine Tiefe, die ihn nur allzu real erscheinen lässt. Alle Wesen, die hier wüten, scheinen einem irgendwie bekannt vorzukommen, das eine erinnert an einen Dinosaurier, wohingegen ein anderes einem Glühwürmchen gleichkommt. Das Creature-Design Camerons ist eine der größten Stärken des Filmes, denn auch in 2D würden die Schöpfungen alles in den Boden stampfen, was man hier bisher gesehen hat, allen voran jene Wesen aus George Lucas' Feder.

Cameron lässt sich bisweilen viel Zeit für seine Kreaturen, was natürlich nicht immer von Vorteil ist, bedenkt man die große Laufzeit des Filmes. Anfangs wird man noch in Bann gezogen von alledem, was da auf der Leinwand vor sich geht, aber auch dies lässt relativ schnell nach. Es ist die Geschichte, die uns Cameron erzählen will. Irgendwo zwischen amerikanischen Urweinwohnen versus weißer Mann, Vietnamkrieg und den Kriegen in Afghanistan und im Irak anzusiedeln, macht sie deutlich, dass Pfeil und Bogen und die Verbindung zur Umgebung und zum Land – und hier sind natürlich Erde und Dreck gemeint, nicht die politische Form Land – noch immer die stärksten Waffen sind. Da muss dann auch die mächtigste Militärmaschinerie kapitulieren, denn gegen Mutter Natur kommt man nicht an, erst recht nicht, wenn sie über ganz eigene Kräfte verfügt wie die Naturgöttin Eywa. Das klingt reichlich plump und nach einer der beliebtesten Allegorien auf die vermeintlich machthungrige und imperialistische USA.

So wundert es dann auch keinen, dass das Militär und kapitalistische Unternehmer die wahren Schurken auf dieser Welt sind, das macht Avatar auch in seiner Rhetorik nur allzu deutlich ("We will answer terror with terror!"). Sogar an 9/11 erinnert uns Cameron, an das Einstürzen des Herzens einer ganzen Nation. Er verschiebt die Opfer- und Täterrollen einfach, und schon sollen wir uns Gedanken darüber machen, wie falsch das alles doch ist. Dieses Pathos ist eigentlich ebenjenen Filmen inhärent, die ebenfalls in schwarz und weiß denken, lediglich mit einer anderen Ideologie. Nicht aber bei Cameron, denn hier triefen Pathos und Kitsch nur so von der Leinwand. Avatar verbindet dieses nicht nur mit einer flachen Ökologiekritik – Al Gore wird diesen Film lieben -, sondern gibt auch der Esoterik Einzug ins Geschehen. Unterstützt wird das Ganze schließlich von einem Score, der das Ethnogehabe lautstark untermalt (und erinnert dabei stark an Brüder im Geiste wie Black Hawk Down oder Tears of the Sun), auch wenn James Horner hier eine wirklich gute Filmmusik gelungen ist. Irgendwann gestaltet sich diese Mischung aber nicht nur unglaublich zäh, sondern fängt langsam aber sicher ob ihrer Plumpheit an zu nerven.

Auf der anderen Seite hingegen steht aber das Technische, die Effektschau, die Cameron in jeder Sekunde zelebriert und die in der Tat das derzeit technisch Mögliche verkörpert. Was am heimischen PC noch nach einem Videospiel aussah, ist hier vollkommen ausgereift und begeistert schlichtweg. Bei einem geschätzten Budget von 700 Millionen US-Dollar aber auch kaum verwunderlich. Avatar ist durchaus ein Blender, denn die formale Perfektion, die von Cameron auch zu erwarten war, muss leider sukzessive der inhaltlichen Ebene weichen, die gegen Ende hin lediglich in der großen Schlacht, auf die man jedoch deutlich zu lange warten muss, noch einen kleinen Höhepunkt findet. Am Ende bleibt eine technische Machtdemonstration, die leider viel zu viel Potential auf anderen Ebenen verspielt. Auch wenn Cameron viele Karten verspielt hat, so hat er sich doch eindrucksvoll zurückgemeldet und drängt sich einmal mehr als technischer Meister des Mediums auf. Mit Avatar ist 3D im Medium Film und damit auch beim Massenpublikum endgültig angekommen, allein dafür muss man Cameron Tribut zollen. (7.5/10)


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'Kick-Ass', 'Clash of the Titans' & 'Puppet Master' Teasers


Da gibt es Tage und sogar Wochen, in denen nicht ein einziger sehenswerter Teaser oder Trailer erscheint – und dann gibt es da noch so Tage wie heute, wo sie gleich reihenweise veröffentlicht werden. Namentlich sind dies die ersten Teaser Trailer zur Comic Live Action Kick-Ass, dem Remake von Clash of the Titans und einem weiteren Teil zu Puppetmaster, Puppet Master: Axis of Evil. Leider haut mich keiner der Trailer vom Hocker, aber first things first.

Kick-Ass (480p/720p/1080p) scheint mir weniger Comicsatire als vielmehr ein weiterer humoristischer Versuch, sich dem Comicgenre zu nähern. Vielleicht sollte ich aber auch erstmal das Comic lesen (wobei sich die Frage, ob der Trailer Gutes oder Schlechtes erhoffen lässt, danach noch stärker aufdrängen dürfte). Gut, McLovin' ist dabei, aber diese picklige-Teens-werden-zu-Helden-Nummer habe ich auch langsam satt. Deutscher Start ist wohl irgendwann im April 2010.

Clash of the Titans (480p/720p/1080p) sieht nach üblichem Blockbusterkino Marke neues Jahrtausend aus, als habe Zack Snyder Regie geführt. Klar, Sam Worthington ist 'ne coole Sau, aber das hier muss nicht unbedingt sein. Deutscher Kinostart ist am 01. April 2010.

Puppet Master: Axis of Evil (FLV, gute Qaulität) sieht interessant aus, zumal ich keinen Film aus der Reihe gesehen habe. Keine Frage, sieht nach DTV-Ware aus, aber einen Blick würde ich hier beispielsweise eher riskieren als bei Clash of the Titans. Aber, kommt Zeit, kommt Rat. Auch hier ist der deutsche Start wohl irgendwann 2010.


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