Sponsored Video: Bullock vs. McCarthy – 'Taffe Mädels' Trailer

Auch wenn mir der deutsche Titel zu The Heat, Taffe Mädels, nicht wirklich gefällt – erst recht nicht in dieser Schreibweise -, muss ich sagen, dass mich der Trailer ziemlich positiv überrascht hat. Nicht, dass ich großer Bullock- oder McCarthy-Fan wäre, Gott behüte!, aber die beiden zusammen in solch einem Plot ist dann doch nicht ganz uninteressant. Sandra Bullock und Melissa McCarthy spielen in der Actionkomödie ein ungleiches Ermittler-Paar, das gezwungen ist zusammenzuarbeiten, um einem Drogendealer das Handwerk zu legen. Das Problem dabei: Keiner von beiden hatte je einen Partner an seiner Seite – geschweige denn einen Freund … Regie führt Comedy-Spezi Paul Feig, der sich in den letzten Jahren durchaus einen Namen auf diesem Gebiet gemacht hat. Neben McCarty und Bullock sind noch Marlon Wayans und Michael Rapaport mit an Bord.


Mein Interesse hängt natürlich auch mit dem R-Rating von The Heat zusammen, denn gerade in den letzten Jahren gab es doch einige durchaus gute Komödien, die etwas stärker auf die Kacke den Putz gehauen haben! Und selbst nach dem katastrophalen Bridesmaids will ich Feig noch eine Chance geben. Und dann dürfte der Film ja auch noch für den einen oder anderen interessant werden, der sich mit Gender Studies beschäftigt … Taffe Mädels a.k.a. The Heat ist ab dem 04. Juli in den deutschen Kinos zu sehen.

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Bad Girls: 'The Heat' Red Band Trailer mit Bullock & McCarthy

Ich muss gestehen, dass mein Interesse anfangs gegen Null ging als ich las, dass Sandra Bullock und Melissa McCarthy in einer Cop-Comedy ein ungleiches Ermittler-Duo spielen. Ich meine, Bullock!? Wer will die denn überhaupt noch sehen? Und war ihre Miss Congeniality-Reihe nicht ein Mega-Flop? Anyways, der Red Band Trailer zu Paul Feigs The Heat sieht gar nicht mal so übel aus, muss ich gestehen. Bullock als steife FBI-Agentin, McCarthy als Cop von der Straße – könnte durchaus funktionieren. Und warum nach all den Buddy-Cop-Comedies nicht mal eine mit zwei Damen …? Deutscher Kinostart ist am 25. April.

(Via The Playlist)


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The WASP Woman: 'The Blind Side'


In einem amerikanischen Podcast wurde eine alte Dame zitiert, die an der Kinokasse stand und zum Kassierer meinte: "This movie is going to change our country." Die Rede ist von The Blind Side, jener Film, der Sandra Bullock den Oscar einbrachte und damit zumindest schon einmal ihr Leben veränderte. Bullock, die neben dem Oscar auch die Goldene Himbeere für die schlechteste Darstellerin (jedoch in einer anderen Rolle) gewann, zeigt eine gewisse Authentizität, war sie doch eine der wenigen, die auch diesen 'Schandpreis' persönlich abholten und sich dafür bedankten. Authentizität ist ohnehin etwas, das besonders Hollywood zu lieben scheint. Beschränkt sich der Hinweis, dass ein Film auf wahren Begebenheiten basiert meist auf Thriller und period pieces, so sind es hin und wieder auch die Biopics, die sich mit dieser Tatsache rühmen, auch wenn natürlich medienrelevante Aspekte wie die Dramaturgie bisweilen angepasst oder gar geändert werden müssen. Auch The Blind Side ist in gewisser Hinsicht ein Biopic, nicht nur eines einzelnen Menschen (hier eines Sportlers), sondern einer Frau und ihrer Familie. Und dennoch verzichtet der Film auf die anfängliche Texttafel, dass es sich bei dem nun gezeigten um wahre Begebenheiten handelt.

Dies markiert der Film nämlich, in dem er asynchron beginnt und Archivaufnahmen von Michael-Oher-Spielen zeigt, die das Ende des Filmes bereits vorwegnehmen und deutlich machen, welche Kraft vom Film und seiner Geschichte ausgehen soll. The Blind Side erzählt eine typisch amerikanische Geschichte, wie sie Hollywood immer wieder gern erzählt, wenn auch meist ohne realhistorischen Zusammenhang. Es ist einmal mehr die Geschichte eines Menschen, für den der American Dream wahr zu werden scheint: Michael Oher (Quinton Aaron), der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, wird eines Tages an einer christlich-konservativen Highschool vorgestellt, in der er aus Nächstenliebe einen Platz bekommt, denn seine intellektuellen Fähigkeiten sind seinen sportlichen deutlich hinterher. Leigh Anne Tuohy (Sandra Bullock) entdeckt den Jungen eines Nachts in der Kälte und offeriert ihm einen Schlafplatz im Haus ihrer Familie. Langsam bemerkt sie, wie sich nicht nur das Leben des Jungen ändert, sondern auch ihr eigenes. Natürlich klingt diese Prämisse reichlich kitschig, zumal Bullocks Figur den letzten Satz auch so von sich gibt, denn auf die Bemerkung einer Freundin, dass sie doch das ganze Leben dieses Jungen verändere meint sie nur: "No, he's changing mine." Dennoch ist The Blind Side selten kitschig, vielmehr bedient er sich stark bei Mechanismen des emotionalen Erzählens.

Die offensichtlichste Strategie ist hierbei sicherlich die Geschichte an sich. Nach gewissen Szenerien tendiert man durchaus dazu, sich zu fragen, warum man hier eigentlich so dich aufträgt. Spätestens nach dem gesamten Film wird aber deutlich, dass man es eigentlich kaum glauben könnte, würde es sich nicht um Tatsachen handeln. Diese Authentizität läuft dem Kitsch dann auch etwas entgegen, so dass man doch ständig gewillt ist, sich einmal mehr ins Gewissen zu rufen, dass das alles ja schließlich tatsächlich (mal mehr, wie man der Trivia entnehmen kann, mal weniger) so passiert ist. Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Film viele Aspekte weiter verstärkt. So regnet es beispielsweise stark, als Leigh Anne Michael das erste Mal begegnet, eine beliebte Strategie, um die emotionale Wirkung zu verstärken. Es sind vor allem aber die Dialoge, die ihre volle Wirkung hier offenbaren, denn immer wieder wird mit familiären Themen gespielt, immer wieder beruft sich Leigh Anne darauf, dass Michael auf seine Familie aufpassen müsse (und hiermit ist nicht nur Familie Tuohy gemeint, sondern alle Mitglieder der christlich-konservativen Community), wie auch diese auf ihn aufpasse. Bullock kann hier aber auch besonders durch ihr zugegeben wirklich eindingliches Spiel überzeugen, denn man nimmt ihr diese durchgestylte WASP-Frau, die auch vor größeren Hindernissen nicht zurückschreckt, doch ab.

John Lee Hancock macht zu keinem Zeitpunkt einen Hehl daraus, dass es sich bei The Blind Side um einen kalkulierten Film voller Pathos handelt. Im Gegenteil, manchmal wirkt es fast schon etwas selbstreflexiv, wenn beispielsweise Kathy Bates' Nachhilfelehrerin der Familie offenbart, dass sie aber Demokratin sei. An einer anderen Stelle im Film will sich Leigh Anne beschweren, da sie in einer Behörde so lange warten muss. Auf die Frage, wer den Laden hier zu verantworten hätte, schwenkt die Kamera auf ein großes Porträt von George W. Bush – ein deutliches, fast schon wie ein comic relief anmutendes, Statement. Ebenfalls offensichtlich wird dies in Leigh Annes Mittagsrunde, die aus Frauen mittleren Alters besteht, deren optisches Erscheinungsbild klischeehafter kaum besetzt sein könnte. Hier fällt Leigh Anne spätestens nach Aufnahme Michaels etwas aus der Reihe, denn auch wenn sie sich optisch weiterhin nahtlos einfügt, so ist es doch ihr Verhalten, in dem sie sich unterscheidet, und welches sie auch vor ihren Freundinnen nicht weiter rechtfertigt. Es sind diese kleinen Momente, in denen man The Blind Side sogar für eine subtile Satire halten könnte, würde das Pathos nicht so stark dominieren und vor allem wirken.

Es ist also nicht schwer, die Mechanismen zu durchschauen, mit denen Hancock arbeitet. Er versteht es hervorragend, solch ein emotionales Gefühlskino zu inszenieren, das am Ende eigentlich nur Freudentränen zulässt. Auch wenn es paradox klingen mag, so wirkt all das geballte Pathos, alle Affekterzeugung, mit dem The Blind Side nahezu auf den Zuschauer einschlägt, am Ende, auch wenn das Konstrukt leicht zu durchschauen ist. Entgegen läuft all diesem Kino der großen Gefühle eigentlich nur die Ideologie (die mit dem Pathos meist Hand in Hand geht), die in Ansätzen dann doch äußerst fragwürdig erscheint. Selbst wenn man das christlich-konservativ-republikanische Milieu außen vorlässt, so kommt The Blind Side doch etwas verlogen daher. Michael Oher wird nicht nur wegen seines Talents integriert, ja assimiliert, sondern auch, weil er Schwarz ist und somit in der Community nahezu einzigartig ist. Seine Brüder und Freunde, ja all die anderen Schwarzen in der Stadt, werden als talentlose Gangster und Schläger gezeichnet, ohne Perspektive, ohne etwas, das ihnen das gleiche Schicksal zuteil werden ließe wie Michael. Der Film versucht diese Tatsache auszuklammern, begibt sich nur einige wenige Male in dieses Viertel der Stadt. Es mag bisweilen fast schon an eine gewisse Kolonialmentalität erinnern, wenn hier suggeriert wird, dass man sich nicht selbst helfen könne, sondern auf die Hilfe des Weißen Mannes angewiesen sei.

Doch auch hier weiß sich der Film zu helfen, denn auch der Familie Tuohy wirft er kurz vor, das alles nur wegen des damit verbundenen Erfolges getan zu haben. Dieser kritische Moment wird aber schnell wieder zugunsten weiteren Pathos aufgegeben, stellt somit also vielmehr ein kurzes kritisches Moment vor dem Finale dar. Das entkräftet das Pathos kurzzeitig, so dass es seine Wirkung am Ende nur weiter verstärken kann. The Blind Side lässt den Zuschauer mit dem Abspann dann auch nicht etwa mit dessen Tränen allein, sondern illustriert diesen mit Originalfotos der Familie Tuohy, die vor allem die schönen Seiten des Erfolges von Michael Oher zeigen. Untermalt wird das alles schließlich von Five For Fighting mit ihrem Song 'Chances'. Und jeder, der von der Band schon einmal gehört hat, weiß, dass diese meist mit patriotischen Songs auf Truppen-CDs vertreten ist (der Song 'Brothers in Arms' des Frontmanns John Ondrasik war zuletzt Titelsong für die Irakdoku Brothers at War). Es ist nicht nur die Tatsache, dass sich der Text des Songs hervorragend auf den Film übertragen lässt, sondern er zeigt auch, dass Hancock wirklich nichts dem Zufall (chance) überlässt. Allein deshalb ist The Blind Side ein ganz außergewöhnlicher Film. (8/10)


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Die Gewinner der 82. Annual Academy Awards


Natürlich habe auch ich mir wieder mal die Nacht für die Oscars um die Ohren geschlagen. Doch eines gleich vorweg: ich weiß nicht, ob ich das im nächsten Jahr wieder tun werde, denn meine Güte war das eine lahmarschige Veranstaltung! Als NPH statt Baldwin und Martin hineinkam, dachte ich noch "Yeah, Barney!", doch sobald er begann zu singen war die Freude dann auch wieder verflogen (glücklicherweise hielt sich das Gesinge in diesem Jahr aber in Grenzen). Dann: Baldwin und Martin reißen einen lahmen Witz nach dem anderen. Gut, der eine oder andere bringt mich zum Schmunzeln, aber das war's dann auch. Sowieso ließ der Humor wieder mal zu wünschen übrig, auch, weil er immer die gleiche Richtung einschlägt: man macht Witze über sich selbst. Da war es dann fast schon eine Erlösung, als Ben Stiller die Bühne als Na'vi betrat und allen zeigte, was wirklich witzig ist. Für weitere Lacher sorgten einige Dankesreden, nicht, weil sie schlecht gewesen wären, nein, weil die Preisträger wirklich verstanden einen Witz zu reißen ("That's an über-Bingo.")

In Sachen Preisträger geht das eigentlich alles in Ordnung. Überrascht haben mich eigentlich nur einige wenige Entscheidungen, allen voran jene, dass Michael Haneke den Oscar für Das weiße Band nicht bekam – nicht, dass ich diese Entscheidung nicht begrüßen würde, aber wer dachte bitteschön nicht, dass dies eine sichere Kiste sei!? Die andere Überraschung – zumindest für mich – war Precious: Based on the Novel Push by Sapphire (was ist das eigentlich für ein bescheuerter Beititel? Da wollte wohl jemand undbedingt seinen Namen im Titel haben), der den Preis für das beste adaptierte Drehbuch einsackte – hier hatte ich dann doch mit Reitmans Up in the Air gerechnet. Doch auch hier begrüße ich die Entscheidung. Weniger überrascht, aber dennoch verwundert, haben mich einige Technikkategorien, die ich eigentlich Avatar zugeschrieben hatte, sie The Hurt Locker aber absolut gönne. Mit am meisten gefreut hat mich aber der Kostümoscar für The Young Victoria, auf den ich mich doch sehr freue.

Um noch einmal zu den Dankesreden zurück zu kommen: Christoph Waltz hat es Tarantino zu verdanken, dass er da oben stand und den Goldjungen in Empfang nehmen durfte, ja, aber muss er deswegen solch eine Arschkriecherei betreiben, wie er das vergangene Nacht tat (zumal sich die Preisträger ja hinter der Bühne nochmals bei allen Produzenten, Regisseuren, etc. bedanken konnten)? Sowieso wurde meinem Empfinden nach viel mehr den Filmemachern als der Familie gedankt, da erfreut es natürlich ganz besonders, wenn MILF Kathryn Bigelow sich bei den Streitkräften bedankt, die man nicht vergessen dürfe. Für einige ein Aufreger, aber Hollywood steht nunmal hinter den Truppen, das wird fast jedes Jahr deutlich – und es hat ja auch nichts mit Politik zu tun, sondern mit dem persönlichen Engagement der Soldaten generell, weshalb sie gleich beide Reden zum Dank nutzte. Geschichte hat Hollywood mit dieser Entscheidung ohnehin geschrieben, denn Bigelow ist die erste Frau, die den Regiepreis verliehen bekam. Ein klares Zeichen dafür, dass es viel zu wenige Frauen in diesem Job gibt.

Auch an der Zeit mangelte es der Verleihung, so zumindest mein Eindruck. Die Übergänge waren so schnell, dass man nicht einmal die Ansagen aus dem Off richtig wahrnehmen konnte. Fast schon gehetzt wirkte das alles, allen voran die Offenbarung des besten Filmes des Jahres, denn kaum war Tom Hanks auf der Bühne war es auch schon wieder vorbei. Grundsätzlich ist dies ja begrüßenswert, denn in den letzten Jahren zog es sich phasenweise doch recht stark, aber ein wenig Tempo könnte man hier schon rausnehmen. Abschließend noch einige unsortierte Gedanken zur Show … Die Horrormontage war hervorragend *** T-Bone Burnett sieht aus wie Cameron mit Sonnenbrille *** Bullock ist und bleibt unattraktiv und unsympathisch *** keine einzige Dame hat mich gestern umgehauen, am ehesten vielleicht noch Vera Farmiga in ihrem schönen Kleid *** Steven Gätjen, unser Mann am Roten Teppich, bekommt sie alle (bzw. Scott Orlin) *** nächstes Mal bitte NPH alles moderieren lassen


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Die Oscar 2010 Predictions von Equilibrium


Gutschein Codes hat uns Filmblogger dazu aufgefordert, die Gewinner der 82. Annual Academy Awards zu tippen. Da diese ja ohnehin vor der Türe stehen und es zudem auch noch etwas zu gewinnen gibt, will auch ich hiermit meine Einschätzung abgeben. Die von mir Genannten stellen dabei jedoch nicht den von mir gewünschten Gewinner dar, sondern jenen, von dem ich ausgehe, dass er gewinnen wird. Ich habe zudem absichtlich nicht alle Kategorien getippt. Hier also nun meine Einschätzung:

# Bester Film The Hurt Locker
# Bester Hauptdarsteller Jeff Bridges
# Beste Hauptdarstellerin Sandra Bullock
# Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
# Beste Nebendarstellerin Mo'Nique
# Beste Regie Kathryn Bigelow
# Bester animierter Spielfilm Up
# Bester fremdsprachiger Film Das weiße Band
# Bester Dokumentarfilm The Cove
# Bestes Szenenbild Avatar
# Bestes Kostümdesign Nine
# Beste Kamera Inglourious Basterds
# Beste Filmmusik Up
# Bester Filmsong 'The Weary Kid' – Crazy Heart
# Bester Schnitt The Hurt Locker
# Bestes Originaldrehbuch Inglourious Basterds
# Bestes adaptiertes Drehbuch Up in the Air
# Bester Tonschnitt Avatar
# Bester Ton Avatar
# Bestes Make-up The Young Victoria
# Bester animierter Kurzfilm A Matter of Loaf and Death
# Beste visuelle Effekte Avatar

In der Nacht vom 07. auf den 08. März wissen wir dann mehr. Die Verleihung inkl. der Show vom Roten Teppich ist wie immer live auf ProSieben zu sehen.


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