Die Top 10 des Kinojahres 2011


Es ist wieder mal rum! Vorgestern sind die letzten Filme für dieses Jahr in den deutschen Kinos angelaufen, DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen bekommt man bis heute noch in den Videotheken. Insgesamt ein ordentliches Jahr, wie ich finde. Keine allzu vielen Highlights, aber auch keine vielen Enttäuschungen. Ich will mich an dieser Stelle auch nicht etwa über Statistiken oder dergleichen auslassen – wobei fest steht, dass ich in diesem Jahr nicht sehr häufig im Kino war, vieles habe ich auf Blu-ray nachgeholt -, sondern vielmehr auf zwei Dinge eingehen. Zum einen hatte ich sehr, sehr lange keine eindeutige Nummer eins. In den letzten Jahren wusste ich meist schon im ersten Halbjahr, was mein Favorit sein würde. Dieses Jahr hat es sehr lange gedauert, da ich ihn erst sehr spät gesehen habe.

Des Weiteren ist es auch keine Nummer eins, von der ich in allerhöchsten Tönen spreche oder die ich gar mehrmals gesehen habe. Sie ist eher eine Notlösung, da mich in diesem Jahr – was eigentlich sehr traurig ist – kein Film so richtig von den Socken gehauen hat. Einzelne Szenen oder Momente, ja, aber kein Film als Ganzes. Das hat mir 2011 schon irgendwie gefehlt. Natürlich stört es mich auch ein klein wenig, dass ich nun quasi die Standard Nummer eins habe, die man in diesen Tagen auf gefühlt jeder zweiten Liste liest. Aber sei's drum, das spricht nur weiter für den Film, dessen eine Sequenz ich so schnell nicht wieder vergessen werde.

Zum anderen wäre da die traurige Tatsache, dass die deutschen und amerikanischen Starttermine immer weiter auseinander klaffen. Die Hälfte nicht nur meiner Liste, konnte man so schon im letzten Jahr bei der amerikanischen Kritik finden. In diesem Jahr finden sich bei den amerikanischen Kollegen dafür wieder Filme, die bei uns erst kurz vor den Oscars oder gar danach anlaufen (z.B. Drive und Hugo). Dass das markttechnische Gründe hat, ist mir durchaus bewusst und macht ja auch Sinn, ist aber insofern schade, als sich die Listen dadurch immer weniger decken und eben um ein oder sogar mehrere Jahre nach hinten verschieben – erst recht bei den Dokus. Würde man nun ganz auf Festivaltermine verzichten und lediglich deutsche Kino- und Videostarts berücksichtigen, dann hätte ich mir meine Top 10 fast schon aus den Fingern saugen müssen.

Bevor wir zu den Filmen kommen vielleicht noch einige Filme, die ich nicht mehr geschafft habe zu schauen. Allen voran The Skin I Live In (La piel que habito), A Separation (Jodaeiye Nader az Simin) oder Hobo With a Shotgun. Besonders den Almodóvar hätte ich gern gesehen, weil ich anfangs überhaupt kein Interesse hatte, sich die positiven Stimmen dann aber überschlugen – und spätestens als ich von Nip/Tuck-Reminiszenzen hörte, hatte er mich. Sogar einen major wie The Fighter habe ich noch immer nicht gesehen (was diverser Meinungen aber auch nicht weiter schlimm sein soll). Das werde ich dann eben im kommenden Jahr nachholen. Plus weitere viele gute Filme, hoffe ich.

10. The Devil’s Double

09. Midnight in Paris

08. The King’s Speech

07. Black Swan

06. Super 8

05. Transformers: Dark of the Moon

04. The Veteran

03. Scream 4

02. The Woman

01. The Tree of Life

Runners-up: I Saw the Devil (Akmareul boatda), Margin Call, New Kids Turbo, Take Me Home Tonight, SUPER, A Serbian Film (Srpski film)


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Gewinnt ein Poster und die Ghost Face Maske zu 'Scream 4'


Dieser Post ist bis zum 20. Oktober sticky. Alles Neue findet sich darunter.

Wes Cravens Scream 4 war eine der größten Überraschungen in diesem Jahr. Pünktlich zu Halloween erscheint Scream 4 am 20. Oktober auf DVD und Blu-ray (Amazon-Partnerlink). Zum Start habe ich ein ganz besonderes Schmankerl für Euch. In Zusammenarbeit mit Universal verlose ich nämlich ein Paket zum Film, bestehend aus Poster und einer Ghost-Face-Maske, wie man sie aus den Filmen kennt – also ein Paket, mit dem Ihr Halloween gebührend feiern könnt. Was Ihr tun müsst, um das Paket zu gewinnen? Nennt mir in den Kommentaren ganz einfach Euren Lieblingsteil der Reihe. Zeit habt Ihr dafür allerdings nicht allzu lange, nämlich nur bis Donnerstag, 20. Oktober, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich wünsche Euch allen viel Glück!

Update, 21. Oktober Aus. Schluss. Vorbei. Random.org hat einen Gewinner gezogen, nämlich drallex. Herzlichen Glückwunsch, drallex. Und allen anderen danke ich wieder mal für ihre Teilnahme. Das nächste Gewinnspiel startet in Kürze, also immer schön dabei bleiben.


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Meta-Meta-Meta-Diegetisch: 'Scream 4'


"Texas Chainsaw Massacre, House of Wax, The Hills Have Eyes, Last House on the Left, A Nightmare on Elm Street, My Bloody Valentine, …!" schreit sie ins Telefon, obwohl der Killer am anderen Ende der Leitung die Frage nach welchem Remake noch nicht einmal zu Ende gestellt hat. Es kommt einem vor, als würde sie eine halbe Ewigkeit lang alle Remakes der letzten Jahre aufzählen – und das sind nicht gerade wenige. Die finale Frage des Killers ist dann auch die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Dies ist nur ein kurzer Moment aus Scream 4, der den gesamten Film dann aber auch hervorragend auf den Punkt bringt: Cravens vierter Teil der Serie ist – wie bereits seine Vorgänger – ein einziger Kommentar zum Horrorkino und zur Popkultur der Gegenwart. Während Craven 1996 noch postmodernes Terrain betrat und schon damals ein besseres Zitatekino ablieferte als es Tarantino je gelungen ist, scheint Scream 4 nun so etwas wie die Apotheose der gesamten Reihe zu sein. Der Film ist nicht nur der selbstreferentiellste Teil der Reihe, sondern vor allem auch der klügste der Reihe. Es gab wohl kaum einen Horrorfilm in den letzten Jahren (es waren ja fast nur Remakes, wie der Film selbst richtig anmerkt), der so spitzzüngig nicht nur mit einem ganzen Genre, sondern auch mit einer ganzen Generation abrechnet. Und dabei muss Cravens Film noch nicht einmal an Spannung oder Humor einbüßen. Er funktioniert gerade weil er sich aller Genrekonventionen bedient, dabei aber stets auch augenzwinkernd kommentiert.

Die Handlung ist dann auch recht schnell erzählt: 10 Jahre nach den letzten Vorfällen in Woodsboro kehrt Sidney Prescott (Neve Campbell) in ihre alte Heimat zurück, wo sie ganz besonders warm empfangen wird … Bis es zu diesem Wiedersehen mit Sidney kommt, präsentiert uns Craven aber erst einmal eine Exposition, an die man sich noch lange erinnern wird. Sie führt all das, für das Scream steht nicht nur ad absurdum, sondern ist dabei so klug, aber auch spannend inszeniert, dass allein diese Exposition Bände spricht. Allein diese ersten zehn Minuten sind dabei interessanter als ein Großteil all der Hochglanz-Remakes vergangener Jahre. Ohnehin ist Scream 4 auch auf rein optischer Ebene ein Kommentar zum Horrorfilm. Statt auf Hochglanz und extreme Farbfilter, von denen man in jedem zweiten Horrorstreifen geradezu erschlagen wird, zu setzen, sieht Scream 4 auch im Jahre 2011 aus als wäre er in den 90ern gedreht worden – mal grobkörnig, mal sogar etwas farblos, aber niemals auf Artifiziell getrimmt. Ein Problem, das vor allem den Remakes inhärent ist, versuchen sie doch nicht etwa die meist grimmige Farbästhetik des Originals zu imitieren oder zumindest zu huldigen, sondern diese durch eine Videoclipästhetik (viele der Remake-Regisseure stammen ja aus ebenjener Branche) komplett zu ersetzen. Als einzig positives Beispiel in jüngerer Zeit wäre wohl das Remake von I Spit on Your Grave zu nennen. Ferner stellt der Film den 'Katalogmenschen', die er zweifelsohne hat, Charaktere wie Dewey (David Arquette) oder die beiden Filmnerds entgegen, die ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Sowieso darf man bei Scream 4 nicht davon ausgehen, dass Wes Craven auch nur irgendetwas dem Zufall überließ. Wenn er Figuren wie Kirby (Hayden Panettiere) oder Olivia (Marielle Jaffe) braungebrannt und ohne ein Gramm zu viel auf den Rippen ins Spiel bringt, dann sind diese stets als Kommentar zu sehen – sei es nun auf den Schönheitswahn Hollywoods oder als Seitenhieb auf die Erwartungshaltung des Zuschauers (nein, es gibt keine nackten Brüste zu sehen). Die Erwartungshaltung ist ein Leitmotiv, mit dem Craven immer und immer wieder geschickt umzugehen weiß: Wird der vermeintlich tote Killer noch einmal aufstehen? Muss es auch hier einen großen Plottwist geben? Und warum macht vieles eigentlich nur bedingt oder gar keinen Sinn? Hier ist natürlich großes Schweigen angesagt, denn jedes weitere Wort wäre zu viel des Guten und würde dem 'jungfräulichen' Zuschauer viel Freude nehmen. Und dennoch kann man sich dessen gewiss sein – der Trailer nimmt ja bereits einiges vorweg beziehungsweise macht die Richtung klar –, dass Craven auch hier einerseits gewissen Konventionen unterliegt, nicht aber ohne diese dadurch zu persiflieren. Die heutige Generation kennt sich aus im Horrorfilm, sie kennt die Regeln, die Topoi und scheint vom monotonen Genretreiben sichtlich gelangweilt. Kein Wunder also, dass heute nicht etwa ein Klassiker im TV flimmert, während sich man einen gemütlichen Abend macht, sondern ein moderner Horrorfilm, der wiederum ebenfalls eine Satire auf das Genre ist.

Doch Craven belässt es mit all seinen Meta-Spielchen nicht etwa nur beim Genre(ästhetischen)-Kommentar, sondern lässt es sich nicht nehmen auch auf die Popkultur anzuspielen. Die heutige Generation Highschooler lässt sich via Facebook und Co. auf undurchsichtige Freundschaften ein, spielt mit Hilfe von Apps grenzwertige Scherze und filmt sich zudem gerne. Etwas, das nicht nur in der Filmwelt hin und wieder zum Problem wird. Dass es aber nicht etwa zu ernst wird, sondern die diegetische Welt uns stets auch einen Lacher abringen kann, dafür sorgt nicht gerade wenig Humor, der auch im vierten Teil wieder zu finden ist. Scream 4 ist vielleicht sogar der humorvollste Teil der Reihe, zeigt er doch auch einmal mehr, dass Filme wie Scary Movie bereits 1996 obsolet waren. Es bedurfte wohl auch deshalb einem Film wie Scream 4, denn auch nach drei Filmen haben dies nicht allzu viele begriffen. "The first rule of remakes: don't fuck with the original!" meint eine der Protagonistinnen, und sie bringt einen weiteren wichtigen Aspekt damit erneut auf den Punkt. Craven hat zwar nur bedingt ein Remake gedreht, aber selbiges dürfte auch für Sequels gelten. Und mit dem dritten Sequel ist Craven ein außerordentlicher Film gelungen, der noch lange nachwirken wird. 15 Jahre nach dem Original einen solchen Film auf die Beine zu stellen, das muss Craven erst einmal jemand nachmachen. Um es wie Ghostface auf einen einzigen Satz zu reduzieren: Scream 4 ist einer der wichtigsten und größten Horrorfilme des 21. Jahrhunderts. (9/10)


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Neuer Trailer zu Wes Cravens 'Scream 4'


Nach dem vor einigen Monaten der erste Teaser Trailer zu Wes Cravens Scream 4 veröffentlicht wurde, gibt es nun den ersten richtigern Trailer (FLV, mäßige Qualität) (480p/720p/1080p) zum Sequel mit massig neuem Material (hoffentlich auch bald in HD, Post wird dann aktualisiert)! Das sieht wirklich richtig gut aus! Einen deutschen Starttermin gibt es aber leider immer noch nicht.

(Via ComingSoon.net)


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Most Anticipated Films of 2011


Da ist es dann auch schon, das Jahr 2011. Und wieder stehen uns 52 Wochen voller Filme ins Haus, von denen ich einige ganz besonders erwarte. Im Februar geht es erstmalig auf die Berlinale, wo ich einige Filme bereits vorab zu sehen hoffe. Im März sind dann die Fantasy Filmfest Nights und im Sommer dann das Fantasy Filmfest. Gerade auf den beiden Letzteren dürften einige Filme zu sehen sein, die ich in diesem Jahr am meisten, nein am sehnlichsten erwarte. Zudem eignen sich die Festivals auch hervorragend dazu, Filme außerhalb des regulären Plans zu entdecken. Hier also meine zehn most anticipated films 2011, der deutsche Starttermin – falls bekannt – findet sich in Klammern:

The King's Speech (17. Februar)
Wurde 2010 von der amerikanischen und britischen Kritik ja gefeiert wie sonst nichts und dürfte schon jetzt ein absoluter Favorit für die Oscars sein.

Captain America: The First Avenger (21. Juli)
Comicverfilmung als period piece: Captain America (Chris Evans) kloppt sich mit Nazis (u.a. Hugo Weaving) – kann eigentlich kaum was schief gehen.

Battle: Los Angeles (14. April)
Sieht aus wie Transformers, nur ohne den Kindermüll – also wie perfektes Blockbusterkino.

The Girl with the Dragon Tattoo (unbekannt)
Vor einigen Tagen erst mit der Trilogie fertig geworden, gefiel mir der erste Teil mit Abstand am besten. Und seit The Social Network habe ich auch wieder vollstes Vertrauen in Fincher.

Armadillo (unbekannt)
Janus Metz Pedersen hat eine Einheit dänischer Soldaten im Camp Armadillo in der afghanischen Provinz Helmand begleitet. Soll Restrepo sehr ähnlich sein.

Machete Maidens Unleashed! (unbekannt)
Mark Hartley (Not Quite Hollywood) mit einer neuen Doku: dieses Mal erforscht er die Exploitationgefilde philippinischer Genrefilme der 70er – in denen noch ganzer Körpereinsatz gefragt war …

Scream 4 (unbekannt)
Wes Cravens vierter Aufguss, deessen Trailer mich erst neulich dazu brachte, mir den ersten Teil mal wieder anzusehen – und der sich mir erst bei dieser Sichtung in seiner ganzen Pracht präsentierte.

I Saw the Devil (악마를 보았다) (unbekannt)
Kim Ji-woons neuer Rachethriller soll nicht nur neue Maßstäbe in Sachen Brutalität setzen, sondern auch ein packendes Stück Film sein, über das ich bisher ausschließlich Gutes gehört habe. Aber bei Choi Min-sik vs. Lee Byung.-hun kann ohnehin nichts schief gehen.

Tabloid (unbekannt)
Errol Morris' Doku über die frühere Miss Wyoming, die einen jungen mormonischen Missionar missbraucht und eingesperrt haben soll. Interessantes Sujet und dann noch Morris' visuelle Kraft – eine sehr gute Kombination.

A Dangerous Method (unbekannt)
David Cronenbergs Neuer über die Freundschaft zwischen Carl Jung und Sigmund Freud und die Entstehung der Psychoanalyse. Eine Materie, wie geschaffen für Cronenberg.

Was habe ich vielleicht vergessen? Welche Filme erwartet Ihr im neuen Jahr am sehnlichsten?


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Slasher 2.0: 'Scream 4' Teaser Trailer


Da ist er dann auch endlich mal, der erste Teaser Trailer zu Wes Cravens Scream 4 (480p/720p/1080p) (FLV, mäßige Qualität). Zwar ist auch die Qualität dieses Trailers nicht allzu berauschend, aber bis zum Trailer in HD dürfte es nur noch wenige Tage dauern. Schön, den ganzen alten Cast wiederzusehen, der durch neues Personal wie Kristen Bell oder Anna Paquin ergänzt wurde. Auch der selbstreflexive Ansatz scheint interessant werden zu können. Start in den Staaten ist am 15. April 2011.


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