Rezension: Ocean's Thirteen (2007)

Drama, Komödie, Thriller

Regie: Steven Soderbergh

Darsteller: George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Al Pacino und Andy Garcia

Vor fünf Jahren begannen die Produzenten, Ocean's Freunde zu zählen, und die Anzahl der Freunde stieg schnell auf 13 an. Wie in den beiden vorherigen Filmen über eine Bande edler Räuber mit moralischen Prinzipien wurde der dritte von Regisseur Steven Soderbergh gedreht, der nicht frei von urheberrechtlichen Ambitionen ist und die kriminelle Welt mit Danny Ocean im Mittelpunkt, der nachdem er das Gefängnis verlassen hatte, den schwierigsten Casino-Raub der Geschichte zu organisieren plante. weiterhin romantisiert. Na ja, heutzutage hätte er keine Chance, weil die meisten Spieler ihr Glück nicht in landgebundenen, sondern in Online Casinos wie Casimba Casino versuchen.

Steven Soderbergh wurde für Ocean's Twelve (2004) leicht kritisiert: Für die breite Öffentlichkeit galt der Film als kompliziert. In der dritten Serie versucht der Regisseur, sich im Sinne der Langeweile der Handlung zu rehabilitieren und zu den Comic-Wurzeln zurückzukehren. „Ocean's Eleven“ war im Wesentlichen ein Remake des Films von 1960 mit Frank Sinatra und seinen Busenfreunden. Der alte Film wurde ausschließlich zum Spaß gedreht, und diese faule Atmosphäre sorglosen Glamours wird zum dritten Mal von modernen Filmemachern ausprobiert, denen mit abwechselndem Erfolg gelingt sich wirklich zu entspannen. In „Ocean's Thirteen“ versuchen die Autoren bereits ziemlich besessen, den Geist von Frank Sinatra zu evozieren – eine der Figuren sagt im Klartext: "Sie und ich haben Frank Sinatra die Hand geschüttelt, und die Jungs, die sie geschüttelt haben, haben ihren eigenen Ehrenkodex."

Al Pacino spielt den Mann, dem Sinatra völlig egal ist. Dieser abscheuliche Geschäftsmann, der gierige Willie Bank, hat versucht, seinen Geschäftspartner zu täuschen, ohne zu wissen, dass er zum legendären gottverdammten Dutzend von Danny Ocean gehört. Er kommt mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus, und Oceans Freunde, die sich im Krankenhausversammelt haben, beschließen, ihren guten Freund zu rächen. Im dritten Film haben die Räuber, die zuvor aus primitiven Söldnergründen gehandelt hatten, endlich eine Art moralischen Imperativ. Es gibt афые keine weiteren Unterschiede zwischen den Filmen: Die Hauptfiguren, der hübsche George Clooney und der bestgekleidete Brad Pitt sowie Matt Damon, der die seltene Gelegenheit hat, die Sexbombe Ellen Barkin aus den 1980er Jahren zu verführen, stechen unter zahlreichen Freunden hervor. Die Autoren des Films haben die weibliche Präsenz in diesem Bild absichtlich minimiert.

Die Freunde von Ocean sind nicht ohne Humor und Machenschaften in Bezug auf ihren Blutfeind. Die Eröffnung seines neuen Casinos, das die Größe aller bestehenden Casinos in den Schatten stellt, ist für den 3. Juli, Heiligabend vor dem Unabhängigkeitstag, geplant. Natürlich beschließen die Freunde von Ocean an diesem Tag mit ihrem gewohnten Zynismus, ihre höllische Kombination zu verwirklichen. Dazu entwickeln sie wie üblich einen genialen Plan, der gefährlich und technisch fast unmöglich ist. Erstens werden sie den Feind einfach schlagen, trotz des Gesetzes, dass Casinos schwarze Zahlen schreiben. Um das Verteidigungssystem zu entschärfen, organisiert die Bande von Ocean mit Hilfe eines riesigen Bohrers, der für seine Beteiligung am Bau des Kanaltunnels bekannt ist, ein kleines Erdbeben. Ein weiterer Teil des Plans besteht darin, Al Pacinos Ruf als Eigentümer von Fünf-Sterne-Hotels zu trüben. Nachdem die Freunde von Ocean ihren gepriesenen Einfallsreichtum bewiesen haben, gelingt es ihnen, die Einrichtung von Bank in den Augen des Hauptkritikers des Hotels zu diskreditieren, indem sie Käfer und Kakerlaken in den Raum lassen.

Aber George Clooneys nostalgischer, autobiografischer Monolog darüber, wie er vor 22 Jahren in Las Vegas zum ersten Mal auftrat, als dort alles anders war, kann jedoch im Prinzip auf den Film selbst angewendet werden, der gegenüber der Originalquelle verliert.


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Butt-Kicking Babe Gina Carano: 'Haywire' Blu-ray Review


Erst war es ein Pornostar, nun ist es eine ehemalige MMA-Kämpferin. Steven Soderbergh scheint gerne mit Talenten zusammenzuarbeiten, die keine ausgebildeten Schauspieler sind. Hat er für The Girlfriend Experience Porno-Sternchen Sasha Grey verpflichtet, ist es in Haywire Ex-MMA-Kämpferin Gina Carano. Im Interview sagt Soderbergh, dass Carano wunderschön ist und nebenbei andere zu Brei schlägt. Diese Kombination habe ihm so gut gefallen, dass er sie für seinen Spionagefilm, wie er ihn selbst beschreibt, brauchte. Und in der Tat, man könnte Carano nicht besser als mit diesen Worten beschreiben. Sie bringt nicht nur eine unglaubliche Physis mit, sondern auch eine natürliche Schönheit (sieht man sie im Making of, ist man ob der vielen Schminke schockiert, man erkennt sie kaum wieder!). Beides Eigenschaften, die für ihre Mallory Kane äußerst wichtig sind. Ex-Marine ist sie, der nun für eine private Sicherheitsfirma arbeitet, die mit der Regierung Geschäfte macht. Eines dieser Geschäfte verschlägt Mallory nach Barcelona, wo der Verrat an ihrer Person seinen Ursprung nimmt …

Soderbergh erzählt seine Geschichte um eine verratene Agentin (Carano) nicht chronologisch, sondern entführt uns mitten in den clusterfuck, in dem sich Mallory befindet; in einem kleinen Diner nördlich von New York, wie uns die Texttafel wissen lässt. Man kennt die Szenerie: wenig Gäste, Kaffeegeruch in der Luft und eine etwas verstreut anmutende Frau, die sich in eine der booths setzt. Ein Fremder (Channing Tatum) kommt herein und setzt sich zu ihr. Sie reden eine Weile, dann kommt es urplötzlich zum Kampf zwischen den beiden, der von zwei Profis bestritten wird, das wird sofort deutlich. Es sind diese kurten, plötzlichen Gewaltausbrüche, die in Haywire dominieren. Lauschte man im einen Moment noch jazzigen Tönen, hören diese blitzschnell auf und die Gewalt samt ihrer Geräuschkulisse übernimmt. Soderbergh widersetzt sich hier aller aktuellen Trends und zeigt uns nicht etwa unübersichtliche Schnittgewitter, sondern präsentiert uns das, was man so fast schon nicht mehr zu kennen scheint: hand-to-hand-combat, der wehtut.

Es wäre natürlich auch an der Sache vorbei gegangen, hätte Soderbergh Carano engagiert, nur um sie dann durch die Montage zur Kämpferin werden zu lassen. Stattdessen setzt er auf das, was sie am besten kann, nämlich kämpfen – aus nächster Nähe und mit einer unbarmherzigen Brutalität, die auch die männlichen Darsteller während der Dreharbeiten zu spüren bekamen. Eines der Highlights ist hier sicherlich der grandios inszenierte Kampf zwischen Carano und Michael Fassbender, der leider schon im Trailer vorweggenommen wurde, aber auch beim dritten Mal noch fesselt. Dieser Kampf schmerzt schon beim zusehen, denn Soderbergh unterlegt das Geschehen nicht unbedingt mit der typischen Soundkulisse, sondern scheint seine Mikros perfekt platziert zu haben – wenn die Vitrine beispielsweise zu Bruch geht, weil Carano in sie geworfen wird, klingt es auch genau danach. Wenn sie und Fassbender von der Couch fallen, hört man nicht viel, denn Stoff auf Teppich ergibt auch im echten Leben nicht wirklich ein lautes Geräusch.

Soderbergh überstilisiert nicht, und tut es aber doch genau dadurch wieder. Die Kampfchoreographien wirken gerade wegen ihrer Unaufgeregtheit und Rohheit wie ein Stilmittel. Ähnlich verhält es sich bei der Farbgebung. Wenn Schnee liegt und es kalt ist, dann durchzieht das Bild ein starker Blaustich, der das Bild verfremdet – aber nicht zu stark, so dass es stilistisch gut platziert, aber nicht aufdringlich wirkt. Selbiges gilt für das mediterrane Setting, das von Gelbtönen dominiert wird und die herrschende Hitze nur weiter verstärkt. Haywire ist ein Film, der die einfachen Dinge in den Vordergrund stellt und damit begeistern kann. Es sind nicht nur die Kämpfe oder die Farben, auch der Plot ist im Prinzip äußerst generisch, kann gerade deshalb aber begeistern. Soderbergh wollte keinen komplexen Verschwörungsthriller machen, sondern einen Actionthriller mit einer ganz besonderen Hauptdarstellerin, in dem er sie und ihre Fähigkeiten einem breiten Publikum präsentiert. Mission accomplished. Und mit der fast schon poetischen Prügel-Szene am Strand hat er zudem einen der schönsten Momente des aktuellen Filmjahres abgeliefert. (8.5/10)

Die Blu-ray von Concorde erscheint am 09. August (Amazon-Partnerlink) und kann technisch voll und ganz überzeugen. Zwar ist es etwas schwer das Bild ob Soderberghs überzeichneter Farbgebung einzuschätzen, der Gesamteindruck ist aber sehr gut. Der DTS-HD-Ton überzeugt auf ganzer Linie, die Dialoge sind klar verständlich, während die (wenigen) Actionszenen auch die Rears und den Subwoofer beschäftigen. Die Extras zwar nicht in Hülle und Fülle vorhanden, dafür überzeugt aber vor allem das Featurette, das Gina Carano beim Training zeigt und Ausschnitte aus einigen ihrer MMA-Kämpfe zeigt.


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Channing Tatum strippt: 'Magic Mike' UK Trailer

Nachdem mich der erste Trailer zu Steven Soderberghs Stripper-Comedy Magic Mike nicht gerade umgehauen hat, muss ich gestehen, dass mir der neue UK Trailer da schon deutlich besser gefällt. Dieses Mal gibt es deutlich weniger Gefühlschaos – naja, und eben mehr Strips … Und hier kann Channing Tatum – (zurecht) Hollywoods aktueller Liebling – zeigen, was er kann, basiert der Film doch zu Teilen auf seinen eigenen Erfahrungen als male stripper. Neben Tatum sind auch Matthew McConaughey, Matt Bomer (White Collar) und Alex Pettyfer mit dabei und zeigen, was sie so drauf haben.

(Via /Film)


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Trailer zu Steven Soderberghs Stripper Comedy 'Magic Mike'

Meine Güte, was bin ich enttäuscht! Als das erste Bild zu Magic Mike mit Tanning Chatum in der titelgebenden Hauptrolle erschien, dachte ich mir nur 'Yeah, das könnte lustig werden!'. Nun ist der Trailer da und mein Interesse tendiert fast gegen Null. Ich ging wohl fälschlicherweise davon aus, dass es sich um eine Komödie handen würde – schaut man sich den Trailer aber nach der tollen Eröffnungssequenz weiter an, stellt man schnell fest, dass der Drama-Teil wohl größer wiegen wird als gedacht. Ich hoffe, dass die kommenden Trailer diesen Eindruck revidieren. Deutscher Kinostart ist am 16. August.

(Via Film Junk)


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'Side by Side' Trailer: Keanu Reeves' Doku über Digital Cinema

Keanu Reeves hat eine Doku produziert, die sich um ein längst überfälliges Thema dreht, nämlich die Ablösung des Films durch Digital Cinema. In Side by Side: A Documentary about the Science, Art, and Impact of Digital Cinema kommen dann auch all jene namhafte Regisseure zu Wort, die schon lange nicht mehr auf Film, sondern auf das digitale Zeitalter setzen und mit der Red One und anderen Kameras drehen. Martin Scorsese, Robert Rodriguez, Steven Soderbergh, David Fincher et al. Das scheint nicht nur ob der Thematik äußerst interessant zu werden. Side by Side wird – wie das Logo zu Beginn des Trailer verrät – auf der Berlinale im Februar zu sehen sein.

(Via The Documentary Blog)


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Neuer Trailer zu Soderberghs 'Haywire'

Und wieder ein neuer Trailer zu Steven Soderberghs Actionthriller Haywire, auf den ich mich immer mehr freue. Es dauert ja auch nicht mehr allzu lange, denn am 08. März ist es hierzulande so weit (ganze sechs Wochen nach dem US-Start).


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Neuer Trailer zu Steven Soderberghs Action Thriller 'Haywire'

Nach dem ersten Trailer im Juli, gibt es einen neuen Trailer zu Steven Soderberghs Action-Thriller Haywire, der – so berichten erste Review – ziemlich gut sein soll: "But for now it's safe to say that Haywire is the smartest, most genuinely thrilling and involving and satisfying kick-ass, faux-exploitation action thriller I've seen in a long time. " (Hollywood Elsewhere) Deutscher Start ist wohl am 08. März 2012, also knappe zwei Monate nach US-Start. Mal schauen, ob es dabei bleibt.

(Via The Playlist)


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Trailer zu Steven Soderberghs 'Haywire'


"A black ops super soldier seeks payback after she is betrayed and set up during a mission." Damit wäre dann wohl auch schon fast alles zu Steven Soderberghs Haywire gesagt. Der erste Trailer (480p/720p/1080p) sieht gar nicht mal übel aus, was nicht zuletzt auch am tollen Cast liegen dürfte. Schön auch, dass Soderbergh wieder mit der Red One gedreht hat, auch wenn mir die Optik im Trailer noch nicht ganz zugesagt hat. Bin gespannt, ob das Ganze R-Rated oder doch nur ein PG-13er wie Salt wird (wobei der recht hart für einen PG-13er war). Wird wohl mein erster Film mit Tanning Chatum. US-Start ist am 20. Januar 2012.


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Matt Daaaaamon: Trailer zu Soderberghs 'The Informant'


Dachte ich's mir doch, das spielt in den 90ern, denn Matt Damons Look müsste in der Gegenwart entweder eine Parodie oder ein Hinterwäldler sein. Schaut man sich den Trailer (480p/720p/1080p) zu Steven Soderberghs The Informant an, so stellt man schnell fest, dass er wohl irgendwie beides ist, Parodie und Hinterwäldler, der gute Mark Whitacre. Erinnert mich etwas an Burn After Reading, das Ganze, auch wenn Damon mit mustache unschlagbar dämlich ist. Auf Soderberghs The Girlfriend Experience freue ich mich dann aber doch deutlich mehr. Deutscher Kinostart ist der 05.11.


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Grey meets Soderbergh: 'The Girlfriend Experience' Trailer


Pornosternchen Sasha Grey scheint langsam aber sicher wirklich ins seriöse Fach zu wechseln. Erst bekommt sie eine große Rolle in Smash Cut, zugegeben nicht gerade eine Referenz fürs seriöse Schauspielern, aber immerhin. Nun darf sie aber auch die Hauptrolle im neuen Steven Soderbergh The Girlfriend Experience spielen. Doch auch hier scheint sie nicht ganz vom 'anrüchigen' Business weg zu kommen, denn sie spielt ein Callgirl, dem es finaziell eigentlich ziemlich gut geht. Doch man weiß nie, welchen Kunden man so im Laufe seiner 'Karriere' begegnet … Der Trailer (MP4, recht ansehnliche Qualität) macht jedenfalls nicht nur wegen Sasha (die ist aber auch süß!) Lust auf mehr. Einen Kinostart zum Film, der unter anderem auf dem Sundance und Tribeca Film Festival lief, gibt es noch nicht.


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