Dr. Boll wird wieder emotional: 'Darfur' Promo Trailer


Ich meine mich zu erinnern, dass der Herr Doktor in einem seiner Interviews verkündete, dass er Filme wie Black Hawk Down und sonstigen Hollywoodkriegsschmalz "scheiße" finde. Umso erstaunlicher also, dass er sich jetzt gerade einem solchen Stoff in Darfur annimmt, dessen Promotrailer (mäßige Qualität) nicht nur knappe neun Minuten geht, sondern auch auf massig Pathos setzt und das Ganze mit Hans Zimmers Musik aus Tears of the Sun untermalt. Klingt ein wenig heuchlerisch, oder? Dieser Eindruck erhärtet sich nur weiter, schaut man einmal, was Dr. Boll sonst noch so in der filmischen Planung hat. Sein Film über den Siegburger Foltermord, Stoic, beispielsweise, der sich auch in Richtung menschliche Abgründe hangelt.

Im Film selbst gerät – wie der Trailer großzügig verrät – eine Gruppe amerikanischer (klar, wer auch sonst hat es nötig) Journalisten inmitten der Gräuel, die im Sudan an der Tagesordnung sind. Entweder helfen sie den Menschen oder sie kehren wieder um. Es dürfte klar sein, für was sie sich entscheiden … Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich den Dr. schätze, aber ich bin mir in jüngster Zeit wirklich nicht mehr sicher, wohin das alles führen soll. Beide genannten Filme sehen jedenfalls mehr nach 'Tabubruch' als nach intelligentem, dem Thema angemessenen, Kino aus.


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Bolls Verfilmung des Siegburger Foltermordes: 'Stoic' Trailer


Dass sich Dr. Boll bisher an Videospielverfilmungen vergriffen hat, ist sicherlich nichts Neues. Wenn etwas kontrovers daran war, dann höchstens seine Audikommentare dazu oder die Spiele selbst, auf denen seine Filme basieren. Mit seinem neuen Film, Stoic, nimmt sich Dr. Boll nun zum ersten Mal eines durchaus kontroversen Stoffes an, nämlich dem Foltermord im Siegburger Gefängnis. Sein Film – u.a. mit Edward Furlong – soll größtenteils improvisiert sein, was der erste Trailer (FLV, gute Qualität) doch zu bestätigen versucht. Jedoch macht er nicht gerade dein Eindruck, als würde er die ganze Tat reflektieren, sondern uns lediglich das Ganze noch mal vor Augen führen, also Exploitation quasi.

Nicht, dass ich Boll einen ordentlichen Umgang mit dem Thema nicht zutrauen würde, aber ich bin eben noch nicht überzeugt (zudem sind erste Meinungen nicht gerade positiv). Es ist aber auch schön zu sehen, dass sich der Gute mittlerweile auch an andere Stoffe herantraut, von deren Qualitäten einmal abgesehen. Gedreht wurde Stoic – wieder mal – in Kanada, das Lieblingsdrehland Bolls. Einen deutschen Kinostart gibt es noch nicht, kein Wunder, befindet sich der Trailer ja schließlich auch noch auf der Verkaufsseite von Bolls KG. Dort kann man übrigens auch schon zwei Poster und Infos zu zwei weiteren Filmen von ihm einsehen. Jaja, der Uwe, uns Vielfilmer …

(Via DVDnarr.com)


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