Trailer zu 'The Package' mit Dolph Lundgren und Stone Cold

Meine Güte, wie viele B-Actioner schaffen es eigentlich im Jahr auf den Markt? Mir kommt es so vor, als drehe allein Stone Cold Steve Austin mindestens ein Dutzend pro Jahr. Anyways, seinen Maximum Conviction, in dem er an der Seite von Steven Seagal spielt, muss ich unbedingt noch nachholen, auch wenn ich nicht unbedingt viel Gutes darüber gelesen habe. Im Jahr 2013 scheint Stone Cold jedenfalls so genau so weiterzumachen, denn mit The Package, dessen Trailer heute veröffentlicht wurde, steht dann auch sein erster Film für das neue Jahr ins Haus. Dieses Mal an der Seite von Dolph Lundgren, der 'The German' spielt. Der Trailer macht definitiv Lust auf mehr. In den USA erscheint The Package am 19. Februar DTV. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.

(Via Film Insider)


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Den Wald vor lauter Stone Cold nicht sehen: 'Hunt to Kill'


Stone Cold Steve Austin agierte erst vor einigen Wochen bei WrestleMania XXVII als Gastringrichter, wo er das Bier spritzen ließ und alle eiskalt abservierte, die sich gegen ihn stellten. Auf dem Quad kam er angefahren, die Bierdosen steckten in den dafür vorgesehenen Dosenhaltern. Ja, Stone Cold ist schon eine coole Sau, was er nicht nur im Ring beweist, sondern auch auf der Leinwand. Er ist nicht der erste Wrestler, der einen Abstecher in die Filmindustrie macht – dabei aber definitiv einer der besten. Mit The Condemned bewies er dabei eindrucksvoll seine Physis, die ihm zwar immer wieder die gleichen Rollen zuteil werden lässt (was ja aber bei nahezu jedem Wrestler der Fall ist), Fans davon aber ohnehin nicht genug bekommen können. In Stallones The Expendables durfte er dann auch mal den Bösewicht spielen, der ihm ebenso gut steht wie der einsame Held. Kämpfte er in Stallones Best-of noch an der Seite von Eric Roberts und Gary Daniels zusammen, steht ihm Daniels dieses Mal gegenüber. In Hunt to Kill trifft sich Stone Cold aber nicht nur mit Daniels wieder, sondern auch mit Eric Roberts. Dessen Rolle – so viel sei verraten – beschränkt sich zwar auf die Exposition, aber einen Mann mit diesem Charisma sieht man immer gern, auch wenn es nur wenige Minuten sind.

Zudem hätte man sich Roberts' Charisma für den Bösewicht aus Hunt to Kill nur wünschen können, denn im Gegensatz zu Stone Cold bleibt Gil Bellows ganz schön bleich und schrammt nicht selten nur weniger Zentimeter am Overacting vorbei. Das macht aber auch nichts weiter, denn der Film, der lediglich in Kanada eine Kinoauswertung erhielt und im Rest der Welt DTV vermarktet wurde, besticht ohnehin nicht durch Schauspieltalent oder eine komplexe Handlung. Hunt to Kill ist in erster Linie nämlich ein kleines B-Movie für Stone-Cold- und Action-Fans, das zwar durchaus etwas Zeit braucht um in Fahrt zu kommen, dafür aber mit einigen soliden Action set pieces aufwartet. Nein, die kleine kanadische Produktion erfindet das Rad nicht etwa neu, sondern verlagert ein bekanntes Szenario in die amerikanisch-kanadische Grenzeinöde. Als großes Vorbild diente Hunt to Kill dabei sicherlich First Blood, der vor allem auf musikalischer Ebene nicht deutlicher zitiert werden könnte. Und in der Tat, die Natur und ihre Tücken bieten sich noch immer hervorragend an, um eine Gruppe von Menschen an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Da wird die Tochter Stone Colds – einem Veteranen, klar – kurzerhand als Geisel genommen und muss fortan mit ihrem ungeliebten Vater und einigen Gangstern durch den Wald marschieren. Irgendwann kann sich Stone Cold dann lossacken und macht fortan Jagd auf die Entführer seiner Tochter und Mörder seiner Freunde …

Hunt to Kill kommt einerseits sichtlich ökonomisch daher (im Wald zu drehen kostet ja nicht allzu viel), holt dabei aber das Maximale heraus. Stone Cold darf sich eiskalt rächen ("When I hunt, I hunt to kill!"), Daniels darf sich richtig schön austoben und dabei jede Menge unschöne Dinge sagen und machen und auch handwerklich sieht das stets solide aus. Highlight dabei ist sicherlich der Kampf zwischen Daniels und Stone Cold inmitten des Waldes, der aber leider viel zu schnell vorbei ist. Hunt to Kill lebt vor allem von der Präsenz und Aura Stone Colds, denn würde man ihn austauschen, hätte der Film gleich nur noch halb so viele Schauwerte – und dann würde es wirklich kritisch werden. Stone Cold kann aber in jedem noch so abgenudelten Szenario partizipieren und hebt es zugleich aus der Versenkung. Und gerade deswegen muss man es auch so deutlich sagen: Wer mit dem ehemaligen Wrestler nichts anfangen kann, der wird sich hier schnell langweilen. Fans des Glatzkopfes kommen aber durchaus auf ihre Kosten – auch, weil das Finale mit dem Quad fast schon als Reminiszenz an WrestleMania XXVII durchgeht. (6/10)

Technisch ist die Blu-ray von WVG Medien (Amazon-Partnerlink) ebenfalls solide, mehr aber auch nicht, denn an Extras gibt es rein gar nichts, noch nicht einmal einen Trailer. Dafür kann aber zumindest das Bild überzeugen, das die kräftigen Farben der Wälder sehr gut wiedergibt. Der Ton könnte zwar etwas druck- und effektvoller sein, geht aber gerade so noch in Ordnung.


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