Das Kinojahr 2009: Die schlechtesten Filme des Jahres


Bevor auch ich endlich meine Top 10 des noch laufenden Kinojahres veröffentliche, will ich natürlich erst einmal mit den Flop 10 des Kinojahres 2009 beginnen.

Ich muss gestehen, so einfach war es gar nicht, die schlechtesten Filme des Jahres zu küren, denn ich kann mich gar nicht daran erinnern, wirklich so viele schlechte Filme gesehen zu haben. Zum einen, weil ich potentiellen Stinkern gezielt aus dem Weg gegangen bin (auch auf DVD/BD), und zum anderen wohl deshalb, da ich außerhalb der Pressevorführungen kaum eine Vorstellung besucht habe – und die PVs wähle ich meist weise. Vielleicht also nicht wirklich die schlechtesten Filme des Jahres, aber zumindest jene, die mir 2009 am wenigsten zusagten.

10. The Reader

Selten solch einen verlogenen Kitsch gesehen. David Kross spielt gut, ja, Winslet wegen mir auch, aber das, was sie spielen ist einfach ärgerlich. War ja klar, dass er im Ausland wieder gut ankommt, sind ja auch Nazis dabei – und die Schuldfrage mal wieder. Oh Gott, lass' es bitte endlich mal aufhören, dieses verlogene Vergangenheitskino, das so kalkuliert ist, wie es nur sein kann.

09. Angels & Demons

Sagen wir es so: er ist deutlich erträglich als sein Vorgänger. Auch der Soundtrack gehört mit zum Besten, was ich in diesem Jahr gehört habe. Leider reißt es die Musik selbst aber nicht raus, und so bleibt unterm Strich eine weitere Verschwörungsphantasie, die doch selbst den hartnäckigsten Verschwörungstheoretikern lächerlich vorkommen dürfte, oder? Immerhin vertragen sich am Ende Wissenschaft und Kirche, das ist immerhin mehr als der Plottwist zu bieten hat. // Meine Besprechung

08. Terminator Salvation

Die Action stimmt ja größtenteils, aber wenn man dieses Sequel in Verbindung mit dem Franchise bringt, dann fängt man sich doch ziemlich schnell an zu ärgern. Aber es hat auch etwas Positives, denn ohne den Film hätte es auch Bales Ausraster nicht gegeben, und der hat mir in diesem Jahr sehr viel Freude bereitet. // Meine Besprechung

07. 2012

Uns-Roland haut mal wieder auf den Putz, dass gleich die ganze Welt untergeht. Was in der ersten Hälfte noch nach guter Comedy aussieht, entwickelt sich ab der zweiten Hälfte zu einem kitschig-widerlichen Ökoactioner, der dümmer und trivialer kaum sein könnte. Roland, Du tust Deiner Heimat uns Schwaben mit solchen Filmen wirklich keinen Gefallen, glaube mir.

06. X-Men Origins: Wolverine

Ich glaube langsam, dass ich einfach zu alt für so was bin. Comichelden, Action satt, aber dazwischen 90 Minuten gähnende Langeweile. Für pubertierende Jugendliche, die im Klassenzimmer wieder neuen Gesprächsstoff haben wollen, reicht es vielleicht, aber ich kann so was langsam echt nicht mehr sehen. Hatte ein, zwei schöne Momente, aber den Rest kann man doch vergessen – genau so wie die damalige Berichterstattungssperre. Manche lernen es einfach nie. // Meine Besprechung

05. Zack and Miri Make a Porno

Ich mag Kevin Smith, gar keine Frage. Chasing Amy wird für immer einen Ehrenplatz bei mir einnehmen und auch seine anderen Werke konnten mich stets entzücken. Mit seinem Jüngsten ist ihm aber nicht weniger als ein gewaltiger Griff ins Klo gelungen, denn alles, was er uns hier zeigt, wirkt wie die allerletzte Resteverwertung, der krude Humor ist nur noch peinlich und sowieso sitzen die Lacher nur in wenigen Fällen wirklich. Zu oft da gewesen, langsam aber sicher nervt deine Schiene, Kevin.

04. Righteous Kill

Wo wir gerade bei Plottwists sind: wollen die beiden uns eigentlich auf den Arm nehmen!? Das war ja das lahmarschigste, was ich seit langer, langer Zeit gesehen habe. Pacino und De Niro sollten langsam wirklich lieber an ihre Pension denken, statt so was zu produzieren. Immerhin hat De Niro in diesem Jahr mit What Just Happened gezeigt, dass er es hin und wieder doch noch kann. Aber das ist einfach zu wenig.

03. The Spirit

Ich kenne Will Eisners Vorlage nicht, aber ich kann mir auch kaum vorstellen, dass sie mit Millers knallbuntem Nonsens viel gemein hat. Wo Slapstick auf coole Action treffen soll, versagt der Film auf ganzer Linie, da kann auch die zugegeben tolle Optik nicht mehr allzu viel retten.

02. The Unborn

Sneak, klar. Der Film ging noch keine 30 Minuten, da meinte meine Begleitung schon zu mir, dass es sicher wieder mit Nazis und geheimen Experimenten zu tun habe. Als dann die Auflösung kam, konnten wir fast nicht mehr vor lachen, und das lag nicht nur am Plot um geheime Naziexperimente, sondern vielmehr an den weniger Angst einflößenden als vielmehr saukomischen Visagen, die es hier zu bewundern gibt. Aalglatter PG-13-Teen-Horror eben, was soll man mehr dazu sagen?

01. Year One

Der hat sich den ersten Platz aber auch so was von verdient! Sneak, die Zweite. Nach knapp 30 Minuten meinte meine Begleitung, dass wir doch auch gehen könnten, es sei doch eh ein Mist. Ich erwiderte, dass ich dafür bezahlt habe und es ja nur noch besser werden könne. Pustekuchen. Das nächste Mal höre ich wirklich darauf, wenn eine Begleitung gehen will. Vier Euro hin oder her, aber das, was Raimis uns hier vor den Latz knallt ist ein Verbrechen. Ich hätte mich nach jedem flachen Witz wirklich selbst ohrfeigen können, unglaublich, das! Und wenn man dann noch bedenkt, dass der Projektor abschmierte, so dass ich die erste Viertelstunde zwei Mal sehen musste – nein, das war wirklich das schlimmste Kinoerlebnis in diesem Jahr, der schlimmste Film sowieso. Vielleicht sogar das Mieseste, was die Dekade hervorgebracht hat.


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Actionpathos ohne Seele: 'Terminator Salvation'


Es tut schon etwas weh mit ansehen zu müssen, wie man mit einem der besten Action-Sci-Fi-Franchises umgeht. Zuerst wird Regiestümper McG verpflichtet, dann hat Arnie doch kein richtiges Cameo und die Drehbuchautoren haben in jüngster Zeit auch noch so etwas wie Catwoman verbrochen. Der vierte Teil der Reihe stand wahrlich unter keinem guten Stern, zumindest bis der erste Trailer veröffentlicht wurde. Plötzlich vollzog sich eine 180-Grad-Wendung, der Trailer sah richtig lecker aus, mit Action satt und gegen Ende sogar mit Brad Fiedels Main Theme aus dem zweiten Teil garniert (da kommt wenigstens Atmosphäre auf). Vielleicht würde das nach dem eher mäßigen Dritten vielleicht doch ein richtiger Kracher? Nunja, es kommt wohl darauf an, wie man 'Kracher' definiert.

Terminator Salvation ist leicht schizophren, um es mal so drastisch auszudrücken. Als Actionfilm, wie er im Sommer, der Hochzeit des Blockbusterkinos, gerne gesehen wird, funktioniert er doch ziemlich gut. Die Action set pieces sehen hervorragend aus, allein die erste Szene nach dem Vorspann hat mich schier vom Hocker gerissen (Helis, Slow-Mo, Explosionen). Vor allem auf der technischen Seite ist McGs Film ein Brett, denn so gut wie hier sahen die SFX aus der Schmiede ILMs schon sehr lange nicht mehr aus. Statt auf CGI setzt man hier nämlich – allen voran bei den Terminatoren – auf handmade, was nach wie vor um ein Vielfaches besser aussieht (nur verstehen das leider viele Verantwortliche nicht, aber klar, es ist ja auch eine Kostenfrage). Sogar Arnies (digitales) Cameo sieht handwerklich gar nicht mal so übel aus, auch wenn die Szene für sich genommen etwas deplaziert, ja sogar selbstzweckhaft, wirkt.

Der kurze Auftritt Schwarzeneggers – oder besser gesagt Roland Kickingers (der seinen Body quasi zur Verfügung stellte) – ist dann auch eines der wenigen Elemente, die den Vierten überhaupt irgendwie mit der Ursprungsgeschichte verbindet, denn hin und wieder fragt man sich doch, ob da eigentlich jemand das Ganze auch zu Ende gedacht hat (woher weiß der Widerstand eigentlich, dass John Connor (Christian Bale) der Eine ist?, Connor, der ja bereits erfahren hat, dass Terminatoren auch gut sein können, misstraut Marcus (Sam Worthington) dennoch ohne Einschränkungen?, usw.). Und dennoch bringt Terminator Salvation interessante Aspekte hervor, wie beispielsweise die Figur des Marcus Wright, der den Konflikt Mensch-Maschine – Menschmaschine durchaus bereichert.

Es sind also vielmehr die Schauwerte, die hier begeistern können, weniger das inhaltliche Konstrukt, das uns hier vorgesetzt wird. Auch die vielen Zitate, mit denen der Film alles andere als geizt, erschließen sich in erster Linie auf optischer Ebene, denn woher kennt man beispielsweise die Menschensammler oder an was erinnern bloß die vielen flüchtenden Menschenmassen? Terminator Salvation zitiert quer durchs Genre, und dabei sind zitierte Filme bisweilen selbst noch nicht besonders alt. Doch was spielt das Alter schon für eine Rolle? Terminator 2: Judgment Day gehört bis heute zu den Blaupausen des Actionfilmes und auch in Hinsicht auf die Effekte kann er vielen heutigen Produktionen noch immer das Wasser reichen. Leider geht die Magie, die von Camerons Actionbrett ausgeht, hier komplett flöten, nicht ein Magic Moment oder ähnliches, das groß in Erinnerung bleiben würde.

Dafür tummelt sich Terminator Salvation dann doch wieder zu sehr in gewöhnlichen, modernen Actiongefilden (Optik und Actionstil erinnern beispielsweise stark an Michael Bay). Auch in Sachen Pathos und Dialogen sind sich McGs Film und Bays Œuvre nicht unähnlich. Durchhalteparolen, Opferbekundungen und dergleichen dürften einigen sicherlich sauer aufstoßen, denn bisweilen ist es doch äußerst cheesy, das Ganze, keine Frage. Das messianische Ende – der Titel verrät es ja bereits – ist da sicherlich das Sahnehäubchen. Sowieso sticht gerade mal Anton 'Chekov' Yelchin als Einziger aus der Besetzung heraus (immerhin: Ironside!, wenn auch auf Autopilot), die zwar hochkarätig, aber deutlich unter ihren Möglichkeiten agiert (und ich zähle Bale immerhin zu meinen Lieblingen). Vielleicht liegt es aber auch am Fokus, der sich nie für eine Figur oder eine Situation entscheiden kann, sondern ständig zwischen Connor und Wright pendelt, was Terminator Salvation schließlich schlichtweg unausgegoren zurück lässt. (6/10)


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Neuer, noch besserer Trailer zu 'Terminator Salvation'


"You want me to go fuckin' trash your lights!?" Christian Bale going berserker (am besten aber den Dance Remix hören) hat sich wohl gelohnt, denn der neue Trailer zu McGs Terminator Salvation (480p/720p/1080p) sieht doch nochmal eine Ecke besser aus als der erste, japanische Trailer. Die Effekte sehen technisch hervorragend aus und es scheint auch in regelmäßigen Abständen ordentlich zu knallen – nicht zu vergessen die Helikopter … Am Ende dann wieder mal Gänsehaut zum Hauptthema. Ja, doch, do want!


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'Terminator Salvation': Japanischer Trailer zum Sequel


Na, wurde ja auch langsam mal Zeit. Zeit für den vollen Trailer zu Terminator Salvation – bisher in Form des japanischen Trailers (Direktlink, MP4) -, dessen Teaser Trailer ja doch für eine recht positive Resonanz sorgte. Das dürfte wohl auch der Trailer, den es jetzt auch in HD gibt (480p/720p/1080p) der zwar leider noch nicht in glorreichem HD zur Verfügung steht, aber auch in bescheidener Qualität nicht mit Reizen geizt. Zwar wird mir das Theme etwas zu kurz angespielt, aber der Rest scheint wirklich gut geworden zu sein. Zwar bleiben angesichts McGs gewisse Zweifel, aber zumindest scheint er zu verstehen, was man mit einem Trailer erreichen soll – nämlich Appetit anregen. Und ich formuliere es mal so: ich habe wirklich Hunger!


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Pat Bat(e)man: »Hey, Mom!«


Pat Bateman Batman Christian Bale scheint es mit dem Image des bad boys einigen Meldungen zufolge wohl etwas zu ernst genommen zu haben. Wie die yellow press berichtet, soll er seiner Mutter und Schwester physisch etwas zu nahe getreten sein. Doch die Klatschpresse wäre nicht die Klatschpresse, wäre die ganze Sache nicht etwas gepusht worden, denn wie letzte Meldungen verlauten lassen, soll Bale lediglich verbal den Rahmen gesprengt haben:

"The Daily Mail is reporting that Bale 'flew off the handle' when his mother said 'some outrageous things' about the actor's wife, makeup artist Sandra 'Sibi' Blazic. He responded by calling her some very heated, un-Batmanly-like things, and was charged with Class 5 verbal assault, the least aggravated of all verbal-assault classes." (Defamer)

Wäre ja auch nicht das erste Mal, dass Bale aus der Reihe tanzt. Ich höre jetzt erstmal Huey Lewis & the News's Hip to Be Square


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'Terminator Salvation': Teaser Trailer in HD


Um ganz ehrlich zu sein: Bisher hat mich der vierte Teil der Reihe, Terminator Salvation, nicht die Bohne interessiert – trotz Christian Bale. Das dritte installment war zwar nicht übel, aber natürlich kein Vergleich zu den ersten beiden. Warum also ein weiteres Sequel, und warum um alles in der Welt von einem Regisseur, der den wohl lächerlichsten Namen (ja, lächerlicher als Shyamalan – der ja schließlich auch nichts dafür kann) in der Geschichte des Films trägt (und zudem nicht sonderlich talentiert ist)? Nun, heute erschien bei YouTube der erste Teaser Trailer zum Film in HD (480p/720p/1080p) und siehe da – wer weiß, wie lange der Trailer online ist, da er eigentlich erst morgen erscheinen sollte -, das sieht gar nicht so übel aus, wie befürchtet.

[Via Cinematical/Filmz.ru]


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