Verlosung: Gewinnt tolle Fanpakete zu 'The Expendables 2'!


Heute finden sie allerorts statt, die Vorpremieren zu The Expendables 2, den ich jedem Actionfan nur ans Herz legen kann. Pünktlich zum deutschen Kinostart verlose ich in Kooperation mit Splendid Film zwei Fanpakete zum Film, die es – wie der Film selbst – ziemlich in sich haben. Die beiden Pakete bestehen nämlich jeweils aus einer The Expendables-DVD, einem Poster, einem T-Shirt und einer UFC Best of 2011-DVD – ein Paket voller Testosteron quasi. Um eines dieser Pakete gewinnen zu können, müsst Ihr nicht etwa Geiseln in Südostasien befreien, sondern lediglich einen Kommentar abgeben, in dem Ihr mir sagt, welcher der 'Entbehrlichen' Euer persönlicher Liebling ist.

Alternativ dazu könnt Ihr auch folgenden Tweet absetzen: Gewinnt Fanpakete zu THE EXPENDABLES 2 bei @EquilibriumBlog http://bit.ly/Ox4FoD #expendables2 Zeit habt Ihr dafür bis Dienstag, 04. September, 23.59 Uhr. Teilnahmeberechtigt sind alle volljährigen Leser mit deutscher Postadresse – da der Film ab 18 Jahren freigegeben ist, müssen die Gewinner eine Kopie ihres Ausweises vorzeigen. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und einen actiongeladenen Kinobesuch!

Update, 05. September Wir haben zwei glückliche Gewinner! Random.org war wieder mal Glücksfee und hat sich für Gnislew und Nils entschieden. Ich wünsche Euch beiden viel Spaß mit Eurem Gewinn und danke allen anderen für ihre Teilnahme! Ein neues Gewinnspiel geht noch heute online …


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Das zweite Mal tat's auch noch weh: 'The Expendables 2'


Mit seinem Klassentreffen The Expendables hat Sylvester Stallone vor zwei Jahren vieles richtig, aber auch einiges falsch gemacht. Vom Multiplex-Mob, der ob der vermeintlichen Actionsause völlig verzückt war, mal ganz abgesehen (viele davon haben wohl keinen einzigen Lundgren- oder Roberts-Film gesehen), war das eine nette Idee, die in der Umsetzung allerdings leichte Schwächen offenbarte. Sicher, man freute sich einerseits wie ein Schnitzel, dass all diese Haudegen zusammengefunden haben, aber mit dem Ergebnis waren nicht wenige unzufrieden. Und in der Tat, auch wenn ich sehr großen Spaß mit den entbehrlichen Jungs hatte, so konnte ich die Kritik vieler Kollegen absolut nachvollziehen. Die Actionszenen waren viel zu schnell und modern geschnitten, der Humor ist nicht trocken und zynisch, sondern forciert, etc. pp. Als Sly schließlich ankündigte, dass es einen zweiten Teil geben würde und bekannt wurde, wer alles neu dazu stößt, war die Aufregung einmal mehr große – ebenso die Erwartungen. Mit Norris, aber noch mehr mit Van Damme hat man die Messlatte noch mal um einiges höher angesiedelt. Und um es gleich vorwegzunehmen: The Expendables 2 hält jedes Versprechen und macht all das richtig, was im Ersten noch nicht ganz rund lief.

Da ist zum Beispiel die zirka 15-minütige Pre-Credits-Sequenz, die es im ersten Teil auch gab, die hier aber mindestens drei Mal so viel Spaß macht – und vor allem rummst! Es wird keinerlei kostbare Zeit verschwendet, sondern wir werden sofort mitten ins Geschehen verfrachtet. In Südostasien scheint einer der Jungs gefangen worden zu sein. Sein Gesicht können wir nicht sehen, aber wir wissen schnell, dass er sich in einer misslichen Lage befindet, aus der er wohl gleich befreit wird. Nur wenige Momente später rollen die Expendables um Barney Ross (Stallone) und Lee Christmas (Statham) an – im wahrsten Sinne des Wortes mit schwerem Gerät. Was folgt ist eine famose Rettungsaktion, die den Testosteronspiegel schon ziemlich weit oben ansetzt. Natürlich ist es auch hier wieder ziemlich kontraproduktiv, wenn man nach physikalischen Gesetzen oder anderen vermeintlich 'unrealistischen' Momenten fragt – The Expendables 2 lebt von diesen Schauwerten, dieser over the topness, und erhebt gar nicht erst den Realitätsanspruch anderer Actioner wie zuletzt Act of Valor. Sowieso ist das ein Film, der sich an all jene (Männer) richtet, die auch mit dem schäbigsten B-Movie etwas anfangen können.

The Expendables 2 eröffnet also bereits mit einem gigantischen Knall – und verschießt dabei buchstäblich schon sein ganzes Pulver. Nein, auf gar keinen Fall, den auch wenn es nach dieser Exposition erst einmal etwas ruhiger zur Sache geht, bleibt Simon Wests Film ein Actioner, wie er im Buche steht. Liam Hemsworth, der neu zur Truppe gestoßen ist, sorgt für den einen oder anderen emotionalen Moment, der aber nie ins Kitschige abdriftet. Vielmehr dient seine Figur dazu, die Männer um Barney etwas tiefer zu analysieren, als dies noch im ersten Teil der Fall war. Nicht, dass sie plötzlich eine eigene Hintergrundgeschichte spendiert bekämen, aber es bleibt zumindest genug Zeit für das male bonding, das hier ohnehin ziemlich groß geschrieben wird. Dieses Mal sitzt man nämlich nicht nur beim Feierabendbier zusammen, sondern manchmal auch in einer ausweglos scheinenden Situation. Norris, Schwarzenegger und Willis spielen dabei eine untergeordnete Rolle, auch wenn besonders Schwarzenegger und Willis deutlich über ihre Cameos im Ersten hinaus kommen. Gerade bei Norris hätte man(n) sich aber etwas mehr Screentime gewünscht – zumal, und das sei verraten, sein Markenzeichen sowieso fehlt, denn es gibt von ihm leider keinen einzigen Roundhouse-Kick.

Und dennoch ist es erstaunlich, welch gute Figur Norris – immerhin der Dienstälteste der Jungs – immer noch macht. Ganz im Gegensatz zu Schwarzenegger, dem man jedes Jahr, das er als politischer Sesselpupser verbrachte, deutlich ansieht. Bei ihm ist die Magie irgendwie verpufft, was aber auch an seinen Onelinern liegt, die dann doch etwas zu viel des Guten und leider auch viel zu self-aware sind. Das Highlight des Filmes ist sowieso nicht Schwarzenegger, Norris oder Stallone, sondern ganz klar Van Damme, der hier einen so dämonisch-fiesen Bösewicht gibt, dass es einem fast schon kalt den Rücken runterläuft – wenn man nicht gerade eine Latte ob seiner Leistung hat. JCVD ist nicht nur unglaublich gut in Form (und das ohne Steroide), sondern hat diesen Blick, der böser ist als alle Expendables zusammen. Hinzu kommt einfach ein unglaublich guter Charakter, den er im Film mimen darf. Bereits bei seinem ersten Auftritt hinterlässt Van Damme nicht nur bei Barneys Team einen bleibenden Eindruck … Das Ganze mündet dann schließlich in einem Endkampf, der leider etwas zu kurz geraten ist, dafür aber die Männlichkeitsskala einfach mal sprengt und an gute alte Commando-Zeiten erinnert. Da wird dann auch einfach mal eine Viertelstunde lang einfach auf die bösen Buben draufgehalten, bis das Magazin streikt.

The Expendables 2 ist seinem Vorgänger in allen Belangen überlegen, weil er aus den Fehlern des Ersten gelernt hat, auch wenn er noch immer nicht alles vollkommen richtig macht. Der Humor könnte nach wie vor trockener und vor allem zynischer sein, das ganze Klassentreffen weniger in your face und noch ein klein wenig auf diese Pseudo-Coolness verzichten. Leider spritz größtenteils auch noch immer CGI-Blut – dafür setzt Stallone in Punkto Gewalt dieses Mal aber sehr stark auf Rambo. Vielleicht ist das aber auch einfach zu viel verlangt und nitpicking, denn meine Fresse, was rockt das Teil! Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass Simon West in der Lage ist, so etwas auf die Beine zu stellen. Das ist nicht etwa Stallones Film, sondern ganz klar Van Dammes. Der und seine rechte Hand Scott Adkins trösten dann auch darüber hinweg, dass dieses Mal Gary Daniels und Stone Cold Steve Austin fehlen. Im Moment weiß ich jedenfalls nicht, wie das alles in einem möglichen dritten Teil noch toppbar wäre. (9.5/10)


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Das finale 'The Expendables 2' Poster sieht bescheiden aus


Das finale Poster zum Actionkracher The Expendables 2 ist da und sieht ziemlich scheiße bescheiden aus – fast schon wie das Poster zum dazugehörigen Asylum-Film … Aber gut, Poster sind ja schon lange nicht mehr so geil wie früher, wobei es auch aktuell sehr schöne Vertreter gibt. Kinostart ist am 30. August.

(Via Twitch)


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Explosiver 60 Sekunden TV Spot zu 'The Expendables 2'

Zum  Glück gibt es diesen Sommer doch noch einen Actionkracher auf den man sich freuen kann, nachdem G.I. Joe: Retaliation auf März 2013 verschoben wurde. Der explosive TV-Spot zu The Expendables 2 zeigt nicht unbedingt mehr als der zweite Trailer, macht in gerade mal einer Minute aber unbedingt Lust auf mehr – auch wenn mich das bisher Gezeigte noch immer nicht wirklich vom Hocker reißt. Das ändert sich bis zum Start am 30. August aber hoffentlich noch.

(Via The Playlist)


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Schwarzenegger im smart: Neuer 'The Expendables 2' Trailer

Gestern gab es eine Preview zum Trailer – wer braucht so was? -, heute ist er schon da. Der neue Trailer zu The Expendables 2 macht mir aber nicht nur Freude, denn er scheint so gut wie alles zu spoilern. Und wie Schwarzenegger die Tür des smart abreißt brachte mich zwar zum lachen, allerdings ist der Gag irgendwie the most obvious one. Egal, der Trailer legt dennoch ordentlich vor, wobei das Rating ja nach wie vor nicht eindeutig geklärt ist – ist er nun PG-13 oder doch R? In den kommenden Wochen dürften wir dann mehr wissen. Start ist nach wie vor am 30. August.

(Via Film Junk)


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'The Expendables 2': Schwarzenegger, Stallone, Willis, Dauerfeuer!


Desde Hollywood hat ein exklusives Foto von Schwarzenegger, Stallone und Willis wie sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachkommen … Ein neuer Trailer wäre mir zwar lieber gewesen, aber das hier ist auch nicht schlecht. Dauert nur leider immer noch bis zum 30. August.


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Stallone bestätigt, dass 'The Expendables 2' PG-13 sein wird


Gestern war es noch ein Gerücht, heute ist es die traurige Wahrheit. Chuck Norris sei Dank, wird Sylvester Stallones The Expendables 2 ein PG-13-Rating erhalten. Norris hat nämlich kein Bock auf böse Wörter, sprich ein R-Rating, und machte nur mit, wenn der Film PG-13 würde. Wer The Expendables gesehen hat, weiß, dass ein PG-13-Rating einen deutlichen  Rückschritt bedeutet, was die Gewalt und Sprache angeht. Dass muss nicht unbedingt heißen, dass der Film nun scheiße wird, aber eine erfreuliche Nachricht für Actionfans dürfte das wahrlich nicht sein. Stallone selbst meinte im Gespräch mit Harry Knowles Folgendes:

"Harry, the film is fantastic with Van Damme turning in an inspired performance … Our final battle is one for the ages. The PG13 rumor is true, but before your readers pass judgement, trust me when I say this film is LARGE in every way and delivers on every level. This movie touches on many emotions which we want to share with the broadest audience possible, BUT, fear not, this Barbeque of Grand scale Ass Bashing will not leave anyone hungry …"

(Via The Playlist)


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Yeah, Baby! 'The Expendables 2' Teaser Trailer


Der erste Teaser Trailer zu The Expendables 2 ist da (480p/720p/1080p) und rockt natürlich, auch wenn es noch nicht allzu viel zu sehen gibt. Nach dem Kick-Ass-Poster war das ja nur eine Frage der Zeit, bis der Teaser endlich erscheint. Deutscher Start ist nach wie vor – pünktlich zu den Sommerblockbustern – der 30. August.


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Kick-Ass Poster zu Stallones 'The Expendables 2'


OK, es ist nicht wirklich Stallones Film, da dieses Mal Simon West Regie führt, aber irgendwie ist es dann ja doch auch wieder Stallones Film, denn ohne ihn wäre dieser gigantische Cast wohl nie zustande gekommen. Neu dabei: JCVD und Chuck Norris (und das mit 71 Jahren!). Äh, ich meinte natürlich Chuck Norris war schon da und alle anderen sind neu mit an Bord, klar! Das neue Poster zu The Expendables 2 sieht jedenfalls geil aus, auch wenn Jet Li durch den äußerst nachteiligen Schatten (?) eher wie Michelle Yeoh aussieht. Deutscher Kinostart ist am 30. August 2012.

(Via meetinx)


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Inferno: 'The Expendables' Blu-ray Review


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann ein, in dem er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück.

Die Blu-ray von Splendid (Amazon-Partnerlink) kann ebenso wie der Film selbst nicht vollständig überzeugen, denn dafür ist vor allem der Ton deutlich zu schwach. Immer, wenn man mit großen Subwoofer-Einlagen rechnet, wird man schnell enttäuscht, denn der Sub bekommt nicht allzu viel zu tun, selbst in den letzten 20 Minuten, die ja quasi nur aus Explosionen bestehen. Das Bild macht in etwa den gleichen Eindruck. Zwar ist der Schwarzwert ziemlich ordentlich, aber dafür fehlt es dem Rest an Schärfe und Kontrast. Selbst die vielen Landschaftsaufnahmen aus dem südamerikanischen Paradies, normalerweise ein Garant für knackig-scharfes HD, können nicht vollständig überzeugen. Anders sieht es dafür bei den Extras aus, die keinen Wunsch offen lassen und zumeist ebenfalls in HD überzeugen. Allen voran die 90-minütige Doku Inferno: The Making of 'The Expendables', die als Making-Of sehr gut funktioniert und nahezu jedes Detail des Filmes beleuchtet. Das einzige Problem dabei ist nur, dass Stallone zu viel zu Wort kommt und das Ganze somit nicht selten zu einer One-Man-Show verkommt, die Stallone als Regisseur, Autor und Darsteller dann doch zu sehr abfeiert.

Verletzt er sich in der einen Szene noch am Fuß, steht er in der nächsten schon wieder auf den Beinen, ganz unabhängig davon, was ihm sein Arzt geraten hat. Dass Stallone allerdings eine harte Sau ist, die für den Film alles tut – koste es was es wolle -, dürfte dabei eigentlich jedem längst bekannt sein. Und dass es kein Leichtes ist als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller zu agieren, liegt in der Natur der Sache. Etwas weniger Selbstdarstellung wäre hier also wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz ist die Doku auch wegen ihrer Länge eine interessante und erleuchtende Ergänzung zum Film, die einmal mehr zeigt, welche Arbeit Filmemachen eigentlich ist – und wie viel Zeit man für 100 Minuten Film investieren muss. Unterm Strich keine perfekte, aber eine gelungene Veröffentlichung.


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