Was Du bisher nicht über unsere besten Superheldenfilme wusstest


Hierbei handelt es sich um ein außerredaktionellen Post

Viele neue Superheldenfilme in diesem Jahr machten 2016 zu einem sehr aufgregenden Jahr für dieses stark wachsende Genre. Von Deadpool und X-Men: Apocalypse über Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad zu Captain America: Civil War und dem bevorstehenden Doctor Strange: Superhelden dominieren das Kino so stark wie bisher kaum zuvor.

Die derzeitige Konzentration der Filmindustrie auf Superhelden ist ein guter Zeitpunkt, um sich die besten Superheldenfilme der vergangenen Jahre anzuschauen und einige überraschende Details kennenzulernen, die du vielleicht noch nicht kanntest. Als 'beste' Filme wurden an dieser Stelle die Filme mit dem besten Review-Ranking betrachtet.

Iron Man (2008)

Iron Man wird als der Film betrachtet, der Marvels Cinematic Universe gestartet hat und uns alles lieferte, was wir von einem modernen Superheldenfilm erwarteten: tolle Action, guten Humor, einen unwiderstehlichen Hauptdarsteller und eine kohärente Handlung. Er machte großen Spaß und legte die Grundlage für alles, was wir seitdem von Marvel zu sehen bekommen haben. Insbesondere die sehr charismatische Performance von Robert Downey Jr. als Tony Stark macht einen großen Teil des Charmes dieses Films aus. Dabei war zunächst nicht einmal klar, dass er diese Rolle bekommt. Laut einer Diskussion über den Film waren sowohl Tom Cruise als auch Nicolas Cage für die Rolle im Gespräch. Inzwischen kann man sich Iron Man nach all diesen Jahren mit einem dieser beiden Schauspieler überhaupt nicht vorstellen!

The Dark Knight (2008)

Während Iron man unser bester traditioneller Superheldenfilm ist, zeigt Christopher Nolans The Dark Knight am besten das Potential des Genres, düsteres und ernstes Drama darzustellen. Der nahezu perfekte Film hat den wohl beliebtesten Superhelden bei Millionen von Fans noch beliebter gemacht. Was du vielleicht nicht weißt: The Dark Knight hat nicht nur die Arkham-Videospielreihe, zumindest teilweise, inspiriert, sondern auch viele direkte Spieladaptionen. Neben einem Konsolenspiel, das von den Pandemic Studios entwickelt wurde, finden Sie auf der Liste von Spielen, die in Casinos und Spielhallen angeboten werden, ein Spiel, das in Verbindung zum Film steht. In diesem Spiel stellt ein digitaler Slot Reel die Atmosphäre des Films dar und verwandelt die Charaktere, Fahrzeuge und weitere Symbole aus dem Film in Symbole auf der Haspel und Requisiten im Hintergrund. Viele Leute kennen nur die erfolgreiche Arkham-Reihe und wissen gar nicht, dass dieser tolle Film auch Gaming-Spaß produziert hat.

Marvel's The Avengers (2012)

Über The Avengers muss man nicht viel sagen. Dieser Film brachte die Marvel-Helden zusammen und legte die Grundlage für unzählige weitere Ensemble-Filme. Ein Detail, das du in diesem actiongeladenen Superheldenfilm bisher vielleicht noch nicht entdeckt hast, ist ein dezentes Foto von Captain America, der Hitler schlägt! Wenn man sich Captain Americas Hintergrund zum 2. Weltkrieg genauer anschaut, entdeckt man eine Comic-Ausgabe, deren Cover das gleiche Foto zeigte. Im Film wurde dieses Cover in Form einer der Sammelkarten geehrt, die Nick Fury nach dem Tod von Agent Coulson zeigt.

Guardians Of The Galaxy (2014)

Guardians Of The Galaxy ist wahrscheinlich der liebenswerteste Film von Marvel. Mit diesem Projekt zeigte das Studio viel Humor über sich selbst und beeindruckte das Publikum. Für viele Fans war der Überraschungserfolg in diesem Film Groot, der animierte und von Vin Diesel gesprochene Baum. Fun Fact dazu: Es gibt Baby-Groot-Spielzeug, das man kaufen kann!

X-Men: Days Of Future Past (2014)

Der von den Kritikern als der beste vieler X-Men-Filme bezeichnete Days of Future Past hat ein sehr komplexes Konzept in einen intelligenten und unterhaltsamen Film verwandelt. Ein Highlight für viele Fans war der Auftritt von Quicksilver (gespielt von Evan Peters). Was du möglicherweise nicht weißt: Das ist eigentlich der gleiche Quicksilver, der in Avengers: Age of Ultron auftritt, obwohl er dort von Aaron Taylor-Johnson gespielt wurde. 20th Century Fox und Marvel haben für diesen Charakter eine Vereinbarung ausgearbeitet, sodass Quicksilver von beiden konkurrierenden Studios gezeigt werden durfte, ohne dass ein Studio die Umstände oder den Plot des anderen Studios akzeptieren musste. Dies ist, gelinde gesagt, eine sehr merkwürdige Situation.

Diese Filme bestechen durch ihren unglaublichen Reichtum an Details – man findet immer wieder neue, die man bisher noch nicht kannte. Du kennst diese bestimmten hochgelobten Superheldenprojekte jetzt hoffentlich ein wenig besser als zuvor.


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Understatement steht Nolan nicht: 'The Dark Knight Rises'


Leichte Spoilergefahr!

Christopher Nolans The Dark Knight Rises hat mich sehr enttäuscht, das schicke ich gleich voraus, denn eigentlich konnte Nolans letzter Batman-Film den Erwartungen auch gar nicht gerecht werden, die er sich da teilweise auch selbst auferlegt hat. Wenn ich an den Trailer zurückdenke, jener, der einen kleinen Jungen ’The Star-Spangled Banner’ singen lies und Bilder darüber legte, die die Erwartungen ins Unermessliche stiegen ließen: das einstürzende Footballfeld, die gesprengte Brücke, die Gefängnisinsassen, die sich plötzlich in Freiheit währen – Bilder, die sich einbrennen und noch lange nachhallen. Nicht so im tatsächlichen Film, denn der ist nicht nur unglaublich geschwätzig – schließlich müssen ja noch einige Fäden zusammengeführt werden und Bruce Wayne muss sich auch erst einmal aufraffen, Gotham erneut vor dem Untergang zu bewahren –, sondern lässt den Zuschauer einfach nur unfassbar underwhelmed zurück. Die großen action set pieces kannte man ja schon aus dem Trailer, viel Neues oder gar Atemberaubendes gesellt sich nicht mehr dazu, im Gegenteil.

Ich will Nolan keinesfalls bashen (warum führt Kollege Ben schön aus), dass er durchaus etwas kann, hat er oft genug gezeigt, auch wenn er natürlich – und das bringt der Erfolg mit sich – vielerorts gehyped wird. The Dark Knight war ein bombastischer Film, der zudem perfekt mit den Post-9/11-Ängsten der Amerikaner spielte. Man sieht auch Nolans neuem Film all das an: den Versuch einer politischen Allegorie (die dank stereotyper und doofer Wall-Street-Banker nicht wirklich funktioniert), den Bombast, den er leider nie wirklich lange aufrechterhalten kann (die Hymne sorgt für absolute Gänsehaut, aber das Footballfeld-Gimmick kann bekanntermaßen ja nicht mehr seine volle Wirkung entfalten) oder der Soundtrack von Zimmer, den ich hier zum ersten Mal als nur wenig prägnant wahrnahm – und wenn er mal donnert, dann sind es die Motive, die man schon aus den beiden Vorgängern kennt. Nein, Nolan hat sich vor allem mit dem Trailer absolut keinen Gefallen getan.

Doch Trailer hin oder her, fast nichts in The Dark Knight Rises kann den Zuschauer wirklich umhauen. Und das ist doch das, was einen Blockbuster ausmacht, oder? Gigantische Schauwerte, die einem die Kinnlade runterklappen lassen. Ich habe erst vor einigen Tagen wieder Camerons Aliens gesehen, der wohl auch heute noch die Blaupause für einen Blockbuster markiert. Da stimmt einfach alles, allen voran die gigantischen set pieces, die dem Ganzen sukzessive eines drauflegen. Das ist in Nolans Film ganz anders. Wenn ich allein daran denke wie man Banes Tod gestaltet hat – das ist eine Frechheit, die ihresgleichen sucht, denn da baut man die Figur, die in der deutschen Synchro leider zur Semi-Witzfigur gerät, so toll auf (die Flugzeug-Szene), nur um sie dann so unspektakulär wie plötzlich aus dem Film scheiden zu lassen. Und das für einen Twist, der mich, je länger ich darüber nachdenke, an die Decke gehen lässt. Spätestens hier fragte ich mich, ob das wirklich Nolans ernst sein kann. Da hat er dieses Franchise so gekonnt rebootet, nur um es dann so zu Ende gehen zu lassen?

Das gilt leider für so vieles im Film, allen voran das Ende, über das ich beim besten Willen keine guten Worte finden kann – entweder hat sich Nolan hier gigantisch vom Studio auf die Finger schauen lassen oder er hat den Widerstand gleich ganz aufgegeben, denn ohne groß spoilern zu wollen: Es wäre nicht Hollywood, wenn man nicht alles tun würde, um sich jedes Hintertürchen für etwaige Sequels, Spin-Offs, etc. offen zu lassen … Ja, das geht sogar so weit, dass man ganze Figuren nur deshalb einführt, um sie für dieses Hintertürchen zu haben (so erweckt es zumindest den Eindruck). Andere, die es verdient hätten, dass man näher auf sie eingeht und sie quasi zu einem Abschluss führt – Alfred zum Beispiel –, werden gar nicht weiter beachtet. Doch es gibt auch Positives zu vermelden, denn Anne Hathaway, von der ich für gewöhnlich kein allzu großer Fan bin, schlägt sich erstaunlich gut als charmante Catwoman, weil sie weniger Bitch als vielmehr weibliches Pendant von Gentleman Bruce Wayne ist.

Nun ist The Dark Knight Rises natürlich kein wirklich schlechter Film. Gemessen an dem, was er sich selbst allerdings auferlegt hat, enttäuscht er auf so vielen Ebenen, sogar auf so einfachen wie der Plotebene. Nolan hat von Beginn an nur wenig wirklich gute Ideen, und spätestens ab der Hälfte des Filmes gehen ihm diese ohnehin aus und sein Film gerät in Bahnen, die man einem Nolan normalerweise nicht zuschreiben würde. Das letzte Drittel ist dann so generisch und spannungsreich, dass man auch einen Rob Cohen auf den Regiestuhl hätte setzen können. Ich weiß nicht, woran es letztlich gelegen hat, dass Nolans Film zumindest meinen Erwartungen nur sehr bedingt gerecht werden konnte. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass eine Zweitsichtung nur Schlimmeres und nicht Besseres zu Tage fördern würde. Ich finde es aber auch nicht so schlimm, dass The Dark Knight Rises jetzt nicht der ganz große Wurf ist. Oder es ist mir egal. Jedenfalls schwirrt seit der Pressevorführung nur ein Wort in meinem Kopf herum. Ein englisches, da ich nochmal wiederholen möchte, das es meinen Gesamteindruck einfach so schön und präzise zum Ausdruck bringt: Ich bin gigantisch underwhelmed von diesem Abschluss. (6.5/10)


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'The Dark Knight Rises' Soundtrack von Zimmer kostenlos hören


Es sind nur nnoch zwei Wochen bis zum Start von Christopher Nolans Abschluss der Batman-Trilogie The Dark Knight Rises, da kommt Empire mit einem ganz besonderen Schmankerl um die Ecke: Das Magazin hat den kompletten Soundtrack von Hans Zimmer online gestellt. Alle 15 Tracks können online angehört werden – und das schon zehn Tage vor dem offiziellen Release des Albums. Bis zum 26. Juli können sich die Fans mit dem Score also schon mal in Stimmung für das Finale bringen.


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Finaler 'The Dark Knight Rises' Trailer mit vielen neuen Szenen

Ein neuer und wohl auch finaler Trailer zu Christopher Nolans epischer Comicverfilmung The Dark Knight Rises ist da und gibt einen tiefen Einblick in viele neue Szenen. Und auch der Humor kommt im neuen Trailer nicht zu kurz. Noch fünf Wochen, dann startet der wohl größte Sommerblockbuster des Jahres in den deutschen Kinos.

(Via /Film)


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Neuer Trailer zu Christopher Nolans 'The Dark Knight Rises'

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, dass der offizielle Trailer zu Christopher Nolans The Dark Knight Rises erschienen ist. Umso mehr freut man sich also über den neuen Trailer, der mit gewaltigem Zimmer-Score im Hintergrund mindestens so atmosphärisch daherkommt wie der erste. Für den einen oder anderen mag er vielleicht zu spoilery sein, für alle anderen, die den 26. Juli aber nicht erwarten können, dürfte er ein erneutes Fest sein!

(Via Film Junk)


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Offizieller 'The Dark Knight Rises' Trailer in HD


Und da ist er dann auch schon – zwar nicht der sechsminütige Prolog, dafür aber der erste brauchbare Trailer zu Christopher Nolans The Dark Knight Rises in HD (480p/720p/1080p). Und ich konnte die vielen enhusiastischen Stimmen bisher nicht ganz nachvollziehen, aber das hier sieht wirklich großartig aus: diese Bilder unterlegt mit dem Star-Spangled Banner – Gänsehaut! Deutscher Start ist noch etwas hin, nämlich am 26. Juli 2012.


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'The Dark Knight Rises': Sechs Minuten IMAX Prolog

In den Staaten wurde vor Mission: Impossible – Ghost Protocol in IMAX der sechsminütige Prolog zu The Dark Knight Rises gezeigt – und wie immer, war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser seinen Weg auf YouTube finden sollte. Ich habe ihn mir noch nicht angesehen, da ich auf die HD-/offizielle Version warten möchte, weshalb ich zum Inhalt noch nichts sagen kann. Die, die ihn gesehen haben, scheinen aus dem Schwärmen jedoch nicht mehr heraus zu kommen.

(Via Fünf Filmfreunde)


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81. Academy Awards: Die Nominierungen sind da


In genau einem Monat findet sie wieder statt, die Oscarverleihung. Und just in diesem Moment wurden die Nominierten für den (zumindest für Hollywood) wichtigsten Filmpreis der Welt bekannt gegeben. Viele Überraschungen gibt es nicht, im Gegenteil – business as usual. Heath Ledger bekommt seine Nominierung für The Dark Knight, Mickey Rourke eine Nominierung für die beste männliche Hauptrolle – alles andere wäre auch ein Unding gewesen – und Der Baader Meinhof Komplex leider eine für den besten fremdsprachigen Film. Der Rest der Liste, die bisher noch nicht ganz vollständig ist, schaut ebenfalls nicht besonders aus.

Gut, die Nominierung für In Bruges für das beste Originaldrehbuch freut mich sehr, aber den Rest teilen sich die großen fünf: Slumdog Millionaire, Milk, Frost/Nixon, The Curious Case of Benjamin Button mit 13 (!) Nominierungen und The Reader. Letztere beiden zumindest meiner Einschätzung nach zu Unrecht. Zugegeben, Finchers Film wurde ja auf diese Nominierungen hin konzipiert, ebenso Daldrys unsägliche Romanverfilmung. So richtig gönnen würde ich es ja sowieso keinem der Filme (wobei ich Frost/Nixon noch nicht gesehen habe), denn verdient hat es keiner, zu deutlich steht ihnen das Buhlen um ebenjene Trophähe ins Gesicht geschrieben. Interessanter wird es da schon in der Dokumentationskategorie, wo ich Werner Herzog den Preis wirklich gönnen würde, auch wenn er gegen Man on Wire leider den Kürzeren ziehen dürfte.

In Sachen Filmmusik fällt es mir eher schwer, einen Favoriten zu finden. Sowohl Defiance als auch Slumdog Millionaire hatten einen sehr guten Score (Letzterer dürfte sowieso beim Originalsong abräumen), wobei man beide natürlich überhaupt nicht miteinander vergleichen kann – nun ja, hauptsache nicht das Dahingeplätschere von Desplat (sowieso fehlt da ganz eindeutig Zimmer mit The Dark Knight, auch wenn mir einige massiv widersprechen würden).  Und wenn ich mich schon ärgere: Wanted hat gleich zwei Nominierungen bekommen, zwar unbedeutende, aber schon das ist schlimm genug.

Ich bin ja wirklich gespannt, was für eine Show da in vier Wochen auf uns zukommt …


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Das 9/11 Gotham Citys & des Sommerblockbusters

The Dark Knight
(Christopher Nolan, USA 2008)
Kino

Im wohl größten und erfolgreichsten Blockbuster der letzten Jahre gibt es eine Szene, in der Feuerwehrmänner alles versuchen, ein brennendes Gebäude und seine Flammen in den Griff zu bekommen. Das Gebäude ist völlig zerstört, lediglich Überbleibsel seines Metallskeletts sind noch zu erkennen. Die Szenerie ist voller Rauch und den Feuerwehrmännern scheint nicht nur deshalb der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Diese Szene, die bereits einen großen, weil atemberaubenden Höhepunkt des Films markiert, erinnert nicht von ungefähr an die Ereignisse des 11. Septembers 2001. Dieses Datum, das nie ein Mensch vergessen wird, der an diesem Tag auch nur irgendeinem Medium folgte, war nicht nur eine Tat unproportionellen Ausmaßes, sondern markierte auch die Geburtsstunde des internationalen Terrorismus, der uns seit dem jeden Tag heimsucht. Nach dieser Einstellung Schnitt, dann steht plötzlich Batman (Christian Bale) vor diesem Trümmerhaufen, sein Cape weht im Wind, ähnlich dem Sternenbanner. Keine Frage, es ist Ground Zero und zugleich die Geburtsstunde des irrationalen Terrors, der Gotham City mit seinen 30 Millionen Einwohnern heimsucht.

Nicht, dass Gotham nie Ziel von terroristischen Attacken gewesen ist. Nur waren sie nie so unglaublich motiviert und signifikant wie in diesen Tagen. Warum das alles? Warum müssen unzählige unschuldige Menschen sterben, die zudem noch ihrer Stadt und ihrem Land dienen? Auch wenn The Dark Knight sich nicht explizit dem Glaubenskrieg verschreibt, was der Krieg gegen den Terror ja ist, so zeichnet er dennoch ein sehr düsteres, weil genaues Bild des Terrors, der die USA seit Beginn nicht nur auf den Kopf stellte, sondern ihr auch bis Heute Entscheidungen abringt, die bisweilen ihre eigenen Werte verrät. Nolans zweiter Beitrag zum Franchise ist also nicht nur der politischste Blockbuster der es überhaupt jemals auf die Leinwand schaffte, sondern auch die wohl intelligenteste Comicverfilmung seit Anbeginn der großen Welle von Comicverfilmungen. Der Joker – in der Tat eine großartige Leistung von Heath Ledger, auch wenn er in Brokeback Mountain seinen Höhepunkt hatte und der Oscar ihm wohl vergönnt bleiben dürfte – ist dabei buchstäblich das Gesicht des Terrors. Im Gegensatz zu vielen anderen Gegenspielern benötigt er keine Maske, die Fronten sind klar verteilt, der Terrorfürst ist sowieso nicht zu fassen.

Seine Wahl der Waffen, ein unglaubliches Repertoire an Messern, scheint primitiv, jenen des Staates deutlich unterlegen. Jedoch weiß er damit umzugehen, sie richtig einzusetzen und viel Schaden anzurichten. Doch der Joker verkörpert weniger einen Terrorchef als vielmehr das westliche Demokratieverständnis respektive das der Vereinigten Staaten. Fast alles, was da aus dem Mund dieses vermeintlichen Psychopathen kommt, scheint die Wahrheit zu sein, denn es bestätigt sich immer und immer wieder. "You either die a hero or you live long enough to see yourself become the villain", verkündet Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) auf einer Pressekonferenz kurz nach den ersten Terroranschlägen und bringt damit pointiert eine ganze politische Richtung auf den Punkt, die ambivalenter kaum sein könnte. Was bringt man dem Terror, dem puren Hass entgegen? Welche demokratischen Mittel stehen dem Staat zur Verfügung – und wie weit darf Demokratie gehen. Egal ob Massen fliehender Menschen oder Batman, der illegal alle Mobiltelefone abhört, um die Quelle des Terrors ausfindig zu machen und das Nest auszurotten, auch in Gotham heiligt der Zeck zu Teilen die (undemokratisch beziehungsweise weit gedehnten demokratischen) Mittel.

Im Film stellt sich die Frage nach dem richtigen Mittel, undemokratisches Verhalten auf nicht-staatlicher Seite zu bekämpfen, erst gar nicht, dafür sorgt allein schon der Einsatz von nicht gerade kleinem Pathos und dem dazugehörigen, für Gänsehaut sorgenden Zimmer/Newton Howard-Bombast-Score. Egal ob Batman selbst oder DA Harvey Dent, große Reden, die Menschen überzeugen und damit gleichzeitig auch für sich und ihre Politik gewinnen, können sie alle halten. Wer aber nie selbst (unfreiwillig) Teil des Terrors war und das Ganze lediglich in den Nachrichten aufschnappt, der ist politisch natürlich vollkommen integer – denkt er zumindest. Harvey Dent, das ist kein Spoiler, dies zu sagen, zeigt, dass dies eben nicht der Fall ist. Jeder glaubt an Werte und Normen, diese zu brechen fällt schwer, doch es hängt auch von den Umständen ab, und so verändern sich Menschen bisweilen urplötzlich – auch wenn seine Figur und ihre Wandlung etwas zu unausgegoren ist. Gotham befindet sich im Ausnahmezustand, so viel ist sicher. Doch warum all der Schrecken, warum all dieses Leid? "Some men just want to watch the world burn", manchmal gibt es eben keine Rationalität hinter solchen Taten – oder sie will sich uns zumindest nicht so richtig erschließen. Clash of Civilizations nannte es Huntington.

Was in den meisten Fällen eine Fantasiewelt ist, die mit der unseren nur wenig gemein hat, ist bei The Dark Knight vollkommen anders, ja geradezu auf den Kopf gestellt. Im Prinzip ist der Film ein hochspannender, hochpolitischer und clever konstruierter Thriller, der mit einem Comic nur seine Gadgets und seinen maskierten Flattermann teilt. Der Rest ist so natürlich auch schon da gewesen, aber sicher nicht in solch einem großartigen Blockbustergewand, dem man jeden einzelnen Cent seines Millionenbudgets ansieht. Weniger überzeugend sieht hingegen der Schnitt aus, der teilweise nicht nur dilettantisch, sondern auch zu stark nach PG-13 riecht. Das fällt aber nicht weiter ins Gewicht, denn neben all den anderen Adjektiven, mit denen sich The Dark Knight in der Tat schmücken darf, ist er vor allem, und das in sehr hohem Maße, dunkel in Ton und Inszenierung. Was bei einem Sin City noch viel zu aufgesetzt und forciert wirkte, ist hier nahe der Perfektion, denn auch wenn es zahlreiche Aufkommen von comic relief gibt, so bleibt der Film dennoch überraschend zynisch und ehrlich, was primär natürlich auch seiner Politik zuzuschreiben ist.

The Dark Knight, das ist Hype, der seinem Namen gerecht wird und Blockbusterkino in seiner schönsten Form. Auch wenn die großen Vorzüge des Filmes den meisten durch die vielen anderen Schauwerte vorenthalten bleiben werden – zugegeben, audiovisuell ist der Film, bis auf den Schnitt, auch der Inbegriff und Archetyp eines Comicfilmes -, so darf er dennoch als Meisterwerk des Genres feiern lassen, denn nichts weniger ist The Dark Knight. (9/10)


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Equilibrium verlost 'Batman Begins' auf HD DVD!

Und gewonnen hat: Andreas Da er kein Abspielgerät besitzt, geht die HD DVD an AgentSmith8. Herzlichen Glückwunsch und Dank an alle, die Teilgenommen haben! Bis zur nächsten Verlosung!

Da der Kinostart von The Dark Knight immer näher rückt – viele haben ihn ja schon in Sneaks oder sonstigen Veranstaltungen gesehen -, verlost Equilibrium das Prequel Batman Begins auf HD DVD. Es handelt sich um die amerikanische HD DVD, was angesichts des nicht vorhandenen Ländercodes bei HD DVD jedoch keine Rolle spielt, denn sie ist auch auf jedem deutschen Player abspielbar. Lediglich der deutsche Ton fehlt dieser HD DVD (aber wer braucht den schon?). Um die Scheibe zu gewinnen und Euch perfekt auf den neuen Batman vorzubereiten, hinterlasst bis zum 08.08. einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag. Der Gewinner wird dann aus den Kommentaren 'gezogen' und spätestens am 09.08. bekannt gegeben.

Viel Erfolg allen Teilnehmern! Und falls es nichts mit dem Gewinn werden sollte: "Why so serious?"


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