Der Gewinner der 'The Expendables' DVD!


Und wieder geht ein Gewinnspiel zu Ende. Ich danke allen Teilnehmern für die vielen Kommentare und Likes auf Facebook. Über die Special-Edition-DVD zu The Expendables darf sich dieses mal Frankie freuen, den die Glücksfee Random.org ausgewählt hat. Alle anderen, die jetzt nicht gewonnen haben, möchte ich auf das nächste Mal vertrösten, das ganz bestimmt kommen wird.


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Inferno: 'The Expendables' Blu-ray Review


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann ein, in dem er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück.

Die Blu-ray von Splendid (Amazon-Partnerlink) kann ebenso wie der Film selbst nicht vollständig überzeugen, denn dafür ist vor allem der Ton deutlich zu schwach. Immer, wenn man mit großen Subwoofer-Einlagen rechnet, wird man schnell enttäuscht, denn der Sub bekommt nicht allzu viel zu tun, selbst in den letzten 20 Minuten, die ja quasi nur aus Explosionen bestehen. Das Bild macht in etwa den gleichen Eindruck. Zwar ist der Schwarzwert ziemlich ordentlich, aber dafür fehlt es dem Rest an Schärfe und Kontrast. Selbst die vielen Landschaftsaufnahmen aus dem südamerikanischen Paradies, normalerweise ein Garant für knackig-scharfes HD, können nicht vollständig überzeugen. Anders sieht es dafür bei den Extras aus, die keinen Wunsch offen lassen und zumeist ebenfalls in HD überzeugen. Allen voran die 90-minütige Doku Inferno: The Making of 'The Expendables', die als Making-Of sehr gut funktioniert und nahezu jedes Detail des Filmes beleuchtet. Das einzige Problem dabei ist nur, dass Stallone zu viel zu Wort kommt und das Ganze somit nicht selten zu einer One-Man-Show verkommt, die Stallone als Regisseur, Autor und Darsteller dann doch zu sehr abfeiert.

Verletzt er sich in der einen Szene noch am Fuß, steht er in der nächsten schon wieder auf den Beinen, ganz unabhängig davon, was ihm sein Arzt geraten hat. Dass Stallone allerdings eine harte Sau ist, die für den Film alles tut – koste es was es wolle -, dürfte dabei eigentlich jedem längst bekannt sein. Und dass es kein Leichtes ist als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller zu agieren, liegt in der Natur der Sache. Etwas weniger Selbstdarstellung wäre hier also wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz ist die Doku auch wegen ihrer Länge eine interessante und erleuchtende Ergänzung zum Film, die einmal mehr zeigt, welche Arbeit Filmemachen eigentlich ist – und wie viel Zeit man für 100 Minuten Film investieren muss. Unterm Strich keine perfekte, aber eine gelungene Veröffentlichung.


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Gewinnt 'The Expendables' auf Special Edition DVD!


Dieser Post wird bis zum 30.01. ganz oben auf der Startseite gehalten, alle anderen neuen Posts befinden sich darunter.

Es wird mal wieder höchste Zeit, dass es hier was zu gewinnen gibt! Zum DVD- und Blu-ray-Start zu Sylvester Stallones The Expendables liegt es natürlich nahe, dass die Actionfans dieses Mal zum Zuge kommen. Ich verlose nämlich die 2-Disc Special Edition von The Expendables auf DVD. Alles, was Ihr dafür tun müsst, ist a) einen Kommentar unter diesem Post zu hinterlassen oder b) diesen Post auf  Equilibrium bei Facebook mit 'Gefällt mir' markieren und kommentieren (und Fan werden, falls Ihr das nicht schon seid). Mitmachen kann jeder, der über eine deutsche Postadresse verfügt und mindestens 18 Jahre alt ist. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Zeit habt Ihr dafür bist Sonntag, 30. Januar, 23.59 Uhr. Viel Glück Euch allen!


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Die Tops & Flops des Kinojahres 2010


Und schon wieder ist das Jahr zu Ende. Ein eher durchwachsenens für den Film, möchte ich mal meinen. Wie auch bereits im vergangenen Jahr konnten Dokus viel Raum einnehmen und machen fast die Hälfte meiner Top 10 Liste dieses Jahres aus. Vielleicht ist es in Zeiten von Comicverfilmungen und Remakes ja genau diese Suche nach Authentizität, auf die man sich nur allzu gern begibt. Wie auch im letzten Jahr habe ich leider viel zu viel verpasst, weil es entweder keine Pressevorführungen gab oder ich schlichtweg keine Zeit (und Muse) fand regulär ins Kino zu gehen. Allen voran wäre hier Jackass 3D zu nennen, der wohl sicher auf der Liste gelandet wäre … ja hätte ich ihn denn gesehen. Andererseits bin ich mit meiner Liste aber auch sehr zufrieden – die Nummer 1 stand nach der ersten Sichtung bereits fest, die zweite war dann nur noch affirmativ (zumal es sich um eine digitale Projektion handelte). Ich will nicht lange um den heißen Brei reden, hier meine Top 10 des Jahres 2010 – dieses Mal ganz ohne Kommentar, eine reine Auflistung, denn die Kritiken (oder Kurzkommentare) dazu finden sich ja recht schnell:

10. Not Quite Hollywood: The Wild, Untold Story of Ozploitation!

09. The Young Victoria

08. Harry Brown

07. The Expendables

06. An Education

05. Anvil! The Story of Anvil

04. Restrepo

03. Brothers at War

02. Monsters

01. The Social Network

Runners Up: The Messenger, Crazy Heart, Enter the Void, The American, The Blind Side, The Last Exorcism, The Bad Lieutenant: Port of Call – New Orleans

***

Eine generelle Entdeckung des Jahres waren vor allem die Mad Men, deren dritter Season ich nun entgegen fiebere und die in Zeiten von 3D und sonstigem Technikwahn so herrlich old fashioned daherkommt, dass ich sie 2010 so genießen konnte, wie es 2007 wohl nicht möglich gewesen wäre. Ebenfalls zu erwähnen ist die kleine Retrospektive zu Errol Morris' drei ersten Dokumentationen, von denen The Thin Blue Line gleichzeitig auch den besten Film markiert, den ich in diesem Jahr gesehen habe. Ebenfalls ein Film, der in diesem Jahr erst entdeckt wurde und wohl noch lange nachwirken wird, ist die australische Perle Long Weekend, die mich ziemlich beeindruckt hat (Not Quite Hollywood sei Dank). Auch Dominik Grafs Im Angesicht des Verbrechens muss an dieser Stelle natürlich genannt werden – selten hat mich etwas im TV so gefesselt wie diese deutsche Ausnahmeproduktion.

Es gab allerdings nicht nur viel zu sehen in diesem Jahr, sondern auch zu hören. Ilan Eshkeris wundervoll-melancholischer Score zu The Young Victoria beispielsweise, der zusammen mit Hans Zimmers Score zu The Pacific den diesjährigen Höhepunkt in Sachen Ohrenschmaus markiert. In Sachen Magic Moments sind dieses Jahr primär zwei Momente zu nennen: zum einen die Clubszene aus The Social Network, die nicht nur unglaublich authentisch daherkommt, sondern einen selbst so dermaßen in Partystimmung bringt, dass man am liebsten gleich aus dem Saal raus und in den Club reinrennen würde. Auch der andere Moment 2010 hat mit Musik zu tun – nämlich jene Szene aus Restrepo, in der die Soldaten für einen kurzen Moment alles um sich herum vergessen und zu Eurodance-Mucke ihre Kameraden antanzen.

***

Kommen wir also zu den etwas schlechteren Filmen dieses Jahres – wobei das noch recht mild ausgedrückt ist, denn einige von ihnen waren wirklich zum Foltern geeignet, so weh taten sie. Bei der Nummer 1 musste ich auch hier nicht lange grübeln und man fragt sich einmal mehr, was bei den Japanern eigentlich anders läuft, dass sie solche Stinker wie Shock Labyrinth 3D raushauen, der zu allem Übel auch noch auf einem Themenpark basiert (wait, what …?). Hier also die Flop 10 des Jahres – inklusive Blockbusterrepräsentanten:

10. Jud Süß – Film ohne Gewissen

09. Exit Through the Gift Shop

08. Inception

07. Predators

06. Kick-Ass

05. Survival of the Dead

04. Machete

03. Legion

02. Amer

01. Shock Labyrinth 3D (Senritsu meikyû 3D)

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Auf ein gutes Filmjahr 2011! Und erneut ein herzliches Dankeschön an Tilo Hensel, der auch in diesem Jahr wieder für die tolle Collage verantwortlich zeichnet. Viele der genannten Filme sind übrigens auch via Videoload online verfügbar.


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The Boys Are Back in Town: 'The Expendables'


Dass Sylvester Stallone es vor allem in den letzten Jahren verstanden hat, erfolgreiche Fortsetzungen zu inszenieren, das zeigten allein Rocky Balboa und zuletzt Rambo, die im zwei-Jahres-Abstand in die Kinos kamen und auf die nun The Expendables folgt – in gewisser Hinsicht ebenfalls eine Fortsetzung. Stallones jüngstes Werk, das war schnell klar, sollte an die Tradition des alten Actionkinos, das völlig ohne technische Spielereien auskam und seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte, anknüpfen und dieses quasi mit einem Best-Of fortführen. Bereits die Besetzung des Filmes liest sich dabei mehr als Intertextualität denn als eine bloße Zusammenkunft von Genregrößen. Dabei setzt Stallone aber nicht nur auf filmische, sondern auch auf popkulturelle Größen vergangener Tage. So finden sich dann beispielsweise auch Wrestler 'Stone Cold' Steve Austin, UFC-Fighter Randy Couture oder NFL-Profi Terry Crews im Film, die filmisch zwar eher Amateure sind, aber das Bild vom sportlichen, muskelbepackten, gestählten Mann perfekt in den restlichen Cast transponieren – man achte auch besonders auf die Namen ihrer Figuren.

Stallone will so viel Testosteron im Film haben wie nur irgendwie möglich. Die wenigen Frauen, die im Film überhaupt vorkommen (es sind gerade mal drei an der Zahl), sind dabei nichts weiter als attraktiver Schmuck, der zum harten Mann eben irgendwie dazu gehört, aber nicht den Mittelpunkt seines Lebens darstellt. Dieser besteht nämlich aus dem Kampf, dem Kampf um die eigene Freiheit, die Freiheit der Kameraden und im Zweifelsfall auch dem Kampf um die Frau. Lee Christmas' (Jason Statham) Verlobte in spe betrügt Lee eines Abends, auch, weil er so selten da ist, führt er doch das Leben eines Soldaten/Söldners. Lee ist deprimiert, versucht es aber wenig später auf Rat seines Freundes Barney (Sylvester Stallone) doch noch einmal. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Mann an der Seite seines Mädchens sie schlägt. Scheint der Film hier noch für einen kurzen Moment emotionalere Töne anzuschlagen, stellt sich wenig später jedoch heraus, dass auch diese Szene im Drehbuch nur eine Funktion hat: zu zeigen, dass Lee es auch gleich mit fünf Kerlen gleichzeitig aufnehmen kann und dabei nicht der übelste Kerl auf der Welt ist – denn Töten im Dienste für einen Auftraggeber scheint dann doch ehrenwerter als eine wehrloser Frau zu schlagen.

Es ist bezeichnend für The Expendables, dass all das Gemetzel letztlich doch für eine gute Sache, nämlich die Freiheit eines ganzen Inselvolkes, steht. So einfach macht es sich Stallone mit seinem Film nämlich. Warum? Weil er es kann, und weil es schon immer so war und er ja schließlich nur die Tradition des politischen Actionkinos der 80er fortführt. Hier sind die Guten, dort die Bösen, zwischen Schwarz und Weiß gibt es nichts, auch wenn die beiden Seiten sich bisweilen zumindest was die Nationalität betrifft, vermischen. Es sind Momente wie die erste Ankunft Lees und Barneys auf der Insel, die zeigen, dass sich der Film einen Dreck um innocent bystanders oder sonstige Handlanger kümmert, die im heutigen Actionfilm meist nur non-lethal außer Gefecht gesetzt werden, da sie ja irgendwie nichts dafür können und der Protagonist ja schließlich die Integrität in Person ist. Natürlich ist dies in The Expendables anders, denn hier ist sogar der Zollbeamte, der lediglich den Stempel auf den Pass drückt, ein hundsgmeiner Mistkerl, der von den Expendables samt cooler Retourkutsche über den Jordan gebracht wird.

Stallone folgt dabei einfachen Mustern, die jedem Genrefan bekannt sind, der nur eine Handvoll Actionfilme dieser Ära gesehen hat. Die Dramaturgie des Ganzen folgt dabei Stallones Rambo, was angesichts dessen Erfolges nur konsequent erscheint. Was bei Letzterem jedoch noch als politischer Kommentar zu realen Ereignissen verstehen werden konnte, das fehlt bei The Expendables völlig. Der Staat, von dem der Terror ausgeht, ist ein fiktionaler, zudem steckt hinter all dem nicht etwa ein irrer Diktator, sondern ein abtrünniger CIA-Mann, der auf eigene Rechnung arbeitet. Bereits dieses Setting macht deutlich, dass Stallones Neuer nichts weiter sein will als ein Spielplatz für große Jungs. Rechtfertigte er die Gewaltexzesse in Rambo noch mit der Aussage, dass es so nun mal in Burma von statten gehe, so muss er sie in The Expendables als das stehen lassen, was sie sind: reines eye candy, Mittel zum Zweck, reiner Selbstzweck. Dabei werden aber nicht nur Genicke lautstark gebrochen, sondern Stallone geht auch hier einen Schritt weiter: ganze Torsos und Gliedmaße werden vom restlichen Körper getrennt. Zugegeben, das ist teilweise zwar etwas zu schnell und unübersichtlich geschnitten, aber noch immer kein Vergleich zu heutigen Schnittorgien, die die Action nur erahnen lassen.

The Expendables ist sich seiner Rolle stets bewusst, ohne jedoch mit dem Auge zu zwinkern oder gar Ironie zu sähen. Selbstverständlich gibt es auch den einen oder anderen humorvollen Spruch – bei all dem Tempo und der Gewalt darf das comic relief ja nicht fehlen -, aber ins Komödiantische driftet der Film zu keinem Zeitpunkt ab, denn dafür zünden dann auch zu viele der Sprüche schlichtweg nicht. Das könnte man andererseits aber auch schon wieder als Absicht oder gar Kalkül betrachten, denn die unfreiwillige Komik gehört zum 80er-Actionfilm ebenso dazu wie der meist hohe Bodycount. Das eigentliche Highlight, zumindest was das Zitatekino betrifft, nimmt Stallone früh im Film vorweg, wenn er die drei wohl archetypischsten Figuren des Actionkinos zusammenkommen lässt: Stallone, Schwarzenegger und Willis. Die kurze Szene, die leider viel zu sehr promotet wurde und deshalb auch schon im Internet zu sehen war, gerät dabei zu einem einzigen Megazitat, quasi einer Mise en abyme, das mal mehr, mal weniger subtil auf die Filme der drei anspielt und jedem Fan das Herz aufgehen lässt.

Nicht weniger erfreut auch die Action an sich, die perfekt durchchoreografiert scheint und jedem der Beteiligten genug Raum für Faust-, Schieß- und Prügeleinlagen lässt. Bis kurz vor Schluss wird dann auch geschossen, was die Munition und das Budget hergeben; und jedes Mal, wenn man denkt, dass dies nun die finale Explosion gewesen ist, wird man mit einer noch größeren eines Besseren belehrt. Es folgt nicht viel Gefühlsduselei auf den Show-down, nach dem alle Bösen tot sind und die Guten wieder vereint, so wie es sich eben gehört. Stattdessen läutet Stallone den Abspann damit ein, dass er die Jungs auf ihren Bikes durch die nächtlichen Straßen jagen lässt, untermalt von Thin Lizzys 'The Boys Are Back in Town', und in der Tat: Stallone und die 80er-Action sind zurück. (8.5/10)


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Neuer Trailer zu Stallones 'The Expendables'


Nicht allzu viel neues Material, aber kann man sich an dem Ganzen überhaupt satt sehen?

(Via electru.de)


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Neuer Trailer zu 'The Expendables' mit Arnie und Bruce!


Nachdem der letzte Trailer zu Stallones The Expendables nunmehr schon fünf Monate zurückliegt, wurde es auch höchste Zeit für einen neuen Trailer (480p/720p/1080p). Der Cast, die Action, die Cameos … oh boy, das wird eine Granate allerersten Grades! Nuff said! Ach ja, die Synopsis liest sich übrigens auch gut (für die, die noch nicht wussten, um was es geht):

"A team of mercenaries head to South America on a mission to overthrow a dictator."


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Promo Trailer zu Stallones 'The Expendables'


Nachdem vor einem Monate bereits ein Promo Trailer aus Venedig den Weg auf YouTube fand, ist jetzt ein weiterer Promo Trailer (FLV, recht ordentliche Qualität) zu Stallones The Expendables erschienen – ganze drei Minuten lang und wohl der feuchte Traum eines jeden Actionfans. Über den Cast muss man ja sowieso keine Worte mehr verlieren, aber was man hier an ersten offiziellen Bewegtbildern zu sehen bekommt, ist der schiere Wahnsinn. Seriously, ich muss das erst einmal verarbeiten … Deutscher Kinostarts ist der 02. September 2010.


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'The Expendables': Venedig Bootleg Teaser Trailer


Mal schauen, wie lange der Teaser zu Stallones The Expendables oben bleibt und wie lange es dauert, bis er in ordentlicher Qualität (offiziell) veröffentlich wird. Bis dahin aber: ja, sieht sehr gut aus. Genau das verstehen die Verleiher anscheinend immer noch nicht: war etwas erst auf YouTube, so wird es nicht komplett gelöscht werden können. Dank Filmz.ru kann man ihn nun runterladen (FLV, äußerst mäßige Qualität).


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Slys All-Star-Game: Bilder und Poster zu 'The Expendables'


Bisher habe ich ja noch gar nichts zu Sylvester Stallones The Expendables gebracht. Aus gutem Grund, denn irgendwie bin ich es leid, ständig wegen jedem einzelnen neuen Bild einen extra Post zu schreiben. Die ersten Charakterposter und ein offizielles still (High-Res/weitere stills) aus dem Film konnten mich jedoch überzeugen, dies zu ändern und The Expendables endlich auch mal zu würdigen. Immerhin liest sich der Cast so gut wie in keinem Actionfilm zuvor, und auch die ersten Produktionsfotos ließen Großes erwarten. Bei all den Stars, die Sly gewinnen konnte – u.a. Dolph Lundgren, Jason Statham, 'Stone Cold' Steve Austin, Eric Roberts, Danny Trejo & Schwarzenegger (Cameo?) -, vermisse ich Van Damme, der eine Rolle ablehnte, aber doch etwas.

Aber sei's drum, ich bin mir sicher, dass auch ohne Van Damme die Maßstäbe für den Actionfilm nach The Expendables so hoch sein werden, dass es schwer werden dürfte, an diese überhaupt ranzukommen. Ja, so positiv sehe ich dem ganzen Unterfangen entgegen, richtig. Das darf ich aber, denke ich, auch, denn wenn Stallones Neuer auch nur halb so intelligent und actionlastig wie Rambo daher kommt, dann hatte meine Aussage durchaus eine Existenzberechtigung. Leider dauert es noch bis nächstes Jahr, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude – und lass' mir erstmal den Trailer ins Haus kommen, das dürfte schon für feuchte Hosen reichen …


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