Neuer Trailer zu Winterbottoms 'The Killer Inside Me'


Auch wenn es auf der diesjährigen Berlinale so einige Filme gab, die für Aufsehen gesorgt haben, so bleibt mir vor allem Michael Winterbottoms The Killer Inside Me im Gedächtnis, der nicht nur wegen seiner Gewalt in den Feuilletons für Aufregung sorgte. IFC Films hat nicht nur einen neuen Trailer zum Film veröffentlicht, sondern auch ein neues Poster. Beide sehen dabei wie erwartet großartig aus, auch wenn die vielen Zitate im Trailer einmal mehr stören – dass Casey Affleck ein unterschätzter Darsteller ist, weiß man spätestens seit seiner Performance in The Assassinaton of Jesse James by the Coward Robert Ford. Trotz der hohen Wellen in Berlin, Sundance und Tribeca, scheint Winterbottoms Neuer noch keinen Verleih hierzulande gefunden zu haben. Bleibt zu hoffen, dass sich dies schnell ändert.

(Via The Playlist)


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Die Gewinner der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin


Und schon ist wieder alles vorbei. Nacht fast zwei Wochen Berlinale wurden gestern abend die Gewinner der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin gekürt. Der Goldene Bär geht in diesem Jahr somit an Semih Kaplanoglus Bal, womit sich viele doch recht gut arrangieren können. Die Silbernen Bären gehen in Form des großen Preis der Jury an If I Want to Whistle, I Whistle (Eu cand vreau sa fluier, fluier), für die beste Regie an The Ghost Writer (for real!? Ich kann ja verstehen, dass Kollegen hier zueinander halten, aber nach all dem Getöse um Polanskis Figur wirkt dieser Preis dann doch reichlich platt), für die herausragende künstlerische Leistung an How I Ended This Summer (Kak ya provyol etim letom) und Apart Together (Tuan yuan) für das beste Drehbuch. Des Weiteren wurde Shinobu Terajima für ihre Rolle in Caterpillar (Kyatapirâ) – einer der Filme, die ich nun sehnlich erwarte – mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Das männliche Pendant konnten Grigori Dobybrin und Sergej Puskepalis für How I Ended This Summer gewinnen.  Alle weiteren Preisträger finden kann man hier nachlesen.

Was kann ich also von der diesjährigen Berlinale beziehungsweise der Berichterstattung selbiger mitnehmen? Nach wie vor ganz scharf bin ich auf Red Hill, den Kollege Patrick gestern sehen durfte und mich gleich im Anschluss bestätigte, dass es sich um einen wunderbaren kleinen dreckigen Film handelt. Der bereits  genannte Caterpillar dürfte vor allem einen schönen Kontrast zum sonst so pathetisch-nationalen Japankino der letzten Jahre darstellen, von den ganzen 'physischen Darstellungen' mal abgesehen. Der bei vielen als Schlaftablette gehandelte The Hunter (Shekarchi) macht ebenfalls einen recht interessanten Eindruck, auch wenn dieser natürlich auch aus anderen Gründen für Gesprächsstoff sorgte. Der bereits im Vorfeld viel diskutierte The Killer Inside Me soll zwar letzten Endes dann doch nicht der große Tabubrecher sein, für den einige ihn gehalten haben, aber es ist allein schon dieser 'Ruf', der ihn zumindest für mich doch interessant macht.

Zu guter Letzt wären da dann noch der neue Thomas Vinterberg, Submarino, und auch Oskar Roehlers filmischem Œuvre, der mit Jud Süss – Film ohne Gewissen für zahlreiche Buhrufe in den Pressevorführungen sorgte,  sollte ich mich endlich mal nähern – und sei es nur aus dem Grund, mich in meiner Annahme zu bestätigen, dass die deutschen Förderfonds endlich abgeschafft werden sollten. Hoffen wir, dass ich es vielleicht im kommenden Jahr endlich einrichten kann, die Berlinale zu besuchen.

Foto: Blogging Dagger


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